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INITIATIVE IN GEDENKEN AN OURY JALLOH

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Initiative in Gedenken an Oury Jalloh
Updated: 32 min 12 sec ago

500 Menschen fordern Gerechtigkeit für Adel!

Tue, 06/23/2020 - 14:36

Bericht zur Kundgebung in Essen, am 20.06.20    siehe auch Facebook

Gestern fand die Kundgebung des „Bündnisses gegen rassistische
Polizeigewalt in Essen” aus Anlass des Jahrestages der Ermordung von
Adel B. statt. An die 500 Menschen beteiligten sich an der Kundgebung am
Ehrenzeller Platz in Altendorf, unweit von dem Ort, an dem Adel am 18.
Juni 2019 von Essener Polizisten erschossen wurde. Über zwei Stunden
hinweg gab es Redebeiträge von Betroffenen von rassistischer
Polizeigewalt und unterschiedlichen Initiativen zur Aufklärung
verschiedener Morde durch die Polizei. Unter anderen sprach die
Initiative Oury Jalloh und denunzierte das Vorgehen des Staates,
Menschen mit Repression und Gewalt zu überziehen, wenn diese für die
Aufklärung der Todesumstände kämpfen. Auch die Initiative Amad A. war
anwesend und sprach über den recht unbekannten Fall aus Kleve. Amad A.
ist ebenfalls wie Oury Jalloh in einer Gefängniszelle verbrannt. In
spontanen Redebeiträgen schilderten viele Betroffene ihre unmittelbare
Erfahrungen mit rassistisch motivierten Übergriffen seitens der Polizei
und brachten ihre Wut über die bestehende Verhältnisse zum Ausdruck.

Im Vorfeld der gestrigen Versammlung war die Frage des Todes von Adel
über zwei Wochen hinweg wieder Thema in der Presse. In Kommentaren und
Interviews mit dem Polizeipräsident, dem Oberbürgermeister und dem
Ordnungsdezernent wurde der Protest gegen rassistische Polizeigewalt als
grundlos dargestellt und insbesondere der Kampf um Gerechtigkeit für
Adel mit Schmutz beworfen. Die eigentlich als Demonstration angemeldete
Veranstaltung war im Vorfeld von der Polizei unter dem Vorwand von
„Corona-Maßnahmen” verboten und auf eine Kundgebung beschränkt
worden. Um so begrüßenswerter finden wir die Initiative vieler
Kundgebungsteilnehmer, die sich spontan, nach dem die Kundgebung beendet
wurde, dazu entschieden sich die Straße zu nehmen und lautstark die
Forderung nach Gerechtigkeit für Adel auf die Straße zu tragen. So
beteiligten sich im Anschluss der Kundgebung etwa 300 Menschen an einem
Demonstrationszug über die Altendorfer Straße, die zum dem Ort
führte, an dem Adel das erste Mal von der Polizei bedroht wurde und
schließlich dorthin wo Adel erschossen wurde. Nach einer kurzen,
kämpferischen Rede von Adels Mutter und einer Schweigeminute wurde die
Demo kurz darauf für Beendet erklärt.

Wir bedanken uns bei all den Altendorfern, die uns in diesen Tagen ihre
Solidarität zum Ausdruck gebracht haben, bei all den Menschen, die den
unglaublichen Mut aufgebracht haben vor Hunderten über ihre Erfahrung
mit Rassismus und Polizeiübergriffen zu berichten und bei all den
Freunden, die uns in diesen Tagen unterstützt haben.

Gemeinsame Anfahrt aus Berlin zur Gedenkdemonstration anläßlich des 20. Jahrestages der Ermordung von Alberto Adriano in Dessau durch Nazis

Wed, 06/10/2020 - 20:49

Die Demonstration startet ab 18.00 Uhr im Stadtpark Dessau. Um rechtzeitig zu Demobeginn vor Ort zu sein, treffen sich alle aus Berlin Anreisenden allerspätestens um 16.00 Uhr vor dem Infopoint im S-Bhf Alexanderplatz, um gemeinsam mit dem Berlin-Brandenburg-Ticket zu reisen. Der Zug fährt ab 16.08 Uhr ab! Mit einem Ticket können 5 Leute fahren, es kostet 33 €, pro Person also ca. 6 € für Hin- und Rückfahrt!

“Hör auf zu zappeln!”

Wed, 06/10/2020 - 11:20

Bei den Demos gegen rassistische Polizeigewalt in Berlin wurden viele schwarze DemonstrantInnen verhaftet. Vier erzählen ihre Geschichte.  taz 09.06.20

(..) Viele Nichtweiße erlebten schikanöse Behandlungen, etwa anlasslose Kontrollen oder brutales Vorgehen der Polizei nicht zum ersten Mal. Bundesweit sind seit dem Mord an Oury Jalloh im Jahr 2005 mindestens zehn Todesfälle aus den vergangenen Jahren bei Polizeieinsätzen, in Polizeigewahrsam oder in staatlichen Einrichtungen bekannt, bei denen die Annahme im Raum steht, dass sie mit der Hautfarbe der Opfer in Verbindung stehen. Die Kampagne „Death in Custody“ spricht sogar von 159 „Todesfällen von Schwarzen Menschen und Menschen of Color in Gewahrsamssituationen in Deutschland seit 1990“ (..) weiterlesen > Link-taz-09.06.20

Die taz dokumentiert an dieser Stelle ein Video, das einen Polizeieinsatz am Rande der großen antirassistischen Demonstration am Alexanderplatz in Berlin am 06.06.2020 zeigt.

