No War - No Refugee
No NATO - No Refugee

Country Information

Here you find background information on Guinea, Iran, Kurdistan, Türkei.

You are here

Tent Action

«Unsere Rechte gemeinsam erkampfen» – Nadiye Ünsal im Porträt

Refugee strike in Berlin - Mon, 10/30/2017 - 23:16

 

Nadiye Ünsal ist Projektreferentin bei DaMigra e.V.
DaMigra agiert seit 2014 als bundesweiter herkunftsunabhängiger und frauen*­spezifischer Dachverband von Migrantinnen*organisationen. DaMigra ist parteipolitisch, weltanschaulich sowie konfessionell unabhängig. DaMigra versteht sich als Sprachrohr und Repräsentantin von 71 Migrantinnen*organisationen und setzt sich bundesweit für ihre Interessen in Politik, Öffentlichkeit, Medien und
Wirtschaft ein.

www.damigra.de

 

Ich bin Nadiye. Ich bin selbst Tochter von Gast­arbeiter*innen. Mein Vater kam Ende der 60er Jahre als Minder-jähriger nach Deutschland. Er ist wie so ein Urtyp von Arbeiter, weil er seit über 40 Jahren in derselben Fabrik arbeitet. Er ist seit Jahrzehnten in demselben Unternehmen und macht dieselbe Arbeit. Er ist in der Traktorindustrie tätig. Meine Eltern sind klassische Menschen aus Zentralanatolien, die im Dorf
gelebt haben und dann nach Mannheim in Baden-Württemberg ausgewandert sind, um hier eine bessere Zukunft für sich zu haben. So wie es vielen Leuten heute auch geht, dass sie kommen, um mehr Möglichkeiten für sich und ihre Familie zu haben.

Ich bin die erste Tochter von diesen zwei Menschen. Ich bin in Mannheim geboren und dort zur Schule gegangen. Ich habe dort mein Abitur gemacht – als Erste in der Familie. Dann habe ich studiert, weil meine Eltern das natürlich schon erwartet haben von mir. Weil sie nicht wollten, dass ich auch so arm und mittel­los wie sie aufwachse. Ich habe Kulturanthro­pologie und Migrations­forschung studiert und viel gelernt: über die Geschichte von »Gastarbeitern« und Geflüchteten, über die Politiken der Europäischen Union und Deutschland; darüber, wie Arbeiter behandelt werden in Deutschland und über Rassismus und Diskriminierung.

Bereits in sehr jungen Jahren habe ich angefangen, Protest zu machen. Der erste Protest, den ich mitgemacht habe, war 2001 gegen den Irak-Krieg. Da gab es Demonstrationen und ich bin einfach hingegangen. Die nächsten Proteste, die ich mitgemacht habe, waren wegen dem Studium. In Frankfurt am Main, wo ich studiert habe, da wollten die Studiengebühren für alle einführen, und ich wusste: Wenn diese Studiengebühren kommen, dann können wieder nur die weißen, deutschen oder europäischen, reichen
Leute studieren und wir alle – Migrant*innen oder Ausländer*innen oder eben Menschen, die aus dem Globalen Süden nach Deutschland kommen zum Studium – können dann nicht mehr studieren, weil es zu teuer ist. Und so habe ich bei vielen Protesten mitgemacht, aber immer als Individuum. Ich hatte keine Gruppe oder so, weil ich mich auch mit den meisten Studierenden-Organisationen nicht so wohl gefühlt habe. Die waren auch sehr »deutsch«. Ich konnte mich nicht mit ihnen identifizieren. Ich habe dann zwischendurch in der Türkei gelebt und dort studiert – sozusagen in dem Herkunftsland meiner Eltern. Das war ganz gut. Und dann kam ich nach Berlin, um meinen Master abzuschließen.

2011 ist dann ein Skandal öffentlich geworden: Zehn Jahre lang wurden Migranten von Nazis ermordet. Das ist bekannt als NSU-Skandal. Als ich das in den Zeitungen gesehen habe, war ich sehr schockiert: Nazis haben Geld vomdeutschen Geheimdienst bekommen, damit sie Waffen haben und solche Menschen wie meinen Vater umbringen können. Das hat mich sehr wütend gemacht. Ich habe angefangen, mich in einer Gruppe zu organisieren: mit Migrant*innen, aber auch anderen Menschen mit Rassismuserfahrungen. Seitdem bin ich im Bündnis gegen Rassismus aktiv und mache Aktionen gegen Rassismus und das Europäische Grenzregime. Dann kam auch schnell das Oranienplatz-Protestcamp, wo ich auch beteiligt war und viele Aktionen mitgemacht habe. Ich habe dort auch viel Polizei­gewalt und Gewalt gegen Geflüchtete gesehen. Das hat mich alles sehr politisiert.

