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INITIATIVE IN GEDENKEN AN OURY JALLOH

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Initiative in Gedenken an Oury Jalloh
Updated: 1 hour 47 min ago

Einladung der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh zu einer internationalen Analyse- und Strategiekonferenz

Mon, 09/30/2019 - 11:35

Selbstorganisation gegen rassistische Polizeigewalt und Staatsräson in der BRD und Europa

vom 26. – 28. Oktober 2019 in Berlin

Ausgehend vom Fall Oury Jalloh haben wir in den vergangenen 14 Jahren gegen den massiven Widerstand staatlicher Strukturen in Polizei, Justiz und Politik angekämpft, um die Aufklärung des Mordes an Oury Jalloh voranzutreiben. Letztlich haben wir erkennen müssen, dass wir die von uns lange Zeit geforderte Aufklärung selbst in die Hand nehmen müssen, weil dies kein Staatsanwalt oder Richter tun wird. Trotz der juristischen Niederlagen haben wir uns nicht unterkriegen oder unseren Aufklärungswillen durch die jahrelange massive Repression brechen lassen. Je näher wir der Wahrheit kommen, um so dreister werden die Lügen, die sie versuchen in der Öffentlichkeit zu verbreiten, um diese Verbrechen zu vertuschen. Im vergangenen Jahr haben wir nun endlich eine Unabhängige Internationale Kommission zur Aufklärung der Wahrheit über den Fall von Oury Jalloh gegründet und damit unsere Kompetenzen weiter verstärkt.

Gleichzeitig erkennen wir, dass das rassistische Morden in den Gefängniszellen und auf der Straße weitergeht und dass auch die Mörder von Oury Jalloh noch immer frei herumlaufen, da die sogenannten Strafverfolgungsbehörden die Täter nicht verfolgen, sondern diese mit aller Kraft beschützen. Verfolgt werden stattdessen wir als Aktivist*innen – nicht weil wir tatsächlich Straftaten begangen hätten, sondern einzig deshalb, weil wir eben solche aufklären und öffentlich bekannt machen. Oury Jalloh ist kein Einzelfall und die Mörder sind auch keine Einzeltäter. Hinter den Morden und der Vertuschung steckt ein System, welches wir verstehen müssen, um effektiv handeln zu können.

In Gedenken an die jüngsten Todesopfer rassistischer (Polizei-) Gewalt:

Hussam Fadl (27. September 2016, Geflüchtetenunterkunft Berlin) von Polizisten erschossen

Matiullah Jabarkhil (13. April 2018, Bäckerei in Fulda) – getötet durch 4 Schüsse eines Polizisten

Amad Ahmad (29. September 2018, JVA Kleve) – stirbt an den Folgen eines Feuers in der Zelle

Rooble Muse Warsame (26. Februar 2019, Polizeirevier Schweinfurt) – unterstellter “Suizid” in einer Polizeizelle

William Tonou-Mbobda (26. April 2019, UKE Hamburg) – zu Tode fixiert durch Security

Adel B. (18.Juni 2019, Essen) durch geschlossene Tür von der Polizei aus “Notwehr” erschossen. ..                 Einladung als PDF

Wir laden alle Angehörige und Freunde von Todesopfern rassistischer Gewalt und die Aktivist*innen aus den entsprechenden Initiativen dazu ein, sich gemeinsam mit uns darüber auszutauschen, wie wir diesem staatlich organisierten Töten und/oder Vertuschen dieser Verbrechen wirkungsvoll entgegentreten können.

Wir halten es nicht nur für wichtig, sondern für dringend notwendig, dass wir als Aktivist*innen, die wir in den gleichen Themenfeldern und mit den gleichen Zielen arbeiten, zusammenkommen, um uns intensiv über den Stand der Dinge und unsere Strategien auszutauschen. Mit der Organisation dieser Konferenz Ende Oktober 2019 wollen wir einen trans- bzw. internationalen Rahmen dafür anbieten.

