No War - No Refugee
No NATO - No Refugee

Country Information

Here you find background information on Guinea, Iran, Kurdistan, Türkei.

You are here

Refugee strike in Berlin

Subscribe to Refugee strike in Berlin feed Refugee strike in Berlin
Abolish Residenzpflicht! Abolish ‚Lagers‘! Stop Deportations! Right to Work and Study!
Updated: 10 min 25 sec ago

Spendenaufruf: Strafprozess in Luxembourg gegen AsylrechtsaktivistInnen

11 hours 53 min ago

Spenden bitte unbedingt mit Verwendungszweck „M4F“ an:

Rote Hilfe e.V.
Sparkasse Göttingen
IBAN: DE 25 2605 0001 0056 0362 39
BIC: NOLADE21GOE

2 1/2 Jahre nach dem international organisierten March for Freedom sind 6 AktvistInnen in Luxembourg-Stadt angeklagt. Während eines Aktionstags am 5.6.2014 war es in Luxembourg auf dem Kirchberg zu 13 brutalen Festnahmen während einer Demonstration gekommen. Anlass war eine Tagung der EU-Innenminister zum Thema „Kampf gegen illegale Immigration.“
Den Angeklagten wird gemeinschaftlicher Verstoß gegen Art. 269 des Luxemburger StGB vorgeworfen (Rebellion), zudem noch einzeln Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung und Widerstand.
Beim selbstorganisierten March for Freedom marschierten ca. 100 AktivstInnen von Mai bis Juni 2014 mehr als 500 km von Straßburg nach Brüssel. Sie überquerten friedlich 6 EU-Landesgrenzen und organisierten Aktionstage in mehreren Städten sowie ein einwöchiges Protestcamp in Brüssel, um gegen die europäische Migrations- und Asylpolitik zu protestieren.
In Luxembourg hatte eine Delegation von Geflüchteten um Mitsprache beider EU-Innenministerkonferenz gebeten. Dem friedlichen Protest wurde daraufhin ein massiver Polizeieinsatz entgegengesetzt. Mit Reizgas, Schlagstöcke und Hunden ohne Maulkorb ging die BeamtInnen auf die Protestierenden los.
Eine Aktivistin wurde von einem Hund gebissen und mehrere Teilnehmende erlitten Verletzungen durch Reizgas und Schläge. Auch Polizisten wurden durch ihr eigenes Reizgas verletzt und wollen dies den AktivistInnen anlasten!
13 Teilnehmende wurden festgenommen. Einige wurden anschließend auf der Wache misshandelt und rassistisch erniedrigt. Der Einsatz brachte der Luxemburger Polizei heftige Kritik im eigenen Land ein. Auf direkte Anordnung des Luxemburger Innenministeriums wurden alle 13 Verhaftete wenige Stunden später entlassen und konnten ohne weiteres das Land verlassen.
Luxemburger JuristInnen kritisierten den „unverhältnismäßigen Einsatz von Gewalt“ seitens der Polizei. Ein Untersuchungsausschuss des Innenministeriums befasste sich daraufhin mit dem Einsatz. Mehr als 2 Jahre nach dem Vorfall, kurz vor Ende der Verjährungsfrist, erhob die Staatsanwaltschaft dann Anklage.
Die Hauptverhandlung in Luxembourg wurde 2016 zweimal vertagt, das zweite Mal weil das Gericht keinen Dolmetscher für einen der Angeklagten bestellt hatte. Der nächste Termin ist für den 5. und 6. April 2017 festgesetzt. Wer zur Prozessbeobachtung mit nach Luxemburg reisen möchte, ist willkommen. Reisekosten können leider nicht übernommen werden.
Die Prozess- und Anfahrtskosten haben inzwischen ein beträchtliches Niveau erreicht. Wir sind ca. 2000 EUR im Minus und freuen uns über finanzielle Unterstützung und Publicity für diesen Fall. Über Google findet man bereits zahlreiche Presseberichte. Unsere Statements stehen auf unseren Blogs (s.u.).