Jetzt bin ich immer noch in kleinen Gruppen und im Bündnis gegen Rassismus aktiv. Ich mache auch immer noch Politik, nicht nur mit Geflüchteten, sondern versuche auch mit Familien zu arbeiten, die von rassistischen Morden betroffen sind und die immer noch für ihre Rechte kämpfen. Der Kampf um Rechte inspiriert mich sehr, weil wir als Menschen, die hier nicht als Deutsche gesehen werden, immer um unsere Rechte kämpfen müssen. Und das ist meine Verbindung zu den Geflüchtetenkämpfen. Ich habe nie das Asylverfahren durchlaufen, aber ich weiß, was es heißt, wenn man nicht einfach alles geschenkt bekommt und wenn man für seine Rechte erst kämpfen muss. Und deswegen freue ich mich immer, wenn ich mich gerade auch mit geflüchteten Frauen* und Migrant*innen zusammentun kann, weil wir von vielen Diskriminierungen gleichzeitig betroffen sind und viele Rechte gleichzeitig nicht bekommen. Zum Beispiel auch die hinterlassenen Frauen der NSU-Morde, das sind alles türkeistämmige Ehefrauen, die jetzt ohne Familie, ohne Opferrechte oder Entschädigungen vom Staat dastehen. Und viele geflüchtete Frauen* kommen auch ohne Familie hier an, oder sie sind getrennt von ihrer Familie, und sie müssen sich trotzdem um ihre Familie sorgen. Ich denke, wenn wir unsere Schicksale gemeinsam erzählen, haben wir eine größere Stärke, um unsere Rechte gemeinsam zu erkämpfen und diese Gesellschaft für unsere Themen zu
öffnen. Damit sie endlich versteht, dass wir schon immer da waren und dass wir immer da sein werden.

Miriam Gutekunst

Categories: Tent Action

Abtreibung in Deutschland

Refugee strike in Berlin - Mon, 10/30/2017 - 22:32

Hallo, liebe Leserin,

in dieser Ausgabe möchten wir über das Thema Schwangerschaftsabbruch sprechen. Vielleicht bist du ungewollt schwanger geworden und überlegst, ob du das Kind bekommen magst oder nicht. Es ist dein Körper und nur du kannst darüber entscheiden. Vielleicht gibt es Leute, die dich dafür verurteilen, aber sie müssen ja weder das Kind austragen noch gebären noch großziehen, deshalb ist es doch logisch, dass nur du darüber entscheiden kannst, ob du das Kind nun bekommen möchtest oder nicht.

Im Folgenden möchten wir über rechtliche und medizinische Aspekte zu dem Thema sowie über die Möglichkeit der Kostenübernahme informieren, damit du weißt, was auf dich zu­kommt, wenn du dich für einen Schwangerschaftsabbruch entscheidest. Wir hoffen, dass dir die Informationen weiter­helfen.
Der Schwangerschaftsabbruch ist in Deutschland zwar eigentlich gegen das Gesetz, bleibt aber unter bestimmten Bedingungen straffrei, wenn:

• du dich als schwangere Person mindestens drei Tage vor dem Schwangerschaftsabbruch in einer dafür anerkannten Beratungsstelle beraten lässt. Diese Beratung muss bescheinigt werden.

• seit der Empfängnis nicht mehr als zwölf Wochen vergangen sind und

• ein*e Ärzt*in den Schwangerschaftsabbruch durchführt, der*die nicht der*die gleiche Ärzt*in ist, der*die die Beratung durchgeführt hat.

Es gibt Beratungsstellen, die deine Entscheidung nicht in Frage stellen werden. Es gibt jedoch auch welche, die versuchen, deine Entscheidung zu beeinflussen. Wichtig ist, dass du dich mit deiner Beraterin wohl fühlst. Falls dies nicht der Fall ist, kannst du auch zu einer anderen Beratungsstelle gehen.
Beispiele für Schwangerschaftsberatungsstellen, bei denen positive Erfahrungen gemacht wurden, sind: www.schwangerschaftsberatung-balance.de und www.profamilia.de

Verfügst du über kaum oder nur geringes Einkommen, hast du einen Anspruch auf Kostenüber­nahme. Der Schwangerschaftsabbruch ist zwar »keine Leistung nach dem AsylbLG, AsylbLG-Bezieherinnen können aber als nicht gesetzlich krankenversicherte Frauen die Kostenübernahme mit einem Einkommensnachweis (AsylbLG-Bescheid) gemäß § 19 i.V. mit § 21 Abs. 1 »Schwangerschaftskonfliktgesetz« bei einer gesetzlichen Krankenkasse am Wohnort beantragen. Die zu diesem Zweck frei wählbare Krankenkasse
muss »unverzüglich« den Kostenübernahmebescheid ausstellen. Das Bundesland erstattet dann der Krankenkasse die Kosten«. Das heißt, du gehst mit einem Beleg über dein Einkommen zu einer beliebigen Krankenkasse. Diese Krankenkasse muss dir einen Bescheid darüber geben, dass sie die Kosten
zur Behandlung übernehmen.

Eine Schwangerschaft kann medikamentös oder operativ unterbrochen werden. Beide Verfahren sind sicher und effektiv. Anhand des Schwangerschaftsalters und deiner Präferenz wird gemeinsam entschieden, welches Verfahren für dich das Beste ist. Manche Kliniken bieten jedoch kein medikamentöses Verfahren an, obwohl sie das eigentlich sollten.

Wenn dir das passieren sollte, kannst du dich an eine andere Klinik oder Praxis wenden.

Das medikamentöse Verfahren

Das medikamentöse Verfahren ist besonders am Anfang der Schwangerschaft effektiv und darf bis zum 63. Tag nach der letzten Regelblutung durchgeführt werden. Insgesamt be­inhaltet es drei Besuche in einer Praxis oder Klinik. Beim ersten Besuch erhältst du drei TablettenMifegyne® (Wirkstoff: Mifepriston). Das ist ein Medikament, das ein Hormon hemmt, das wichtig ist, um die Schwangerschaft aufrecht zu halten. Dieses Hormon(Progesteron) wird auch als »Schwangerschafts­hormon« bezeichnet.