Im Mittelpunkt der internationalen Konferenz (26./27.10.2019) stehen:

– Erfahrungsaustausch und Analysen in den Bereichen Aufklärung und Repression

(gegen Angehörige und Aktivist*innen)

– Diskussion über gute und schlechte Strategien im Umgang mit der

Vertuschung rassistisch motivierter Morde

– eine bessere Organisation unserer Strukturen sowie der Aufbau einer

nachhaltigen (internationalen) Vernetzung

Während am 26. und 27. Oktober 2019 die gemeinsame Arbeit im Fordergrund der Konferenz steht (nicht öffentlicher Teil), organisieren wir für den dritten Tag eine gemeinsame Pressekonferenz, in welcher die Teilnehmer*innen (BRD, Frankreich, Großbritannien, Italien) ein gemeinsames Statement an die Öffentlichkeit abgeben werden.

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Internationale Pressekonferenz:

Montag, 28.10.2019 – Beginn 10:00 Uhr

Münzenberg – Saal

Franz-Mehring-Platz

10243 Berlin

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Initiative in Gedenken an Oury Jalloh

mit Unterstützung der

Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektas

Zur Ausstellungseröffnung erscheint das Jasper Kettner und Ibrahim Arslan herausgegebene Buch „Die Angehörigen“.

Fri, 09/27/2019 - 12:38

Herzliche Einladung zur Präsentation der Fotoserie „DIE
ANGEHÖRIGEN“ im Rahmen der Eröffnung von „Dreizehn“, der
Abschlußausstellung des 13. Jahrgangs der Ostkreuzschule für
Fotografie:

FREITAG, 27.9.2019, AB 19:00 UHR, REINBECKHALLEN, REINBECKSTR. 17, 12459
BERLIN

„DIE ANGEHÖRIGEN“ zeigt Menschen, die mit dem Verlust ihrer
Familienmitglieder oder Freunde durch rassistische Gewalt leben, die
durch Unsicherheit und eingeschränkte Ermittlungen leiden, die selbst
verdächtig wurden, die um Anerkennung ihrer Opfer als solche politisch
motivierter Gewalt kämpfen.

Seit der Wiedervereinigung 1990 sind in Deutschland laut Bundesregierung
83 Menschen durch rechte Gewalt ums Leben gekommen. Für den selben
Zeitraum dokumentieren Journalisten der Zeit und des Tagesspiegel 169
Todesfälle und 61 Verdachtsfälle, während die Amadeu Antonio Stiftung
194 Todesopfer und 12 Verdachtsfälle nennt. Für die Todesopfer rechter
Gewalt aus der Zeit vor 1990 gibt keine Statistik.

www.jasperkettner.de [1]

Liebe Freund*innen und Kolleg*innen / dear friends and colleagues:

Your are cordially invited to the presentation of the photo work „THE
RELATIVES“ at the opening of „Dreizehn“, the graduation show of
Ostkreuzschule für Fotografie:

FRIDAY 27 SEPTEMBER 2019, 7 P.M., REINBECKHALLEN, REINBECKSTR. 17, 12459
BERLIN

At the opening the book „DIE ANGEHÖRIGEN“, edited by Jasper Kettner
and Ibrahim Arslan, will be released.

We would be delighted to see you there.

“THE RELATIVES” shows people who live with the loss of their family
members or friends through racist violence, who suffer through
insecurity and limited investigations, who became murder suspects
themselves, who fight for recognition of their victims as such of
politically motivated violence.

Since reunification in 1990, 83 people have lost their lives as a result
of right-wing violence in Germany, according to the Federal Government.
For the same period, journalists from ZEIT Online and Der Tagesspiegel
documented 169 deaths and 61 suspected cases, while the Amadeu Antonio
Foundation reported 194 deaths and 12 suspected cases. There are no
statistics on the deaths of right-wing victims of violence before 1990.

www.jasperkettner.de [1]

Medien-Informationen zum Tod von Amad A

Wed, 09/25/2019 - 12:30
Neue Fragen zum Brand in der JVA Kleve             Video Link

Westpol . 10.02.2019. UT. DGS. Verfügbar bis 10.02.2020. WDR.

