No War - No Refugee
No NATO - No Refugee

Country Information

Here you find background information on Guinea, Iran, Kurdistan, Türkei.

You are here

INITIATIVE IN GEDENKEN AN OURY JALLOH

Subscribe to INITIATIVE IN GEDENKEN AN OURY JALLOH feed
Initiative in Gedenken an Oury Jalloh
Updated: 50 min 20 sec ago

Initiative in Gedenken an Oury Jalloh stellt Strafanzeige wegen Mordes

Tue, 05/05/2020 - 17:15

Aufgrund der eindeutigen Beweislage, dass das Feuer von Dritter Hand gelegt worden sein muss (kein Feuerzeug / gutachterliche Stellungnahmen) sowie mit Blick auf zahlreiche weitere Indizien und konkrete Hinweise auf den bzw. die Täter bzw. Mittäterinnen, sehen es die Zeichnerinnen als unabdingbar an, diese konkrete Strafanzeige gegen den damaligen Polizeibeamten S. als Haupt- bzw. Mittäter zu stellen.

Hiermit erstatten wir Anzeige wegen Mordes an Oury Jalloh am 7.1.2005 im Polizeirevier Dessau.

GBA-      Anzeige    07.12.2017                                                          > als pdf

GBA-      Anzeige / Anhang   07.12.2017                                           > als pdf

LKA-Gutachten zum Feuerzeug  20.06.2012                                  > als pdf

12 years that this case has been covered up by German authorities.
I met Mouctar Bah from Initiative @OuryJalloh for @dw_politics#OuryJalloh pic.twitter.com/VaMeu0DbUl

— Lea Fauth (@Lea_Fauth) December 13, 2017

Das ist kein gerechtes Urteil

Sat, 05/02/2020 - 13:03

Erklärung von Elif Kubaşık, der Witwe des am 4. April 2006 ermordeten Mehmet Kubaşık, zum Urteil des Oberlandesgerichts München

Das ist kein gerechtes Urteil

Immer wieder bin ich nach München ins Gericht gekommen, ich habe als Zeugin ausgesagt, obwohl es mir unendlich schwerfiel. Aber ich schuldete dies Mehmet. Für ihn, für uns, für unsere Kinder habe ich gekämpft.

Ich hatte so viele Fragen:
Wie konnte eine bewaffnete Gruppe über Jahre hinweg faschistische Morde und Anschläge in Deutschland begehen?
Warum wurden sie nicht gestoppt?
Was wusste der Staat davon?
Bevor Mehmet ermordet wurde, hatten sie schon sieben andere Menschen umgebracht.

Ich fragte mich, wie groß diese Gruppe war. Das waren doch nicht nur diese drei. Gehörten zu der Gruppe Nazis aus Dortmund? Liefen die Helfer dieser Mörder vielleicht in einer der vielen Nazidemonstrationen mit, die auch an unserem Haus vorbei ziehen? Man muss kein hoher Polizist sein, um zu sehen, wie gefährlich sie sind, wie viel Hass sie haben.

Um Antworten auf diese Fragen zu erhalten, bin ich zum Gericht gekommen.

Und ich wollte ein gerechtes Urteil.

Aber dann kam der Tag, als Sie als Gericht das Urteil gesprochen haben. Dieser Tag hat sich bei mir eingebrannt. Ich konnte es nicht vergessen, mit welcher Unbarmherzigkeit Sie versucht haben Ismail Yozgat, der seinen Sohn verloren hat, während des Urteils zum Schweigen zu bringen. Dabei klagte er nur aus Schmerz.

Ich habe nicht verstanden, warum wir Ihnen kein Wort wert waren, warum Sie nicht mehr als die Anzahl der Schüsse erwähnten, mit denen Mehmet ermordet worden ist. Sie hatten mich doch sogar im Zeugenstand gefragt, was er für eine
Persönlichkeit gewesen war, was der Mord bei uns angerichtet hat.