Spenden bitte unbedingt mit Verwendungszweck „M4F“ an:
Rote Hilfe e.V.
Sparkasse Göttingen
IBAN: DE 25 2605 0001 0056 0362 39
BIC: NOLADE21GOE
Presseberichte:
http://www.taz.de/Brutaler-Polizeieinsatz-in-Luxemburg/!139936/
http://www.tageblatt.lu/nachrichten/story/Ausschreitungen-bei-Minister-Treffen-26455230

Blog:
https://freedomnotfrontex.noblogs.org/

Press contact:
emal_g@hotmail.com
01575 373 0574

Categories: Tent Action

Friday, March 31st, 11am: Demo against deportations to Tunisia – Together against deportations!

Sat, 03/25/2017 - 20:19

Together against deportations!

Friday | 31th of march | 11am
Embassy of Tunisia | Lindenallee 16 | close to ZOB Berlin

We‘re a group of tunisians who will protest against the planned deportation of 1500 people. For that
we want to kindly invite you to join us!

First of all, we will protest in front of the Tunisian embassy against their decision to give out travel
documents for said 1500 persons.

Afterwards we will go to the ministry of interior and will protest the decision of carrying out those
deportations.

Finally we will demonstrate in front of the chancellors office in order to make our demand heard, that she shall cancel the agreement with Tunisia. Because we believe that, everyone should have the
right to choose their place of residence!

We hope that you all come and bring all your friends, so that we can be loud together and show our resistance against deportations!

If you have any questions, don‘t hesitate to contact us:
01577 4531 480
asylum.seekers.movement@gmail.com

Call for demonstration in PDF

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Gemeinsam gegen Abschiebungen!

Freitag  |  31. März  | 11Uhr
Tunesische Botschaft | Lindenallee 16 | beim ZOB Berlin

Wir sind eine Gruppe Tunesier*innen, die gegen die geplante Abschiebung von 1500 Menschen demonstrieren wollen.

Dazu laden wir euch herzlich nach Berlin ein!

Zuerst werden wir vor der tunesischen Botschaft eine Kundgebung halten und gegen die Ausstellung von Reisedokumenten für besagte 1500 Menschen protestieren.

Danach werden wir vor das Innenministerium ziehen und die Entscheidung zur Durchführung der Abschiebungen kritisieren.

Schließlich werden wir vor dem Bundeskanzlerinamt für die Aufkündigung des Abkommens zwischen Deutschland und Tunesien demonstrieren. Dabei fordern wir das Recht der freien Wohnortswahl für jeden Menschen ein!

Wir hoffen auf euer Kommen und, dass ihr all eure Freund*innen mitbringt, damit wir gemeinsam und laut unseren Widerstand gegen Abschiebungen zeigen!

Wenn ihr Fragen zur Anreise oder ähnlichem habt, meldet euch unter:
01577 4531 480
asylum.seekers.movement@gmail.com

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

مع بعض ضد الترحيل!
الجمعة | 31 . مارس | الساعة 11
أمام السفارة التونسية | Lindenallee 16
نحن مجموعة من تونسين نتشرف بحضوركم معنا في
مظاهرة ببرلين ضد ترحيل 1500 شخص!
امام السفارة التونسية مظاهرة يطلب عدم تسليم
للحكومة اللمانيا وثائق سفر 1500 شخص.
امام وزارة الداخلية ضد قرار تنفيذ التسفير.
امام مكتب المستشيرة مركل بهدف الغاء قرار
التفاقية بين المانيا و تونس لان نطلب حق العيش حر
في المكاان الذي يختاره الشخص.
و نتمنى أان تحضر معنا أنتم و أصدقائكم
ونحكي بصوت واحد ضد الترحيل! و شكرا
اذا عندكم اي أسئلة عن التريق الخ, رجاء التصال على
رقم و ايمايل التالي
01577 4531 480

asylum.seekers.movement@gmail.com

Categories: Tent Action

MONTAG, 27.3., 15 Uhr: Kundgebung gegen Abschiebungen nach Afghanistan vor Abschiebezentrum

Sat, 03/25/2017 - 20:03

MONTAG, 27. März, 15 Uhr: Kundgebung gegen Abschiebungen nach Afghanistan
vor dem neuen Abschiebekoordinierungszentrum, in der BAMF Außenstelle Badensche Straße 23, 10715 Berlin (U Berliner Straße)

Afghanistan ist nicht sicher – dennoch hält die Bundesregierung weiterhin an ihrem brutalen Abschiebekurs fest. Am Montag, den 27. März soll aus München der nächste Abschiebeflug nach Afghanistan gehen. Das Berliner Bündnis gegen Abschiebungen ruft zu einer Kundgebung gegen diese skrupellose Abschiebepolitik auf.