 

Rassistische Polizeigewalt in Deutschland: Oury Jalloh war kein Einzelfall

Mon, 06/08/2020 - 15:11

FRANKFURTER RUNDSCHAU – 08.06.20 – von Valerie Eiseler                                            – Zwölf Fälle aus Deutschland – Link

Demonstranten protestieren gegen Todesfälle in Polizeigewahrsam in ganz Europa

Mon, 06/08/2020 - 13:50
PROTESTERS HIGHLIGHT DEATHS IN POLICE CUSTODY THROUGHOUT EUROPE

THE IRISH TIMES      –     Mon, Jun 8, 2020, by Naomi O’Leary

Black Lives Matter demonstrators mark the many deaths during dealings with police          Link > (engl.)

Black Lives Matter-Demonstranten berichten über die vielen Toten durch die Polizei (de > deepl-Übersetzer) -THE IRISH TIMES – 08.06.2020

Seit fast 15 Jahren geht eine zusammengekauerte Gruppe von Demonstranten am 7. Januar durch die schneebedeckten Straßen von Dessau in Ostdeutschland und trägt Plakate mit dem Gesicht und dem Namen “Oury Jalloh”.

Sie versammeln sich vor der Polizeistation, auf der der 21-Jährige aus Sierra Leone im Jahr 2005 an diesem Tag unter noch ungeklärten Umständen starb und mit Händen und Füßen an eine Matratze gefesselt in einer nackten Ziegelzelle entdeckt wurde, wobei sein Körper verbrannt wurde.

Der Fall ist nur einer von vielen Todesfällen farbiger Menschen bei Interaktionen mit Polizeikräften, die den Schwung für Proteste anheizen, die Europa in Solidarität mit der Black Lives Matter-Bewegung erfasst haben ..

Zehntausende sind über den Kontinent marschiert, wobei einige von ihnen Plakate mit den Namen von Einheimischen trugen, die erschossen oder erstickt wurden, und darauf bestanden, dass rassistische Profilerstellung, exzessive Gewalt und Diskriminierung nicht als ein ausschließlich US-amerikanisches Phänomen betrachtet werden sollten.

“Es hat uns einen sehr langen Weg gekostet, die Menschen … glauben zu machen, was passiert ist, denn sie können sich nicht einmal vorstellen, dass solche Dinge passieren. Aber es passiert, und es gibt Beweise dafür, dass es passiert ist, und sie müssen sich der Realität stellen”, sagt Nadine Saeed, eine langjährige Aktivistin der Initiative zum Gedenken an Oury Jalloh.

“Es ist nicht wie ein Einzelfall, es ist wie eine Struktur, die vollständig institutionalisiert ist”, fügt sie hinzu. “Wenn man offene Augen hat, kann man es überall sehen.”

In Deutschland erinnern die Demonstranten an die Todesfälle von Ousman Sey und Dominique Koumadio in Dortmund, Christy Schwundeck in Frankfurt, Slieman Hamade in Berlin und N’deye Mareame Sarr in Aschaffenburg, um nur einige zu nennen.

Spanische Plakate tragen die Gesichter von Mame Mbaye, Lucrecia Pérez und Mor Sylla. In Österreich nennen die Demonstranten die Namen von Marcus Omofuma, Cheibani Wague und Bakary J.

Über verschiedene Kulturen und Polizeisysteme hinweg tauchen ähnliche Details auf.

Die Familie und Freunde der Getöteten beklagen sich oft über Leugnung, Beschuldigung des Opfers und darüber, dass sie zu endlosen Kämpfen um Gerechtigkeit oder auch nur zur Klärung der Fakten über den Tod ihres Angehörigen gezwungen werden. In Deutschland, Frankreich und Großbritannien haben Aktivisten die Strafverfolgungsbehörden beschuldigt, sie als Reaktion auf ihre Bemühungen, die Wahrheit herauszufinden, übermäßig polizeilich zu überwachen.
Erstickung

Ersticken ist ein weit verbreitetes Thema. Die Art und Weise des Todes von George Floyd, der starb, nachdem er wiederholt “Ich kann nicht atmen” gesagt hatte, als ein Polizist aus Minneapolis auf seinem Hals kniete, hat stellenweise Nachhall in ihren eigenen Fällen von schwarzen Männern und Frauen gefunden, die bei gewaltsamen Zusammenstößen mit der Polizei oder dem Sicherheitsdienst erstickten.

Dazu gehören Rashan Charles (20) 2017 in London, Sheku Bayoh (31) 2015 in Schottland, Semira Adamu (20) 1998 in Belgien, William Tonou-Mbobda (34) 2019 in Deutschland, Mitch Henriquez (34) 2015 in den Niederlanden und Adama Traoré (24) 2016 in Frankreich.

“Es ist kein Zufall, dass Schwarze in Polizeigewahrsam auf die gleiche Art und Weise sterben. Erstickend, erstickend, Würgegriffe, warum ist das so? Weil Schwarze auf der ganzen Welt als unbezähmbare Bestien charakterisiert werden”, sagt Musa Okwonga, ein in Berlin ansässiger Schriftsteller und Rundfunksprecher.

“Man bekommt nicht so viele weiße Tote in Polizeigewahrsam, weil sie wie Menschen behandelt werden”.

Die gesammelten Daten darüber, wie sich die Polizei auf farbige Menschen auswirkt, sind ein Flickenteppich von Land zu Land, und in Frankreich gibt es sie nicht, weil der Staat Rasse oder ethnische Zugehörigkeit nicht als gültige Kategorie für die Datenerfassung anerkennt.

Menschenrechtsgruppen haben jedoch dokumentiert, dass die Polizeikräfte von Schweden bis Italien unverhältnismäßig gezielt gegen farbige Menschen vorgehen.

Ein Gremium der Vereinten Nationen, die Arbeitsgruppe von Experten für Menschen afrikanischer Abstammung, hat festgestellt, dass das rassistische Profiling in Spanien und Deutschland “endemisch” ist und dass die Gefängnisse in Italien unverhältnismäßig stark mit Migranten gefüllt sind, die auf ihren Prozess warten und die routinemäßig “für weniger schwere Verbrechen als Italiener” bestraft werden.