Ich habe nicht verstanden, warum Sie unsere Fragen nicht wenigstens in Ihrem Urteil erwähnt haben. Warum hatten Sie nicht einmal genug Respekt, uns zu erklären, warum diese Fragen in Ihrem Verfahren und in Ihrem Urteil keinen Platz hatten?

Ich konnte dies nicht ertragen. Noch während Sie kalt das Urteil vorlasen, habe ich den Saal verlassen. Wahrscheinlich haben Sie nicht einmal das bemerkt. Jetzt haben Sie viel Zeit verstreichen lassen, bis Sie uns das Urteil geschickt haben. Das Urteil ist sehr lang. Aber warum haben Sie dann nicht wenigstens aufgeschrieben, wonach Sie uns gefragt haben, was Sie von all den Zeugen, von uns und allen anderen gehört haben, was diese Morde mit uns und unseren Familien angerichtet haben? Warum haben Sie nicht das aufgeschrieben, was herausgekommen ist über die vielen Helfer dieser Gruppe, was herausgekommen ist darüber, wer alles über diese drei Leute Bescheid wusste, wie nah der Staat ihnen war? Warum haben Sie nicht aufgeschrieben, dass man nicht die ganze Wahrheit finden kann, wenn Akten zerstört werden, wenn Zeugen lügen.

Die Gerechtigkeit, die ich uns gegenüber erhofft hatte, hat das Urteil nicht gebracht. Es ist, als ob Mehmet nur eine Nummer für Sie gewesen ist, als ob es unsere Fragen nicht gegeben hätte.

Wir wollten nichts Unmögliches. Wir wollten, dass Sie uns ernsthaft zuhören, uns, die schon vor allen andere ahnten, dass hinter den Morden Nazis stecken.

Wir wollten, dass Sie Ihre Pflicht tun. Dass Sie untersuchen, was geschehen ist, dass Sie aufschreiben, was gesagt worden ist. Die Hoffnung, Antworten zu erhalten, habe ich trotz allem und trotz Ihnen nicht ganz aufgegeben.

Es gibt zu viele Menschen, die bis heute nicht loslassen, die
für uns und für die ganze Gesellschaft um die Wahrheit kämpfen, die dafür sorgen, dass Mehmet und all die anderen Opfer nicht vergessen werden. Ihnen gilt meine Dankbarkeit.

Dortmund, 30.04.2020

In Gedenken an William Tonou-Mbobda

Tue, 04/21/2020 - 14:36

Pressemitteilung der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh, 21.4.2020 / Link: pdf

In Gedenken an William Tonou-Mbobda / Link: facebook-event

Heute, am 21. April 2020, gedenken wir dem ermordeten William Tonou-Mbobda, der vor genau einem Jahr von den Mitarbeitern der Sicherheitsfirma KLE auf dem Gelände des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf auf brutale Weise zwangsfixiert wurde und infolgedessen erstickte. Wir sprechen der Familie und seinen Freund*innen unser tiefstes Mitgefühl aus und unterstützen die Black Community Coalition for Justice & Self-Defense in ihrem Kampf für Aufklärung und Gerechtigkeit in diesem weiteren Fall von tödlich-rassistischer Gewalt gegen einen wehrlosen Menschen in Deutschland.

Als Initiative in Gedenken an Oury Jalloh sehen wir es einerseits als unsere Aufgabe, uns für die Stimme der Angehörigen des Opfers sowie für ihre Wünsche und Bedürfnisse stark zu machen. Auf der anderen Seite sehen wir uns als Aktivist*innen in der Verantwortung uns kontinuierlich und konsequent selbst zu organisieren, um Fakten und Beweise in die Öffentlichkeit zu bringen, die das systematische Morden von BIPoC-Menschen, die als nicht-weiß gelesen werden und zu marginalisierten Gruppen, wie Menschen mit körperlichen oder mentalen Einschränkungen oder Menschen aus deprivilegierten Milieus gehören, zu entlarven. Um somit den sogenannten Rechtsstaat in seinem aktivem Wegschauen und Vertuschen sowie seiner Untätigkeit, die Wahrheit ans Licht bringen zu wollen, zu demaskieren.

