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Tent Action

Protest Gegen Abschiebung

Refugee strike in Berlin - Fri, 10/20/2017 - 13:42

Another group of our friends are being deported to Afghanistan on 24. October from Leipzig/Halle airport. Aghanistan is a war ridden, unsafe country. Deportation of people who seek for asylum to war zones to expose them to death and letting them to be killed there, is indeed a war crime and genocide.

Therefore “Zendegi – Kein Abschiebungen nach Afghanistan“, a campaign against all the deportations to Afghanistan, in cooperation with political activists and politician who fight for refugees rights, decided on organizing a protest in city of Leipzig in Saxony against deportations.

We – Zendegi campaign activist – are aware with only a protest or a demonstration we can not stop the deportations. But we know to make any changes to be happened, we have to rise our voices and find a way to open this dialogue in German society.

The fight against deportations is a difficult, time taking fight. On one side is German government and growth of fascism, on the opposite side we refugees who have nothing but our power of our unity.

The campaign, Zendegi-Kein Abschiebungen nach Afghanistan, asks you to join the campaign and along side other people from other nationalities, with hope, hocetion, and patience, take part in the anti-deport protest on October 21. at 14:00 o’clock.

Important points:

  • The campaign, Zendegi-Kein Abschiebungen nach Afghanistan, is created/formed around and is active against against deportations to Afghanistan, believes no deportation should in any case take place to any country.
  • The campaign is concerned with human dignity and equality of people from different nationalities or ethecities, and is against racism, ethnic discrimination and racial slurs.

During the camp there are going to be different programs

  •  standing rally with speeches from non-citizen activists and anti-deport activists
  •  different workshops with the themes on asylum and deportation
  •  consultation sessions hold by asylum advisors
  •  open dialogue sessions with citizens
  •  open dialogue sessions with non-citizens on asylum issues

 

 

 

  • For more information on the action and the program, please check out the Facebook page of the campaign

www.facebook.com/afghanistanzendegi

 

 

در تاریخ ۲۴ اکتبر ۲۰۱۷ تعدادی دیگر از عزیزانمان از میدان هوایی شهر لایپزیک به افغانستان دیپورت خواهند شد.

افغانستان کشوری جنگ‌زده و ناامن است و دیپورت پناه‌جویان به مناطق جنگی و قرار دادن آنان در معرض کشتار، نسل‌کشی و حملات تروریستی جنایت جنگی محسوب میشود.

به همین منظور کمپین زندگی که علیه دیپورت به افغانستان فعالیت میکند، با یاری تعدادی از فعالین سیاسی و سیاست‌مداران مدافع حقوق پناه‌جویان تصمیم به برگزاری یک تحصن علیه دیپورت در شهر لایپزیک واقع در ایالت زاکسون(sachsen) دارد.

بی‌شک ما فعالین کمپین زندگی از ناممکن بودن توقف دیپورت‌ با یک تظاهرات یا تحصن آگاهیم اما چاره را در بلند کردن صدای اعتراضمان و ایجاد گفتمان سیاسی در جامعه آلمان می‌بینیم.

مبارزه با دیپورت مبارزه‌ای است که نیاز به زمان دارد و بسیار دشوار است. در یک طرف دولت آلمان و فاشیسم در حال گسترش قرار دارند و در طرف مقابل ما پناه‌جویان که جز قدرت اتحادمان چیزی نداریم.

کمپین زندگی از شما دعوت میکند که تا با امید، اتحاد، صبروشکیبایی بهمراه دیگر ملیت‌ها علیه دیپورت به افغانستان و تمام کشورها در روز شنبه ۲۱ اکتبر ساعت ۱۴ شرکت کنید.

نکته:

  • کمپین زندگی تمرکز خود را علیه دیپورت به افغانستان قرار داده است اما اعتقاد دارد که دیپورت به هیچ کشوری نباید انجام شود.
  • کمپین زندگی فرامرزی می‌اندیشد و فارغ از قومیت و ملیت تمامی انسان‌ها را عزیز و شریف میپندارد و علیه هرگونه نژادپرستی و تبعییض قومیتی و توهین نژادی است.

در طول مدت تحصن برنامه‌های زیر در محل تحصن برگزار خواهد شد

 

سخنرانی از سوی فعالین ضد دیپورت و فعالین پناه‌جویی


ورکشاپ‌های مختلف با موضوعات پناه‌جویی و دیپورت


جلسات مشاوره برای پناه‌جویان توسط متخصصین امور پناه‌جویی


جلسات گفتگو با شهروندان آلمانی


جلسات گفتگو با پناه‌جویان در مورد مسائل پناه‌جویی


برای اطلاع از زمان و تغییرات احتمالی در برنامه‌ها لطفا فیسبوک کمپین زندگی را دنبال کنید

www.facebook.com/afghanistanzendegi

 

Categories: Tent Action

„Ihr beschützt uns nicht!“ Die Do-it-Yourself Praxis im Lager Niedstraße. Aus einem Interview mit einer Überlebensexpertin (*Name verändert)

Refugee strike in Berlin - Tue, 10/10/2017 - 23:34

English

Ich treffe Nira in einem Park irgendwo im Südwesten von Berlin. Nira und ich haben beschlossen uns regelmäßig zu treffen und gemeinsam kleinere Artikel über die Situation in den Berliner Lagern zu schreiben. Dieses Mal wollen wir ihre Erfahrungen mit den Sozialarbeiter*innen in dem Niedstraßen-Lager teilen, ein Lager für Frauen und Kinder in Friedenau. Ungefähr 320 Frauen und 80 Kinder leben dort. Das Lager wird von der Sozialen Initiative Niederlausitz (SIN) betrieben. Nira hat ungefähr 10 Monate in der Niedstraße gewohnt und hat weiterhin Kontakt mit vielen Frauen, die immer noch dort leben müssen.

Offizielel Verantwortlicheit und Do-it-Yourself Praxis
Sie sagt die Probleme mit den Sozialarbeiter*innen sind überall die gleichen. “Ihre offizielle Verantwortlichkeit ist es, dir mit dem Lesen Deiner E-mails, deren Übersetzung, beim Vereinbaren von Terminen mit der LAGeSo, beim Finden von Beratungsstellen zu helfen, Initiativen oder Menschen einzuladen, die Workshops anbieten damit du dich orientieren kannst. Ihre Aufgabe ist es dafür zu sorgen, dass du in einem sauberen Ort lebst, dass du gesundes Essen kriegst.” Sie sagt: “ Es ist total verquer.” Die Fürsorgepflicht wird täglich verletzt, berichtet sie. Die Sprechzeiten der Sozialarbeiter*innen sind auf ein paar Stunden am Tag reduziert, für mehrere hundert Personen und oft können die Menschen sowieso keinen Nutzen daraus ziehen, weil die erreichbare Person eine andere Sprache spricht. Obendrein kooperieren die Sozialarbeiter*innen oft mit dem Sicherheitspersonal und weigern sich die Verantwortung für das Wohlergehen der Frauen und Kinder zu übernehmen. Was besonders problematisch ist, da das Lager in der Niedstraße extra eingerichtet wurde um besonderen Schutz vor den zahlreichen traumatisierenden Erfahrungen zu bieten, welche die Frauen vorher erfahren haben.

Auf die Frage nach den Bürozeiten erzählt Nira mir, dass das Büro in der Woche am Tag nur eine Stunde geöffnet hat. Am Samstag überhaupt nicht und am Sonntag für zwei Stunden: eine Stunde am Morgen und eine Stunde am Abend. “Nur eine Stunde am Tag für 280 Frauen, die in der Niedstraße leben. Meistens stehen nicht alle Sprachen zur Verfügung, wenn also z.B. eine afghanische Frau zur Sprechstunde geht und nur die russische Angestellte da ist, oder auch ein deutscher Sozialarbeiter, dann kann die Frau nicht mit ihnen sprechen und sie können ihre Anliegen nicht bearbeiten und sie sagen komm morgen, komm morgen. Es ist sehr kompliziert und viele Probleme entstehen deshalb.”

Insgesamt arbeiten sieben Sozialarbeiter*innen im Lager Niedstraße. Zwei Männer und eine Frau die Arabisch sprechen, eine Frau, die Farsi spricht, eine Polnisch, eine Russisch und ein Mann, der nur Deutsch spricht. Ich frage was passiert wenn der/die Sozialarbeiter*in nicht deine Sprache spricht, und sie sagt “Es entsteht ein Chaos, oder sie versuchen es auf Englisch zu machen oder die Frauen versuchen von außen Hilfe zu bekommen und zahlen dafür von den 135€, die sie monatlich erhalten. Es gibt viele Initiativen die kostenlose Übersetzung anbieten aber die Sozialarbeiter*innen nutzen diese Angebote oft nicht.” Für einige Frauen aus den Balkanländern, wie Serbien oder Kroatien, ist es besonders schwierig, da kein/e Sozialarbeiter*in ihre Sprache spricht.

Unter der Woche sind die Bürozeiten von 11 Uhr bis 12 Uhr, wenn eine Frau also einen Termin bei der LAGeSo oder einen Integrationskurs hat, oder wenn eine Frau ihre Kinder zu Schule bringen muss, kann sie an diesem Tag keine Unterstützung kriegen. “Manchmal gibt es lange Schlangen, manchmal muss man eine Stunde sitzen und warten.” Obwohl die Sozialarbeiter*innen den ganzen Tag in dem Büro sind, stehen sie nur ein oder zwei Stunden pro Tag zur Verfügung. Manchmal erhalten die Frauen Briefe vom BAMF oder von der LAGeSo, die eine schnelle Antwort erfordern. “In der Regel erhielten wir die Post am Abend, also kannst du erst am nächsten Tag um 11Uhr Hilfe kriegen.” In diesem Fall müssen die Frauen “draußen” nach Hilfe fragen, von anderen Frauen im Lager oder vom Sicherheitspersonal. Sich auf das Sicherheitspersonal zu verlassen ist gefährlich, da das dieses in eine Machtposition bringt in der sie noch mehr Kontrolle über die Frauen ausüben können.

“Sozialarbeiter*innen vernachlässigen Angelegenheiten gerne, so als wäre es nicht passiert. Sie wissen nicht, was sie damit machen sollen. Meistens wirken sie hilflos und als wären sie nicht ausreichend ausgebildet um mit solchen Angelegenheiten umzugehen.“ Die Leute sind meistens nur 5-10 Minuten bei dem Mitarbeitenden. “Manchmal schicken sie Leute, denen sie nicht helfen wollen einfach wieder rauß. Geh und such Dir selbst eine Übersetzung, ich hab keine Zeit das zu übersetzen. Oder ich kann Dir nicht helfen, ich kann keinen Termin für Dich machen. Such Dir selbst einen Arzt. Wir haben uns als Geflüchteten immer gegenseitig geholfen, aber es ist auch nicht unsere Aufgabe, weil wir kriegen kein Geld dafür, sie kriegen das Geld dafür.”