Ein bis zwei Tage später kehrst du zurück in die Praxis oder Klinik und erhältst zwei Tabletten mit dem Wirkstoff Prostaglandin. Dieses Medikament löst Wehen aus. Nach der Einnahme musst du 3-6 Stunden unter ärztlicher Beobachtung bleiben. Ungefähr 70 % der Schwangeren stoßen 3-4 Stunden später die Frucht ab. Die Wehen können schmerzhaft sein, du kannst jedoch Mittel gegen die Schmerzen bekommen. Vaginale Blutungen treten nach dem Abbruch auf. Sie können 8-17 Tage dauern und sind etwas stärker als normale Regelblutungen. Als weitere Nebenwirkungen können Übelkeit, Erbrechen und Krämpfe auftreten. Schwerwiegende Komplikationen sind jedoch sehr selten. 14 Tage später musst du nochmal zur Nachkontrolle. Allgemein dauert das medikamentöse Verfahren länger als das operative Verfahren.

Die Abstoßung der Frucht erleben Schwangere sehr unterschiedlich. Manchen gibt es das Gefühl, den Vorgang kontrollieren und bewusster mit der Abtreibung umgehen zu können, für andere ist es eher unangenehm, den eigenen Blutverlust und den Abgang der Frucht zu beobachten. 90 % der Schwangeren sind mit dem Verfahren zufrieden. Die Wirksamkeit liegt bei 98 %. Eine operative Ausschabung der Gebärmutter mit Entfernung von Resten des Mutterkuchens (Nachkürretage) ist bei 2-3 % der Patientinnen* nötig, da das medikamentöse Verfahren nicht ausreichend gewirkt hat.

Das operative Verfahren

Der operative Schwangerschaftsabbruch erfolgt in der Regel ambulant, das heißt, du kommst am Morgen der Operation und kannst ein paar Stunden nach dem Eingriff wieder nach Hause gehen – am besten in Begleitung. Es gibt zwei Möglichkeiten den Eingriff durchzuführen. Es kann eine Vollnarkose durchgeführt werden.

Das bedeutet, dass du ein Medikament über die Vene bekommst, dass dich einschlafen lässt und du während des Eingriffs schläfst. Die andere Möglichkeit ist, dass du eine lokale Betäubung am Muttermund erhältst und während des Eingriffs wach bist. Die eigentliche Operation dauert nur etwa 10 Minuten. Am häufigsten wird eine Methode angewandt, bei der die Frucht und die Gebär­ mutterschleimhaut abgesaugt werden. Um die Absaugung zu ermöglichen, muss der Gebärmuttermund zuvor vorsichtig erweitert werden.

Nach dem Eingriff kommt es über einige Tage zu vaginalen Blutungen. Falls sehr starke Blutungen, Schmerzen, Fieber über 38.5°C oder schlecht riechender Ausfluss auftreten sollten, solltest du deinen Arzt oder deine Ärztin aufsuchen.
Eine Kontrolluntersuchung nach der Operation soll 7-10 Tage danach stattfinden. Nach beiden Methoden ist es wichtig, sich zu schonen.

Es kann auch gut sein, vor dem Schwangerschaftsabbruch mit Freund*innen und Verwandten abzusprechen, wer dich in der Zeit unterstützen kann.
Um Komplikationen, die durch den Abbruch entstehen können, zu vermindern, ist es ratsam, dass die ersten
Tage danach nichts in deine Vagina gelangt. Am besten du verzichtest, solange die Blutung dauert, auf Bäder und Geschlechtsverkehr und benutzt statt Tampons Binden.

Verbena Bothe

Categories: Tent Action

Natacha

Refugee strike in Berlin - Sun, 10/29/2017 - 14:56

Hallo,

mein Name ist Natacha, ich komme aus Kamerun und wohne seit drei Jahren in Berlin im Henningsdorfer Heim. Seitdem ich in Deutschland bin, ist mein Alltag von Einsamkeit geprägt und der Stress verdirbt mein Leben. Ich wünsche mir neue Bekanntschaften und Freundschaften und möchte gerne Orte kennenlernen, wo man die Freizeit verbringen kann. Ich möchte eine monatliche oder tägliche Beschäftigung finden, nicht nur um etwas zu tun zu haben, sondern auch, um meine Familienprobleme lösen zu können. Meine Hobbys sind Musik, Sport und Kino, ich mag keine Oberflächlichkeit, ich bin für alle herzliche Angebote offen…

Natacha, 26 Jahre, Kamerun

stimmemagazine@gmail.com

Categories: Tent Action

Subpage works!

Refugee strike in Berlin - Sun, 10/29/2017 - 14:13

yes it does.

Categories: Tent Action

Protest Gegen Abschiebung

Refugee strike in Berlin - Fri, 10/20/2017 - 13:42

Another group of our friends are being deported to Afghanistan on 24. October from Leipzig/Halle airport. Aghanistan is a war ridden, unsafe country. Deportation of people who seek for asylum to war zones to expose them to death and letting them to be killed there, is indeed a war crime and genocide.

Therefore “Zendegi – Kein Abschiebungen nach Afghanistan“, a campaign against all the deportations to Afghanistan, in cooperation with political activists and politician who fight for refugees rights, decided on organizing a protest in city of Leipzig in Saxony against deportations.

We – Zendegi campaign activist – are aware with only a protest or a demonstration we can not stop the deportations. But we know to make any changes to be happened, we have to rise our voices and find a way to open this dialogue in German society.

The fight against deportations is a difficult, time taking fight. On one side is German government and growth of fascism, on the opposite side we refugees who have nothing but our power of our unity.

The campaign, Zendegi-Kein Abschiebungen nach Afghanistan, asks you to join the campaign and along side other people from other nationalities, with hope, hocetion, and patience, take part in the anti-deport protest on October 21. at 14:00 o’clock.

