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Initiative in Gedenken an Oury Jalloh
Updated: 54 min 9 sec ago

Keine weiteren Ermittlungen: Der Fall Oury Jalloh am Ende?

Fri, 11/08/2019 - 12:39

Wie starb Oury Jalloh? Auch 14 Jahre nach dem Tod des Asylbewerbers in einer Dessauer Polizeizelle ist diese Frage ungeklärt. Ein neues Gutachten kommt jetzt zum Ergebnis, dass Oury Jalloh vor seinem Tod schwerer verletzt wurde als bisher bekannt. Wurde er in der Polizeistation umgebracht, um Misshandlungen zu verdecken? Für die Justiz sind die neuen Erkenntnisse kein Grund, die Ermittlungen wieder aufzunehmen.

Monitor-Beitrag, vom 07.11.19 > Link-Video

 

Neues forensisch – radiologisches Gutachten im Fall Oury Jalloh / Pressemitteilung – Initiative in Gedenken an Oury Jalloh, vom 28.10.2019

Mon, 10/28/2019 - 15:54

Pressemitteilung – Initiative in Gedenken an Oury Jalloh – 28.10.19

Neues forensisch – radiologisches Gutachten im Fall Oury Jalloh

“Nach Begutachtung der Bilddateien der Computertomographie vom 31.03.2005 des
Leichnams des Oury Jalloh sind Knochenbrüche des Nasenbeins, der knöchernen
Nasenscheidewand sowie ein Bruchsystem in das vordere Schädeldach sowie ein Bruch der 11. Rippe rechtsseitig nachweisbar. Es ist davon auszugehen, dass diese Veränderungen vor dem Todeseintritt entstanden sind.” 1
Sowohl die schwere Kopfverletzung, als auch die klar erkennbare und durch punktuelle
Gewalteinwirkung gebrochene 11. rechte Rippe, legen den dringenden Verdacht nahe, dass Oury Jalloh von Polizeibeamten vor seinem Tod körperlich schwer misshandelt worden sein muss.
Als Oury Jalloh am Morgen des 7. Januars 2005 von den Frauen der Stadtreinigung angetroffen wird, weist er keine offenkundigen Verletzungen im Gesicht oder am Oberkörper auf. Auch im Rahmen der Untersuchung durch den Polizeiarzt Dr. Blodau zwischen 9:15 und 9:30 Uhr werden keinerlei solche Verletzungen oder Symptome der nunmehr festgestellten Verletzungen am Körper oder im Gesicht von Oury Jalloh beschrieben. Deshalb ist davon auszugehen, dass sowohl der Nasenbein- und Schädelbasisbruch als auch die gebrochene 11. Rippe rechts im Zeitraum zwischen
der Untersuchung durch Dr. Blodau und dem Ausbruch des Feuers in Zelle Nr. 5 entstanden seinmüssen. Die Einwirkungen der Gewalt waren sowohl im Gesicht, als auch im Bereich der 11. Rippe in einer Art und Weise punktuell bzw. fokussiert heftig, dass eine Selbstverletzung oder ein Sturz weitestgehend ausgeschlossen werden können. Eine Beifügung dieser Verletzungen durch Dritte ist damit naheliegend wahrscheinlich.
Der Zeitraum in welchem Oury Jalloh die beschriebenen Verletzungen durch externe
Gewalteinwirkung zugefügt worden sind, ist eindeutig eingrenzbar und liegt zwischen: 9:30 Uhrund 12:05 Uhr. Auch der Kreis möglicher Täter*innen ist eindeutig einzugrenzen – er beschränkt sich auf die im Polizeirevier Dessau anwesenden Personen mit Zugang zu den Zellen im Gewahrsamstrakt.

1 Prof. Dr. Bodelle, “Fachradiologisches Gutachten”, 18.10.2019, S.13.

Statement International Kommission-28-10-19 pdf

Pressemitteilung-28-10-19 pdf

 

Pressespiegel zur Konferenz (26.-27.10.19) & zur Pressekonferenz (28.10.19)

Mon, 10/28/2019 - 13:19

Phantasiereich abgewürgt
Feuertod von Oury Jalloh: Sachsen-Anhalts Justiz legt Fall zu den Akten, Initiative kündigt neues Gutachen an. Von Susan Bonath Montag 28.10.19 / junge welt Link-pdf