Ein Mann sitzt zu Unrecht im Gefängnis. Dann brennt es in seiner Zelle, er stirbt an den Folgen. Was ist passiert? Über den Tod des Syrers Amad A. nach dem Brand in der JVA Kleve hat Westpol mehrfach berichtet. Nun liegen uns exklusiv Unterlagen vor, die neue Fragen aufwerfen.

RP-Online: 24.09.19

Kommissarin hatte keine Zweifel an Identität von Amad A. Link

 

Medien-Informationen zu -Gerechtigkeit für Adel-: Ermittlungsverfahren eingestellt!

Tue, 09/24/2019 - 13:28

Lokalzeit Ruhr (noch bis 26.9.19): Schuss auf Adel B.: Kritik an Essener Staatsanwaltschaft:   Video-Link

#Berichterstattung der WAZ Essen zu den neuen Entwicklungen im Fall von #AdelB, der am 18.6.19 von der Polizei Essen erschossen wurde... 1- Schuss auf Adel B.: Vertrauliches Papier stützt Notwehr-These (13.9.19) Link 2- Tödlicher Polizeieinsatz: Kein Prozess gegen den Schützen (18.9.19)  Link 3- Wut auf die Ermittler: Adel B.s Freunde planen erneute Demo (19.9.19) Link 4- Der Fall des erschossenen Adel B.: Ende gut, gar nichts gut – #Kommentar (20.9.19) Link 5- Mutter des erschossenen Adel: “Ein Tod voller Widersprüche” (21.9.19) Link

Gerechtigkeit für Adel – Ermittlungen eingestellt!

Tue, 09/24/2019 - 13:08

Pressemitteilung vom 18.09.2019

Wir, die Initiative Gerechtigkeit für Adel haben mit großem Bedauern und ebenso großer Wut die Einstellung des Ermittlungsverfahrens gegen den Polizisten der Adel .B erschossen hat wahrgenommen. Wir haben uns einen anderen Verlauf des Ermittlungsverfahrens erhofft und finden es völlig unverständlich warum dieses eingestellt wurde. Dieses Mal bezieht sich die Staatsanwaltschaft wieder auf Notwehr als Rechtfertigung für die Erschießung von Adel, die Male davor wurde spekuliert ob es nicht eher Nothilfe war, weil dieser womöglich eine Gefahr für seine Familie dargestellt haben soll. Wir halten beide Erklärungen für unglaubwürdig. Sowohl Angehörige als auch Freunde von Adel hatten mehrfach erklärt, dass dieser zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für seine Familie und für seine Freunde dargestellt hat. Außerdem ist auf dem Videomaterial klar zu sehen, dass die Tür geschlossen war und von Adel keine Gefahr gegenüber den Polizisten ausging ..               LINK: Medien-Informationen   