Und diese “Vernachlässigung”, sagt sie, bleibt nicht ohne Konsequenzen für die Frauen. Da war diese eine Frau aus Afghanistan und sie hatte 5 Kinder, erzählt Nira mir. “Sie ist von ihrem Mann weggelaufen, weil er sehr gewalttätig war und dann hat sie die Abschiebung erhalten, weil sie nicht zu dem Interview gegangen ist, weil die Sozialarbeiter*innen ihr den Brief nicht rechtzeitig gegeben haben. Das war ein großer Fehler. Sie machen die ganze Zeit Fehler. Sie verstehen nicht, dass das gefährlich ist. Sie behandeln uns mit Nachlässigkeit.” “Einmal war da eine Frau und sie fragte nach einem Arzttermin. Als sie ihr dann endlich einen Termin vereinbart hatten war es ein Termin in einer Privatpraxis und sie musste 50 € zahlen. Wie kann es sein, dass ein*e Sozialarbeiter*in so einen Fehler macht?”

Vor allem Frauen mit vielen Kindern brauchen Hilfe, sagt Nira. “Eine Freundin von mir hat ein Kind und wollte ihn im Kindergarten anmelden und sie haben ihr gesagt, sie solle hingehen und es selber machen. Eine Frau sagte Du suchst eine Wohnung, geh und guck selber im Internet. Du suchst eine Übersetzung: geh und such Dir selber eine. Und dann musst Du losgehen und zusätzlich 20€ für jemanden zahlen, der dir etwas übersetzt oder mit dir mitkommt. Der/die Sozialarbeiter*in wird schon vom Staat bezahlt, aber sie wollen ihre Arbeit offensichtlich nicht tun.

Sie sagen immer, dass sie sich bemühen, erzählt mir Nira, “aber dann siehst du, dass das Essen sehr schlecht ist. Die Toiletten sind die ganze Zeit sehr schmutzig. Die Frauen gehen alleine zum Arzt/zur Ärztin, ohne Übersetzer*in und dann sagt der Arzt oder die Ärztin, nein, ich kann Dir nicht helfen. Ich habe mit einigen Frauen gearbeitet weil ich diesen Ein-Euro-Job gemacht habe. Übersetzen bei der Arztvisite oder anderswo. Ich bin also mit einigen Frauen zur Ärztin/zum Arzt gegangen und diese*r hat mir jeweils gesagt, dass sie/er der Frau das letzte Mal nicht habe helfen können, weil niemand übersetzt hat. Es ist die Aufgabe der Sozialarbeiter*innen, eine Ärztin/einen Arzt zu organisieren, und zwar jemanden, die/der den Frauen helfen kann, die/der die gleiche Sprache spricht.” Sieben Sozialarbeiter*innen sind nicht genug, sagt Nira, “anstatt 80 Securityangestellte zu beschäftigen, von denen 15 pro Schicht arbeiten, wäre es besser, 20 Sozialarbeiter*innen anzustellen.

Nicht aufmucken!

Seit das städtische Gebäude im Februar 2016 zu einem Lager umfunktioniert wurde haben sich die Bewohnerinnen über die Sozialarbeiter*innen, das Essen und die Sicherheitsangestellten beschwert. Aber im April 2017 wurde eine erste schriftliche Beschwerde verfasst, unterschrieben von 90 Bewohnerinnen, erzählt mir Nira. “Es hat damit angefangen, dass das Essen schlecht war, was 90 Frauen unterschrieben haben, und es gab eine Beschwerde von einigen Frauen, dass die Sozialarbeiter*innen sie respektlos behandeln, manchmal auch verbal aggressiv werden, wie z.B. sie anzuschreien. Sozialarbeiter*innen haben die Frauen damit bedroht, dass sie rausgeschmissen würden oder sie die Polizei rufen würden. Und die ganze Zeit haben die Sozialarbeiter*innen probiert zu bestreiten, dass dies passiert sei – nein, es gibt keine Probleme – obwohl die Probleme mit einer Kamera dokumentiert wurden. Es war die gleiche Situation wie im Tempelhof Lager. Die Sozialarbeiter*innen haben jeweils gesagt, nein, es gibt keine sexuelle Gewalt gegen Frauen hier, und dann wurden sie durch eine sechsmonatige IRIN Untersuchung in Berliner Lagern überführt, die eine Menge sexueller Gewalt gegen Frauen ans Licht gebracht hat.”

Was die Frauen und Kinder in den Lagern brauchen

“Es sollte keine Security, aber dafür mehr Sozialarbeiter*innen geben, wenigstens eine/r von jeder Sprachgruppe und auch sollte ihr Büro den ganzen Tag offen sein. “, fordert Nira. ” So dass die Frauen wenn sie ein Problem haben Hilfe kriegen können. Das ist ihre Arbeit, Soziale Arbeit. An dem Ort an dem ich jetzt lebe, ist das Büro bis 17 Uhr auf, von 9 bis 17 Uhr. Manchmal gehst Du hin und sie sind beschäftigt, aber dann weißt du, dass sie beschäftigt sind, wirklich beschäftig. Dass sie nicht einfach nur rumsitzen und stündlich Pause machen.”

Es sollte alles korrekt ablaufen, sagt Nira. ” Sonst, wenn es keine guten Sozialarbeiter*innen gibt, dann sollten wir alle Lager abschaffen und schließen und die Menschen in Häusern leben lassen und wenn man Hilfe braucht dann tritt man mit einer Beratungsstelle in Kontakt. Weil die machen ihre Arbeit offensichtlich ziemlich gut, sie strengen sie an. Man sieht, dass sie sich Mühe geben. Sie sind auch Sozialarbeiter*innen, aber man sieht, dass sie sich anstrengen, nicht so wie die Sozialarbeiter*innen in der Niedstr. Vor allem, sie kriegen ja auch Unterstützung von Schöneberg hilft – das sind Freiwillige, aber auch Leute, die mithelfen können. Die Verantwortung liegt nicht nur bei ihnen, aber auf jeden Fall machen sie keine gute Arbeit.”

 

 

English

Your work it to protect us!” The do-it-yourself practice at the lager at Niedstraße. From an expert of survival (*name changed).

I meet Nira in a park somewhere in south-west Berlin. Nira and I agreed to meet up regularly to write smaller articles about the situation in lagers in Berlin. This time we want to talk about her experience with social workers at the lager at Niedstraße, a lager for women and children in Friedenau. Around 320 women and 80 children live there. The lager is run by the social initiative Niederlausitz (SIN – Soziale Inititative Niederlausitz). Nira lived at Niedstraße for about 10 months and is still in contact with many women who are still forced to live there.

Official responsibility and “do-it-yourself” practice

“Their official responsibility is to read and translate official letters for you, to help you to make appointments with LAGeSo (State Office for Health and Social Affairs), to clarify questions and to support you in finding a Beratungsstelle (counselling centre) if you are in need of one”, Nira shares. “Their work is to make sure you live in a clean, healthy place. That you get good healthy food”. But there is a big gap between official responsibility, job description, and her lived experienced with social workers in different lagers. “Everything is messed up”, she says. Availability is reduced to a few hours a day (for a few hundred people!) and often social workers are not able to communicate with the women because of language barriers.

Asking about the office hours Nira tells me that during the week the office is open only one hour a day. Saturday not at all and Sunday 2 hours: one hour in the morning and one hour in the evening. “Its only one hour a day for 280 women that live at Niedstraße. Most of the time there are not all of the languages available so for example one Afghan women would go and there was only a Russian or Germany employee working. She cannot talk to them and they cannot solve her issues and they just say come back tomorrow, come tomorrow. It´s very complicated and many problems happen because of this.”

There are seven social workers at Niedstraße in total. Two men and one women speaking Arabic, one women speaking Farsi, one Polish, one Russian and one man that speaks German only. What happens if the social worker doesn’t speak your language, I ask, and Nira says “Things get messed up, they try to do it in English or the women try to get help from outside and pay it from the 135 euros they are receiving. There are many initiatives that offer free translation but the social workers often don’t make use of them.” For some women from Balkan countries such as Serbia or Croatia its particularly difficult because no social worker at Niedstraße speaks their language.

During the week the office hours are from 11am-12pm so if a woman has an appointment with LAGeSo, an integration course or has to take her children to school, she is not able to see a social worker. “Sometimes there are long queues, sometimes you have to sit and wait for an hour.” Even though the social workers are in the office all day they are only available for one or two hours a day. Often women receive letters from the BAMF or LAGeSO that require an urgent response. “We used to get the mail in the evening so you can’t get help until the next day at 11am.” In that case the women need to ask for help from “outside”, ask other women in the lager or security staff. But becoming dependent on security staff is dangerous, Nira says, as it puts them in a position of power in which they are able to exert even more control over the women.

“Social workers at Niedstraße prefer to ignore issues. Like they don’t know what to do about it. Most of the time they seem helpless and like as they didn’t have had enough training to handle such issues”, Nira shares. People usually spend 5-10 minutes with a social worker. “Sometimes they just dismiss people. Go and find a translator yourself, I don’t have time to translate this. Or I cannot help you, I cannot make an appointment for you. You find a doctor yourself. We used to help each other as refugees but it’s also not our work because we don’t get money for it but they do get payed for it.”

And this “negligence” she says, is not without consequence for the women. There was this one woman from Afghanistan and she had 5 children, Nira tells me. “She got deported because she didn’t go to her interview because the social workers did not give her the letter in time. That was a big mistake. They do mistakes all the time. They don’t understand that this is dangerous. They treat us with negligence.” Nira shares another story with me: “There was one women and she was asking for an appointment with a doctor. She had to go several times until they were willing you help her and then they made an appointment for her at a private clinic. When we went there they said to her that she has to pay 50 euro. How comes that the social worker does this mistake?”

Especially women with many children need help, Nira says. “My friend has a child and she wanted to register him for the kindergarten and they told her: go and do it herself. One women said you want to look for apartment on the internet: go and do it yourself. You want to look for a translator: go and do it yourself. And then you have to go and pay extra money. 20 euros for a translator to translate something for you or to come with you. The social worker is already paid by the government but they obviously don’t want to do their work.”

All the time they are saying “we are trying!, Nira tells me, “but then you find the food is very bad. The toilets are very dirty all the time. The women go to the doctor alone without a translator and the doctor is not able to help. I worked with some women because I was doing this 1 euro job. I went with some women to the doctor and the doctor told me that she couldn’t help the women the last time because there was no translator. It’s the work of the social worker to find a doctor, to find a doctor that can help the woman, that speaks the same language.” Seven social workers are not enough, Nira says, “instead of hiring 70 security workers with 15 people working every shift its better to hire 20 social workers.