»Wo bleiben dieSonderberater?«
Die Akte Jalloh ist geschlossen. Nun sollen zwei Juristen den Fall politisch
aufarbeiten. Von Susan Bonath 28.10.19 / junge welt Link-pdf

Tod durch Rassismus
In Berlin fordert die Initiative „Gedenken an Oury
Jalloh“ internationale Gerechtigkeit für die Opfer von
Polizeigewalt. Von Christian Jakob 27.10.19 / TAZ Link-pdf

Pressemitteilung zum Beschluss des OLG Naumburg

Thu, 10/24/2019 - 11:36

Wo Recht zu Unrecht wird …

Am 23.10.2019 veröffentlichte der Erste Strafsenat des Oberlandesgerichtes (OLG) Naumburg seine Entscheidung bezüglich des Antrages von Mamadou Saliou Diallo, auf gerichtliche Entscheidung über die Erhebung öffentlicher Anklage wegen Mordes an seinem Bruder Oury Jalloh.

Das Gericht hat diesen Antrag abgelehnt und seine Entscheidung damit begründet, dass dieser zum einen nicht den formellen Anforderungen entspräche und zudem unbegründet sei, da bereits die Generalstaatsanwaltschaft Naumburg einen hinreichenden Tatverdacht in ihrem Prüfvermerk vom 4.12.2018 “zu Recht verneint hat”.

Damit stellt sich der Erste Strafsenat des OLG Naumburg mit seinem Beschluss in allen wesentlichen Punkten hinter die von der Generalstaatsanwaltschaft Sachsen-Anhalts vorgebrachten, unwissenschaftlichen und fantasiereichen Argumentationsketten. Sie verschließt sich damit allen bislang gewonnen Fakten und Expertenmeinungen bzw. interpretiert diese in unhaltbare Überzeugungen, die nicht der Realität entsprechen, um.

Der Beschluss bedeutet im Wesentlichen das Ende der juristischen Nicht-Aufklärung der Todesumstände Oury Jallohs sowie zwei weiterer Todesfälle in ein und demselben Polizeirevier durch die zuständige Justiz in Sachsen-Anhalt.

Solange die Wahrheit nicht offiziell aufgeklärt worden ist und die Mörder von Oury Jalloh, Mario Bichtemann und Hans-Jürgen Rose noch immer ungestraft und frei sind, werden die Akten jedoch nicht geschlossen werden können. Denn wo Recht durch staatliche Institutionen in offensichtliches Unrecht verkehrt wird, wo Polizeibeamte Menschen weiterhin aus rassistischen Motiven töten und verbrennen können und die Justiz diese Täter*innen schützen will indem sie Tatsachen – auf Kosten des Leidens und der Ungewissheit der Familienangehörigen – vertuscht, da wird zivile und unabhängige Aufklärung zur gemeinsamen Pflicht!

Pressemitteilung zum Beschluss des OLG Naumburg und Einladung zur Pressekonferenz am 28.10.2019 in Berlin-pdf

Initiative in Gedenken an Oury Jalloh

Einladung zur internationalen Pressekonferenz der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh mit internationalen Initiativen gegen rassistische Polizeigewalt

Wed, 10/23/2019 - 16:04

(S-Ostbahnhof | U5-Weberwiese | Bus 240, 347)

Themen der Pressekonferenz:

1. Neue Fakten im Fall Oury Jalloh

Vertreter*innen der „Internationalen Unabhängigen Kommission zur Aufklärung der Wahrheit über den Tod von Oury Jalloh“ werden neue und belastende Ermittlungsergebnisse im Fall von Oury Jalloh präsentieren.

2. Präsentation der Ergebnisse der internationalen Analyse- und Strategiekonferenz zum Thema Selbstorganisation gegen rassistische Polizeigewalt und Staatsräson in der BRD und Europa (26.-27.10.19 Berlin)

Rassistische und oft auch tödliche Übergriffe durch die Polizei haben in der BRD, aber auch europaweit zuletzt wieder zugenommen.

Staatlicherseits bleiben derartige Verbrechen regelmäßig unaufgeklärt und die Täter*innen weitestgehend unbestraft.

Erstmals in der Geschichte Europas treffen sich im Rahmen unserer Konferenz europaübergreifend Freunde und Angehörige von (Todes-)Opfern rassistischer (Polizei-)Gewalt, sowie von Initiativen und Gruppen, die teils seit vielen Jahren für Aufklärung, Wahrheit und Gerechtigkeit in solchen Fällen kämpfen.