(Fortsetzung / Pressemitteilung) .. Nicht ohne Grund sprangen diese gegen die Tür die sich auch im Anschluss nicht öffnete. Auf dem Video ist auch zu erkennen, dass keiner der Polizisten in gebückter Haltung vor der Tür verharrte, wie das die Staatsanwaltschaft behauptet. Was man dagegen sehr gut auf dem Video sehen und auch hören kann, ist das die Polizisten gegen die Tür treten und diese sich nicht öffnet. Für uns als Initiative Gerechtigkeit für Adel ist es daher unfassbar, weshalb die Staatsanwaltschaft, trotz der erdrückenden Beweislast gegen den Todesschützen das Ermittlungsverfahren gegen Ihn eingestellt hat. Selbst wenn man annehmen möchte, dass die Tür tatsächlich offen war, so ist es doch sehr unwahrscheinlich bis undenkbar, dass die Polizistin die angeblich in gebeugter Haltung vor der Tür verharrte, nicht von einem Messer das gegen Sie gerichtet war etwas mitbekommen haben soll. Auch die Begründung dass kein Pfefferspray eingesetzt wurde, ist für uns hanebüchen. Es wird damit argumentiert, dass die eingesetzten Polizeibeamten einen Sicherheitsabstand von mindestens 7 Metern einhalten müssten. Dies ist jedoch fernab jeder Realität, wer schon einmal auf einer Demonstration oder Großveranstaltung war, wo Pfefferspray seitens der Polizei eingesetzt wurde, weiß auch, dass diese in der Regel nicht zögert zur angeblichen oder wirklichen Gefahrenabwehr, dies auch aus nächster Nähe zu tun. Ebenfalls wurde behauptet, dass es nicht sicher sei, wie Menschen die (regelmäßig) Kokain konsumieren oder akut unter Kokaineinfluss stehen, auf Pfefferspray reagieren. Dabei gibt es anerkannte wissenschaftliche Befunde die aufzeigen, dass der Einsatz von Pfefferspray bei Kokainkonsumenten zu einer vielfach erhöhten Sterblichkeit führt. Nun sagt die Staatsanwaltschaft aber nicht, das Pfefferspray nicht zum Einsatz kam um Adels Leben zu retten, aber Ihn dennoch kampfunfähig zu machen. Sondern weil sie die Befürchtung hatten das der Einsatz von Pfefferspray eventuell „aufputschend“ auf Adel hätte wirken können. Adel B. stattdessen in die Brust zu schießen und dabei zu töten, lässt aber nicht gerade auf eine richtige Wahrnehmung der Situation schließen. Im Gegenteil, Adel sollte nicht schonend behandelt werden, sondern getötet.
Als Initiative Gerechtigkeit für Adel verurteilen wir den Umgang der Staatsanwaltschaft mit den vorhandenen Beweisen und dem Ergebnis der Einstellung. Für uns ist weiterhin klar, dass Adel B. durch den Polizisten ermordet wurde. Wir werden daher in Kürze eine Demonstration gegen die Einstellung des Verfahrens ankündigen und dazu aufrufen. Es kann nicht sein, dass in einem Rechtsstaat, ein Polizist ohne Not einen Menschen erschießt und keine strafrechtlichen Konsequenzen gezogen werden. Wir fordern weiterhin die volle Aufklärung des Falls Adel .B und die Verurteilung des Täters wegen Mordes.

“Oury Jalloh: Death in Cell #5”

Mon, 08/05/2019 - 20:48

Video by Redfish published: 2019 August 05 – on youtube:

In Gedenken an Adama Traoré getötet von der Polizei am 19.7.2016 in Beaumont-sur-Oise / Frankreich

Mon, 07/22/2019 - 15:37

Staatsraison mit manipulierten Gutachten und Repression gegen die Familie

Am 19. Juli 2016 wurde Adama Traoré in Beaumont-sur-Oise, einem Vorort von Paris, von drei Polizisten verhaftet und in die Gendamerie gebracht. Kurze Zeit später war er tot. Anschliessend war es mehrere Tage lang zu heftigen Protesten gegen die Polizei in Beaumont-sur-Oise gekommen.

Die Familie von Adama Traoré kämpft seit drei Jahren für Gerechtigkeit, gegen die Lügen der Polizei, gegen falsche Gutachten und gegen den Unwillen der Justiz das Verbrechen an ihrem Sohn und Bruder aufzuklären.