Don’t speak up!

Since the municipal building became a lager in February 2016 women complained about the social workers, the food and security staff. But in April 2017 there was a first official complaint made, signed by 90 women, Nira tells me. “It got started because the food was bad and there was a complaint from a few women that the social worker are treating them with no respect and sometimes with verbal aggression like shouting at them. And all the time the social workers tried to deny that this is happening although the problems were documented with a camera.”

What happened after the complaint, I ask. Nira tells me that they threatened the women so they would get afraid and withdraw the complaint. The women were told that if they make another protest within the lager they will be deported by LAGeSo. In the end of April 2017 – after the complaint – the regional manager of the SIN, Nira says, “was shouting at us as we were slaves, as if we had no rights and then he was protecting the security and the social workers”.

What the women need

“There should not be security and there should be more social workers at least one from every language group and also their office door should be open all day long”, Nira demands. “So when women have a problem they can go and get help. That´s their work, social work. In the place I´m living now the office is open until 5pm, from 9am to 5pm. Sometimes you go and they are busy. Really busy. Not sitting and drinking coffee and having a break every hour.“

Things should be done correctly, Nira says. “Otherwise if there are no good social workers, we should abolish, close all the lager and let people live in houses and then when you need help you can get in touch with a Beratungstelle (counselling centre). Because apparently they do their job quite well. They are also social workers but you can see they are trying hard not like the social workers at Niedstraße. Especially because at Niedstraße they also get help from the initiative Schöneberg hilft – its volunteers but they are also people that can help. It’s not all the responsibility on them but they still don’t do a good job.”

Categories: Tent Action

Refugees & Queers: “Leaving the queer bubble” – PR und Medientraining

Refugee strike in Berlin - Tue, 10/03/2017 - 20:54

english version below

Liebe Interessierte,

wir freuen uns, Sie zu unserem Workshop: „Leaving the queer bubble“ – PR und Medientraining im Rahmen des Projekts „Refugees & Queers. Politische Bildung an der Schnittstelle von LSBTTIQ und Flucht / Migration / Asyl“ einzuladen.

Die Fortbildung richtet sich an Multiplikator*innen, Bildungsarbeiter*innen und Aktivist*innen, die das Thema „Queer Refugees“ in die breitere Öffentlichkeit tragen wollen.

Zu Beginn wird Fadi Saleh mit uns über “Critical Reflections on the Global Politics of Representing Syrian Queer Refugees” diskutieren. Anschließend wird Joanna Stolarek von den Neuen Deutschen Medienmachern mit einem Basismedientraining für die Vermittlung von praktischem Know How sorgen. Abschließend wollen wir gemeinsam mit Dennis Sadiq Kirschbaum (i,Slam) und Tarik Tesfu am Beispiel von Digital Storytelling Möglichkeiten, Grenzen und Fallstricke der (Selbst)Repräsentation austesten

Die Fortbildung wird von Freitag, 27. Oktober bis Sonntag, 29. Oktober 2017 im Jugend- und Bildungshaus Tettenborn e.V. in Bad Sachsa in Niedersachsen stattfinden.

Weitere Informationen sowie Einladungen in Englisch, Arabisch, Kurdisch, Farsi, Spanisch, Französisch, Russisch und Urdu entnehmen Sie bitte dem angehängten Programm.

Bitte melden Sie sich verbindlich bis zum 06.10.2017 bei felicitas.grabow@mh-stiftung.de an.

 Wir freuen uns sehr über Weiterleitung an Interessierte und Verbreitung in Ihren Netzwerken.

Hier finden Sie die Facebook Veranstaltung

Herzliche Grüße,

Katrin Ebell und Felicitas Grabow

Es gibt auch noch wenige Restplätze für unsere Fortbildung „Wie konzipiere ich ein Behördenfortbildung?“

ENGLISH

Dear everyone,

we kindly invite you to our workshop “Leaving the queer bubble“ – PR and media training organized within the project “Refugees & Queers. Political education at the intersection of LGBTTIQ and Migration /Asylum / Flight”.

We invite trainers, activists and political educators who want to address the topic of “queer refugees” within a wider public.
First, Fadi Saleh will discuss “Critical Reflections on the Global Politics of Representing Syrian Queer Refugees” with us. Via a basic media training, Joanna Stolarek of Neue Deutsche Medienmacher will then share practical media know how with the participants. Finally, Dennis Sadiq Kirschbaum (i,Slam) und Tarik Tesfu will explore the possibilities, boundaries and traps of (self) representation via the method of digital storytelling.

The workshop takes place on Friday, 27th of October to Sunday, 29th of October 2017 at Jugend- und Bildungshaus Tettenborn e.V. in Bad Sachsa in Lower Saxony.

You can find more information as well as the invitation in Arabic, Kurdish, Farsi, French, Spanish, German, Russian and Urdu in the attached PDF.

Please register for the workshops until the 6th of October here: Felicitas Grabow (felicitas.grabow@mh-stiftung.de)

We would greatly appreciate it, if you could share the invitation within your networks.

You can find the facebook event here

With kind regards,

Katrin Ebell und Felicitas Grabow

You still have the possibility to register for our Workshop ties an “How to Develop a Training Concept for Authorid General Agency Staff” 

Weitere Informationen zu entnehmen Sie bitte der Einladung:

Einladung Workshop Medientraining DE

ENGLISH: invitation workshop media training EN

SPANISH/CASTELLANO: invitación al taller

FRENCH/FRANÇAIS: invitation à l’atelier FR

RUSSIAN/РУССКИЙ: приглашение на семинар RU

KURDISH/KURDÎ: vexwendina karsaziyê KUR

FARSI/فارسی: FAS دعوت کارگاه

ARABIC/عربى: AR دعوة ورشة العمل

URDU/اردو: ورکشاپ : ھم : ھم جنس پسند اور پناہ گزین جنس پسندی کےحصار سے نکلتے پی آر اور تربیتِ زرائع ابلاغ -ہوئے

 

 

Categories: Tent Action

Soli Crêpes against repressioncrap!

Refugee strike in Berlin - Mon, 10/02/2017 - 22:17

for the 24.10: https://www.facebook.com/events/1186910981441970
for the 28.11: https://www.facebook.com/events/1492764560817537

(with english version down below)
Soli Crêpes against repressioncrap!

Am 05.10 (Do), 24.10 (Di) und am 28.11 (Di) gibt es ab 19:30 Vegane Crêpes in der B-Lage.

Bei einer gemeinsamen Aktion werden manchmal nur einige verurteilt. Was nicht heissen muss, dass sie es alleine durchstehen müssen.

Kommt gerne vorbei und teilt die info….

2014 während des March for Freedom in Luxemburg, gab es 13 brutale Festnahmen. Die Gefangenen wurden am gleichen Tag wieder freigelassen.

Nach mehr als zwei Jahren erhob die Luxemburger Behörde Klage gegen einige Gefangene. Ende Mai diesen Jahres wurden vier Aktivisten_Innen aufgrund der Anklage “bewaffneter und geplanter Rebellion” verurteilt.
Keine der angeklagten Personen konnten konkrete Tatvorwürfe gemacht werden.

Sie kriegen den ganzen Stress ab. Denn sowas kostet Energie, Zeit aber auch oft viel Geld wie Anwalt-, Prozess- und Strafkosten. Darum bitten wir euch: Geniesst die Crêpes und unterstützt, wenn ihr könnt, finanziell die Leute, die es am meisten trifft. Danke.

B-Lage: Mareschstraße 1 / 12055 Neukölln – Rixdorf
S Sonnenallee /U Karl Marx Straße /M41 Mareschstraße
http://www.b-lage.de/
https://www.facebook.com/BLageNeukoelln/

Mehr infos über das Urteil: http://oplatz.net/fazit-der-pressekonferenz-zum-gerichtsprozess-gegen-teilnehmer-des-march-for-freedom-in-luxemburg/
Über den March: https://freedomnotfrontex.noblogs.org/

Zusätzlich gibt es am 24.10 die Veranstaltung “Talking about the Revolution” – von „Adopt a Revolution“.

Talking about the Revolution – Erlebte Perspektiven auf Diktatur und Widerstand in Aleppo
Einführung und Gespräch zu Aktivismus und ziviler Selbstorganisation einer Stadt gegen ein gewaltvolles Regime und Islamismus. Mit dem syrischen Aktivisten Ehsan Dallal und Ansar Jasim von Adopt a Revolution
https://www.adoptrevolution.org/
https://www.facebook.com/AdoptaRevolution/

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Soli crêpes against repression!

  On Thu October 5th, Tue Oct 24th and Tue November 28th at 19:30, there are vegan crepes at the B-Lage

Sometimes only a few are condemned by a joint action. Which doesn’t mean, that they have to go it through alone.

2014 during the March for freedom in Luxembourg, there were 13 brutal arrests. The prisoners were released the same day.

After more than two years, the Luxembourg authorities filed suit against some prisoners. At the end of May, four activists were condemned with the charge “armed and planned rebellion”.
None of the accused persons could be accused of real allegations.

They get all the stress. Because it costs energy, time but also a lot of money like lawyer, process and penalty costs. So we ask you: Enjoy the crepes and support if you can, thanks

B-Location: Mareschstraße 1/12055 Neukoelln – Rixdorf
S Sonnenallee / U Karl Marx Street / M41 Mareschstraße
http://www.b-lage.de/
https://www.facebook.com/BLageNeukoelln/

More about the judgement: http://oplatz.net/fazit-der-pressekonferenz-zum-gerichtsprozess-gegen-teilnehmer-des-march-for-freedom-in-luxemburg/
About the Marsch: https://freedomnotfrontex.noblogs.org/

In addition, the presentation “Talking about the Revolution” – from “Adopt a Revolution” will take place on 24.10

Talking about the Revolution – Experienced perspectives on dictatorship and resistance in AleppoIntroduction and discussion on activism and civil self-organization of a city against a violent regime and Islamism. With the Syrian activist Ehsan Dallal and Ansar Jasim, members of Adopt a Revolution.
https://www.adoptrevolution.org/
https://www.facebook.com/AdoptaRevolution/

Categories: Tent Action

Kommt zur Protestmahnwache: Afghanistan ist kein sicheres Land

Refugee strike in Berlin - Sat, 09/23/2017 - 15:17

Wir nehmen unser Schicksal selbst in die Hand.
تحصن اعتراضی علیه دیپورت به افغانستان را فعالانه حمایت کنید۰
ما میخواهیم خودمان سرنوشت زندگی امان را بدست بگیریم، نه اینکه قدرتمندان برایمان تعیین کنند۰
محل و روز تحصن اعتراضی۰

21. und 22. September, 12.00-20.00 Uhr vor dem Auswärtigen Amt, Werderscher Markt 1

23. und 24. September, 12.00-20.00 Uhr vor dem Bundestag am Washingtonplatz

وضعیت امنیتی و زندگی در افغانستان روز بروز وخیم تر میشود،بخصوص در دو سال اخیر۰ شمار قربانیان جنگ و ترور هر سال بیشتر میشود۰ همزمان دولت آلمان بیشرمانه تحت عنوان «امنیت در افغانستان» ، دلیل گریز مردم از کشور افغانستان را توجیه میکند ۰ بدین جهت هر بار آمار قبول شدگان پناهجو کمتر شده و برعکس از سال ۲۰۱۵ به بعد به آمار اخراجیان افزوده شده۰
ما پناهجویان و حامیان ، اعتراض خود را به تصمیم گیری دولت آلمان اعلام میکنیم۰ بهمین جهت همزمان با روزهای بازار گرمی انتخابات ، ما نشست وتحصن اعتراضی خود را علیه دیپورت تدارک دیده ایم۰ به ما بپیوندید

Die Sicherheitslage in Afghanistan hat sich in den letzten 2 Jahren stark verschlechtert. Die Zahl der zivilen Opfer von Krieg, Terror und Verfolgung steigt jedes Jahr an. Dennoch verringert sich die Anerkennungsquote für Geflüchtete aus Afghanistan ohne erkennbaren Grund und die Bundesregierung hat seit 2015 vermehrt Flüchtlinge ins Kriegsland Afghanistan abgeschoben.