Die Hälfte der belgischen Polizeibeamten, die 2018 von Amnesty International befragt wurden, gab an, dass das rassistische Profiling ein Thema in ihrer Arbeit sei. “Ich führe ethnisches Profiling durch, das stimmt, aber ich sehe nicht, wie ich meine Arbeit anders machen könnte”, sagte ein Beamter.
Die ‘Spitze des Eisbergs

Eine Reihe von Jugendlichen, meist marokkanischstämmige Teenager, wurden in den letzten Jahren im Kontakt mit der belgischen Polizei verletzt oder starben, vor allem an Orten, die als Einwandererviertel bekannt sind und von denen die Einwohner sagen, dass aggressive Polizeikontrollen Teil des täglichen Lebens geworden sind.

Im April wurde der 19-jährige Adil bei einem Unfall mit einem Polizeifahrzeug getötet, als er vor einer Kontrolle floh. Mehdi Bouda (17) starb im vergangenen August unter ähnlichen Umständen. Ein zweijähriges irakisch-kurdisches Mädchen, Mawda, starb 2018 nach einer Verfolgung des Fahrzeugs, in dem sie reiste, durch die Polizei. Die Staatsanwaltschaft vermutete zunächst, das Kleinkind sei krank gewesen oder an den Folgen einer unregelmäßigen Fahrweise gestorben, doch nach einer Autopsie gab die Polizei zu, dass ihr ins Gesicht geschossen worden sei.

Solche Todesfälle sind “die Spitze des Eisbergs… ein sehr konkretes Beispiel für weiter gefasste Systeme institutionellen Rassismus”, so Dr. Eddie Bruce-Jones, der als Lektor für Jura und Anthropologie an der Birkbeck-Universität London Gleichberechtigung, Recht und Polizeiarbeit in ganz Europa erforscht hat.

“Es gibt diese Vorstellung, dass man, wenn man nicht weiß ist, an erster Stelle nicht hierher gehört, also gibt es diese Art und Weise, auf die farbige und insbesondere schwarze Menschen überwacht werden, von denen man glaubt, sie seien Drogenhändler, von denen man glaubt, sie gehörten nicht dazu, von denen man glaubt, sie seien ohne korrekte Einwanderungspapiere”, sagt er.

“Die Polizei glaubt ihren Geschichten nicht, sie werden verdächtigt, selbst wenn sie um Hilfe bitten. Manchmal wollen farbige Menschen nicht einmal die Polizei rufen, weil sie wissen, dass es ein uneffektiver Prozess sein wird, weil man sie verdächtig sieht.
Kampf um die Wahrheit

Langjährige Kämpfer für ein Ende der Todesfälle in Haft und gegen den Rassismus in Europa sind ermutigt durch das plötzliche Anschwellen ihrer Reihen, seit der Tod von George Floyd Proteste und Unruhen in den Vereinigten Staaten ausgelöst hat. In vielen Fällen sind sie verblüfft über die Anzahl der Menschen, die mit ihnen marschiert sind, von denen man annimmt, dass es etwa 15.000 in Berlin, 20.000 in Paris und 15.000 in London waren.

Aber sie haben gemischte Gefühle angesichts der Solidaritätsbekundungen, die jetzt von Menschen an der Macht kommen, die in der Vergangenheit die lokalen Todesfälle in Polizeigewahrsam ignoriert haben.

Die United Families and Friends Campaign, eine Koalition von Menschen, deren Angehörige in Polizeigewahrsam getötet wurden, die sich für Veränderungen einsetzt, um weitere Todesfälle zu verhindern, ist seit 1999 jedes Jahr mit einer Liste von Forderungen an den britischen Premierminister in die Downing Street marschiert.

“Es hat nie irgendeine Anerkennung seitens des Staates oder einer Regierung zu diesem Thema gegeben”, sagte ihr Sprecher Ken Fero gegenüber der Irish Times. Die Kommentare von Premierminister Boris Johnson, dass der Tod von George Floyd “entsetzlich” und “unentschuldbar” sei, klingt etwas hohl.

“Wir finden es völlig heuchlerisch, dass der gegenwärtige Premierminister sagen kann, dass er das, was er in den Vereinigten Staaten sieht, verurteilt und sich auf den Mord an George Floyd bezieht, und doch hat derselbe Premierminister auf keinen der Todesfälle in Polizeigewahrsam in diesem Land reagiert”, sagte Fero. “Die Familien sehen sich während des gesamten juristischen Prozesses, von der Untersuchung bis zur Strafverfolgung, mit Behinderungen konfrontiert.

Die tief verwurzelte Überzeugung, dass Rassismus kein signifikantes lokales Problem darstellt, ist ein anhaltendes Hindernis für die Beseitigung von Diskriminierung in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Wohnen und Beschäftigung in ganz Europa, wie die UN-Arbeitsgruppe von Experten für Menschen afrikanischer Abstammung festgestellt hat.

“Problematisch ist, dass Rassismus eines der Themen ist, bei denen es diese konventionelle Vorstellung gibt, dass Rassismus wirklich ein Problem der Vereinigten Staaten ist und dass Europa andere Probleme hat”, sagt Dr. Bruce-Jones.

Jetzt hoffen die Aktivisten, dass der gegenwärtige Schwung zu einer wirklichen Veränderung führt und der Diskriminierung ein Ende setzt, der Schwarze nach eigenen Angaben im täglichen Leben ständig begegnen.

Musa Okwonga, der Schriftsteller, nahm an Protesten in Berlin teil und beschrieb die Atmosphäre als anders als bei früheren Kundgebungen, da man das Gefühl hatte, dass die Geduld der Menschen erschöpft sei.