Important points:

  • The campaign, Zendegi-Kein Abschiebungen nach Afghanistan, is created/formed around and is active against against deportations to Afghanistan, believes no deportation should in any case take place to any country.
  • The campaign is concerned with human dignity and equality of people from different nationalities or ethecities, and is against racism, ethnic discrimination and racial slurs.

During the camp there are going to be different programs

  •  standing rally with speeches from non-citizen activists and anti-deport activists
  •  different workshops with the themes on asylum and deportation
  •  consultation sessions hold by asylum advisors
  •  open dialogue sessions with citizens
  •  open dialogue sessions with non-citizens on asylum issues

 

 

 

  • For more information on the action and the program, please check out the Facebook page of the campaign

www.facebook.com/afghanistanzendegi

 

 

در تاریخ ۲۴ اکتبر ۲۰۱۷ تعدادی دیگر از عزیزانمان از میدان هوایی شهر لایپزیک به افغانستان دیپورت خواهند شد.

افغانستان کشوری جنگ‌زده و ناامن است و دیپورت پناه‌جویان به مناطق جنگی و قرار دادن آنان در معرض کشتار، نسل‌کشی و حملات تروریستی جنایت جنگی محسوب میشود.

به همین منظور کمپین زندگی که علیه دیپورت به افغانستان فعالیت میکند، با یاری تعدادی از فعالین سیاسی و سیاست‌مداران مدافع حقوق پناه‌جویان تصمیم به برگزاری یک تحصن علیه دیپورت در شهر لایپزیک واقع در ایالت زاکسون(sachsen) دارد.

بی‌شک ما فعالین کمپین زندگی از ناممکن بودن توقف دیپورت‌ با یک تظاهرات یا تحصن آگاهیم اما چاره را در بلند کردن صدای اعتراضمان و ایجاد گفتمان سیاسی در جامعه آلمان می‌بینیم.

مبارزه با دیپورت مبارزه‌ای است که نیاز به زمان دارد و بسیار دشوار است. در یک طرف دولت آلمان و فاشیسم در حال گسترش قرار دارند و در طرف مقابل ما پناه‌جویان که جز قدرت اتحادمان چیزی نداریم.

کمپین زندگی از شما دعوت میکند که تا با امید، اتحاد، صبروشکیبایی بهمراه دیگر ملیت‌ها علیه دیپورت به افغانستان و تمام کشورها در روز شنبه ۲۱ اکتبر ساعت ۱۴ شرکت کنید.

نکته:

  • کمپین زندگی تمرکز خود را علیه دیپورت به افغانستان قرار داده است اما اعتقاد دارد که دیپورت به هیچ کشوری نباید انجام شود.
  • کمپین زندگی فرامرزی می‌اندیشد و فارغ از قومیت و ملیت تمامی انسان‌ها را عزیز و شریف میپندارد و علیه هرگونه نژادپرستی و تبعییض قومیتی و توهین نژادی است.

در طول مدت تحصن برنامه‌های زیر در محل تحصن برگزار خواهد شد

 

سخنرانی از سوی فعالین ضد دیپورت و فعالین پناه‌جویی


ورکشاپ‌های مختلف با موضوعات پناه‌جویی و دیپورت


جلسات مشاوره برای پناه‌جویان توسط متخصصین امور پناه‌جویی


جلسات گفتگو با شهروندان آلمانی


جلسات گفتگو با پناه‌جویان در مورد مسائل پناه‌جویی


برای اطلاع از زمان و تغییرات احتمالی در برنامه‌ها لطفا فیسبوک کمپین زندگی را دنبال کنید

www.facebook.com/afghanistanzendegi

 

Categories: Tent Action

„Ihr beschützt uns nicht!“ Die Do-it-Yourself Praxis im Lager Niedstraße. Aus einem Interview mit einer Überlebensexpertin (*Name verändert)

Refugee strike in Berlin - Tue, 10/10/2017 - 23:34

English

Ich treffe Nira in einem Park irgendwo im Südwesten von Berlin. Nira und ich haben beschlossen uns regelmäßig zu treffen und gemeinsam kleinere Artikel über die Situation in den Berliner Lagern zu schreiben. Dieses Mal wollen wir ihre Erfahrungen mit den Sozialarbeiter*innen in dem Niedstraßen-Lager teilen, ein Lager für Frauen und Kinder in Friedenau. Ungefähr 320 Frauen und 80 Kinder leben dort. Das Lager wird von der Sozialen Initiative Niederlausitz (SIN) betrieben. Nira hat ungefähr 10 Monate in der Niedstraße gewohnt und hat weiterhin Kontakt mit vielen Frauen, die immer noch dort leben müssen.

Offizielel Verantwortlicheit und Do-it-Yourself Praxis
Sie sagt die Probleme mit den Sozialarbeiter*innen sind überall die gleichen. “Ihre offizielle Verantwortlichkeit ist es, dir mit dem Lesen Deiner E-mails, deren Übersetzung, beim Vereinbaren von Terminen mit der LAGeSo, beim Finden von Beratungsstellen zu helfen, Initiativen oder Menschen einzuladen, die Workshops anbieten damit du dich orientieren kannst. Ihre Aufgabe ist es dafür zu sorgen, dass du in einem sauberen Ort lebst, dass du gesundes Essen kriegst.” Sie sagt: “ Es ist total verquer.” Die Fürsorgepflicht wird täglich verletzt, berichtet sie. Die Sprechzeiten der Sozialarbeiter*innen sind auf ein paar Stunden am Tag reduziert, für mehrere hundert Personen und oft können die Menschen sowieso keinen Nutzen daraus ziehen, weil die erreichbare Person eine andere Sprache spricht. Obendrein kooperieren die Sozialarbeiter*innen oft mit dem Sicherheitspersonal und weigern sich die Verantwortung für das Wohlergehen der Frauen und Kinder zu übernehmen. Was besonders problematisch ist, da das Lager in der Niedstraße extra eingerichtet wurde um besonderen Schutz vor den zahlreichen traumatisierenden Erfahrungen zu bieten, welche die Frauen vorher erfahren haben.

