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INITIATIVE IN GEDENKEN AN OURY JALLOH

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Initiative in Gedenken an Oury Jalloh
Updated: 6 min 14 sec ago

Three Doors – Forensic Architecture, Initiative 19. Februar Hanau, Initiative in Gedenken an Oury Jalloh

Tue, 05/10/2022 - 13:47

Ausstellung: 03.06.2022 — 11.09.2022

  • Frankfurter Kunstverein
    Steinernes Haus am Römerberg
    Markt 44
    D-60311 Frankfurt am Main Anfahrt:
  • Öffnungszeiten:Di-So: 11 – 19 Uhr
    Do: 11 – 21 Uhr
    Montags geschlossen

02.06.2022 um 11 Uhr Pressekonferenz und um 18 Uhr offizielle Eröffnung

In der Ausstellung Three Doors werden drei neue Arbeiten von Forensic Architecture/Forensis präsentiert, die rassistisch motivierte Vorfälle in Deutschland untersuchen. In jedem der drei Fälle wird eine Tür zu einem Sinnbild für die anhaltende und alarmierende Verwicklung staatlicher Behörden in rassistische Gewalt.

Die forensischen Untersuchungen des rassistischen Terroranschlags vom 19. Februar 2020 in Hanau, bei dem Ferhat Unvar, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Sedat Gürbüz, Kaloyan Velkov, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu ermordet wurden, werden zur Geschichte zweier Türen: des verschlossenen Notausgangs der Arena Bar in Hanau-Kesselstadt, wo sechs der Opfer starben, und der Eingangstür des Hauses des Täters, zu deren polizeilicher Überwachung in der Tatnacht viele kritische Fragen offen sind.

Eine weitere Untersuchung befasst sich mit einer dritten Tür der Polizeizelle, in der Oury Jalloh, ein junger Asylsuchender aus Sierra Leone, 2005 in Dessau verbrannte. Die Fallstudie prüft die seit langem bestehende Annahme von Ourys Freunden und seiner Familie, dass sein Tod nicht selbstverschuldet war, sondern dass es sich um eine Tötung in Polizeigewahrsam handelt.

Jede Tür öffnet eine neue Perspektive auf strukturellen Rassismus in deutschen Behörden, einschließlich fehlender Konsequenzen für Polizeiverfehlungen, die die Ausübung rassistischer Gewalt ermöglicht haben, sowie Ermittlungen, die den Rechten der Opfer, Überlebenden und ihren Familien nicht gerecht wurden.

Diese Phänomene werden derzeit nicht nur durch die Geschehnisse in Hanau und Dessau, sondern auch durch die Halle-Anschläge, den Fall Walter Lübcke und den sogenannten NSU 2.0 sichtbar und sind ein bundesweites Problem.

Vier weitere Arbeiten von Forensic Architecture untersuchen rassistisch motivierte Fälle in Europa und in den USA ermitteln und werfen kritische Fragen zu nationalem und internationalem systemischen Rassismus sowie Menschenrechtsverletzungen auf.

Diese Ausstellung entstand als Zusammenarbeit zwischen dem Frankfurter Kunstverein und dem Londoner Forscher- und Künstler*innenkollektiv Forensic Architecture, seiner Berliner Schwesteragentur Forensis, der Initiative 19. Februar Hanau und Initiative in Gedenken an Oury Jalloh. Die Untersuchungen sind vom Frankfurter Kunstverein koproduziert mit Unterstützung durch das Haus der Kulturen der Welt (HKW).

Der Frankfurter Kunstverein steht für eine erweiterte Rolle von Kunst und von Kulturinstitutionen, welche die rein metaphorische und symbolische Ebene verlassen, um im realen demokratischen Prozess zu agieren, demokratische Strukturen zu verteidigen und die Werte unserer Zivilgesellschaft zu stärken.

Forensic Architecture ist eine 2011 gegründete Rechercheagentur, die dank digitaler und investigativer Methodiken und Technologien Spuren der Gewalt durch Unternehmen und staatlicher Gewalt untersucht. Forensic Architecture arbeitet ausschließlich für zivile Opfer, NGOs und unabhängige Vereine.