“Ich hatte noch nie so viel Wut und Erschöpfung gehört. Zuvor herrschte bei diesen Protesten fast eine fast wachsamkeitsartige Atmosphäre, ein Gefühl von

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator

Alberto Adriano – am 11.06.2000 in Dessau ermordet!

Mon, 06/08/2020 - 02:06

Am 11. Juni jährt sich der gewaltsame Angriff auf Alberto Adriano zum 20. mal.
Der Mosambikaner wurde von mehreren Neonazis im Dessauer Stadtpark schwer verprügelt und erlag am 14.06.2000 seinen Verletzungen.


Wir werden am 11.06.20. ab 18:00 Uhr eine Kundgebung vor der Stele im Stadtpark – Dessau durchführen und dann zum Polizeirevier ziehen.

CHRONOLOGIE im Fall OURY JALLOH – von 2005 bis 2020

Sun, 06/07/2020 - 12:23

 

 

 

 

 

 

 

 

07.01.2005 Oury Jalloh verbrennt – an Händen und Füßen gefesselt – in der Zelle 5 im Polizeirevier Dessau (Bundesland Sachsen-Anhalt). Am Tatort wird kein Zündmittel gefunden.
10.01.2005 Ein Feuerzeugrest taucht im Labor des Landeskriminalamtes auf. Die polizeilichen Ermittler behaupten, dass dieser Feuerzeugrest aus den Brandresten der Zelle 5 stammt und unter dem Leichnam von Oury Jalloh gelegen haben soll.
Die polizeiliche Ermittlungsausrichtung beschränkt sich auf die “Selbstentzündungsthese”.
Es wird zu keinem Zeitpunkt in Richtung Mord ermittelt. …….

23.10.2019 Der Erste Strafsenat des Oberlandesgerichtes (OLG) Naumburg lehnt den Antrag auf Klageerzwingung ab. Die Entscheidung wird damit begründet, dass der Antrag nicht den formellen Anforderungen entspreche und zudem unbegründet sei, da bereits die
Generalstaatsanwaltschaft Naumburg einen hinreichenden Tatverdacht in ihrem Prüfvermerk vom 4.12.2018 “zu Recht verneint hat” …………

Chronologie im Fall Oury Jalloh 2005 bis 2020 > pdf

OURY JALLOH – DAS WAR MORD!

 

The class character of police violence by William Shoki

Sun, 06/07/2020 - 12:01

Polizeigewalt und der Mord an Schwarzen in den Vereinigten Staaten haben weltweit Empörung und Protest hervorgerufen, auch auf dem Kontinent. Aber warum gibt es in afrikanischen Ländern so wenig Empörung über Polizeigewalt?

LINK (engl)    LINK (de-pdf)

Radio Aktiv Spezial: Berliner Protest gegen rassistische Polizeigewalt und White Supremacy in den USA

Fri, 06/05/2020 - 10:52

Am 30. Mai 2020 kamen knapp 3000 Menschen in Berlin vor die US
Botschaft, um ihre Solidarität mit den US Bürger*innen auszudrücken, die
seit der Ermordung von George Floyd durch vier Polizisten in Minneapolis
(Minnesota, USA) gegen rassistische Polizeigewalt und White Supremacy
aufgestanden sind. Eine Woche in Folge fanden bereits Demonstrationen
und Proteste statt. Konfrontationen mit der Polizei, brutale
Verletzungen und Plünderungen bestimmen die mediale Wahrnehmung, während
die grundlegenden Fragen nach dem Herrschafts- und Besitzverhältnissen,
also dem Fortwirken des Kolonialismus manchmal in den Hintergrund zu
gleiten scheinen.

In der Sendung (Erstausstrahlung 3. Juni 2020) sind daher verschiedene
Reden vom vergangenen Samstag zu hören.

AUDIO-LINK > Radio Aktiv Spezial

 

 

#GeorgeFloyd Black Lives Matter (engl.)

Sat, 05/30/2020 - 13:45

Black Family, many of us need to mourn, many of us are angry, many of us
feel the need to do something, please reach out to us and let us know
what you need. We canceled the BLM March in July because we refuse to
put Black lives at risk during this pandemic. We stand by this decision
but are open to finding a way to support our community. Many of you
tried to join our monthly Stammtisch yesterday, so we may have another
soon, so we can see and talk with each other. Please contact us via
email: kontakt@blacklivesmatterberlin.de

White people, many of you have written us, expecting us to organize a
march so you can perform your support. But ask yourself, do you need to
march to just make yourself feel better? What does showing your
solidarity mean when it’s limited to a march but goes no further? What
do you do on the days you aren’t marching? If it’s so important to
you, then why don’t organize it yourself and ask us what we need you
to do in order to include our voices?

We are not here to serve your need to show your lowest level of
“allyship”. Every week a Black person is murdered, Oury Jalloh was
murdered over a decade ago and nothing happened. Hanau was less than 3
months ago, do you even remember their names? Today is the anniversary
of the neo-nazis murdering 5 people in Solingen. If you show up only
when Black murder is trending, then you are just another problem in the
fight for racial justice.

Everyone, in the meantime, we’ve spoken to organizers in Minneapolis
and they’ve asked us to support their movement on the ground doing the
following things:

Sign these Petitions:

*
https://act.colorofchange.org/sign/justiceforfloyd_george_floyd_minneapolis
[2]
*
https://sign.moveon.org/petitions/justiceforfloyd-demand-the-police-officers-who-killed-george-floyd-are-fired
[3]
* https://www.change.org/p/mayor-jacob-frey-justice-for-george-floyd
[4]

Donate to the Black led orgs working in Minnesota (Minnesota Freedom
Fund for bail outs confirmed online they have more than enough money at
the moment)

Send Donations to George Floyd’s Family:

If you have friends, family or people in Minnesota, specifically
Minneapolis, tell them to write and call immediately. If you are NOT
from Minnesota, TakeAction Minnesota recommends that you email to add
pressure that the world is watching. Here’s a template email to copy,
edit and send:

Hennepin County Attorney Mike Freeman Call: (612) 348-5550 Email:
citizeninfo@hennepin.us

Hello, my name is [your name].