Auf die Frage nach den Bürozeiten erzählt Nira mir, dass das Büro in der Woche am Tag nur eine Stunde geöffnet hat. Am Samstag überhaupt nicht und am Sonntag für zwei Stunden: eine Stunde am Morgen und eine Stunde am Abend. “Nur eine Stunde am Tag für 280 Frauen, die in der Niedstraße leben. Meistens stehen nicht alle Sprachen zur Verfügung, wenn also z.B. eine afghanische Frau zur Sprechstunde geht und nur die russische Angestellte da ist, oder auch ein deutscher Sozialarbeiter, dann kann die Frau nicht mit ihnen sprechen und sie können ihre Anliegen nicht bearbeiten und sie sagen komm morgen, komm morgen. Es ist sehr kompliziert und viele Probleme entstehen deshalb.”

Insgesamt arbeiten sieben Sozialarbeiter*innen im Lager Niedstraße. Zwei Männer und eine Frau die Arabisch sprechen, eine Frau, die Farsi spricht, eine Polnisch, eine Russisch und ein Mann, der nur Deutsch spricht. Ich frage was passiert wenn der/die Sozialarbeiter*in nicht deine Sprache spricht, und sie sagt “Es entsteht ein Chaos, oder sie versuchen es auf Englisch zu machen oder die Frauen versuchen von außen Hilfe zu bekommen und zahlen dafür von den 135€, die sie monatlich erhalten. Es gibt viele Initiativen die kostenlose Übersetzung anbieten aber die Sozialarbeiter*innen nutzen diese Angebote oft nicht.” Für einige Frauen aus den Balkanländern, wie Serbien oder Kroatien, ist es besonders schwierig, da kein/e Sozialarbeiter*in ihre Sprache spricht.

Unter der Woche sind die Bürozeiten von 11 Uhr bis 12 Uhr, wenn eine Frau also einen Termin bei der LAGeSo oder einen Integrationskurs hat, oder wenn eine Frau ihre Kinder zu Schule bringen muss, kann sie an diesem Tag keine Unterstützung kriegen. “Manchmal gibt es lange Schlangen, manchmal muss man eine Stunde sitzen und warten.” Obwohl die Sozialarbeiter*innen den ganzen Tag in dem Büro sind, stehen sie nur ein oder zwei Stunden pro Tag zur Verfügung. Manchmal erhalten die Frauen Briefe vom BAMF oder von der LAGeSo, die eine schnelle Antwort erfordern. “In der Regel erhielten wir die Post am Abend, also kannst du erst am nächsten Tag um 11Uhr Hilfe kriegen.” In diesem Fall müssen die Frauen “draußen” nach Hilfe fragen, von anderen Frauen im Lager oder vom Sicherheitspersonal. Sich auf das Sicherheitspersonal zu verlassen ist gefährlich, da das dieses in eine Machtposition bringt in der sie noch mehr Kontrolle über die Frauen ausüben können.

“Sozialarbeiter*innen vernachlässigen Angelegenheiten gerne, so als wäre es nicht passiert. Sie wissen nicht, was sie damit machen sollen. Meistens wirken sie hilflos und als wären sie nicht ausreichend ausgebildet um mit solchen Angelegenheiten umzugehen.“ Die Leute sind meistens nur 5-10 Minuten bei dem Mitarbeitenden. “Manchmal schicken sie Leute, denen sie nicht helfen wollen einfach wieder rauß. Geh und such Dir selbst eine Übersetzung, ich hab keine Zeit das zu übersetzen. Oder ich kann Dir nicht helfen, ich kann keinen Termin für Dich machen. Such Dir selbst einen Arzt. Wir haben uns als Geflüchteten immer gegenseitig geholfen, aber es ist auch nicht unsere Aufgabe, weil wir kriegen kein Geld dafür, sie kriegen das Geld dafür.”

Und diese “Vernachlässigung”, sagt sie, bleibt nicht ohne Konsequenzen für die Frauen. Da war diese eine Frau aus Afghanistan und sie hatte 5 Kinder, erzählt Nira mir. “Sie ist von ihrem Mann weggelaufen, weil er sehr gewalttätig war und dann hat sie die Abschiebung erhalten, weil sie nicht zu dem Interview gegangen ist, weil die Sozialarbeiter*innen ihr den Brief nicht rechtzeitig gegeben haben. Das war ein großer Fehler. Sie machen die ganze Zeit Fehler. Sie verstehen nicht, dass das gefährlich ist. Sie behandeln uns mit Nachlässigkeit.” “Einmal war da eine Frau und sie fragte nach einem Arzttermin. Als sie ihr dann endlich einen Termin vereinbart hatten war es ein Termin in einer Privatpraxis und sie musste 50 € zahlen. Wie kann es sein, dass ein*e Sozialarbeiter*in so einen Fehler macht?”

Vor allem Frauen mit vielen Kindern brauchen Hilfe, sagt Nira. “Eine Freundin von mir hat ein Kind und wollte ihn im Kindergarten anmelden und sie haben ihr gesagt, sie solle hingehen und es selber machen. Eine Frau sagte Du suchst eine Wohnung, geh und guck selber im Internet. Du suchst eine Übersetzung: geh und such Dir selber eine. Und dann musst Du losgehen und zusätzlich 20€ für jemanden zahlen, der dir etwas übersetzt oder mit dir mitkommt. Der/die Sozialarbeiter*in wird schon vom Staat bezahlt, aber sie wollen ihre Arbeit offensichtlich nicht tun.