Auf der Grundlage vergleichender Analysen staatlichen Handelns und eigener Erfahrungen diskutieren wir unsere zivilgesellschaftlichen Strategien im internationalen Kontext.

Die Ergebnisse unserer transnationalen Analysen werden auf der Pressekonferenz gemeinsam mit Vertreter*innen aus Großbritannien, Frankreich u.a. vorgestellt.

Wir laden Sie und Ihre Kolleg*innen herzlich zur Pressekonferenz ein.

Anfragen für Interviews richten Sie bitte an: initiative-ouryjalloh@so36.net

Mit freundlichen Grüßen                                       Einladung zur Pressekonferenz-pdf

Initiative in Gedenken an Oury Jalloh unterstützt von der Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş

Am 26.10.2019: Internationale Demonstrationen in Lyon und London, & Treffen in Berlin: Gegen Polizeigewalt und -verbrechen!

Wed, 10/23/2019 - 14:08

United Families and Friends Campaign (London)
Association des Victimes des Crimes  Sécuritaires (Lyon)
Initiative in Gedenken an Oury Jalloh (Berlin)   INFO: de.-pdf & engl.-pdf

Am Samstag dem 26.10.2019 demonstrieren wir international vereint in London und Lyon und treffen uns gemeinsam in Berlin gegen Polizeigewalt und – verbrechen!

Gemeinsam werden wir in London (GB) und Lyon (FRA) in Gedenken an all unsere Angehörigen auf die Straßen gehen, die durch die Hände der Polizei – und somit die Hände des Staates – mit Gewalt getöten worden sind. Vom 26. bis 28. Oktober treffen wir uns dann gemeinsam zur Analyse- und Strategiekonferenz “Selbstorganisation gegen rassistische Polizeigewalt und Staatsräson in der BRD und Europa” in Berlin.

Wir fordern Gerechtigkeit für unsere Angehörigen. Wir werden zusammen stehen, um jede*m Einzelnen unserer Angehörigen zu erinnern. Wir marschieren vereint, um den Menschen in Frankreich, Großbritannien, Deutschland und der Welt aufzuzeigen, wie Gewalt und Morde gegen unsere Angehörigen im Namen des Staates vollzogen werden.

Mit dem Vorwand Recht und Ordnung zu schaffen, wird unter dem Deckmantel von Sicherheitsgesetzen, dem Ausrufen von Notzuständen oder dem Vorwand Terrorismus zu bekämpfen von Staatsseite aus Angst geschürt und militärische Gewalt gegen uns als Volk eingesetzt und legitimiert. Unsere Angehörigen sind durch schreckliche und brutale Vorgehensweisen verletzt und getötet worden: Sie wurden mit Knüppeln geschlagen, erstickt, durch Stromschlag getötet, erlitten Schusswunden oder wurden sogar verbrannt. Sie sind jetzt tot oder für immer verwundet! Statt unsere Angehörigen zu schützen, ist der Staat unangemessen und gewalttätig gegen unsere Angehörigen vorgegangen. Das akzeptieren wir nicht!

Wer ist die Zielscheibe dieses Staates?
Der Staat, der sich die Befugnis herausnimmt, ganze Bevölkerungsgruppen als „Bedrohungen“ oder „Gefahren“ zu bezeichnen: Schwarze und People of Color, Araber*innen, Asiat*innen, Arbeiter*innen, Gelb-Westen und andere marginalisierte Menschengruppen müssen für ihre Rechte kämpfen – die Ihnen der Staat verwehrt – und müssen das volle Ausmaß der staatlichen Brutalität und Terrors ertragen… Wir reden heutzutage allein in Frankreich, Großbritannien und Deutschland bereits von tausenden Menschen, die verletzt, verstümmelt und getötet wurden. Wenn wir ganz Europa, die USA, Australien und den Rest der westlichen Welt hinzunehmen, ist die bloße Zahl unserer Opfer bereits unbeschreiblich grauenvoll.

Was zeigt uns das?
Es zeigt uns die Macht des Staates, Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, ihres Geschlechts, ihres kulturellen sowie sozio-ökonomischen Hintergrundes und aufgrund ihrer politischen Kämpfe für Gerechtigkeit zu kriminalisieren. Heute setzten wir die vereinte Bewegung in ganz Europa und darüber hinaus fort… Nach Jahrzehnten langem Widerstandskämpfen, ist es vergebens auf die leeren Versprechungen des Staates zu hoffen. Denn er wird nichts verbessern. Es ist strukturell verankert, dass die Straftaten des Staates nicht mit in die Akten aufgenommen werden…Lasst uns die Dinge selbst in die Hand nehmen und den Staat dazu zwingen sich der Gerechtigkeit zu stellen und zu verantworten!