In ganz Deutschland sind schon tausende Menschen auf die Straße gegangen um sich gegen dieses Unrecht zu stellen. Wir geben keine Ruhe, wir kämpfen weiter und fordern: Stoppt die Abschiebungen! Für ein dauerhaftes Bleiberecht!

Facebook: https://de-de.facebook.com/events/676075375913406/

MONDAY, March 27th, 3pm: Rally against deportation to Afghanistan
in front of new Deportation Coordination Center, at BAMF in Badensche Straße 23, 10715 Berlin (U Berliner Straße)

Afghanistan is not safe – nevertheless the German government continues its brutal deportaion policy. On Monday, March 27th, there will be the next charter flight deportation to Afghanistan from Munich. The Berlin Alliance against Deportations to Afghanistan calls for a rally against this ruthless deportation policy.

All over Germany thousands were marching on the streets to rise up against this injustice. We will not be silent, we continue fighting and demand: Stop deportations! Permanent residency permission for all!

 

* Zum /Berliner Bündnis gegen Abschiebungen nach Afghanista/n haben sich folgende Organisationen zusammengeschlossen:

Afghanisches Kommunikations-­ und Kulturzentrum e.V.
Daily Resistance Newspaper
Flüchtlingsrat Berlin e.V.
Hazara World Council
Interventionistische Linke Berlin
IPPNW Berlin e.V.
Itehad Berlin
Jugendliche ohne Grenzen
Komitee zur Unterstützung der politischen Gefangenen in Iran e.V.
KommMit e.V / BBZ
KuB – Kontakt­ und Beratungsstelle für Flüchtlinge und Migrant_innen e.V.
Migrationsrat Berlin-Brandenburg e.V.
Newsgroup Afghanistan
oplatz.net Media Group
Stop Deportation Group
Verein iranischer Flüchtlinge in Berlin e.V.
Welcome to Europe
Women in Exile e.V.
Yaar – Bildung, Kultur, Begegnung e.V.

Categories: Tent Action

Newroz in Halberstadt

Sat, 03/25/2017 - 19:17

We are refugees from Halberstadt. First of all we have applied to the administration of the camp that we wanted to celebrate Newroz and we will make a fire which is an important part of the celebration. They said that it’s forbidden to make fire within the camp. But we did’t care that. We celebrated Newroz in Halberstadt at the refugee camp on March 17th. We had made symbolic fire in order to celebrate Newroz and we had played Kurdish music as well. After the fire we had read a text about Newroz and with Kurdish / Turkish slogans against Capitalism.

Newroz Piroz Be.