Sie sagen immer, dass sie sich bemühen, erzählt mir Nira, “aber dann siehst du, dass das Essen sehr schlecht ist. Die Toiletten sind die ganze Zeit sehr schmutzig. Die Frauen gehen alleine zum Arzt/zur Ärztin, ohne Übersetzer*in und dann sagt der Arzt oder die Ärztin, nein, ich kann Dir nicht helfen. Ich habe mit einigen Frauen gearbeitet weil ich diesen Ein-Euro-Job gemacht habe. Übersetzen bei der Arztvisite oder anderswo. Ich bin also mit einigen Frauen zur Ärztin/zum Arzt gegangen und diese*r hat mir jeweils gesagt, dass sie/er der Frau das letzte Mal nicht habe helfen können, weil niemand übersetzt hat. Es ist die Aufgabe der Sozialarbeiter*innen, eine Ärztin/einen Arzt zu organisieren, und zwar jemanden, die/der den Frauen helfen kann, die/der die gleiche Sprache spricht.” Sieben Sozialarbeiter*innen sind nicht genug, sagt Nira, “anstatt 80 Securityangestellte zu beschäftigen, von denen 15 pro Schicht arbeiten, wäre es besser, 20 Sozialarbeiter*innen anzustellen.

Nicht aufmucken!

Seit das städtische Gebäude im Februar 2016 zu einem Lager umfunktioniert wurde haben sich die Bewohnerinnen über die Sozialarbeiter*innen, das Essen und die Sicherheitsangestellten beschwert. Aber im April 2017 wurde eine erste schriftliche Beschwerde verfasst, unterschrieben von 90 Bewohnerinnen, erzählt mir Nira. “Es hat damit angefangen, dass das Essen schlecht war, was 90 Frauen unterschrieben haben, und es gab eine Beschwerde von einigen Frauen, dass die Sozialarbeiter*innen sie respektlos behandeln, manchmal auch verbal aggressiv werden, wie z.B. sie anzuschreien. Sozialarbeiter*innen haben die Frauen damit bedroht, dass sie rausgeschmissen würden oder sie die Polizei rufen würden. Und die ganze Zeit haben die Sozialarbeiter*innen probiert zu bestreiten, dass dies passiert sei – nein, es gibt keine Probleme – obwohl die Probleme mit einer Kamera dokumentiert wurden. Es war die gleiche Situation wie im Tempelhof Lager. Die Sozialarbeiter*innen haben jeweils gesagt, nein, es gibt keine sexuelle Gewalt gegen Frauen hier, und dann wurden sie durch eine sechsmonatige IRIN Untersuchung in Berliner Lagern überführt, die eine Menge sexueller Gewalt gegen Frauen ans Licht gebracht hat.”

Was die Frauen und Kinder in den Lagern brauchen

“Es sollte keine Security, aber dafür mehr Sozialarbeiter*innen geben, wenigstens eine/r von jeder Sprachgruppe und auch sollte ihr Büro den ganzen Tag offen sein. “, fordert Nira. ” So dass die Frauen wenn sie ein Problem haben Hilfe kriegen können. Das ist ihre Arbeit, Soziale Arbeit. An dem Ort an dem ich jetzt lebe, ist das Büro bis 17 Uhr auf, von 9 bis 17 Uhr. Manchmal gehst Du hin und sie sind beschäftigt, aber dann weißt du, dass sie beschäftigt sind, wirklich beschäftig. Dass sie nicht einfach nur rumsitzen und stündlich Pause machen.”

Es sollte alles korrekt ablaufen, sagt Nira. ” Sonst, wenn es keine guten Sozialarbeiter*innen gibt, dann sollten wir alle Lager abschaffen und schließen und die Menschen in Häusern leben lassen und wenn man Hilfe braucht dann tritt man mit einer Beratungsstelle in Kontakt. Weil die machen ihre Arbeit offensichtlich ziemlich gut, sie strengen sie an. Man sieht, dass sie sich Mühe geben. Sie sind auch Sozialarbeiter*innen, aber man sieht, dass sie sich anstrengen, nicht so wie die Sozialarbeiter*innen in der Niedstr. Vor allem, sie kriegen ja auch Unterstützung von Schöneberg hilft – das sind Freiwillige, aber auch Leute, die mithelfen können. Die Verantwortung liegt nicht nur bei ihnen, aber auf jeden Fall machen sie keine gute Arbeit.”

 

 

English

Your work it to protect us!” The do-it-yourself practice at the lager at Niedstraße. From an expert of survival (*name changed).

I meet Nira in a park somewhere in south-west Berlin. Nira and I agreed to meet up regularly to write smaller articles about the situation in lagers in Berlin. This time we want to talk about her experience with social workers at the lager at Niedstraße, a lager for women and children in Friedenau. Around 320 women and 80 children live there. The lager is run by the social initiative Niederlausitz (SIN – Soziale Inititative Niederlausitz). Nira lived at Niedstraße for about 10 months and is still in contact with many women who are still forced to live there.

Official responsibility and “do-it-yourself” practice

“Their official responsibility is to read and translate official letters for you, to help you to make appointments with LAGeSo (State Office for Health and Social Affairs), to clarify questions and to support you in finding a Beratungsstelle (counselling centre) if you are in need of one”, Nira shares. “Their work is to make sure you live in a clean, healthy place. That you get good healthy food”. But there is a big gap between official responsibility, job description, and her lived experienced with social workers in different lagers. “Everything is messed up”, she says. Availability is reduced to a few hours a day (for a few hundred people!) and often social workers are not able to communicate with the women because of language barriers.