Anders als in Deutschland werden die Untersuchungen nicht von der Staatsanwaltschaft, sondern von Untersuchungsrichtern geleitet. Diese hatten die Ermittlungen gegen drei Polizisten im Dezember 2018 eingestellt. Laut offizieller Darstellung soll sich Adama am 19. Juli 2016 einer Verhaftung widersetzt haben und fünfzehn Minuten lang vor der Polizei weggerannt sein, bevor sich drei Polizisten mit ihrem Körpergewicht auf den 24-jährigen Adama “gelegt” haben, um ihm Handschellen anlegen zu können .         Text als pdf > Link

Die Todesursache ist eindeutig und lautet Tod nach akutem Asphyxie-Syndrom. Die Ursache dafür wurde von der Justiz jedoch nicht geklärt .. .. Im Gegenteil:

Den Richtern war 2018 ein Gutachten vorgelegt worden, dass die Polizisten vom Vorwurf der Erstickung entlastete: Demzufolge soll Adama erstickt sein, weil bei ihm nachträglich zwei – bis dahin unentdeckte – Krankheiten festgestellt worden seien. Um den Tod von Adama zu erklären wird in diesem Gutachten behauptet, dass Adama an der “Sichelzellen-Anämie” (Erkrankung der roten Blutkörperchen), sowie an einer “Sarkoidiose im zweiten Stadium”, einer seltenen Lungenerkrankung gelitten haben soll, welche beide bei Stress und Anstrengung zu Luftnot bis hin zum Ersticken führen kann. Die Ermittlungen gegen die Polizisten beschränkten sich demzufolge lediglich auf den Vorwurf der unterlassenen Hilfeleistung, weil sie sich geweigert hatten, für Adama erste Hilfe zu leisten, als dieser im Sterben lag.

Im März 2019 hat die Familie von Adama Traoré den Untersuchungsrichtern ein unabhängiges Gutachten vorgelegt, das sie bei den bedeutensten Experten für die Krankheiten, die Adama Traoré zugeschrieben wurden, in Auftrag gegeben hatte. Die Ergebnisse widersprechen den bisherigen Gutachten und stehen der offiziellen Version der staatlichen Stellen grundlegend entgegen. Sie führen den Tod von Adama ebenfalls auf ein “aktues Asphyxie-Syndrom” zurück, werfen aber die Frage nach der positionellen und mechanischen Erstickung durch die Technik der Verhaftung durch die Polizisten auf. Die beauftragten Spezialisten für Sichelzellenkrankheiten und Sarkoidiose erklärten die Schlussfolgerungen der vorhergehenden Gutachter als medizinisch falsch, weil sie auf theoretischen Spekulationen und nicht auf medizinischen Grundlagen mit dem aktuellen Wissenstands beruhen.

Zudem belegen technische Untersuchungen, dass Adama bei seiner Verfolgung eine Strecke von nur 450 Metern zurückgelegt hatte und nicht, wie im gerichtlichen Gutachten behauptet worden war, “fünfzehn Minuten intensivste Anstrengungen unternommen hatte, bevor er verhaftet worden war.”

Die Richter erkannten das neue medizinische Gutachten offiziell nicht an, weil die von der Familie ausgesuchten Ärzte nicht von ihnen selbst ernannt wurden, nicht auf der offiziellen Liste der gerichtlichen Sachverständigen aufgeführt sind und dementsprechend noch keinen formalen Eid geleistet hatten. Dennoch nahmen sie die Ermittlungen bereits einen Tag nach der Einreichung des Gutachtens der Familie wieder auf. Im April 2019 kündigten die Richter dann an, ein weiteres medizinisches Gutachten in Auftrag zu geben wollen. Das ist jedoch bis jetzt nicht geschehen.

Die Familie von Adama hält ein weiteres Gutachten für überflüssig – stattdessen sollen die Polizisten endlich angeklagt und vor Gericht gestellt werden.

Der Fall von Adama Traoré und der Kampf der Familie um Aufklärung ist zum einem Symbol für den Kampf gegen Polizeigewalt in ganz Frankreich geworden, die ebenso wie in Deutschland systematisch straflos bleibt.

Bei genauer Betrachtung gibt es viele deutliche Parallelen zum Fall von Oury Jalloh: Das Opfer wird kriminalisiert und selbst für seinen Tod verantwortlich gemacht. Es folgt eine systematische Vertuschung der Wahrheit durch Polizei und Justiz auf der Basis von Lügen und manipulierter Gutachten, die wissenschaftliche Standards vermissen lassen. Während die Behörden die Aufklärung der Morde verweigern, werden Anghörige und Aktivist*innen, die für die Gerechtigkeit kämpfen kriminalisiert und mit strafrechtlichen Repressionen überzogen.