Vertreter*innen von unterschiedlichen Flüchtlingsinitiativen afghanischer Geflüchtete und Unterstützer*innen protestieren dagegen. Nach der Bundestagswahl wird wieder abgeschoben werden und dennoch ist das Schicksal der von der Abschiebung bedrohten bisher kein Thema. Das wollen wir ändern.

Kommt zur Mahnwache und zeigt, dass es nicht egal, dass Menschen nach Afghanistan in Krieg und Elend abgeschoben werden und leitet diese Mail gerne an Interessierte weiter.

Die Gruppe: Afghanistan ist kein sicheres Land!

Kontakt: afghanistanistnichtsicher@gmail.com

FB: https://www.facebook.com/events/1332657733527783/permalink/1334771909983032/

Categories: Tent Action

Inauguration Conference | Center for Intersectional Justice

Refugee strike in Berlin - Mon, 09/11/2017 - 23:17

Saturday 16 September 2017, 10 AM

Access: ICI Berlin Pfefferberg area

Christinenstr. 18/19, Haus 8 or Schönhauser Allee 176

U-2 Senefelder Platz

Tentative Program (subject to change):

MORNING

10:00 > Registration and Coffee

11:00 – 11:30 > Opening Address – Emilia Roig (Founder & Executive Director)

11:30 – 12:15 > Keynote Speech – Kimberlé Williams Crenshaw (President)

12:15 – 13:30 > “Striving for equality vs. Embracing Difference: Intersectional politics in practice” with :
*Angéla Koczé (Assistant Professor at Wake Forest University and CEU, Hungary)
*Kübra Gümüsay (Journalist and Activist)
*Jennifer Kamau (Spokesperson of International Women’s Space, Germany)
*Amandine Gay (Filmmaker, activist, journalist)

> Moderation: Sumi Cho (Professor at DePaul University)

13:30 – 14:30 > Lunch break

AFTERNOON

14:30 – 16:00 > World Cafés
*W1: Legal and policy frameworks: What needs to change?
wIth Najwa Magot (Network Coordinator at CIJ)
*W2: Movement coalitions: Why? How?
with Henna Zemurd-Butt (CEO at Media Diversified)
*W3: Elections in Germany and elsewhere: How to bring intersectionality on the political agenda?
with Akim Giroux (Community Building Officer of Transgender Europe – TGEU)
*W4: Academia and Policy: How to bridge the gap?
with Farah Merdabi (Activiste at MWASI, Afro-feminist Collective)

16:00 – 16:30 > Coffee break

16:30 – 17:30 > “Towards intersectional justice: Articulating demands and interests in an inclusive way” with :
*Clémence Zamora-Cruz (Steering Committee of Transgender Europe – TGEU)
*Jamie Schaerer (Anti-racism Consultant, Political Scientist & Community Organiser)
*Nikita Dhawan (Professor at University of Innsbruck, Austria)
*Daniel Gyamerah (Project Manager at Vielfalt Entscheidet) – tbc

> Moderation: Emilia Roig (Founder & Executive Director)

17:30 – 18:00 > Closing Remarks

18:00 – 20:00 > Reception

*******

Venue accessible for wheelchair users
If you need ASL language, please contact us!
The event will take place in English. Whisper translation will be available in Arabic, Turkish, French and German.

This event is organized by the Center for Intersectional Justice, in cooperation with ICI Berlin, and generously funded by the Hertie Foundation.

The Center for Intersectional Justice (CIJ) is a newly founded non-profit organisation based in Berlin. Its mission is to make anti-discrimination and equality policy more inclusive and effective in Europe. CIJ tackles intersecting forms of structural inequality and discrimination through legal and policy advocacy, policy research and trainings.

The aim of the conference is to celebrate the launch of the Center for Intersectional Justice, recall the story behind this initiative and to provide an opportunity for social justice advocates and activists across Europe to connect.

We will discuss opportunities, challenges and steps ahead: Around what issues will our advocacy efforts be centered? How can the political obstacles and practical dilemmas be overcome? How can synergies, cooperation and common goal setting be promoted with other organisations active in the field of anti-discrimination?

Keynote address: Kimberlé Williams Crenshaw

Opening address: Emilia Roig

Speakers: Nikita Dhawan, Kübra Gümüsay, Amandine Gay and many others!

 

Links:

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Eventbrite

Download:

Conference Programme

 

Categories: Tent Action

Kundgebung gegen die Abschiebeflüge in den Kosovo, nach Albanien, Serbien und Afghanistan

Refugee strike in Berlin - Mon, 09/11/2017 - 22:20
Am Dienstag, den 12.9. um 17 Uhr am Flughafen Düsseldorf – Terminal B

facebook.com/events

Wir fordern die NRW-Landesregierung alle Abschiebeflüge abzusagen. Am 12. und 13. September 2017 sollen neben der Sammelabschiebung nach Afghanistan am Dienstag. auch Abschiebeflüge in die Balkanländer vom Flughafen Düsseldorf stattfinden.Wir rufen dazu auf, sich mit den Betroffenen zu solidarisieren und gegen diese Abschiebungen zu protestieren. Nicht selten sind Menschen, die aus diesen Ländern nach Deutschland fliehen Angehörige der Minderheit der Roma, weil gerade sie in diesen Ländern betroffen sind von Gewalt, Stigmatisierung und rassistische Ausgrenzung aus allen gesellschaftlichen Bereichen: es fehlt an Systemen der sozialen Sicherung wie Krankenversicherung, gehen die Kinder der Roma in die Schule werden sie dort meist ausgegrenzt, der Gang zur Schule wird eine Qual, der sich viele nach einiger Zeit nicht mehr gewachsen sehen, es fehlt an Unterstützung durch solidarische LehrerInnen etc…..ein Teufelskreislauf aus Armut, Ausgrenzung und Perspektivlosigkeit beginnt. Hier in Deutschland gehen laut einer Studie alle Roma zur Schule, im Kosovo z.Bsp. nur noch 25%. Dazu kommt die rassistische Ausgrenzung der Erwachsenen aus dem Erwerbsleben aufgrund der Zugehörigkeit zur Gruppe der Roma. Haben Roma in diesen Ländern Arbeit, so ist sie meist unterbezahlt und prekär. So sind viele Roma dazu verdammt, informellen Beschäftigungen nach zu gehen, die aber keinen Lebensunterhalt sichern. Studien belegen, dass viele der in den Kosovo abgeschobenen Roma diesen Ort wieder verlassen, weil sie keine Lebensgrundlage dort haben: der Erhalt von Sozialleistungen ist an schwierige Bedingungen geknüpft, so muss z.Bsp. ein Kind im Haushalt leben, das jünger ist als 4 Jahre. Erhalten sie Sozialleistungen, sind auch diese so gering, dass sie nicht ausreichen. Selbstredend ist daher auch der Zugang zum Wohnungsmarkt erschwert bis unmöglich, Roma leben meist in slumartigen Siedlungen, die jederzeit geräumt werden können und sie zum Ziel von rassistischen Anschlägen werden lässt. Sie sind schutzlos. Es ist ein offenes Geheimnis (einmal googlen: „Roma Balkan“), es ist so offen, dass es schon gar kein Geheimnis mehr ist, sondern eine Tatsache: Roma wurden und werden diskriminiert und das nicht nur von einzelnen Bevölkerungsgruppen sondern auch vom Staat, in dem sie leben. Diese „systematische und kumulative“ (also sich anhäufend, weil es viele/ alle Bereiche des Lebens betrifft) Verfolgung könnte durchaus als Verfolgungsgrund gemäß der Genfer Flüchtlingskonvention und somit als Asylberechtigung identifiziert werden. Warum dies nicht passiert, ist uns schleierhaft, deswegen fordern wir den sofortigen Stopp aller Abschiebungen in den Balkan und die Ermöglichung eines normalen Lebens! Neben all diesem sehen wir besonders Deutschland in einer historischen Verantwortung, fielen doch geschätzte 500.000 Sinti und Roma dem Rassenwahn der deutschen Nationalsozialisten und dem an ihnen geplanten Völkermord zum Opfer. Deshalb: ABSCHIEBUNGEN VON ROMA STOPPEN!!! ALLE ROMA BLEIBEN HIER!!! Protestkundgebung: Dienstag 12.9.2017 um 17 Uhr – Große Halle – Terminal B – Flughafen Düsseldorf

 

Categories: Tent Action

Heutiger Protest in Gedenken an die Opfer des sudanesischen Regimes

Refugee strike in Berlin - Fri, 09/08/2017 - 22:09

Die sudanesischen politischen Aktivist*innen in der Bundesrepublik Deutschland protestieren vor der sudanesischen Botschaft in Berlin, um die zahlreichen Opfer des Regimes zu gedenken.

الوقفة الاحتجاحية أمام سفارة النظام ببرلين/ألماني

يهيب النشطاء السياسيون بالمانيا بجميع الكوادر والقوي السياسية بالمانيا للمشاركة في الوقفة الاحتجاجية أمام سفارة النظام ببرلين/ألمانيا ، وذلك لإحياء ذكري شهداء الثورة السودانية  وللتنديد بجرائم النظام التي ظل 28 عامأ يرتكبها في حق المواطن والوطن.

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Posted by ‎لالا‎ on Freitag, 8. September 2017

 

Categories: Tent Action

Women* breaking borders Konferenz!