Asking about the office hours Nira tells me that during the week the office is open only one hour a day. Saturday not at all and Sunday 2 hours: one hour in the morning and one hour in the evening. “Its only one hour a day for 280 women that live at Niedstraße. Most of the time there are not all of the languages available so for example one Afghan women would go and there was only a Russian or Germany employee working. She cannot talk to them and they cannot solve her issues and they just say come back tomorrow, come tomorrow. It´s very complicated and many problems happen because of this.”

There are seven social workers at Niedstraße in total. Two men and one women speaking Arabic, one women speaking Farsi, one Polish, one Russian and one man that speaks German only. What happens if the social worker doesn’t speak your language, I ask, and Nira says “Things get messed up, they try to do it in English or the women try to get help from outside and pay it from the 135 euros they are receiving. There are many initiatives that offer free translation but the social workers often don’t make use of them.” For some women from Balkan countries such as Serbia or Croatia its particularly difficult because no social worker at Niedstraße speaks their language.

During the week the office hours are from 11am-12pm so if a woman has an appointment with LAGeSo, an integration course or has to take her children to school, she is not able to see a social worker. “Sometimes there are long queues, sometimes you have to sit and wait for an hour.” Even though the social workers are in the office all day they are only available for one or two hours a day. Often women receive letters from the BAMF or LAGeSO that require an urgent response. “We used to get the mail in the evening so you can’t get help until the next day at 11am.” In that case the women need to ask for help from “outside”, ask other women in the lager or security staff. But becoming dependent on security staff is dangerous, Nira says, as it puts them in a position of power in which they are able to exert even more control over the women.

“Social workers at Niedstraße prefer to ignore issues. Like they don’t know what to do about it. Most of the time they seem helpless and like as they didn’t have had enough training to handle such issues”, Nira shares. People usually spend 5-10 minutes with a social worker. “Sometimes they just dismiss people. Go and find a translator yourself, I don’t have time to translate this. Or I cannot help you, I cannot make an appointment for you. You find a doctor yourself. We used to help each other as refugees but it’s also not our work because we don’t get money for it but they do get payed for it.”

And this “negligence” she says, is not without consequence for the women. There was this one woman from Afghanistan and she had 5 children, Nira tells me. “She got deported because she didn’t go to her interview because the social workers did not give her the letter in time. That was a big mistake. They do mistakes all the time. They don’t understand that this is dangerous. They treat us with negligence.” Nira shares another story with me: “There was one women and she was asking for an appointment with a doctor. She had to go several times until they were willing you help her and then they made an appointment for her at a private clinic. When we went there they said to her that she has to pay 50 euro. How comes that the social worker does this mistake?”

Especially women with many children need help, Nira says. “My friend has a child and she wanted to register him for the kindergarten and they told her: go and do it herself. One women said you want to look for apartment on the internet: go and do it yourself. You want to look for a translator: go and do it yourself. And then you have to go and pay extra money. 20 euros for a translator to translate something for you or to come with you. The social worker is already paid by the government but they obviously don’t want to do their work.”

All the time they are saying “we are trying!, Nira tells me, “but then you find the food is very bad. The toilets are very dirty all the time. The women go to the doctor alone without a translator and the doctor is not able to help. I worked with some women because I was doing this 1 euro job. I went with some women to the doctor and the doctor told me that she couldn’t help the women the last time because there was no translator. It’s the work of the social worker to find a doctor, to find a doctor that can help the woman, that speaks the same language.” Seven social workers are not enough, Nira says, “instead of hiring 70 security workers with 15 people working every shift its better to hire 20 social workers.

Don’t speak up!

Since the municipal building became a lager in February 2016 women complained about the social workers, the food and security staff. But in April 2017 there was a first official complaint made, signed by 90 women, Nira tells me. “It got started because the food was bad and there was a complaint from a few women that the social worker are treating them with no respect and sometimes with verbal aggression like shouting at them. And all the time the social workers tried to deny that this is happening although the problems were documented with a camera.”

What happened after the complaint, I ask. Nira tells me that they threatened the women so they would get afraid and withdraw the complaint. The women were told that if they make another protest within the lager they will be deported by LAGeSo. In the end of April 2017 – after the complaint – the regional manager of the SIN, Nira says, “was shouting at us as we were slaves, as if we had no rights and then he was protecting the security and the social workers”.

What the women need

“There should not be security and there should be more social workers at least one from every language group and also their office door should be open all day long”, Nira demands. “So when women have a problem they can go and get help. That´s their work, social work. In the place I´m living now the office is open until 5pm, from 9am to 5pm. Sometimes you go and they are busy. Really busy. Not sitting and drinking coffee and having a break every hour.“

Things should be done correctly, Nira says. “Otherwise if there are no good social workers, we should abolish, close all the lager and let people live in houses and then when you need help you can get in touch with a Beratungstelle (counselling centre). Because apparently they do their job quite well. They are also social workers but you can see they are trying hard not like the social workers at Niedstraße. Especially because at Niedstraße they also get help from the initiative Schöneberg hilft – its volunteers but they are also people that can help. It’s not all the responsibility on them but they still don’t do a good job.”

Categories: Tent Action

Refugees & Queers: “Leaving the queer bubble” – PR und Medientraining

Refugee strike in Berlin - Tue, 10/03/2017 - 20:54

english version below

Liebe Interessierte,

wir freuen uns, Sie zu unserem Workshop: „Leaving the queer bubble“ – PR und Medientraining im Rahmen des Projekts „Refugees & Queers. Politische Bildung an der Schnittstelle von LSBTTIQ und Flucht / Migration / Asyl“ einzuladen.