I’m emailing because I demand accountability for the racist murder of
George Floyd. I demand that you press charges against all of the
officers involved in the incident, including Derek Chauvin and Tou Thao.
George Floyd should be alive today, and all cops involved must be held
accountable for his murder, in order to get justice for George’s family
and prevent this brutality and violence from happening in the future.
Thank you.

Minneapolis Mayor Jacob Frey Call: (612) 673-2100

Email: Jacob.Frey@minneapolismn.gov or use this link
https://app.smartsheet.com/b/form/d189a2276e234cacb9f02db60dac0569 [9]

Hello, my name is [your name].

I’m emailing because I demand accountability for the racist murder of
George Floyd. I urge you to defund the Minneapolis Police Department
during the special budget session and instead invest in community
programs that will help reduce the amount of violence in Minneapolis.
George Floyd should be alive today, and we must start providing more
support towards community efforts in order to prevent this brutality and
violence from happening in the future. Thank you.

In solidarity,

Black Lives Matter Berlin

Black Lives Matter #GeorgeFloyd

Sat, 05/30/2020 - 13:35

Dear Black family, viele von uns trauern, viele von uns sind wütend,
viele von uns haben das Bedürfnis, etwas zu tun. Bitte kontaktiert uns
und lasst uns wissen was ihr braucht. Wir haben den BLM-Protestmarsch im
Juli abgesagt, weil wir uns weigern, die Leben Schwarzer Menschen
während dieser Pandemie zu gefährden. Wir stehen zu dieser
Entscheidung, sind aber offen, einen Weg zu finden, um unsere Community
zu unterstützen. Viele von euch haben gestern versucht, an unserem
monatlichen Stammtisch teilzunehmen, sodass wir eventuell bald einen
zusätzlichen planen, bei dem wir uns sehen und miteinander austauschen
können. Bitte kontaktiert uns per E-Mail: kontakt@blacklivesmatterberlin.de

Link: engl.

Dear white people, viele von euch haben uns geschrieben und erwarten,
dass wir eine Demo organisieren, damit ihr Unterstützung leisten
könnt. Aber fragt euch selbst: Müsst ihr demonstrieren gehen, damit
ihr selbst euch besser fühlt? Was bedeutet es, eure Solidarität zu
zeigen, wenn sie sich auf eine Demo beschränkt, aber nicht darüber
hinaus geht? Was tut ihr an den Tagen, an denen ihr nicht auf der
Straße demonstriert? Wenn ihr unbedingt demonstrieren wollt, warum
organisiert ihr dann nicht selbst eine Demo und fragt uns, was ihr tun
müsstet, um unsere Stimmen einzubeziehen.

Wir sind nicht hier, um euer Bedürfnis zu befriedigen, eure niedrigste
Ebene der “allyship” zu zeigen. Jede Woche wird eine Schwarze Person
ermordet, Oury Jalloh wurde vor über einem Jahrzehnt ermordet, und
nichts ist passiert. Hanau ist weniger als 3 Monate her, erinnert ihr
euch überhaupt an ihre Namen? Heute ist der Jahrestag der Ermordung von
5 Menschen durch Neonazis in Solingen. Wenn ihr auftaucht, sobald der
Mord an Schwarzen Menschen trendet, dann seid ihr nur ein weiteres
Problem im Kampf um Racial Justice.

An alle: In der Zwischenzeit haben wir mit den Organisatoren in
Minneapolis gesprochen, und sie haben uns gebeten, ihre Bewegung vor Ort
zu unterstützen, indem wir folgende Dinge tun:

Unterzeichnet diese Petitionen:

*
https://act.colorofchange.org/sign/justiceforfloyd_george_floyd_minneapolis
[10]
*
https://sign.moveon.org/petitions/justiceforfloyd-demand-the-police-officers-who-killed-george-floyd-are-fired
[11]
* https://www.change.org/p/mayor-jacob-frey-justice-for-george-floyd
[12]

Spendet für die in Minnesota arbeitenden, von Schwarzen geführten
Organisationen (der Minnesota Freedom Fund für Kautionszahlungen hat
online bestätigt, dass sie im Moment mehr als genug Geld haben)

Spendet an die Familie von George Floyd:

Wenn ihr Freund*innen, Familie oder Menschen in Minnesota, insbesondere
in Minneapolis, habt/kennt, sagt ihnen, sie sollen sofort schreiben und
anrufen. Wenn ihr NICHT aus Minnesota seid, empfiehlt TakeAction
Minnesota, dass ihr eine E-Mail schreibt, um den Druck zu erhöhen, den
die Welt beobachtet. Hier ist eine E-Mail-Vorlage zum Kopieren,
Bearbeiten und Versenden:

Hennepin County Attorney Mike Freeman Call: (612) 348-5550 Email:
citizeninfo@hennepin.us

Hello, my name is [your name].

I’m emailing because I demand accountability for the racist murder of
George Floyd. I demand that you press charges against all of the
officers involved in the incident, including Derek Chauvin and Tou Thao.
George Floyd should be alive today, and all cops involved must be held
accountable for his murder, in order to get justice for George’s family
and prevent this brutality and violence from happening in the future.
Thank you.

Minneapolis Mayor Jacob Frey Call: (612) 673-2100

Email: Jacob.Frey@minneapolismn.gov or use this link
https://app.smartsheet.com/b/form/d189a2276e234cacb9f02db60dac0569 [17]

Hello, my name is [your name].