Categories: Tent Action

CONNECTION DAY

Thu, 03/23/2017 - 13:47
CONNECTION DAY Bildet Banden, bildet euch! 25 — 03 —2017 Wir bleiben alle! Connection Day für solidarische Strukturen Seit mehreren Jahren kommt es in ganz Deutschland zum Erstarken rechter und rassistischer Bewegungen. Es werden Millionen dafür ausgegeben das Menschen in Länder zurückgeschickt werden in denen sie verfolgt oder diskriminiert werden, weder Familie noch ein Zuhause haben. Warum müssen Tausende Menschen im Mittelmeer ertrinken während sich Trump, Erdogan, Putin, Merkel und Termin im Juli in Hamburg auf dem G20 Gipfel treffen, um die Grenzen zu verschärfen und weitere Fluchtursachen zu schaffen? 2017 wird das Jahr der Abschiebungen. Es wird nicht nur nach Afghanistan und durch den Khartum Prozess nach Nordafrika, sondern durch die Asylpolitik Europas in viele weitere Länder abgeschoben. Für uns bedeutet es mehr Rassismus und die Abschiebung unserer Freund*innen an unseren Schulen. Wir wollen keine Zuschauer*innen sein. Diese rassistische Kackscheisse muss von uns beantwortet werden, und das nicht nur durch Schulstreiks. Als einen weiteren Schritt wollen wir die Isolation zwischen Schüler*innen und Geflüchteten abbauen. Deswegen organisieren wir einen gemeinsamen Aktionstag, welcher ein Freiraum sein soll, in dem wir unsere Unwissenheit voneinander durchbrechen. Wir wollen, dass sich Schüler_innen, Studierende, Linke Strukturen Berlins, Geflüchtete und Migrant*innen weiter connecten, um handlungsfähiger gegen Abschiebungen und die Angriffe von rechts zu werden. Wir wollen zusammen solidarische Strukturen aufbauen/ erweitern, um parallel dazu unseren Kampf gegen die Festung Europa massiv zu fördern. Deswegen laden wir euch am 25.03.2017 ab 12 Uhr in die Schule für Erwachsen Bildung (Mehringhof) ein. Für Übersetzungen wird gesorgt sein. Lasst uns neues schaffen, altes überdenken und Schranken überwinden. Lasst uns einander kennenlernen, Strukturen aufbauen, um gemeinsame Aktionen in Angriff zu nehmen. Kommt zahlreich! Euer RSUS — WORKSHOPS — KÜFA — MUSIK — THEATER — PRESSE — SIEBDRUCK — KONZERT — *Rechtsruck*Tschad&Youth Germany*Antifeminismus von rechts*Medienberieselung*Frauenbewegung in Nah Ost*Asylrecht* *25/03/17 * 12h * SFE Gneisenaustraße 2a * Abends Konzert in der Pote, Potdamerstraße 180
Categories: Tent Action

Slowenien: Brutale Dublin-Gesetz-Abschiebung nach Kroatien

Thu, 03/23/2017 - 02:27

-english below-

Die Slowenische Polizei schiebt eine Syrische Famile (Vater, Mutter, Kind) nach Kroatien ab [1]; obwohl ihre Tocher in Slowenien geboren wurde, und Ombudsman und UNICEF der Regierung, wegen des gesundheitlichen  Zustands der Mutter, von einer Abschiebung/Rückschiebung abrieten; einer Regierung, die sich nach aussen als eine mittig-pro-europäische Regierung verkaufen möchte, die sich um “Menschenrechte” kümmert.
Rund 50 lokale Aktivist*innen haben die Abschiebung der Familie zu verhindern, in dem sie sowohl das Lager in Vič blockierten, als auch mit einem Van die Strassenzufahrt zustellten. Die Polizist*innen waren jedoch brutal; sie kickten, ziehten und drückten die Aktivist*innen bis sie sie auf den Boden schmeissen konnten, um sie dort weiterzumisshandeln und zu würgen. Eine Person wurde festgenommen, ca. 20 Personen mussten ihre Personalien abgeben und monitäre Strafen zahlen. 

22. März 2017

 

FUCK THE BORDERS, FUCK NATIONALISM, FUCK DUBLIN REGULATION, SOLIDARITY WITH REFUGEES!

-english-

Slovenia: Brutal Dublin-Law-Deportation to Croatia
Slovenian police deporting a Syrian family (father, mother, baby) to Croatia [1]. Their daughter was born in Slovenia, as well due to the mother’s health condition Ombudsman and UNICEF highly advised the government of Slovenia not to carry the deportation. The government likes to present itself as modern centrist pro-European government that values “Human Rights”.
Around 50 local activists tried to stop the deportation today in the morning blocking the exists of asylum home Vič, blocking the road and the van with the family. Police was brutal, kicking, pulling, pushing activists, throwing them to the ground, threatening, choking. One person was arrested, at least 20 people were identified and threatened with fines.
[1] Facebook-Link: https://www.facebook.com/FrontaBrezMeja/posts/1555574967848176

22. March 2017

 

Categories: Tent Action

Solidarität mit den in Luxemburg Angeklagten, Freilassung aller politischen Gefangenen!