Die Fortbildung richtet sich an Multiplikator*innen, Bildungsarbeiter*innen und Aktivist*innen, die das Thema „Queer Refugees“ in die breitere Öffentlichkeit tragen wollen.

Zu Beginn wird Fadi Saleh mit uns über “Critical Reflections on the Global Politics of Representing Syrian Queer Refugees” diskutieren. Anschließend wird Joanna Stolarek von den Neuen Deutschen Medienmachern mit einem Basismedientraining für die Vermittlung von praktischem Know How sorgen. Abschließend wollen wir gemeinsam mit Dennis Sadiq Kirschbaum (i,Slam) und Tarik Tesfu am Beispiel von Digital Storytelling Möglichkeiten, Grenzen und Fallstricke der (Selbst)Repräsentation austesten

Die Fortbildung wird von Freitag, 27. Oktober bis Sonntag, 29. Oktober 2017 im Jugend- und Bildungshaus Tettenborn e.V. in Bad Sachsa in Niedersachsen stattfinden.

Weitere Informationen sowie Einladungen in Englisch, Arabisch, Kurdisch, Farsi, Spanisch, Französisch, Russisch und Urdu entnehmen Sie bitte dem angehängten Programm.

Bitte melden Sie sich verbindlich bis zum 06.10.2017 bei felicitas.grabow@mh-stiftung.de an.

 Wir freuen uns sehr über Weiterleitung an Interessierte und Verbreitung in Ihren Netzwerken.

Hier finden Sie die Facebook Veranstaltung

Herzliche Grüße,

Katrin Ebell und Felicitas Grabow

Es gibt auch noch wenige Restplätze für unsere Fortbildung „Wie konzipiere ich ein Behördenfortbildung?“

ENGLISH

Dear everyone,

we kindly invite you to our workshop “Leaving the queer bubble“ – PR and media training organized within the project “Refugees & Queers. Political education at the intersection of LGBTTIQ and Migration /Asylum / Flight”.

We invite trainers, activists and political educators who want to address the topic of “queer refugees” within a wider public.
First, Fadi Saleh will discuss “Critical Reflections on the Global Politics of Representing Syrian Queer Refugees” with us. Via a basic media training, Joanna Stolarek of Neue Deutsche Medienmacher will then share practical media know how with the participants. Finally, Dennis Sadiq Kirschbaum (i,Slam) und Tarik Tesfu will explore the possibilities, boundaries and traps of (self) representation via the method of digital storytelling.

The workshop takes place on Friday, 27th of October to Sunday, 29th of October 2017 at Jugend- und Bildungshaus Tettenborn e.V. in Bad Sachsa in Lower Saxony.

You can find more information as well as the invitation in Arabic, Kurdish, Farsi, French, Spanish, German, Russian and Urdu in the attached PDF.

Please register for the workshops until the 6th of October here: Felicitas Grabow (felicitas.grabow@mh-stiftung.de)

We would greatly appreciate it, if you could share the invitation within your networks.

You can find the facebook event here

With kind regards,

Katrin Ebell und Felicitas Grabow

You still have the possibility to register for our Workshop ties an “How to Develop a Training Concept for Authorid General Agency Staff” 

Weitere Informationen zu entnehmen Sie bitte der Einladung:

Einladung Workshop Medientraining DE

ENGLISH: invitation workshop media training EN

SPANISH/CASTELLANO: invitación al taller

FRENCH/FRANÇAIS: invitation à l’atelier FR

RUSSIAN/РУССКИЙ: приглашение на семинар RU

KURDISH/KURDÎ: vexwendina karsaziyê KUR

FARSI/فارسی: FAS دعوت کارگاه

ARABIC/عربى: AR دعوة ورشة العمل

URDU/اردو: ورکشاپ : ھم : ھم جنس پسند اور پناہ گزین جنس پسندی کےحصار سے نکلتے پی آر اور تربیتِ زرائع ابلاغ -ہوئے

 

 

Categories: Tent Action

Pages

Subscribe to The Caravan aggregator - Tent Action

Der Kampf von Flüchtlingen braucht Geld!

Die Karawane ist maßgeblich auf Spenden angewiesen. Unsere Organisation besteht überwiegend aus Flüchtlingen, die (wenn überhaupt) nur über sehr geringe finanzielle Mittel verfügen. Aus diesem Grunde haben wir 2008 den „Förderverein Karawane e. V.” gegründet. Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt und kann deswegen auf Wunsch Spendenquittungen ausstellen, so dass sie steuerlich absetzbar sind. Wenn bei der Überweisung die Adresse mit angegeben wird, verschicken wir die Spendenbescheinigung automatisch spätestens am Anfang des Folgejahres.

Kontakt: foerderverein(at)thecaravan.org

Unsere Bankverbindung lautet:
Förderverein Karawane e.V.
Kontonummer
: 40 30 780 800
GLS Gemeinschaftsbank eG
BLZ: 430 609 67

IBAN: DE28430609674030780800
BIC: GENODEM1GLS

Upcoming Events

Events

M T W T F S S
1
 
2
 
3
 
4
 
5
 
6
 
7
 
8
 
9
 
10
 
11
 
12
 
13
 
14
 
15
 
16
 
17
 
18
 
19
 
20
 
21
 
22
 
23
 
24
 
25
 
26
 
27
 
28
 
29
 
30
 
31
 
 
 
 
 

Syndicate

Subscribe to Syndicate