Refugee strike in Berlin - Tue, 09/05/2017 - 15:13

Download Flyer

Als Frauen* sind wir mit sexistischen und rassistischen Grenzen konfrontiert und allen möglichen Vorurteilen ausgesetzt, nachdem wir gefährlichste Routen nach Europa überlebt haben. Als geflüchtete Frauen* stehen wir vor, während und nach der Flucht vor vielen inneren und äußeren Grenzen. Wir brauchen unsere gegenseitige Solidarität, um innere und äußere Grenzen/Barrieren zu überwinden.
Lasst uns zusammen klarstellen, dass keine Grenze zu hoch, zu tief oder zu massiv ist, wenn Frauen* sich zusammenschließen!

A conference organized by Women in Exile, Friends and sisters!!

As women* we are faced with sexism and racist borders which expose us to all types of
prejudice. As refugee women we are confronted by multiple, inner and outer borders during and after the flight. We need each other’s solidarity to break inner and outer borders/boundaries. Join us in declaring no borders are high, low, wide or solid enough when women unite!

Anmeldung / Registration OPEN

Die Anmeldung zur Konferenz beginnt! Unsere Konferenz wird in Berlin, Franz-Mehring-Platz 1, nahe Ostbahnhof stattfinden. Wir beginnen am 22.9. um 11:00 mit dem Check-in und enden am 24.9. gegen 14:00. Für Frauen, die eine weite Anreise haben, gibt es die Möglichkeit, schon am Donnerstag anzureisen und abends noch bei einer Kundgebung von uns mitzumachen! Wer Probleme mit der Online-Anmeldung hat, kann eine Mail schreiben an conference[at]women-in-exile.net oder anrufen: 015213361284

Da selbstverständlich geflüchtete Frauen* Vorrang haben, behalten wir uns vor, Unterstützer*innen auf eine Warteliste zu setzen.

Register now for our conference! The Conference will take place in Berlin, Franz-Mehring-Platz 1, near Ostbahnhof station. We will start registration on September 22nd at 11:00 a.m. and close on September 24th at 14:00. If you are coming from far, you might come to Berlin on September 21st and join us for a demonstration in the evening! If you have problems filling the form, you can register through conference[at]women-in-exile.net or by telephone: 015213361284

As of course the priority to participate is given to refugee women*, it may be that we have to put supporters on a waiting list.

Categories: Tent Action

Corasol: Manifestation 7.9. – Contre la tyrannie der Ausländerbehörde

Refugee strike in Berlin - Fri, 09/01/2017 - 17:01

Les lois d‘asile rendent difficiles les conditions de vie des
réfugié*es.

Le Ausländerbehörde de Königs Wusterhausen particulièrement traîte très mal les réfugié*es, voir même, bafoue leurs dignités. Face á cette injustice, nous vous invitons massivement á venir manifester avec nous le 7 Septembre á 12 heures. Le point de rencontre est devant la gare de Königs Wusterhausen.

Départ groupé possible à partir du Ostbahnhof. Point de rencontre: 11:20h à quai 3

Pourquoi nous organisons cette manifestation: nous faisons cette manifestation en semaine, car nous voulons atteindre les gens qui travaillent aux Behörde, leur faire prendre conscience qu’ils traient de la vie de personnes et non de simples bouts de papier. A Königs Wusterhausen, quand nous venons renouveller nos documents, la police est présente dans les bureaux, prète à tout instant à arrêter et mettre en prison ou dans le prochain avion quiconque dont le temps sur le territoire allemand est “écoulé”. De nombreuses personnes sont soumises
à des fouilles, des visites soudaines au Heim et à des déportations non annoncées. Pour cela, nous voulons dire eux personnes qui viennent “juste faire leur job”, que non, ca ne se passe pas comme ca! Émmigrer n’est pas un crime!

__________________________________________________________

The German asylum law creates harsh living conditions for refugees.

In Königs Wusterhausen in particular, the Ausländerbehörde applies
practices that strip away refugee`s dignity.
We invite everyone to join in with our protest against these injust
practices on September 7th, 12 a.m. starting from the train station
Königs Wusterhausen.
Meeting point in Berlin:

Why we are doing this manifestation: We choose to go during the week to
this Ausländerbehörde, because we want to confront the workers of the
Behörde with their responsability in dealing with human lifes and not
mair papers. In Königs Wusterhausen, when you come to renew your
documents, police is constantly waiting in the office, ready to arrest
you and put you in jail or in the next flight, if they decided your time
in Germany “has ended”. Lots of persons noticed their rooms have been
searched while they were out, or they get visit from state workers, and
there is many non announced deportations. This is the reason why we want
to tell the people who are “just doing their job” that, no, this is not
the way it has to be! Emigration is not a crime!

____________________________________________________________

Das Asylgesetz macht Geflüchteten das Leben schwer.
Besonders in Königs Wusterhausen behandelt die Ausländerbehörde die
Geflüchteten willkürlich und entwürdigend.
Um gegen ihre ungerechten Praktiken zu demonstrieren, laden wir euch
ein, mit uns am 7.September um 12 Uhr zu demonstrieren. Startpunkt ist
der Bahnhof Königs Wusterhausen.
Gemeinsame Anreise ist vom Ostbahnhof aus möglich. Treffpunkt ist um
11:20 Uhr auf Gleis 3.

Warum machen wir diese Demo: Wir haben diese Demo unter der Woche
organisiert, weil wir die Beamt*innen der Ausländerbehörde mit ihrer
Verantwortung konfrontieren wollen. Sie entscheiden über das Leben von
Menschen, handeln nicht nur bloßen Papierkram ab. In Königs
Wusterhausen, wartet ständig Polizei im Büro, wenn wir unsere Dokumente
erneuern. Jede Person, für die entschieden wurde, ihre Zeit in
Deutschland sei nun “um”, kann direkt festgehalten, in den Knast oder
ins nächste Flugzeug gesteckt werden. Viele Menschen bemerken, dass ihre
Zimmer im Heim durchsucht werden, kriegen Besuch von den Behörden und
die nicht angekündigte Abschiebungen vermehren sich. Deswegen machen wir
diese Demo, um den Meschen, die “bloß ihren Job machen” zu sagen, nee,
das geht so nicht! Migration ist kein Verbrechen!

Categories: Tent Action

Deportation is like dying (Video)

Refugee strike in Berlin - Sun, 08/27/2017 - 22:03

On the 7th of September, 2016, around 4 o’clock in the morning, in a Heim in Hennigsdorf, Doris was again compelled out of her room, violently pushed in to a police car and taken to the airport in one more forced deportation attempt. They didn’t succeed because the pilot refused to take in a woman in such a distress. They came as they do: in many, violently pushing, humiliating, handcuffing as if the woman was a dangerous criminal.

A conversation between Doris and Jennifer about being a refugee woman, resisting deportation and everyday racism.

Source: International Woman Space

Categories: Tent Action

Naturfreundejugend Berlin excludes Bundnis Gegen Rasismus from TagX2 demo

Refugee strike in Berlin - Sat, 08/26/2017 - 10:02

The old story happens again. An anti deutsch group tries to enter the Antira activities and then excludes the long running activist groups from the demo. Shamefull.

Eventhough the Bundnis gegen rasismus declared many times their stand against antisemitism, again they are being pushed to this corner. because for antideautsch people of the Naturfreundejugend Berlin , being critical on the aparteid state of israel, means you are against jewish people. it’s just reasonless power games…

here is the statement by Bündnis gegen Rassismus:

Das Bündnis gegen Rassismus hat sich nach dem Bekanntwerden des NSU im November 2011 gegründet. Seitdem stellt das Bündnis die Perspektiven von Menschen, die Rassismus erfahren, in den Vordergrund seiner Arbeit und hat kontinuierlich zum NSU-Skandal und zu Rassismus in Staat und Gesellschaft Veranstaltungen organisiert. So hat es z.B. zu jährlichen Gedenkdemonstrationen für die Opfer der NSU Mordserie aufgerufen, Wandbilder gestaltet, das Festival gegen Rassismus, Diskussionsveranstaltungen und im letzten Jahr eine Aktionswoche organisiert, an der u.a. auch Angehörige und Betroffene des NSU-Terrors teilgenommen haben. Deswegen waren wir sehr überrascht, dass wir von demob (Deutschland demobilisieren; eine Kampagne von Naturfreundejugend Berlin) zum Vorbereitungstreffen für die Demo zum TagX2 – dem NSU-Prozessende – nicht eingeladen wurden, begründet mit unserem „antizionistischen Selbstverständnis“ und dem sogenannten Abtun von „Hisbollah-Unterstützung“. (Diese Unterstellungen beziehen sich womöglich auf unser Unterstützungsschreiben für eine selbstorganisierte Theater-Gruppe von Geflüchteten. Hier nachzulesen: http://buendnisgegenrassismus.org/2016/04/pressemitteilung-des-buendnis-gegen-rassismus-bezueglich-der-streichung-der-finanzierung-fuer-den-refugee-club-impulse/ )

Wir fragen: Mit welchem Recht maßt ihr euch an zu bestimmen, wer antirassistische und vor allem NSU-spezifische Veranstaltungen mitorganisieren darf?

Wenn eine Gruppe, die mehrheitlich nicht selbst von Rassismus und Antisemitismus betroffen ist, eine antirassistische Aktion plant, ohne ein mehrheitlich FLTI* of Color-Bündnis einzuladen, das seit Jahren aktiv zu dieser Thematik ist, haben wir es mit Rassismus zu tun. Wir verstehen diese Nichteinladungspolitik von demob als Spaltungsversuch. Solche Machtspiele schaden antirassistischer Arbeit, die eigentlich von einer Fülle an Gruppen in der Gesellschaft getragen werden muss. Was ist denn der Punkt so eines Aufrufs? Wenn wichtige MSOs (Migrant_innenselbstorganisationen) ausgeladen werden, die gerade zu diesem Thema die meisten Menschen mobilisiert haben, was für eine Demonstration sollen wir da erwarten? Wer soll kommen? Wessen Perspektiven, Forderungen und Analysen sollen dort sichtbar gemacht werden? Die Frage ist: für wen ist das Ganze dann eigentlich und wozu?

Es geht uns nicht um Identitätspolitik, sondern darum, Menschen zu empowern, die Rassismus erfahren. Genau diese Menschen müssen Raum für politische Arbeit bekommen.

Unsere Kritik gegenüber Israels Regierung stellt keinen Widerspruch zu Antirassismus dar. Im Gegenteil, Antizionismus ist ein Teil unseres antinationalen, antiimperialistischen und somit antirassistischen Selbstverständnisses. Es geht einher mit einem grundlegenden Verständnis von Menschenrechten, Ungerechtigkeit und kolonialer Unterdrückung, so wie für andere Linke, vor allem außerhalb Deutschlands. Es ist uns wichtig als People of Color, die in einem der imperialistischsten Staaten der Welt leben, dass wir die Unterdrückung der Palästinenser_innen in Palästina, Israel und auch in Deutschland nicht ausblenden.