Wer sind wir?
Wir kämpfen seit Jahrzehnten vereinzelt in unseren jeweiligen Ländern, aber heute fordern wir eine internationale Bewegung von und in Solidarität mit den Angehörigen der durch Polizeigewalt und -morde betroffenen Familien. Wir bitten alle, die an die Menschheit und Menschlichkeit in dieser Welt glauben, sich unserer Bewegung anzuschließen. Die Flammen der Gewalt breiten sich weiterhin auf der ganzen Welt aus. Doch wir tragen die Flammen der Hoffnung in uns. Lass uns diese nicht nur uns am Leben halten, sondern diese auch vereint weitergeben mit den Parolen: „Power to the People! Nie wieder staatlichen Terror!“.

Einladung zur Pressekonferenz:

Am Montag, den 28. Oktober, werden wir die Erkenntnisse und Schlussfolgerungen unserer Konferenz der Öffentlichkeit und internationalen Presse vorstellen. Wir laden interessierte Journalist*innen, engagierte Aktivist*innen und Menschenrechtsverteidiger*innen ein, sich in diesen schwerwiegenden Diskurs über staatliche Morde in institutionalisierter Straflosigkeit einzumischen bzw. umfassend darüber zu berichten.

Weitere Informationen und Kontakte

“United March against Police Crime and Violence on 26 October 2019”

in London:     United Families and Friends Campaign (UFFC)

https://uffcampaign.org

Kontakt: contactuffc@gmail.com

in Lyon:   Association des Victimes des Crimes  Sécuritaires

Kontakt: asso.crimessecuritaires@gmail.com

“Internationale Analyse- und Strategiekonferenz vom 26.-27. Oktober 2019”

und “Internationalen Pressekonferenz am 28. Oktober 2019”

in Berlin :   Initiative in Gedenken an Oury Jalloh

https://initiativeouryjalloh.wordpress.com

Kontakt: initiative-ouryjalloh@so36.net

Einladung der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh zu einer internationalen Analyse- und Strategiekonferenz

Mon, 09/30/2019 - 11:35

Selbstorganisation gegen rassistische Polizeigewalt und Staatsräson in der BRD und Europa

vom 26. – 28. Oktober 2019 in Berlin

Ausgehend vom Fall Oury Jalloh haben wir in den vergangenen 14 Jahren gegen den massiven Widerstand staatlicher Strukturen in Polizei, Justiz und Politik angekämpft, um die Aufklärung des Mordes an Oury Jalloh voranzutreiben. Letztlich haben wir erkennen müssen, dass wir die von uns lange Zeit geforderte Aufklärung selbst in die Hand nehmen müssen, weil dies kein Staatsanwalt oder Richter tun wird. Trotz der juristischen Niederlagen haben wir uns nicht unterkriegen oder unseren Aufklärungswillen durch die jahrelange massive Repression brechen lassen. Je näher wir der Wahrheit kommen, um so dreister werden die Lügen, die sie versuchen in der Öffentlichkeit zu verbreiten, um diese Verbrechen zu vertuschen. Im vergangenen Jahr haben wir nun endlich eine Unabhängige Internationale Kommission zur Aufklärung der Wahrheit über den Fall von Oury Jalloh gegründet und damit unsere Kompetenzen weiter verstärkt.

Gleichzeitig erkennen wir, dass das rassistische Morden in den Gefängniszellen und auf der Straße weitergeht und dass auch die Mörder von Oury Jalloh noch immer frei herumlaufen, da die sogenannten Strafverfolgungsbehörden die Täter nicht verfolgen, sondern diese mit aller Kraft beschützen. Verfolgt werden stattdessen wir als Aktivist*innen – nicht weil wir tatsächlich Straftaten begangen hätten, sondern einzig deshalb, weil wir eben solche aufklären und öffentlich bekannt machen. Oury Jalloh ist kein Einzelfall und die Mörder sind auch keine Einzeltäter. Hinter den Morden und der Vertuschung steckt ein System, welches wir verstehen müssen, um effektiv handeln zu können.