Daher möchten wir den heutigen Tag zum Anlass nehmen, auf ein wichtiges Detail innerhalb der offiziellen Ermittlungsarbeit aufmerksam zu machen, welches wir als eines der gravierenden Ursachen für die Vertuschung der Morde an Oury Jalloh als auch bei William Tonou-Mbobda deutlich sehen können: Die Verhinderung der Aufklärung und die Manipulation der Fakten beginnt bereits in einem sehr frühen Stadium der offiziellen Ermittlungsarbeit und zwar bei den hinzugezogenen medizinischen Gutachter*innen und deren Stellungnahmen.

Die Nicht-Aufklärung des Brandmordes von Oury Jalloh durch Polizeibeamte in Dessau vor mehr als 15 Jahren steht diesbezüglich sogar in personellen Zusammenhang mit der Nicht-Aufklärung des Erstickungstodes von William Tonou-Mbobda durch Sicherheitsbeamte des UKEs in Hamburg, was uns die institutionelle Systematik deutlich darstellt:

Der Rechtsmediziner Prof. Klaus Püschel, der die Obduktion des Leichnams von William Tonou-Mbobda durchführte, ist selbst als Leiter der Rechtsmedizin am UKE in Hamburg tätig. Er attestierte dem Opfer eine Herzvorerkrankung, die ursächlich für dessen Tod gewesen sei und nicht etwa die völlig unverhältnismäßigen Gewalteinwirkungen des Sicherheitspersonals, die sich unter anderem mit vollem Körpereinsatz auf seinen Brustkorb gesetzt hatten.

Im Fall von Oury Jalloh war Prof. Klaus Püschel derjenige, der dem damaligen Dessauer Polizeiarzt Dr. Andreas Blodau attestierte, dass dieser mit der Anordnung einer zwanghaften 4-Punkt-Fixierung des stark alkoholisierten Oury Jalloh in Zelle 5 ohne besondere Kontrollmaßnahmen aus ärztlicher Sicht keinen Fehler begangen habe. Zudem hatte Prof. Püschel im Jahr 2009 in einer gutachterlichen Stellungnahme die Frage zu beantworten, »[…], ob der Arzt Herr Dipl. Med. A. Blodau sich wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassen strafbar gemacht habe.«. Darüber hinaus hatte Prof. Klaus Püschel bereits einem Bremer Polizeiarzt, der den Brechmitteleinsatz und den daraus resultierenden Erstickungstod von Achidi John im Jahr 2001 zu verantworten hatte, ebenfalls ein »Unbedenklichkeitserklärung« ausgestellt, als dieser im Jahr 2004 als Gutachter vor Gericht auftrat.

Anhand dieser drei Fälle zeigt sich, dass Herr Prof. Klaus Püschel aktiv an der Vertuschung der aufgeführten Gewaltverbrechen beteiligt war bzw. mehrfach seine Position missbraucht hat, indem er auf der Grundlage eigener Interpretationen für den Schutz der Täterinnen eingetreten ist und juristische Konsequenzen für die Täterinnen abgewendet hat.

Konsequenter Weise muss die sofortige Entlassung von Prof. Klaus Püschel als Leiter der Rechtsmedizin am UKE Hamburg und eine umfassende Untersuchung seiner medizinischen und gutachterlichen Tätigkeiten erfolgen.

ZWEI MONATE NACH #HANAU – Aktion am 19. April 2020

Sat, 04/18/2020 - 14:17

Plakate: http://autonomegeos.blogsport.eu/files/2020/03/hanau5.pdf

Macht Fotos von den Orten, an denen ihr die Plakate aufhängt & teilt sie. #HanauWarKeinEinzelfall

Auch möchten wir an #Arkan Hussein K. erinnern. #GerechtigkeitFürArkan.