Deutschland demobilisieren scheint jedoch andere Interpretationen zu haben und fühlt sich von einer nicht-weißen Gruppe, die anders denkt, belästigt.

Es scheint an euch vorbei gegangen zu sein, dass mehrheitlich aus Weißen bestehende Gruppen wie ihr schon längst nicht mehr in der Lage sind, ihre Kontrollansprüche umzusetzen. Das Dominanzgebahren, trotz eines vermeintlich ‘antirassistischen’ Anspruches, weiterhin People of Color, Schwarzen und jüdischen Menschen zu erklären, was Antisemitismus, Sexismus und Homophobie ist, läuft nicht erst seit eurer Mail an uns ins Leere. Nicht-weiße Gruppen und Individuen in Deutschland sind nicht auf ‘Einladungen’ zum Mitmachen und Sprechen von weiß-deutschen ‚Linken‘ angewiesen, auch wenn das überraschend für euch sein mag.
Mit einem etwas weniger von der eigenen Suppe vereinnahmten Blick hättet ihr eine Bewegung sich selbstbewusst artikulierender und Raum zurücknehmender Schwarzer, Rom_nja und anderer People of Color wahrscheinlich schon lange wahrnehmen können.

Wir weigern uns, weiterhin Energie auf deutschzentristische Diskurse zu verschwenden, und wünschen euch gutes Gelingen in der persönlichen Selbstreflektionsarbeit.

Das Bündnis gegen Rassismus wird in jedem Fall – wie von den Betroffenen des NSU und Angehörigen der NSU-Opfer gefordert – zum Prozessende nach München mobilisieren.

Wir behalten uns vor, Inhalte des E-Mailverkehrs zu veröffentlichen.

Das Bündnis gegen Rassismus

Zum Ende noch ein Zusatz von einer* Genossin* aus dem Bündnis gegen Rassismus:

The Palestinian cause and their liberation movement are very central to
my understanding of the resistance toward colonial and white supremacist
hegemonic power. Your white tears are there to maintain the military
industrial complex globally and continue the colonization of soles.
Therefore, your tears for victims of racism seem to be timeless in the
eras of NS and NSU that your identity politics is complicit in both. By
colonization of victims, you keep your narration dominant. The
exclusion of the Bündnis Gegen Rassismus from the organization of a
memorial demonstration for Tag X2 on the ground of anti-Zionist
self-understanding and groundless sectarian reasoning show clearly that
blood of victims is instrumentalized to cover the ugly face of white
supremacy.

At this occasion, I dare to unplug you from your colonial occupation
before pouring tears for victims of racism both in NS and NSU eras.

Categories: Tent Action

Next Public Oplatz Meeting: Tuesday, 22nd August, 18:00

Refugee strike in Berlin - Mon, 08/21/2017 - 00:09
Reclaim Oplatz!

Next Public Oplatz Meeting: Action instead of Bureaucracy!

Wednesday 16th of August, 18:00 on Oplatz

Let’s make more plans for action and visible resistance. bring a tent if you have one!
Looking forward to seeing you,

Napuli and other Oplatz activists — Oplatz wieder zurückholen!
Nächstes öffentliches Oplatz-Treffen: Aktion anstatt Bürokratie! Mittwoch 16.8., 18:00 auf dem OplatzLasst uns noch mehr Pläne für Aktionen machen und anderen sichtbaren Widerstand. Bringt ein Zelt mit, wenn Ihr eins habt!
Wir freuen uns darauf Euch zu sehen Napuli und andere Oplatz-Aktivist*innen
Categories: Tent Action

Kundgebung 21.8.: Solidarität mit afghanischen Geflüchteten in Schweden!

Refugee strike in Berlin - Fri, 08/18/2017 - 14:59

 

Das Berliner Bündnis gegen Abschiebungen nach Afghanistan solidarisiert sich mit allen afghanischen Geflüchteten die derzeit in Schweden gegen die grausame Abschiebepolitik Schwedens protestieren.
Seit Anfang August finden in Schweden massive und komplett selbstorganisierte Proteste von Jugendlichen aus Afghanistan statt. Hunderte von Jugendlichen demonstrieren Tag und Nacht auf einem der größten Plätze in Stockholm. Sie fordern die Schwedische Regierung und die schwedische Migrationsbehörde auf, sofort alle Abschiebungen nach Afghanistan zu stoppen. Die Proteste haben sich mittlerweile auch auf andere Städte in Schweden ausgeweitet. Auch in Göteborg hat ein Sitzstreik auf einem der größten Plätze begonnen. Immer mehr Städte kommen hinzu.

Das Berliner Bündnis gegen Abschiebungen nach Afghanistan solidarisiert sich mit den Protestierenden in Schweden.

Die Forderungen des Bündnisses lauten:
Keine Abschiebungen afghanischer Geflüchteter in andere EU-Staaten!
Keine Abschiebung von nirgendwo nach Afghanistan!

Kommt zur Kundgebung!

Montag 21. August 2017 | 16 – 18 Uhr
Schwedische Botschaft, Rauchstraße 1, 10781 Berlin
BUS 200 “Nordische Botschaften/ Adenauer-Stiftung”
nähe Tiergarten

Facebook-Event

Veranstalter:
Berliner Bündnis gegen Abschiebungen nach Afghanistan

Informationen zu den Protesten in Schweden von dem Netzwerk “Ung i Sverige” (Young in Schweden): https://www.facebook.com/ungisverige.nu/?fref=mentions

 

گردهمایی و تظاهرات برای ابراز همبستگی با پناهجویان افغانستانی در سویدن
توقف کامل اخراج اجباری پناهجویان افغانستانی از تمامی کشورهای اروپایی به افغانستان

گروه برلین علیه اخراج اجباری پناهجویان افغانستانی در ادامه فعالیت های اعتراضیاش علیه اخراج اجباری پناهجویان افغانستانی، این بار با برگزاری یک گردهمایی، با پناهجویان افغانستانی مقیم سویدن که در حال حاضر علیه سیاست بیرحمانه مهاجرتی دولت سویدن دست به اعتراض و تحصن زده اند، همبستگی اش را اعلام می دارد.
از نخستین روزهای ماه اگست جوانان پناهجوی افغانستانی در شهرهای مختلف سویدن از جمله استکهلم و گوتنبرگ در اعتراض به سیاست مهاجرتی سویدن دست به اعتراض گسترده زده و صدها تن از این جوانان شب و روز را در یکی از میدانهای بزرگ شهر استکهلم به تحصن نشستهاند. این جوانان از دولت و نهادهای مدافع پناهجویان سویدن می خواهند تا اخراج اجباری پناهجویان را به افغانستان سریعاً متوقف کنند.

گروه برلین علیه اخراج اجباری به افغانستان با برگزاری یک گردهمایی اعتراضی در مقابل سفارت سویدن در برلین ضمن اعلام همبستگی با پناهجویان معترض در سویدن، خواهان :

· توقف کامل اخراج اجباری پناهجویان افغانستانی به کشورهای دیگر اروپایی

· توقف کامل اخراج اجباری پناهجویان افغانستانی از تمامی کشورهای اروپایی به افغانستان

می باشد.
برای همصدا شدن با هموطنان ما در سویدن و نه گفتن به اخراج اجباری به افغانستان به این گردهمایی اعتراضی بپیوندید:

زمان: دوشنبه 21 اگست 2017- ساعت 16 الی 18
مکان: مقابل سفارت سویدن در برلین
Rauchstraße 1, 10781 Berlin

اتوبوس شماره 200 ایستگاه
“Nordische Botschaften/ Adenauer-Stiftung”

Categories: Tent Action

The show must go on: BTBs Elendsverwaltung mit neuem Vertrag belohnt.

Refugee strike in Berlin - Fri, 08/18/2017 - 13:15

 

Menschlich skandalös, jedoch wirtschalich günstig: Die Firma “BTB – Bildungszetrum Berlin“, dass in ihrer Zeit beim Betrieb der Turnhallen-Lager in Berlin-Wedding an der Osloerstr. 26 sowie Wiesenstr. so negativ auffiel –siehe unten die Links, die BTBs Machenschaften dokumentieren– darf wieder ein Lager betreiben; diesmal an der Hohenschönhauser Str. 76 in
10369 Berlin-Lichtenberg. Wir lassen das nicht auf uns sitzen und werden heute bei ihrer Tag-der-offenen-Tür vorbeischauen und die neue Nachbarschaft des Lager über die Geschichte dieses Unternehmens sowie das politische Versagen der zuständigen Sozial-Senatorin Elke Breitenbach (DIE LINKE-Berlin) und katasptrophale Managment des LAFs zu informieren.

 

 

Humanly shocking but economically cheap: The company “BTB – Bildungszentrum Berlin” that was recognized negativly -look at the links belwo for BTB reports- during its time in Berlin-Wedding managing the Gym-Emergency-Camps (Lagers) at Osloerstr. 26 and Wiesenstr. got a new managment-deal for the Lager at Hohenschönhauser Str. 76 in 10369 Berlin-Lichtenberg; we did not forget the past and today will visit their “open-doors-day” and talk to neighbours of the Lager and inform them about BTB’s history and and the poltical failure of the responsible senator Elke Breitenbach (DIE LINKE / THE LEFT PARTY, Berlin) and catastrophic management of LAF.

 

 

Alte Berichte über BTB / Old reports about BTB:

Lager Osloerstr.: Ein Brief der gelagerten Menschen an die zuständigen Personen

http://lmnb.oplatz.net/wie-btb-bildungszentrum-die-menschen-im-lager-osloerstr-23-26-segregiert-closethecamp-lagerosloer23/

 

http://lmnb.oplatz.net/reactions-to-the-break-out-of-the-lager-at-osloerstr-23-closethecamp-lagerosloer23/

 

http://lmnb.oplatz.net/the-break-out-from-the-lager-at-osloerstr-23-closethecamp-lagerosloerstr23/

 

http://lmnb.oplatz.net/presse-mitteilung-ausbruch-aus-der-notunterkunft/

 

Video: Emergency shelter in Wiesenstraße throws out Syrian refugee woman at night

 

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Categories: Tent Action

test 2

Refugee strike in Berlin - Sun, 08/13/2017 - 13:29

test 2

Categories: Tent Action

test post

Refugee strike in Berlin - Sun, 08/13/2017 - 13:12

test

Categories: Tent Action

Das Lager in der Niedstraße ist kein sicherer Ort für Frauen! Von einer Überlebensexpertin aus Berlin, Name geändert.