Mon, 03/20/2017 - 01:32

Gestern waren wir auf der Kundgebung für die Freilassung aller politischen Gefangenen! vor dem Gefängnis in der Turmstr. in Berlin. Wir waren dort wegen der Verhaftung von 11 Leuten in Luxemburg auf dem March for Freedom 2014. Auch ich bin damals verhaftet worden; auf dem Foto liege ich unter den Polizisten am Boden. Die Polizei hatte mit Hunden ohne Maulkorb die Demo angegriffen vor dem Gebäude, wo die  Innenministerkonferenz stattfand. Wir haben dort gegen  Dublin 3, 4 usw., gegen Abschiebungen und EU-Asylpolitik und gegen geschlossene Grenzen protestiert. Die Polizei in Luxemburg hat uns geschlagen und jetzt zwei Jahre später sind wir angeklagt. Am 29. November 2016 waren wir schon in Luxemburg vor Gericht aber es gab keinen Dolmetscher und die Verhandlung wurde verschoben auf den 5. und 6. April 2017. Deswegen waren wir gestern auf der Demo für die Freilassung aller politischen Gefangenen! in Berlin und haben erzählt was in Luxemburg  passiert ist – für mich ist sehr klar, wir kämpfen für unsere Rechte, für Bewegungsfreiheit. Es ist wichtig, dass die Leute zusammenkommen und zusammen kämpfen für ihre Rechte  – jeder hat das Recht zu demonstrieren! Ich habe an vielen Demos teilgenommen aber was in Luxemburg passiert ist war schlimm; ohne Kommunikation hat die Polizei einfach angegriffen und die Demo eingekesselt. Es wurde gesagt, dass wir eine bewaffnete Revolution gemacht hätten und das stimmt nicht, es war ein friedlicher Marsch, die Polizei war gewalttätig. 6 Leute von uns wurden dann zwei Jahre später angeklagt, ich bin einer davon.

Die Politik der EU ist es die Leute zu spalten, sie zu diskriminieren aber ich habe keine Angst, ich kämpfe für die Freiheit und ich hoffe dass alle Leute vestehen, dass es nicht kriminell ist für die Freiheit zu kämpfen und für seine Rechte zu kämpfen. Wir brauchen die Solidarität der Menschen in unserem Kampf, es geht nicht wegzuschauen wenn andere Menschen um ihre Freiheit kämpfen müssen.

Ich hoffe dass am 5. und 6. April alles gut läuft. Am Freitag, den 24.03. gibt es ein Treffen in der Waldemarstr. 46 (Ecke Adalbert Str.), kommt vorbei und informiert Euch, ihr könnt Fragen stellen und seid solidarisch!

Am Montag, den 20. März gibt es eine Radiosendung über die Geschichte in Luxemburg auf Wearebornfree Empowerment Radio um 10:00 morgens, schaltet ein!

hier findet ihr  ältere Artikel zum selben Thema

 

Categories: Tent Action

18. März Internationaler Aktionstag gegen das europäische Grenzregime – Demo am Schönefeld

Sat, 03/18/2017 - 23:08

 

Am 18. März, Internationaler Aktionstag gegen Rassismus, Faschismus und Austerität, am Berliner Flughafen Schönefeld demonstrieren 300 Menschen für eine solidarische Stadt ohne Abschiebungen!

 

Demo at Schönefeld #refugeeswelcome pic.twitter.com/YISYIgdPmB

— The Coalition Berlin (@TheCoalitionDE) 18. März 2017

Categories: Tent Action

Kundgebung am Montag, 20. März, 12:30 Uhr: “Recht auf Familienzusammenführung für Flüchtlingskinder – sofort!”

Fri, 03/17/2017 - 23:56

Kundgebung vor dem Paul-Löbe-Haus, Platz der Republik 1, 11011 Berlin

Montag, 20. März 2017, 12:30-14:00 Uhr

Wir erleben tagtäglich, wie die gesetzlichen und praktischen Hürden für den Familiennachzug von Geflüchteten immer höher werden.