I’m emailing because I demand accountability for the racist murder of
George Floyd. I urge you to defund the Minneapolis Police Department
during the special budget session and instead invest in community
programs that will help reduce the amount of violence in Minneapolis.
George Floyd should be alive today, and we must start providing more
support towards community efforts in order to prevent this brutality and
violence from happening in the future. Thank you.

Solidarisch,

Black Lives Matter Berlin

[18]

[19]

[20]

Copyright © 2020 Black Lives Matter Berlin, All rights reserved.
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Initiative in Gedenken an Oury Jalloh stellt Strafanzeige wegen Mordes

Tue, 05/05/2020 - 17:15

Aufgrund der eindeutigen Beweislage, dass das Feuer von Dritter Hand gelegt worden sein muss (kein Feuerzeug / gutachterliche Stellungnahmen) sowie mit Blick auf zahlreiche weitere Indizien und konkrete Hinweise auf den bzw. die Täter bzw. Mittäterinnen, sehen es die Zeichnerinnen als unabdingbar an, diese konkrete Strafanzeige gegen den damaligen Polizeibeamten S. als Haupt- bzw. Mittäter zu stellen.

Hiermit erstatten wir Anzeige wegen Mordes an Oury Jalloh am 7.1.2005 im Polizeirevier Dessau.

GBA-      Anzeige    07.12.2017                                                          > als pdf

GBA-      Anzeige / Anhang   07.12.2017                                           > als pdf

LKA-Gutachten zum Feuerzeug  20.06.2012                                  > als pdf

12 years that this case has been covered up by German authorities.
I met Mouctar Bah from Initiative @OuryJalloh for @dw_politics#OuryJalloh pic.twitter.com/VaMeu0DbUl

— Lea Fauth (@Lea_Fauth) December 13, 2017

Das ist kein gerechtes Urteil

Sat, 05/02/2020 - 13:03

Erklärung von Elif Kubaşık, der Witwe des am 4. April 2006 ermordeten Mehmet Kubaşık, zum Urteil des Oberlandesgerichts München

Das ist kein gerechtes Urteil

Immer wieder bin ich nach München ins Gericht gekommen, ich habe als Zeugin ausgesagt, obwohl es mir unendlich schwerfiel. Aber ich schuldete dies Mehmet. Für ihn, für uns, für unsere Kinder habe ich gekämpft.

Ich hatte so viele Fragen:
Wie konnte eine bewaffnete Gruppe über Jahre hinweg faschistische Morde und Anschläge in Deutschland begehen?
Warum wurden sie nicht gestoppt?
Was wusste der Staat davon?
Bevor Mehmet ermordet wurde, hatten sie schon sieben andere Menschen umgebracht.

Ich fragte mich, wie groß diese Gruppe war. Das waren doch nicht nur diese drei. Gehörten zu der Gruppe Nazis aus Dortmund? Liefen die Helfer dieser Mörder vielleicht in einer der vielen Nazidemonstrationen mit, die auch an unserem Haus vorbei ziehen? Man muss kein hoher Polizist sein, um zu sehen, wie gefährlich sie sind, wie viel Hass sie haben.

Um Antworten auf diese Fragen zu erhalten, bin ich zum Gericht gekommen.

Und ich wollte ein gerechtes Urteil.

Aber dann kam der Tag, als Sie als Gericht das Urteil gesprochen haben. Dieser Tag hat sich bei mir eingebrannt. Ich konnte es nicht vergessen, mit welcher Unbarmherzigkeit Sie versucht haben Ismail Yozgat, der seinen Sohn verloren hat, während des Urteils zum Schweigen zu bringen. Dabei klagte er nur aus Schmerz.

Ich habe nicht verstanden, warum wir Ihnen kein Wort wert waren, warum Sie nicht mehr als die Anzahl der Schüsse erwähnten, mit denen Mehmet ermordet worden ist. Sie hatten mich doch sogar im Zeugenstand gefragt, was er für eine
Persönlichkeit gewesen war, was der Mord bei uns angerichtet hat.

Ich habe nicht verstanden, warum Sie unsere Fragen nicht wenigstens in Ihrem Urteil erwähnt haben. Warum hatten Sie nicht einmal genug Respekt, uns zu erklären, warum diese Fragen in Ihrem Verfahren und in Ihrem Urteil keinen Platz hatten?

Ich konnte dies nicht ertragen. Noch während Sie kalt das Urteil vorlasen, habe ich den Saal verlassen. Wahrscheinlich haben Sie nicht einmal das bemerkt. Jetzt haben Sie viel Zeit verstreichen lassen, bis Sie uns das Urteil geschickt haben. Das Urteil ist sehr lang. Aber warum haben Sie dann nicht wenigstens aufgeschrieben, wonach Sie uns gefragt haben, was Sie von all den Zeugen, von uns und allen anderen gehört haben, was diese Morde mit uns und unseren Familien angerichtet haben? Warum haben Sie nicht das aufgeschrieben, was herausgekommen ist über die vielen Helfer dieser Gruppe, was herausgekommen ist darüber, wer alles über diese drei Leute Bescheid wusste, wie nah der Staat ihnen war? Warum haben Sie nicht aufgeschrieben, dass man nicht die ganze Wahrheit finden kann, wenn Akten zerstört werden, wenn Zeugen lügen.

Die Gerechtigkeit, die ich uns gegenüber erhofft hatte, hat das Urteil nicht gebracht. Es ist, als ob Mehmet nur eine Nummer für Sie gewesen ist, als ob es unsere Fragen nicht gegeben hätte.

Wir wollten nichts Unmögliches. Wir wollten, dass Sie uns ernsthaft zuhören, uns, die schon vor allen andere ahnten, dass hinter den Morden Nazis stecken.