Refugee strike in Berlin - Sat, 08/12/2017 - 20:59

English

Es ist Dienstagnachmittag und ich treffe Nira, um mit ihr über ihre Zeit im Lager in der Niedstraße zu sprechen. Im Rathaus Friedenau werden seit Februar 2016 Frauen und Kinder mit besonderem Schutzbedarf untergebracht. Viele geflüchtete Frauen haben Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt gemacht – im Herkunftsland, auf der Flucht oder in Aufnahmeeinrichtungen in Berlin. Die Unterbringung in der Niedstraße soll daher einen sicheren Raum für die Frauen schaffen. Rund 320 Frauen und 80 Kinder leben nun in dem früheren Dienstgebäude am Breslauer Platz. Betreiber ist die Soziale Initiatiave Niederlausitz (SIN) aus Cottbus. Viele Frauen sind gezwungen viel länger dort zu bleiben, als die gesetzlich vorgeschriebenen 6 Monate.

Ganze 10 Monate hat Nira in der Unterkunft gewohnt, „viel zu lange“ wie sie selbst sagt. Bei dem Gedanken an die Frauen und Kinder, ihre Freunde, die dort weiterhin ausharren müssen, verzerrt sich ihr Gesicht. An die „tägliche Folter“, wie sie es beschreibt, erinnert sie sich mit Schrecken. Aber Nira hatte Glück. Da sie sich aktiv für bessere Lebensbedingungen für die Frauen einsetzte, sich immer wieder gegen die Betreiber des Lagers, die Sozialarbeiter*innen und das Sicherheitspersonal auflehnte, schmiss der Betreiber sie raus. Nun wohnt sie an einem anderen Ort. Einem besseren, einem sichereren Ort. Doch auch dort kann sie nicht bleiben, weil es ihr der Aufenthaltstitel verwehrt.

Wir treffen uns an einer S-Bahn-Station im Südwesten Berlins und entscheiden uns, in einem kleinen Café um die Ecke Platz zu nehmen. Auf meine Frage, wie es ihr geht, antwortet sie, dass sie sich heute sehr gestresst fühlt, da ihre Sozialarbeiterin ihr mitteilte, dass sie höchstwahrscheinlich wieder in einem Lager wohnen muss. Nach allem was sie durchgemacht hat, ist das ihr schlimmster Albtraum.

Als Nira im September 2016 in Berlin ankam, wurde sie zuerst wie so viele Geflüchtete in einem Lager auf dem Tempelhofer Feld untergebracht. Es gibt zahlreiche Berichte über sexuelle Übergriffe und Gewalt und auch einige Studien belegen, dass geflüchtete Frauen dort überproportional von Gewalt betroffen sind. Viele Frauen die im Lager auf dem Tempelhofer Feld lebten, berichteten anschließend, in ständiger Angst gewesen zu sein. Sexuelle Belästigung wäre Alltag. Eine Situation, die natürlich besonders traumatisierend ist für Frauen, die schon Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt haben.

Als eine Sozialarbeiterin ihr dann vier Tage später mitteilte, dass sie nach Friedenau umziehen dürfe, war Nira erst froh. „Aber sie wussten nicht“, sagt sie, „dass dort 15 männliche Sicherheitsbeamte arbeiten. Stell dir vor du bist eine Frau, die Erfahrung mit sexualisierter Gewalt hat und du möchtest dir morgens nach dem Aufwachen das Gesicht waschen und da ist ein Mann im Bad. Stell dir vor, wenn du duschen möchtest, musst du dich immer beeilen und währenddessen ständig aufschauen, um sicher zu sein, dass niemand schaut.“

Stoppt die täglichen Belästigungen!

Alle Frauen der Niedstraße haben schon sexualisierte Gewalt, Bedrohungen und Übergriffe erlebt. Das ist der Grund, wieso sie in dieses Lager verlegt wurden, das ein sichere Raum für die Frauen sein soll. Aber anstatt geschützt zu sein, erleben sie (all-)täglich Belästigungen.

Es sind immer 15 Sicherheitsbeamte da, erzählt Nira, wobei es insgesamt etwa 70 sind, mit dem Auftrag, die Frauen und Kinder zu schützen. Obwohl das Lager eingerichtet wurde als Schutzraum für Frauen, die sexualisierte und geschlechtsspezifische Gewalt erlitten haben, sind 90 Prozent der Sicherheitsbeamten Männer. In den meisten Lagern in Deutschland werden die Securities (private Firmen) per Sub-Kontrakt engagiert, wobei die tiefstbietende Firma gewinnt, selbst bei Lagern, die von NGOs geführt werden.

Die Sicherheitsbeamten sind überall, sagt sie. Sie sind an verschiedenen Orten stationiert, aber sie machen stündlich Rundgänge durchs Gebäude, so dass man sie überall antreffen kann. “Alle Frauen hier haben Angst, sind verängstigt…einmal ist etwas passiert mit einem männlichen Sicherheitsbeamten und einige Frauen wurden hysterisch, haben geschrien und geweint. Manche haben probiert sich umzubringen. Es ist unzumutbar. Man kann hier nicht leben.” Es ist klar, dass das kein Schutzraum ist für Frauen, vor allem für Frauen, die traumatische Erlebnisse erleiden mussten. Wieso brauchen wir Sicherheitspersonal, hat sie mich des Öfteren gefragt. Du hast doch auch keine Sicherheitsbeamten bei dir zu Hause, oder? “In normalen Häusern gibt es keine Security. Nur in Gefängnissen.”

“In der Nacht haben die Frauen am meisten Angst”, berichtet mir Nira. Sogar mitten in der Nacht geht das Sicherheitspersonal durchs Gebäude. “Man kann sie lachen und vorbeigehen hören, du kannst ihre Stimmen hören und du kriegst wirklich Angst. Deine Zimmertür ist immer offen; sie kann nicht mit einem Schlüssel abgeschlossen werden, deswegen ist es umso beängstigender in der Nacht. Am Tag kannst du wenigstens raus, auf die Straße, und Sozialarbeiter*innen sind da. Obwohl die nicht helfen. Aber in der Nacht ist es schlimmer.” Wie soll man da schlafen können? Eine Frau hat probiert, mit einem Holzstock die Tür von innen zu blockieren.

Und am Tag starren dich die männlichen Sicherheitsbeamten an von Kopf bis Fuss. “Es ist unmöglich. Vor allem für viele Monate. An diesem Ort für eine sehr lange Zeit zu leben, ist sehr traumatisierend, es ist sehr hart. Tagtägliche Qual.”

Sie erzählt mir, dass die Sicherheitsmitarbeitenden oft in einem sehr aggressiven Ton mit ihnen sprechen. “Sie schreien dich oft an. Sie wollen, dass du ihnen dauernd deinen Ausweis zeigst. Jedes Mal wenn sie dich anschauen fixieren sie dich regelrecht mit ihren Augen, so dass du weisst, sie beobachten dich die ganze Zeit. Sie probieren dir die ganze Zeit zu sagen “Tu dies, tu das” und zwar auf sehr aggressive Art und Weise”.

Aber die Belästigung umfasst nicht nur die Kontrolle und das aggressive Verhalten. Nira berichtet, dass männliche Sicherheitsbeamte, die sich in Machtpositionen gegenüber den Frauen befinden, ihnen sexuelle Angebote und Avancen machen: “Manchmal will einer der Typen von der Security eine Beziehung mit einer Frau haben und fängt an zu dir hinzukommen, mit dir zu sprechen und du fühlst dich unter Druck, eine Beziehung mit dem haben zu müssen, weil sie… du weisst schon… dich kontrollieren. Sie haben Macht über dich. Und manchmal wenn die Frau nein, ich will keine Beziehung mit dir, sagt, gehen sie zum Zimmer und öffnen die Türe und versuchen sie zu belästigen. Manchmal schläfst du, manchmal ziehst du dich um. Und du machst dir immer Sorgen, weil du dich nicht mal umziehen kannst, ohne zu denken, dass jemand die Türe öffnen könnte in dem Augenblick. Ich konnte nicht schlafen, weil jemand die Türe mitten in der Nacht öffnen könnte. Ich stellte mir immer meinen Schrank hinter die Türe damit ich schlafen konnte. Also es ist wirklich unmöglich, so zu leben. Es ist kein sicherer Ort.“

Wie gehen die Frauen damit um, frage ich Nira. Sie erzählt mir, dass die Frauen oft wütend sind, aber nicht wissen, wohin sie ihre Wut richten sollen. Eine syrische Frau, berichtet sie, ist zur Kantine gegangen und hat den Mitarbeiter angeschrien „Was für eine Scheiße gebt ihr uns?“. Daraufhin schmiss sie den vollen Teller auf den Boden und er zerbrach. Eine andere Frau aus Afghanistan brüllte einen Mann an, der sich weigerte,ihr ihr Mittagessen zu geben „Warum tust du das? Warum tust du das? Das Essen ist scheiße, wir essen es nur weil wir Hunger haben. Warum behandelst du uns so schlecht?“. Andere Frauen gehen zu den Sozialarbeiter*innen und schreien nur, sagt Nira. „Sie machen das, weil sie die deutsche Sprache nicht kennen. Andere Frauen sprechen Gebete, da sie nicht wissen, wie sie Veränderungen herbeibringen können. Viele können nicht mal in ihrer eigenen Sprache schreiben und lesen. Sie haben keine Lebenserfahrung, sagt Nira, weil patriarchalische Strukturen sie als Hausfrauen gefangen hielten, ihre eigenen Familien sie gefangen hielten. Es ist besonders schwierig für diese Frauen“.

Neben der alltäglichen Belästigung durch das Wachpersonal drohen die Sozialarbeiter*innen den Frauen damit, sie rauszuschmeißen. „Sie erzählen dir, dass sie dich in ein anderes Lager nach Spandau senden werden. Ein Lager das noch viel schlimmer ist. Es ist eine Sporthalle oder alte Fabrik und du musst auf Feldbetten schlafen, im Bett nebenan ein Mann. Das ist wie von einem Raum der Folter zum nächsten. Wenn wir auf den Straßen Berlins schlafen müssten, das wäre in Ordnung, kein Problem, aber sie drohen dir damit, dich in Lager zu schicken wo die Bedingungen noch schlechter sind.“

Alltäglicher Grenzschutz: Wessen Tätigkeitsbereich?