Was geschah mit Matiullah

Mon, 04/13/2020 - 10:37
#WasgeschahmitMatiullah

Was Geschah mit Matiullah – Online Aktion: https://www.facebook.com/events/537644923548477/. Spendenaktion für die Finanzierung von unabhängigen Gutachten #WasGeschahMitMatiullahhttps://www.betterplace.org/de/projects/78990

Matiullah Jabarkhil wurde in den frühen Morgenstunden des 13. April 2018 in der Fuldaer Innenstadt von einem Polizisten von hinten erschossen – 12 Schüsse – 4 Treffer – 2 davon tödlich…

Online – Video – Beitrag der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh

Matiullah wurde nur 19 Jahre alt… Matiullahs lebloser Körper lag nahe einer Kreuzung, die rund 350 Meter von der Bäckerei entfernt war, vor der alles begann…

Keiner der 4 oder 5 anwesenden Polizeibeamten will irgendetwas gesehen haben – einziger Zeuge ist der Schütze selbst… Matiullahs Leichnam wurde binnen einer Woche nach Afghanistan übersendet, wo die Eltern bei der Leichenwaschung mit den Schusswunden konfrontiert wurden…

Eine zweite unabhängige Obduktion wurde so unterbunden… Die Staatsanwaltschaft Fulda attestierte dem Todesschützen im Frühjahr 2019 dann “Notwehr” und stellte die Ermittlungen mit folgender Notwehr-Begründung ein: „Die Anzahl der in der Eisenhowerstraße in schneller Folge abgegebenen Schüsse ist ein Indiz dafür, dass der Beschuldigte in begründeter Angst und höchster Bedrängnis schoss.“ …

Erst danach tauchte ein Video auf, das zeigte, dass entgegen der bisherigen Behauptungen der Polizei nicht nur vier, sondern fünf Polizisten am Tatort waren… Doch anstatt den Fall aufzuklären, belegen Polizei und Justiz, diejenigen, die eine Aufklärung fordern und das Erinnern an Matiullah wach halten, mit unverhältnismäßiger Repression… Nach der Demonstration letztes Jahr – ein Jahr nach Matiullahs Tod – hagelte es förmlich Anzeigen gegen die Anmelderin, gegen Demoteilnehmende und gegen Kritiker*innen der rassistischen Kommentare und Berichterstattungen nach der Demonstration…

Im Gegensatz dazu fragte Matiullahs Vater, der selbst Polizist in Afghanistan war: „Matiullah hatte doch keine Waffe und die Polizisten waren zu fünft und hätten ihn einfach festnehmen können. Warum mussten sie ihn erschießen?“

Im Übrigen wurde zwischenzeitlich bekannt, dass der rechtsextreme Polizeiskandal in Hessen auch das Polizeipräsidium in Fulda betrifft…. Anlässlich Matiullahs zweitem Todestag erneuern wir deshalb zusammen mit dem Afghan Refugees Movement unsere Forderung nach Aufklärung: unter dem Hashtag #WasGeschahMitMatiullah wollen wir Aufmerksamkeit für das Gedenken an Matiullah und die Forderung nach unabhängiger Aufklärung schaffen! Wir unterstützen außerdem das juristische Vorgehen von Matiullahs Familie gegen die Einstellung der Ermittlungen.

Spendet bitte an das Migrant Support Network um die Anwalts- und Gutachtenkosten zu decken: https://www.betterplace.org/de/projects/78990.

Gedenken – 8. Todestag von Burak Bektaş am 5. April 2020

Tue, 03/31/2020 - 12:37

Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir können unser Gedenken an Burak am 5.April 2020 nicht so nicht durchführen wie wir es gern tun würden, wir haben den Umständen entsprechend (Corona-Krise) umgeplant:

Wir laden herzlich ein an Buraks 8. Todestag individuell zu Gedenken und am Gedenkort Burak Bektaş (Rudower Strasse/Möwenweg in Berlin) Blumen niederzulegen. Der Todestag von Burak Bektaş ist nicht verschiebbar!

Den Gedenkort werden unsere Transparente, unsere Schilder und Blumen schmücken. Wir möchten unser Gedenken mit Audio-und Videobotschaften virtuell gestalten.
Schaut bitte auf unseren Blog und unsere Facebook Account.