Wir wollten, dass Sie Ihre Pflicht tun. Dass Sie untersuchen, was geschehen ist, dass Sie aufschreiben, was gesagt worden ist. Die Hoffnung, Antworten zu erhalten, habe ich trotz allem und trotz Ihnen nicht ganz aufgegeben.

Es gibt zu viele Menschen, die bis heute nicht loslassen, die
für uns und für die ganze Gesellschaft um die Wahrheit kämpfen, die dafür sorgen, dass Mehmet und all die anderen Opfer nicht vergessen werden. Ihnen gilt meine Dankbarkeit.

Dortmund, 30.04.2020

In Gedenken an William Tonou-Mbobda

Tue, 04/21/2020 - 14:36

Pressemitteilung der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh, 21.4.2020 / Link: pdf

In Gedenken an William Tonou-Mbobda / Link: facebook-event

Heute, am 21. April 2020, gedenken wir dem ermordeten William Tonou-Mbobda, der vor genau einem Jahr von den Mitarbeitern der Sicherheitsfirma KLE auf dem Gelände des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf auf brutale Weise zwangsfixiert wurde und infolgedessen erstickte. Wir sprechen der Familie und seinen Freund*innen unser tiefstes Mitgefühl aus und unterstützen die Black Community Coalition for Justice & Self-Defense in ihrem Kampf für Aufklärung und Gerechtigkeit in diesem weiteren Fall von tödlich-rassistischer Gewalt gegen einen wehrlosen Menschen in Deutschland.

Als Initiative in Gedenken an Oury Jalloh sehen wir es einerseits als unsere Aufgabe, uns für die Stimme der Angehörigen des Opfers sowie für ihre Wünsche und Bedürfnisse stark zu machen. Auf der anderen Seite sehen wir uns als Aktivist*innen in der Verantwortung uns kontinuierlich und konsequent selbst zu organisieren, um Fakten und Beweise in die Öffentlichkeit zu bringen, die das systematische Morden von BIPoC-Menschen, die als nicht-weiß gelesen werden und zu marginalisierten Gruppen, wie Menschen mit körperlichen oder mentalen Einschränkungen oder Menschen aus deprivilegierten Milieus gehören, zu entlarven. Um somit den sogenannten Rechtsstaat in seinem aktivem Wegschauen und Vertuschen sowie seiner Untätigkeit, die Wahrheit ans Licht bringen zu wollen, zu demaskieren.

Daher möchten wir den heutigen Tag zum Anlass nehmen, auf ein wichtiges Detail innerhalb der offiziellen Ermittlungsarbeit aufmerksam zu machen, welches wir als eines der gravierenden Ursachen für die Vertuschung der Morde an Oury Jalloh als auch bei William Tonou-Mbobda deutlich sehen können: Die Verhinderung der Aufklärung und die Manipulation der Fakten beginnt bereits in einem sehr frühen Stadium der offiziellen Ermittlungsarbeit und zwar bei den hinzugezogenen medizinischen Gutachter*innen und deren Stellungnahmen.

Die Nicht-Aufklärung des Brandmordes von Oury Jalloh durch Polizeibeamte in Dessau vor mehr als 15 Jahren steht diesbezüglich sogar in personellen Zusammenhang mit der Nicht-Aufklärung des Erstickungstodes von William Tonou-Mbobda durch Sicherheitsbeamte des UKEs in Hamburg, was uns die institutionelle Systematik deutlich darstellt:

Der Rechtsmediziner Prof. Klaus Püschel, der die Obduktion des Leichnams von William Tonou-Mbobda durchführte, ist selbst als Leiter der Rechtsmedizin am UKE in Hamburg tätig. Er attestierte dem Opfer eine Herzvorerkrankung, die ursächlich für dessen Tod gewesen sei und nicht etwa die völlig unverhältnismäßigen Gewalteinwirkungen des Sicherheitspersonals, die sich unter anderem mit vollem Körpereinsatz auf seinen Brustkorb gesetzt hatten.

Im Fall von Oury Jalloh war Prof. Klaus Püschel derjenige, der dem damaligen Dessauer Polizeiarzt Dr. Andreas Blodau attestierte, dass dieser mit der Anordnung einer zwanghaften 4-Punkt-Fixierung des stark alkoholisierten Oury Jalloh in Zelle 5 ohne besondere Kontrollmaßnahmen aus ärztlicher Sicht keinen Fehler begangen habe. Zudem hatte Prof. Püschel im Jahr 2009 in einer gutachterlichen Stellungnahme die Frage zu beantworten, »[…], ob der Arzt Herr Dipl. Med. A. Blodau sich wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassen strafbar gemacht habe.«. Darüber hinaus hatte Prof. Klaus Püschel bereits einem Bremer Polizeiarzt, der den Brechmitteleinsatz und den daraus resultierenden Erstickungstod von Achidi John im Jahr 2001 zu verantworten hatte, ebenfalls ein »Unbedenklichkeitserklärung« ausgestellt, als dieser im Jahr 2004 als Gutachter vor Gericht auftrat.

Anhand dieser drei Fälle zeigt sich, dass Herr Prof. Klaus Püschel aktiv an der Vertuschung der aufgeführten Gewaltverbrechen beteiligt war bzw. mehrfach seine Position missbraucht hat, indem er auf der Grundlage eigener Interpretationen für den Schutz der Täterinnen eingetreten ist und juristische Konsequenzen für die Täterinnen abgewendet hat.

Konsequenter Weise muss die sofortige Entlassung von Prof. Klaus Püschel als Leiter der Rechtsmedizin am UKE Hamburg und eine umfassende Untersuchung seiner medizinischen und gutachterlichen Tätigkeiten erfolgen.