Flankierend zur Ausstellung findet im Frankfurter Kunstverein das öffentliche Forum kollektiver Wahrheitsfindung  statt. Eingeladen werden Vertreter*innen der Opferfamilien des Attentats in Hanau, die Initiative 19. Februar Hanau und die Initiative In Gedenken an Oury Jalloh, Vertreter*innen von Forensic Architecture/Forensis, Expert*innen für Rechtsextremismus und Anti-Rassismus, sowie Jurist*innen und Journalist*innen. Führungen mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten werden das Begleitprogramm durch die Ausstellung ergänzen. In Kooperation mit dem SWR2 wird eine Serie von sechs Audio-Dokumentationen mit dem Titel Die Lücke von Hanau veröffentlicht. .. siehe auch Link Frankfurter Kunstverein

Pressemitteilung: Polizei Mannheim ermordet 47-jährigen

Thu, 05/05/2022 - 13:49

Am 2. Mai 2022 hat die Polizei Mannheim im Zuge eines Polizeieinsatzes einen Menschen ermordet.

Ein Arzt des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit in Mannheim (ZI) rief die Polizei, da ein 47-jähriger ZI-Patient Hilfe benötige. Bei der “Fixierung” in der Mannheimer Innenstadt wendete die Polizei brutale, maßlose Gewalt an. Zahlreiche, von Passant:innen aufgenommenen Videos zeigen das grausame Vorgehen der Beamt:innen. Der Betroffene ist kurz darauf kollabiert und gestorben. Nach der Berliner*in Maria B., dem Hamburger William Tonou-Mbobda und dem Bremer Mohamed Idrissi müssen wir um eine weitere psychisch erkrankte Person trauern. Ersten Einschätzungen zu Folge sind etwa drei Viertel der im Einsatz ermordeten Personen in Deutschland psychisch erkrankt oder standen unter Drogeneinfluss. Polizei und sonstige sog. Sicherheitskräfte werden die psycho-sozialen Probleme dieser Gesellschaft nicht lösen! Diese Polizei ist offenkundig nicht dazu qualifiziert, mit Menschen in Krisen umzugehen! Diese Polizei ist keine Sicherheit! Unsere Gedanken sind bei dem Betroffenen und den Menschen, die ihm nahestanden. Wir sind schockiert und wütend und verurteilen das

#Polizeiproblem in Deutschland. Wir fordern, dass die Angehörigen des Ermordeten sofort materielle und seelische Unterstützung bekommen. Wir fordern, dass die Verantwortlichen öffentlich angeklagt und nicht durch Korpsgeist gedeckt werden. Wir fordern ein Ende des Mordens.

Tribunal ‘NSU-Komplex-auflösen’ Anerkennen. Aufklären. Verändern

Thu, 04/21/2022 - 13:33

· 

Unter dem Motto “Anerkennen. Aufklären. Verändern!” findet vom 3. bis zum 5. Juni 2022 das vierte Tribunal „NSU-Komplex auflösen!” am Staatstheater Nürnberg statt. Wir klagen die Kontinuität von Rassismus in Bayern an! Wir klagen um die Ermordeten im NSU-Komplex und um alle Opfer rechter Gewalt!

Wir fordern:

Anerkennung der Perspektiven der Betroffenen!

Aufklärung und Konsequenzen – Kein Schlussstrich!

Kein nächstes Opfer! Durchbrechen wir die Kontinuität rechten Terrors!

Machen wir die Gesellschaft der Vielen und Kämpfe um Selbstbehauptung und Erinnerung gemeinsam unübersehbar!

Tanımak. Aydınlatmak. Değiştirmek!

‘Tanımak. Aydınlatmak. Değiştirmek!’ başlığı altında 3 – 5 Haziran 2022 arasında dördüncü ‘NSU Kompleksi Çözülsün’ Tribünali Staatstheater Nürnberg’de düzenlenecek. Bavyera’da ırkçılığın sürekliliğini yargılayacağız! NSU kompleksi tarafından katledilenlerin ve sağcı şiddetin kurbanı olan herkesi anacağız ve hakkını arayacağız!

Taleplerimiz net:

Mağdur edilenlerin perspektifinin tanınması!

Irkçı terörün tümüyle aydınlığa ve sonuçlara kavuşturulması – Üstü örtülemeyecek!

Yeni mağdur istemiyoruz! Sağcı terörün süreklilik zincirini kıralım!

Gelin birlikte çoğulcu toplumun, eşitlik ve hatırlatma mücadelelerin görülmemesini imkansız kılalım.

Acknowledge. Elucidate. Change!

Under the motto “Recognize. Elucidate. Change!” the fourth Tribunal “Unraveling the NSU Complex” will take place at the Nuremberg State Theater from June 3 to 5, 2022. We indict the continuity of racism in Bavaria! We lament those murdered in the NSU complex and all victims of right-wing violence!

We demand:

Recognition of the perspectives of those affected!

Elucidation and consequences – This is not over!