So wurde der ältere Bruder von Adama, Bakui Traoré kürzlich vor Gericht gestellt, weil er ihm versuchter Mord vorgeworfen wird. Laut Anklage soll er bei einem Protest gegen Polizeigewalt auf Polizisten geschossen haben.

Wie im Fall von Oury Jalloh sind Angehörige und Unterstützer*innen gezwungen, unabahängige Untersuchungen durch Sachverständige zu beauftragen, um die Wahrheit an die Öffentlichkeit zu bringen. Der so erzeugte Druck auf die Ermittlungsbehörden, bewirkt, dass diese den Fall nicht – wie vorgesehen – einfach zu den Akten legen können. Gleichzeitig findet so eine notwendige gesellschaftliche Sensibilisierung für systematische Manipulationen und Staatsraison statt.

Mehr Informationen:

https://www.revolutionpermanente.fr/Comite-Verite-pour-Adama

FB: https://www.facebook.com/La-v%C3%A9rit%C3%A9-pour-Adama-160752057668634/

Video-Credit: www.cross-point.tv

Einladung in Gedenken an Mariama Djombo Diallo, am 27. Juli 2019

Wed, 07/03/2019 - 11:49

Liebe Schwestern und Brüder,

am 23.07. jährt sich der Todestag von Mariama Djombo Diallo zum 7. Mal.


Die Mama von Oury Jalloh starb aus Trauer um ihren Sohn Oury. Wir werden Mariama und Oury nie vergessen und wir haben ihr versprochen, dass wir die Wahrheit für Oury erkämpfen werden!

Ihre letzte Rede in Deutschland hielt sie vor dem Magdeburger Landgericht nach der gutachterlichen Feststellung zum manipulierten Feuerzeug, mit dem Oury sich angeblichangezündet haben soll.

Sie kehrte danach kehrte nach Guinea zurück und verstarb 2 Wochen später an
Herzversagen.

Auf unserer Pressekonferenz 2015 haben wir ihre Rede vorgetragen:

https://www.youtube.com/watch?v=qWm5c_OZx_g&feature=youtu.be

Zum Gedenken an Mama Oury und zum Austausch mit Euch möchten wir Euch
herzlich einladen zum

   Gemeinsamen Grillen am Samstag, den 27. Juli 2019 ab 14 Uhr im
   Mauerpark in Berlin Prenzlauer Berg kurz vor dem Regenbogen-
   Spielplatz.


Wer möchte und kann, kann gerne was zum Essen und Trinken mitbringen.

Wir bitten um Rückmeldung wer kommt, damit wir planen können.

Auf den Nachmittag mit Euch freuen wir uns sehr !

   Herzliche und solidarische Grüße
   Eure Initiative in Gedenken an Oury Jalloh


Der Kampf von Flüchtlingen braucht Geld!

Die Karawane ist maßgeblich auf Spenden angewiesen. Unsere Organisation besteht überwiegend aus Flüchtlingen, die (wenn überhaupt) nur über sehr geringe finanzielle Mittel verfügen. Aus diesem Grunde haben wir 2008 den „Förderverein Karawane e. V.” gegründet. Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt und kann deswegen auf Wunsch Spendenquittungen ausstellen, so dass sie steuerlich absetzbar sind. Wenn bei der Überweisung die Adresse mit angegeben wird, verschicken wir die Spendenbescheinigung automatisch spätestens am Anfang des Folgejahres.

Kontakt: foerderverein(at)thecaravan.org

Unsere Bankverbindung lautet:
Förderverein Karawane e.V.
Kontonummer
: 40 30 780 800
GLS Gemeinschaftsbank eG
BLZ: 430 609 67

IBAN: DE28430609674030780800
BIC: GENODEM1GLS

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