Hier findet ihr unsere Schilder mit kritischen Fragen oder unseren Forderungen als PDF-Dateien. Ihr könnt die Schilder gern ausdrucken und zum Gedenkort bringen oder in der Stadt verbreiten…

Solidarische Grüße
“Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş”

Initiative 19. Februar – Hanau

Fri, 03/13/2020 - 13:59

Infos, Kontakt & Spenden, unter: https://19feb-hanau.org/

Nach den rassistischen Morden in Hanau am 19. Februar 2020 haben wir uns auf Mahnwachen, Kundgebungen und Beerdigungen ein Versprechen gegeben: Dass die Namen der Opfer nicht vergessen werden. Dass wir uns nicht allein lassen. Dass es nicht bei folgenloser Betroffenheit bleibt. Die Kameras und Politiker*innen verlassen jetzt wieder die Stadt. Wir bleiben. Wir gründen eine Initiative, um der Solidarität und den Forderungen nach Aufklärung und politischen Konsequenzen einen dauerhaften Ort zu geben. Wir werden nicht zulassen, dass der 19. Februar 2020 unter den Teppich gekehrt wird – so wie die unzähligen rechten Morde zuvor. Und auch nicht, dass erneut Täter geschützt und ihre Gewalt verharmlost werden.

 

Es braucht jetzt direkte Unterstützung für Betroffene, Kontakte zu Rechtsberatung und erfahrenen Anwältinnen, psychologischen Beistand und Umzugshilfe, finanzielle Unterstützung und unabhängige Aufklärung. Und es geht um mehr: Jugendliche und Erwachsene in Hanau sprechen in den letzten Tagen viel darüber, welche Alltagserfahrungen sie mit Rassismus machen – in der Schule, in der Kita, auf der Arbeit, in der Bahn. Auch für diese Gespräche braucht es einen Raum und Vertrauen. Gegen das Vergessen, gegen das Verschweigen, gegen die Angst. Diesen Raum wollen wir schaffen, mit allen gemeinsam, die ihn brauchen, hier, vor Ort. Wir schaffen einen Raum des Vertrauens. Wir wollen politische Solidarität und Sichtbarkeit. Wir stehen für die Gesellschaft der Vielen. Hanau ist unsere Stadt, unser Zuhause. So ist es und so wird es bleiben. Hier sind die Angehörigen, Familien und Freund*innen der Opfer und Verletzten. Sie müssen gehört werden. Die nächsten Wochen, Monate und Jahre werden wir uns gegenseitig Halt geben. Und dafür sorgen, dass Konsequenzen gezogen werden – und dass nichts vergessen wird.

 