In Gedenken an die jüngsten Todesopfer rassistischer (Polizei-) Gewalt:

Hussam Fadl (27. September 2016, Geflüchtetenunterkunft Berlin) von Polizisten erschossen

Matiullah Jabarkhil (13. April 2018, Bäckerei in Fulda) – getötet durch 4 Schüsse eines Polizisten

Amad Ahmad (29. September 2018, JVA Kleve) – stirbt an den Folgen eines Feuers in der Zelle

Rooble Muse Warsame (26. Februar 2019, Polizeirevier Schweinfurt) – unterstellter “Suizid” in einer Polizeizelle

William Tonou-Mbobda (26. April 2019, UKE Hamburg) – zu Tode fixiert durch Security

Adel B. (18.Juni 2019, Essen) durch geschlossene Tür von der Polizei aus “Notwehr” erschossen. ..                 Einladung als PDF

Wir laden alle Angehörige und Freunde von Todesopfern rassistischer Gewalt und die Aktivist*innen aus den entsprechenden Initiativen dazu ein, sich gemeinsam mit uns darüber auszutauschen, wie wir diesem staatlich organisierten Töten und/oder Vertuschen dieser Verbrechen wirkungsvoll entgegentreten können.

Wir halten es nicht nur für wichtig, sondern für dringend notwendig, dass wir als Aktivist*innen, die wir in den gleichen Themenfeldern und mit den gleichen Zielen arbeiten, zusammenkommen, um uns intensiv über den Stand der Dinge und unsere Strategien auszutauschen. Mit der Organisation dieser Konferenz Ende Oktober 2019 wollen wir einen trans- bzw. internationalen Rahmen dafür anbieten.

Im Mittelpunkt der internationalen Konferenz (26./27.10.2019) stehen:

– Erfahrungsaustausch und Analysen in den Bereichen Aufklärung und Repression

(gegen Angehörige und Aktivist*innen)

– Diskussion über gute und schlechte Strategien im Umgang mit der

Vertuschung rassistisch motivierter Morde

– eine bessere Organisation unserer Strukturen sowie der Aufbau einer

nachhaltigen (internationalen) Vernetzung

Während am 26. und 27. Oktober 2019 die gemeinsame Arbeit im Fordergrund der Konferenz steht (nicht öffentlicher Teil), organisieren wir für den dritten Tag eine gemeinsame Pressekonferenz, in welcher die Teilnehmer*innen (BRD, Frankreich, Großbritannien, Italien) ein gemeinsames Statement an die Öffentlichkeit abgeben werden.

————————————————————————————————-

Internationale Pressekonferenz:

Montag, 28.10.2019 – Beginn 10:00 Uhr

Münzenberg – Saal

Franz-Mehring-Platz

10243 Berlin

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Initiative in Gedenken an Oury Jalloh

mit Unterstützung der

Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektas

Zur Ausstellungseröffnung erscheint das Jasper Kettner und Ibrahim Arslan herausgegebene Buch „Die Angehörigen“.

Fri, 09/27/2019 - 12:38

Herzliche Einladung zur Präsentation der Fotoserie „DIE
ANGEHÖRIGEN“ im Rahmen der Eröffnung von „Dreizehn“, der
Abschlußausstellung des 13. Jahrgangs der Ostkreuzschule für
Fotografie:

FREITAG, 27.9.2019, AB 19:00 UHR, REINBECKHALLEN, REINBECKSTR. 17, 12459
BERLIN

„DIE ANGEHÖRIGEN“ zeigt Menschen, die mit dem Verlust ihrer
Familienmitglieder oder Freunde durch rassistische Gewalt leben, die
durch Unsicherheit und eingeschränkte Ermittlungen leiden, die selbst
verdächtig wurden, die um Anerkennung ihrer Opfer als solche politisch
motivierter Gewalt kämpfen.