ZWEI MONATE NACH #HANAU – Aktion am 19. April 2020

Sat, 04/18/2020 - 14:17

Plakate: http://autonomegeos.blogsport.eu/files/2020/03/hanau5.pdf

Macht Fotos von den Orten, an denen ihr die Plakate aufhängt & teilt sie. #HanauWarKeinEinzelfall

Auch möchten wir an #Arkan Hussein K. erinnern. #GerechtigkeitFürArkan.

Was geschah mit Matiullah

Mon, 04/13/2020 - 10:37
#WasgeschahmitMatiullah

Was Geschah mit Matiullah – Online Aktion: https://www.facebook.com/events/537644923548477/. Spendenaktion für die Finanzierung von unabhängigen Gutachten #WasGeschahMitMatiullahhttps://www.betterplace.org/de/projects/78990

Matiullah Jabarkhil wurde in den frühen Morgenstunden des 13. April 2018 in der Fuldaer Innenstadt von einem Polizisten von hinten erschossen – 12 Schüsse – 4 Treffer – 2 davon tödlich…

Online – Video – Beitrag der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh

Matiullah wurde nur 19 Jahre alt… Matiullahs lebloser Körper lag nahe einer Kreuzung, die rund 350 Meter von der Bäckerei entfernt war, vor der alles begann…

Keiner der 4 oder 5 anwesenden Polizeibeamten will irgendetwas gesehen haben – einziger Zeuge ist der Schütze selbst… Matiullahs Leichnam wurde binnen einer Woche nach Afghanistan übersendet, wo die Eltern bei der Leichenwaschung mit den Schusswunden konfrontiert wurden…

Eine zweite unabhängige Obduktion wurde so unterbunden… Die Staatsanwaltschaft Fulda attestierte dem Todesschützen im Frühjahr 2019 dann “Notwehr” und stellte die Ermittlungen mit folgender Notwehr-Begründung ein: „Die Anzahl der in der Eisenhowerstraße in schneller Folge abgegebenen Schüsse ist ein Indiz dafür, dass der Beschuldigte in begründeter Angst und höchster Bedrängnis schoss.“ …

Erst danach tauchte ein Video auf, das zeigte, dass entgegen der bisherigen Behauptungen der Polizei nicht nur vier, sondern fünf Polizisten am Tatort waren… Doch anstatt den Fall aufzuklären, belegen Polizei und Justiz, diejenigen, die eine Aufklärung fordern und das Erinnern an Matiullah wach halten, mit unverhältnismäßiger Repression… Nach der Demonstration letztes Jahr – ein Jahr nach Matiullahs Tod – hagelte es förmlich Anzeigen gegen die Anmelderin, gegen Demoteilnehmende und gegen Kritiker*innen der rassistischen Kommentare und Berichterstattungen nach der Demonstration…

Im Gegensatz dazu fragte Matiullahs Vater, der selbst Polizist in Afghanistan war: „Matiullah hatte doch keine Waffe und die Polizisten waren zu fünft und hätten ihn einfach festnehmen können. Warum mussten sie ihn erschießen?“

Im Übrigen wurde zwischenzeitlich bekannt, dass der rechtsextreme Polizeiskandal in Hessen auch das Polizeipräsidium in Fulda betrifft…. Anlässlich Matiullahs zweitem Todestag erneuern wir deshalb zusammen mit dem Afghan Refugees Movement unsere Forderung nach Aufklärung: unter dem Hashtag #WasGeschahMitMatiullah wollen wir Aufmerksamkeit für das Gedenken an Matiullah und die Forderung nach unabhängiger Aufklärung schaffen! Wir unterstützen außerdem das juristische Vorgehen von Matiullahs Familie gegen die Einstellung der Ermittlungen.

Spendet bitte an das Migrant Support Network um die Anwalts- und Gutachtenkosten zu decken: https://www.betterplace.org/de/projects/78990.

Gedenken – 8. Todestag von Burak Bektaş am 5. April 2020

Tue, 03/31/2020 - 12:37

Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir können unser Gedenken an Burak am 5.April 2020 nicht so nicht durchführen wie wir es gern tun würden, wir haben den Umständen entsprechend (Corona-Krise) umgeplant:

Wir laden herzlich ein an Buraks 8. Todestag individuell zu Gedenken und am Gedenkort Burak Bektaş (Rudower Strasse/Möwenweg in Berlin) Blumen niederzulegen. Der Todestag von Burak Bektaş ist nicht verschiebbar!

Den Gedenkort werden unsere Transparente, unsere Schilder und Blumen schmücken. Wir möchten unser Gedenken mit Audio-und Videobotschaften virtuell gestalten.
Schaut bitte auf unseren Blog und unsere Facebook Account.

Hier findet ihr unsere Schilder mit kritischen Fragen oder unseren Forderungen als PDF-Dateien. Ihr könnt die Schilder gern ausdrucken und zum Gedenkort bringen oder in der Stadt verbreiten…

Solidarische Grüße
“Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş”

Der Kampf von Flüchtlingen braucht Geld!

Die Karawane ist maßgeblich auf Spenden angewiesen. Unsere Organisation besteht überwiegend aus Flüchtlingen, die (wenn überhaupt) nur über sehr geringe finanzielle Mittel verfügen. Aus diesem Grunde haben wir 2008 den „Förderverein Karawane e. V.” gegründet. Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt und kann deswegen auf Wunsch Spendenquittungen ausstellen, so dass sie steuerlich absetzbar sind. Wenn bei der Überweisung die Adresse mit angegeben wird, verschicken wir die Spendenbescheinigung automatisch spätestens am Anfang des Folgejahres.

Kontakt: foerderverein(at)thecaravan.org

Unsere Bankverbindung lautet:
Förderverein Karawane e.V.
Kontonummer
: 40 30 780 800
GLS Gemeinschaftsbank eG
BLZ: 430 609 67

IBAN: DE28430609674030780800
BIC: GENODEM1GLS

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