Nira erzählt mir im Weiteren, dass Sicherheitspersonal und Sozialarbeiter*innen auch oft als untrainierte asylrechtliche Strafverfolgungsbehörden fungieren. Das Outsourcing von Grenzschutz- und Einwanderungsgesetzgebung auf Privatunternehmen ist ein Phänomen, das sich in ganz Europa und weltweit ausbreitet. “Sie wissen, wo du bist. Da war eine Frau aus Moldawien und als die Polizei kam, um sie abzuschieben, hatte sich ihre Tochter in einem anderen Zimmer versteckt. Die Polizei konnte sie nicht finden. Und wenn das Sicherheitspersonal der Polizei nicht mitgeteilt hätte, wo sie sich aufhält, hätten sie sie nicht abschieben können”. Eine andere Frau wurde von einer Sozialarbeiterin gefragt “Warum schläfst du nicht im Lager?”, Die Frau antwortete, dass sie täglich zum Lager käme. Die Sozialarbeiterin teilte ihr dann mit, dass das Sicherheitspersonal eine genaue Liste führe und laut dieser Liste habe sie schon vier oder fünf Nächte nicht mehr im Lager geschlafen. „Die Arbeit des Sicherheitspersonals und der Sozialarbeiter*innen hat nichts mit unserer Sicherheit zu tun, es geht um Überwachung und Kontrolle. Die Frauen fühlen sich unwohl – wie Verbrecherinnen – und das traumatisiert sie nur noch weiter. Wir sind keine Verbrecherinnen; Wir sind keine Gefangenen, keine Insassen. Vor allem an diesem Ort – wo Frauen leben, die traumatisiert sind, große Probleme haben, die Hilfe brauchen – sollte es kein Sicherheitspersonal geben. Jede Frau sollte einen Zimmer- und Gebäudeschlüssel haben. Und einige weibliche Sozialarbeiterinnen sollten den Frauen zur Verfügung stehen. Mehr nicht.“

Diese Art von “sicheren Räumen” replizieren lediglich häusliche Gewalt – die männlichen Sicherheitsbeamten, die in diesem Lager Frauen kontrollieren, belästigen und missbrauchen, unterscheiden sich nicht von Tätern häuslicher Gewalt. Keine Frau sollte jemals solch invasiver Brutalität ausgesetzt sein.

Warum diese Diskriminierung, fragt Nira. “Warum sind wir nicht alle gleich? Und so kann es nicht bleiben … “. “Es gibt keine privaten Räume innerhalb von Lagern. Keine sicheren Orte, keine Privatsphäre. Deshalb sollten alle Lager geschlossen werden. Wir müssen in Wohnungen leben. Dann sind die Menschen auch sehr gut in die Gesellschaft integriert. Wenn deine Nachbarn Deutsche sind, kannst du von ihnen lernen und sie können von dir lernen. Wir können interagieren. Auch wenn du nur kurzzeitig in Deutschland bist, lernst du so wenigstens die Gesellschaft kennen. Wovor haben sie Angst? Wir sind auch Menschen. Wir sind keine Verbrecher*innen; Wir sind keine Terrorist*innen. Warum diese Diskriminierung?”

Als wir das Café verlassen, erzählt mir Nira, dass ihre Psychologin zu ihr gesagt hat, “wenn all dies vorbei ist, wirst du eine Überlebensexpertin sein”. Nira sagt: “Wenn ich es überleben werde, jede Minute habe ich das Gefühl, ich kann nicht atmen, ich werde ersticken. Ich kann das nicht mehr aushalten … Und dann geht der Moment vorbei und nach dem Moment denkst du, ok, es kann noch mehr kommen”.


 

The lager at Niedstraße is not a safe place! From an expert of survival, name changed.

It is Tuesday afternoon and I’m on my way to meet Nira to talk to her about her experience of living in the lager at Niedstraße, a lager for women and children in Friedenau. The municipal hall became a lager in Feburary 2016 to provide separate accommodation, a safe space, for women and children who came to Germany on their own and need special protection because of the many traumatising experiences they have had. The lager is run by the social initiative Niederlausitz (SIN – Soziale Inititative Niederlausitz). Around 320 women and 80 children live in the old municipal building, many of them are forced to stay longer than the statutory 6 months.

Nira lived at Niedstraße for about 10 months and is still in contact with many women who are still forced to live there. She feels for them as they being stuck in what she calls “everyday torture”. Nira was lucky to be thrown out and thus able to move to another place, a better place, a safer place. Safe for now as she can´t stay there permanently because of her status.

We meet at a S-Bahn-station somewhere in south-west Berlin and decide to sit down in a little café. I ask her how she feels and she says that she is feeling stressed today because her social worker was letting her know that she might has to live in a lager again. Her worst nightmare after everything she has been through.

When Nira came to Germany in September last year, she first lived at Tempfelhof lager. A lager that is very unsafe for women and children, as many other lagers in Germany. A lot of women living there reported experiences with sexual harassment, as well as constantly living in fear of being assaulted and not receiving support. A situation that is particularly traumatising for women who experienced sexualised violence before.

She was then moved to the lager in Friedenau, a women and children´s lager in south-west Berlin. So far so good, she thought. But they didn’t know, she says, “there are 15 security men… imagine you are a woman who has experiences with sexualised violence and then you go to wash your face in the morning and there is a man inside of the toilet. Imagine when you shower, you need to shower very quickly and always look up to make sure that no one is looking.”.

Stop the everyday harassment!

The tells me that all women at Niedstraße have experienced sexualised violence and assault before. That’s why they have been moved to this lager that’s supposed to function as a safe space. Instead of a “safe space”, what they experience is everyday harassment.

There are always 15 security guards around, Nira says, out of a crew of around 70 who are there to “protect” the women and children. Even though the lager is supposed to create a safe space for women, 90% of the security staff are men. Security at most lagers in Germany is sub-contracted to private security companies – the lowest bidder wins. Even at lagers run by NGOs.

The security staff is everywhere, she says. They are located in different places but they go around the building every hour so you can find them everywhere. “All the women in this place are afraid, they are lost… sometimes something happened with a guy from the security and some women got hysterical, creamed, cried. Some tried to kill themselves. It´s impossible. You can´t live in this place”. It´s clearly not a place of protection for women, especially for women who have had traumatic experiences. Why do we need security, she asked me repeatedly. You don’t have security at home? “In normal houses you don’t find security. Only in prisons”.

“Women are most afraid at night”, Nira tells me. Even in the middle of the night the security staff walks around the building. “You can hear them laughing and walking by, you can hear their voices and you get really scared. Your room door is always open. It cannot be closed with a key so it´s even more scary in the middle of the night. Because during the day you can at least go out on the streets, and there are social workers. Although they don’t help. But at night its more horrible”. How can you sleep? One women tried to put a wooden stick behind the door to lock the door from inside.

And during the day, the security guys check you out from head to toe, she reports. “It´s impossible. Especially for many months. To live in that place for a very long time is very traumatising, it´s very hard. Everyday torture”.

She tells me that the security staff often speaks in a very aggressive tone to them, “they often shout at you. They want you all the time to show your ID. Every time they look at you they fix their eyes on, so you know they are watching you all the time. They try to tell you all the time – You should to this, you should do that – in a very aggressive way”.

But the harassment doesn´t stop at controlling and aggressive behaviour. Nira shares that male guards in positions of power over the women propositioning them sexually: “Sometimes some of the security guys want to have a relationship with a woman and they start to come, start to talk to you and you feel under pressure that you have to have a relationship with them because they.. you know.. they are controlling you. They have power over you. And sometimes when the woman says no I don’t want to, they go and open the door in her room, trying to harass her. Sometimes you are sleeping, and sometimes you are changing your clothes. And you are afraid all the time because you can´t change your clothes because someone can open the door. I could not sleep because someone could open the door in the middle of the night. I always put my locker behind the door so I could sleep. So it´s impossible to live like that. It´s not a safe place.”

How do they cope, I ask Nira. She tells me that women get angry, but don’t know what to do. “One Syrian woman – she went to the canteen and said what shit you give to us and she went to the dish and broke it. And another Afghani women was shouting and telling a guy who refused to give her lunch: Why do you do this? Why do you do this? This food is shit; we take it only because we are hungry. Why are you treading us like that? Some women go to the social workers and scream”, Nira says, “because they can’t talk, they don’t know the language. Other people speak prayer because they don’t know how to think about a solution so they pray. Some women can’t even write and read in their own language. They have no life experience because they were kept inside the houses by the patriarchal structures, by their families in their countries. It´s especially hard for them.”

Next to the everyday harassment by security, the social workers threaten the women to move them to another place. “All the time”, Nira says, “they tell you they will send you to a lager ins Spandau, a lager that’s worse. A sport hall or factory where you only have a field bed, and a man is sleeping in the bed right next to you. It´s like from torture to torture. If you would have to sleep on the streets, its ok, no problem, but they threaten to take you to places where its worse”.

Everyday bordering: Not your job!

Nira tells me that security staff and social workers also often functions as untrained asylum law enforcement guards. The out-sourcing of border-guarding and immigration law enforcement to private companies is a phenomenon which is spreading all over Europe and globally. “They know where you are. There was this one woman from Moldovia and the police came to deport her and her daughter was hiding in another room. The police didn’t know. And if they don’t know they can´t deport her. But the security was telling them where she was hiding”. To another woman, a social worker was saying “why don’t you sleep in the lager?” the women replied saying that she would come to the lager every day. The social worker then let her know that the security staff has been tracking her and according to their report she hasn’t slept in the lager for 4 or 5 nights. Nira says, “their work is not for your safety, there work is for surveillance and control. Its making people feel uncomfortable – like a criminal – it will only traumatise you more. We are not criminals; we are not prisoners. Especially in that place – we are women that are traumatised, that have big problems in our life’s, who need help and there should not be any security. What we need is that every woman has her room key and a key to the building. And that’s it. And some social worker that are not men”.

These kind of “safe spaces” only replicate the torturous, coercive powers of domestic violence – male guards that control and abuse women trapped at this lager are no different to the perpetrators of domestic violence who abuse women trapped in their own homes. No woman should ever have to face such invasive brutality.
Why this discrimination, Nira asks. “Why is everyone not the same? And it cannot stay like this…”. “There are no private spaces inside lagers. So safe spaces, no privacy. That’s why all lagers should be closed. We have to live in flats. Then people are very good integrated in society. If your neighbours are German, you can learn from them – they can learn from you. You can interact. Even if you have to stay in Germany for a short time but at least you know the society. Why are they afraid? We are human also. We are no criminals; we are no terrorists. Why this discrimination?”

When we are about to leave the café, Nira tells me that her psychologist told her “when all of this ends you will be an expert of survival”. She says “If I´m going to survive this, because you know, every minute I feel I can´t breathe, I will suffocate. I cannot do this… And then that moment passes and after that moment you think it´s ok, there can be more”.

 

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Reclaim Oplatz!

Next Public Oplatz Meeting: Action instead of Bureaucracy!

Wednesday 16th of August, 18:00 on Oplatz

Let’s make more plans for action and visible resistance.
Looking forward to seeing you,

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Nächstes öffentliches Oplatz-Treffen: Aktion anstatt Bürokratie! Mittwoch 16.8., 18:00 auf dem OplatzLasst uns noch mehr Pläne für Aktionen machen und anderen sichtbaren Widerstand.
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