Seit der Wiedervereinigung 1990 sind in Deutschland laut Bundesregierung
83 Menschen durch rechte Gewalt ums Leben gekommen. Für den selben
Zeitraum dokumentieren Journalisten der Zeit und des Tagesspiegel 169
Todesfälle und 61 Verdachtsfälle, während die Amadeu Antonio Stiftung
194 Todesopfer und 12 Verdachtsfälle nennt. Für die Todesopfer rechter
Gewalt aus der Zeit vor 1990 gibt keine Statistik.

www.jasperkettner.de [1]

Liebe Freund*innen und Kolleg*innen / dear friends and colleagues:

Your are cordially invited to the presentation of the photo work „THE
RELATIVES“ at the opening of „Dreizehn“, the graduation show of
Ostkreuzschule für Fotografie:

FRIDAY 27 SEPTEMBER 2019, 7 P.M., REINBECKHALLEN, REINBECKSTR. 17, 12459
BERLIN

At the opening the book „DIE ANGEHÖRIGEN“, edited by Jasper Kettner
and Ibrahim Arslan, will be released.

We would be delighted to see you there.

“THE RELATIVES” shows people who live with the loss of their family
members or friends through racist violence, who suffer through
insecurity and limited investigations, who became murder suspects
themselves, who fight for recognition of their victims as such of
politically motivated violence.

Since reunification in 1990, 83 people have lost their lives as a result
of right-wing violence in Germany, according to the Federal Government.
For the same period, journalists from ZEIT Online and Der Tagesspiegel
documented 169 deaths and 61 suspected cases, while the Amadeu Antonio
Foundation reported 194 deaths and 12 suspected cases. There are no
statistics on the deaths of right-wing victims of violence before 1990.

www.jasperkettner.de [1]

Medien-Informationen zum Tod von Amad A

Wed, 09/25/2019 - 12:30
Neue Fragen zum Brand in der JVA Kleve             Video Link

Westpol . 10.02.2019. UT. DGS. Verfügbar bis 10.02.2020. WDR.

Ein Mann sitzt zu Unrecht im Gefängnis. Dann brennt es in seiner Zelle, er stirbt an den Folgen. Was ist passiert? Über den Tod des Syrers Amad A. nach dem Brand in der JVA Kleve hat Westpol mehrfach berichtet. Nun liegen uns exklusiv Unterlagen vor, die neue Fragen aufwerfen.

RP-Online: 24.09.19

Kommissarin hatte keine Zweifel an Identität von Amad A. Link

 

Medien-Informationen zu -Gerechtigkeit für Adel-: Ermittlungsverfahren eingestellt!

Tue, 09/24/2019 - 13:28

Lokalzeit Ruhr (noch bis 26.9.19): Schuss auf Adel B.: Kritik an Essener Staatsanwaltschaft:   Video-Link

#Berichterstattung der WAZ Essen zu den neuen Entwicklungen im Fall von #AdelB, der am 18.6.19 von der Polizei Essen erschossen wurde... 1- Schuss auf Adel B.: Vertrauliches Papier stützt Notwehr-These (13.9.19) Link 2- Tödlicher Polizeieinsatz: Kein Prozess gegen den Schützen (18.9.19)  Link 3- Wut auf die Ermittler: Adel B.s Freunde planen erneute Demo (19.9.19) Link 4- Der Fall des erschossenen Adel B.: Ende gut, gar nichts gut – #Kommentar (20.9.19) Link 5- Mutter des erschossenen Adel: “Ein Tod voller Widersprüche” (21.9.19) Link

Gerechtigkeit für Adel – Ermittlungen eingestellt!

Tue, 09/24/2019 - 13:08

Pressemitteilung vom 18.09.2019

Wir, die Initiative Gerechtigkeit für Adel haben mit großem Bedauern und ebenso großer Wut die Einstellung des Ermittlungsverfahrens gegen den Polizisten der Adel .B erschossen hat wahrgenommen. Wir haben uns einen anderen Verlauf des Ermittlungsverfahrens erhofft und finden es völlig unverständlich warum dieses eingestellt wurde. Dieses Mal bezieht sich die Staatsanwaltschaft wieder auf Notwehr als Rechtfertigung für die Erschießung von Adel, die Male davor wurde spekuliert ob es nicht eher Nothilfe war, weil dieser womöglich eine Gefahr für seine Familie dargestellt haben soll. Wir halten beide Erklärungen für unglaubwürdig. Sowohl Angehörige als auch Freunde von Adel hatten mehrfach erklärt, dass dieser zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für seine Familie und für seine Freunde dargestellt hat. Außerdem ist auf dem Videomaterial klar zu sehen, dass die Tür geschlossen war und von Adel keine Gefahr gegenüber den Polizisten ausging ..               LINK: Medien-Informationen   