Aufruf und Einladung der INITIATIVE 19. FEBRUAR – HANAU

Tue, 03/10/2020 - 13:23
Web: https://19feb-hanau.org/ Facebook: https://www.facebook.com/19FebruarHanau Twitter: https://twitter.com/19feb_hanau/ Liebe Freund_innen & Mitstreiter_innen, am 19. Februar 2020 wurde in Hanau ein Massaker gegen Migrant_innen verübt. Neun Menschen wurden von einem Nazi erschossen, fünf weitere Menschen wurden verletzt. Ferhat Unvar, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Sedat Gürbüz,Kalojan Velkov, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu wurden mitten im Leben aus ihrem Alltag herausgerissen. Es reicht! Unsere Geduld ist zu Ende! Auf der Kundgebung in Hanau (22.02.20), haben wir die Antwort auf die Frage, wie wir auf das Massaker in Hanau reagieren können, so einfach wie möglich formuliert: Susmak boyun eğmektir! Schweigen ist Zustimmung! Zusammenfassend haben wir gesagt, dass wir „den Alltag, die Routinen in Deutschland stören müssen", nicht mehr hinnehmen dürfen, dass Politiker_innen das Geschehen bestimmen, um wieder zum Alltag zurückzukehren. „Auf die Straße gehen reicht nicht aus" sagten wir. Selbstorganisierter WIDERSTAND bedeutet heute: Über das Gewöhnliche hinaus zu gehen! „Selbstorganisierung und Selbstverteidigung gegen Rassismus bedeutet, die antirassistischen Streiks zu organisieren, in den Schulen, Kitas, Unis und in den Vierteln. Fabriken und Unternehmen, von Migrant_innen geführte Geschäfte und Läden im Bereich der Gastronomie und sonstige können streiken." Wir forderten, bundesweit Streiks zu organisieren: Inzwischen gibt es bundesweite und lokale Netzwerke/Zusammenschlüsse. Angeregt durch die „Initiative zum Gedenken an Ramazan Avcı" gibt es einen Aufruf, der bundesweit zum „Tag des Zorns" am 8. Mai aufruft. Es freut uns, dass sich der Hanauer Aufruf weiterverbreitet. Daher ist es an der Zeit auch in Hamburg zusammenzukommen, uns abzustimmen und zu organisieren. Wir möchten hier in Hamburg, mit all jenen Menschen, die sich dafür engagieren wollen, einen „Tag des Streiks" organisieren. Dafür möchten wir Euch zu einem ersten Treffen in Hamburg einladen. Donnerstag, den 12.03.2020, Uhrzeit: 18:30 Uhr Ort: fux (in Gebäudekomplex der ehemaligen Viktoria-Kaserne) Bodenstedtstr. 16 (Hinterhof Eingang West, 2. Stock), 22765 Hamburg (bisher) Unterzeichnet als Einladende von: Initiative zum Gedenken an Ramazan Avcı,_ _ Black Community Hamburg VVN-BdA e.V. Hamburg Hamburger Bündnis gegen Rechts_ _ Aufstehen gegen Rassismus Hamburg Die Vielen Hamburg Antifaschistische Gruppen aus Schleswig-Holstein Justice For Mbobda BLACK COMMUNITY - Coalition for Justice and Self- Defence Black History Month ARRiVATi AFROTOPIA - Africa Center in Hamburg Black History Month,Hamburg AKONDA eine-Welt-Cafe Tschobe for Freedom ARCA Black Power Germany ISD Hamburg Lampedusa in Hamburg Asmara's Refugee Support Initiative in Gedenken an Yaya Jiabbi Semra Ertan Initiative Mujeres en Moviento Voz latina ADHK-Hamburg Initiative in Gedenken an Oury Jalloh

07.01.2020: Video zur Gedenkdemonstration in Dessau

Wed, 02/12/2020 - 13:42

Am 07.01.2020 jährte sich zum 15. mal die Ermordung von Oury Jalloh in einem Dessauer Polizeirevier.

 

Der Kampf von Flüchtlingen braucht Geld!

Die Karawane ist maßgeblich auf Spenden angewiesen. Unsere Organisation besteht überwiegend aus Flüchtlingen, die (wenn überhaupt) nur über sehr geringe finanzielle Mittel verfügen. Aus diesem Grunde haben wir 2008 den „Förderverein Karawane e. V.” gegründet. Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt und kann deswegen auf Wunsch Spendenquittungen ausstellen, so dass sie steuerlich absetzbar sind. Wenn bei der Überweisung die Adresse mit angegeben wird, verschicken wir die Spendenbescheinigung automatisch spätestens am Anfang des Folgejahres.

Kontakt: foerderverein(at)thecaravan.org

Unsere Bankverbindung lautet:
Förderverein Karawane e.V.
Kontonummer
: 40 30 780 800
GLS Gemeinschaftsbank eG
BLZ: 430 609 67

IBAN: DE28430609674030780800
BIC: GENODEM1GLS

Events

M T W T F S S
 
1
 
2
 
3
 
4
 
5
 
6
 
7
 
8
 
9
 
10
 
11
 
12
 
13
 
14
 
15
 
16
 
17
 
18
 
19
 
20
 
21
 
22
 
23
 
24
 
25
 
26
 
27
 
28
 
29
 
30
 
31
 
 
 
 

Syndicate

Subscribe to Syndicate