No next victim! Let’s break the continuity of right-wing terror!

Let us together make the open society of the many and the struggles for self-assertion and remembrance unmissable!

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KUNDGEBUNG ZUM 10. JAHRESTAG DES MORDES AN BURAK BEKTAŞ

Fri, 04/01/2022 - 15:32

Sonntag | 10. April | 14 Uhr
Gedenkort Burak Bektaş | BERLIN – Rudower Str. / Möwenweg

Vor 10 Jahren – am 5. April 2012 – wurde der 22-jährige Burak Bektaş
auf offener Straße in Neukölln von einem Unbekannten erschossen und
zwei seiner Freunde lebensgefährlich verletzt. Bis heute gibt es keine
Ermittlungsergebnisse. Der Tathergang erinnert an die Morde des NSU.
Solange das Gegenteil nicht bewiesen wird, gehen wir von Rassismus als
Tatmotiv aus. Am 10. Jahrestag des Todes stehen wir erneut zusammen, um
zu erinnern und um anzuklagen: Findet seinen Mörder!

Diese Anklage ist durch den Gedenkort öffentlich sichtbar geworden. Er
erinnert an den Mord an Burak und all die andern nicht aufgeklärten
Taten. Der Gedenkort ist aber auch ein Zeichen der Solidaritä t und des
gemeinsamen Kampfes der Angehörigen, der Freunde und allen, die
zusammen für eine Gesellschaft ohne Rassismus, für eine andere,
bessere Welt kämpfen. Die baulichen Arbeiten am Gedenkort konnten wir
aufgrund zahlreicher Spenden zum 10. Jahrestag beenden. Wir danken allen
Unterstützer*innen.

10 YILLIK DAYANIŞMA
10 YILDIR AYDINLATMAMA

BURAK BEKTAŞ’IN ÖLDÜRÜLMESININ 10. YIL DÖNÜMÜ MITINGI

10 Nisan Pazar | 14:00
Burak Bektaş anma yeri | Rudower Caddesi / Möwenweg

10 yıl önce – 5 Nisan 2012’de – 22 yaşındaki Burak Bektaş
Neukölln’de sokakta kimliği belirsiz bir kişi tarafından vurularak
öldürüldü ve iki arkadaşı ağır yaralandı. Şu ana kadar
soruşturma sonucu yok. Olayın seyri NSU cinayetlerini andırıyor.
Bunun tersi kanıtlanmadığı sürece, suçun nedeni olarak
ırkçılığı varsayıyoruz. Ölümünün 10. yıl dönümünde Burak
Bektaş’ı anmak ve bu cinayeti dava etmek için yeniden bir aradayız:
Katilini bulun!

Bu suçlama, anma yeri aracılığıyla kamuoyuna görünür hale geldi.
Burak’ın öldürülmesini ve diğer faili meçhul suçları
hatırlatıyor. Ancak anma yeri aynı zamanda akrabalarının,
dostlarının ve ırkçılığın olmadığı bir toplum için, daha
farklı, daha iyi bir dünya için birlikte mücadele eden herkesin
dayanışmasının ve ortak mücadelesinin bir göstergesidir. 10. yıl
dönümü için yapılan sayısız bağış sayesinde, anma yerinde
inşaat çalışmalarını tamamlayabildik. Tüm destekçilere
teşekkür ederiz.

AUFRUF FÜR SOLIDARITÄT UND GLEICHBEHANDLUNG ALLER GEFLÜCHTETEN DES UKRAINE-KRIEGES

Mon, 03/14/2022 - 13:57

Hamburg, den 9. März 2022

Der Krieg in der Ukraine hat Millionen von Menschen zur Flucht aus den Kriegsgebieten gezwungen und viele weitere sind derzeit entweder noch nicht in der Lage, den kriegerischen Kampfhandlungen zu entfliehen oder befinden sich noch auf der Flucht (..)

more / mehr Info: engl / de

(..) Die Black Community Coalition for Justice & Self-Defence verurteilt die Ungleichbehandlung von Menschen, die alle gleichermaßen vom Krieg in der Ukraine betroffen sind und fordert den bedingungslosen und gleichwertigen Schutz von allen Geflüchteten aus dem Ukraine-Krieg unabhängig von deren Nationalität oder Aufenthaltsstatus in der Ukraine zum Zeitpunkt des Kriegsbeginns am 24. Februar 2022. Eine Klassifizierung von Kriegsflüchtenden mit Abwertung des Schutzanspruches von Menschen bzw. Menschengruppen ist weder akzeptabel, noch mit den universellen Menschenrechten vereinbar (..)