(Fortsetzung / Pressemitteilung) .. Nicht ohne Grund sprangen diese gegen die Tür die sich auch im Anschluss nicht öffnete. Auf dem Video ist auch zu erkennen, dass keiner der Polizisten in gebückter Haltung vor der Tür verharrte, wie das die Staatsanwaltschaft behauptet. Was man dagegen sehr gut auf dem Video sehen und auch hören kann, ist das die Polizisten gegen die Tür treten und diese sich nicht öffnet. Für uns als Initiative Gerechtigkeit für Adel ist es daher unfassbar, weshalb die Staatsanwaltschaft, trotz der erdrückenden Beweislast gegen den Todesschützen das Ermittlungsverfahren gegen Ihn eingestellt hat. Selbst wenn man annehmen möchte, dass die Tür tatsächlich offen war, so ist es doch sehr unwahrscheinlich bis undenkbar, dass die Polizistin die angeblich in gebeugter Haltung vor der Tür verharrte, nicht von einem Messer das gegen Sie gerichtet war etwas mitbekommen haben soll. Auch die Begründung dass kein Pfefferspray eingesetzt wurde, ist für uns hanebüchen. Es wird damit argumentiert, dass die eingesetzten Polizeibeamten einen Sicherheitsabstand von mindestens 7 Metern einhalten müssten. Dies ist jedoch fernab jeder Realität, wer schon einmal auf einer Demonstration oder Großveranstaltung war, wo Pfefferspray seitens der Polizei eingesetzt wurde, weiß auch, dass diese in der Regel nicht zögert zur angeblichen oder wirklichen Gefahrenabwehr, dies auch aus nächster Nähe zu tun. Ebenfalls wurde behauptet, dass es nicht sicher sei, wie Menschen die (regelmäßig) Kokain konsumieren oder akut unter Kokaineinfluss stehen, auf Pfefferspray reagieren. Dabei gibt es anerkannte wissenschaftliche Befunde die aufzeigen, dass der Einsatz von Pfefferspray bei Kokainkonsumenten zu einer vielfach erhöhten Sterblichkeit führt. Nun sagt die Staatsanwaltschaft aber nicht, das Pfefferspray nicht zum Einsatz kam um Adels Leben zu retten, aber Ihn dennoch kampfunfähig zu machen. Sondern weil sie die Befürchtung hatten das der Einsatz von Pfefferspray eventuell „aufputschend“ auf Adel hätte wirken können. Adel B. stattdessen in die Brust zu schießen und dabei zu töten, lässt aber nicht gerade auf eine richtige Wahrnehmung der Situation schließen. Im Gegenteil, Adel sollte nicht schonend behandelt werden, sondern getötet.
Als Initiative Gerechtigkeit für Adel verurteilen wir den Umgang der Staatsanwaltschaft mit den vorhandenen Beweisen und dem Ergebnis der Einstellung. Für uns ist weiterhin klar, dass Adel B. durch den Polizisten ermordet wurde. Wir werden daher in Kürze eine Demonstration gegen die Einstellung des Verfahrens ankündigen und dazu aufrufen. Es kann nicht sein, dass in einem Rechtsstaat, ein Polizist ohne Not einen Menschen erschießt und keine strafrechtlichen Konsequenzen gezogen werden. Wir fordern weiterhin die volle Aufklärung des Falls Adel .B und die Verurteilung des Täters wegen Mordes.

“Oury Jalloh: Death in Cell #5”

Mon, 08/05/2019 - 20:48

Video by Redfish published: 2019 August 05 – on youtube:

Der Kampf von Flüchtlingen braucht Geld!

Die Karawane ist maßgeblich auf Spenden angewiesen. Unsere Organisation besteht überwiegend aus Flüchtlingen, die (wenn überhaupt) nur über sehr geringe finanzielle Mittel verfügen. Aus diesem Grunde haben wir 2008 den „Förderverein Karawane e. V.” gegründet. Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt und kann deswegen auf Wunsch Spendenquittungen ausstellen, so dass sie steuerlich absetzbar sind. Wenn bei der Überweisung die Adresse mit angegeben wird, verschicken wir die Spendenbescheinigung automatisch spätestens am Anfang des Folgejahres.

Kontakt: foerderverein(at)thecaravan.org

Unsere Bankverbindung lautet:
Förderverein Karawane e.V.
Kontonummer
: 40 30 780 800
GLS Gemeinschaftsbank eG
BLZ: 430 609 67

IBAN: DE28430609674030780800
BIC: GENODEM1GLS

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