Mit dem “Asylpaket II” wurde im März 2016 der Familiennachzugs zu allen Personen, denen nur subsidiärer Schutz zuerkannt wird, für zwei Jahre ausgesetzt. Gleichzeitig entscheidet das Bundesamt immer restriktiver über Asylanträge: Von den Asylsuchenden aus Syrien erhält seit über einem halben Jahr nur noch ein Drittel den Flüchtlingsschutz, zwei Drittel erhalten nur den subsidiären Schutz und sind damit bis März 2018 vom Familiennachzug ausgeschlossen. Wer bis dahin volljährig wird, kann auch danach seine Eltern nicht mehr holen.

Sogar die Jugendlichen, denen nach Genfer Flüchlingskonvention (GFK) die Flüchtlingseigenschaft zuerkannt wurde, wird oft der Familiennachzug verwehrt: Ihnen wird gesagt, ihre Eltern dürfen kommen, ihre minderjährigen Geschwister erhalten aber kein Visum. Damit werden die Familien de facto dauerhaft getrennt.

Wir fordern die Bundesregierung auf, Artikel 6 des Grundgesetzes und der UN-Kinderrechtskonvention zu folgen.

Der Innenausschuss des Bundestags hat mit den Stimmen der SPD, LINKEN und Grünen eine Sachverständigen-Anhörung für den 20. März 2017 ( 13.30 Uhr im Paul-Löbe-Haus) zur Aussetzung des Familiennachzugs zu subsidiär Schutzberechtigten beschlossen.

Daher möchten wir anlässlich dieser Anhörung um 12:30 Uhr vor dem Paul-Löbe-Haus die Forderungen der Jugendlichen und Betroffenen sichtbar machen und laden daher zu einer spontanen Kundgebung ein (12:30 – 14 Uhr):

“Recht auf Familienzusammenführung für Flüchtlingskinder – sofort!”

AK junge Flüchtlinge des Flüchtlingsrat Berlin

Ansprechpartner: Walid Chahrour, mail@wegebbz.de

Telefonkontakt: 017641598154

Categories: Tent Action

Romadness Night!Take Back the Future!Solikonzert Für die Freiheit!

Fri, 03/17/2017 - 23:35


Konzert mit KAGE, Prince H aka Hikmet P, Rollinhopp,Inclusion 4 real, Dirty Gomorrha,Lord Kastro Dj Crossroads and Guests in Solidarität mit allen Menschen,die weltweit zur Flucht gezwungen sind.Gegen unwürdige Unterbringung und bürokratische Kleinkriege,Kettenduldungen oder kalte, überfüllte,provisorische Zelte als Wohnorte,unfaire verkürzte juristische Prozesse,gezielte Desintegration und die tagtägliche Angst vor nächtlicher Abholung zur Abschiebung: Am 24 und 25 März & am 8. April:

Take back the future 8. april 2017 Komm mit! Mach mit! Sag es weiter…

und bring Freund/innen mit! mehr Infos: www.alle-bleiben.info

Mobi Video

The Awakening Filmvorfürung Mit K.E.und der Rap Combo K.A.G.E

23.03.17 Theater X

Wiclefstr.32,10551 Berlin 18:30

Romadness Night!Take Back the Future!Solikonzert Für die Freiheit!

24.03.17 Theater X

Wiclefstr.32,10551 Berlin 20:30

Romadness Night!Take Back the Future!Solikonzert Für die Freiheit!

25.03.17 Drugstore

potsdamer str. 180 – 10827 Berlin 21:00

Categories: Tent Action

Take back the future!

Fri, 03/17/2017 - 23:00

 

Unser wunderschönes Wandbild hängt seit heute in Berlin-#Kreuzberg! Am 8. April geht’s auf die Straße zum Internationalen Tag der Rom*nja

Check out: RomaniPhen // alle bleiben! // Bundes Roma Verband // Roma Art Action // Take back the future 8. april 2017

#allebleiben #romnjapower #8april #TakeBackTheFuture #BleiberechtFuerAlle #romnjapowermonth2017

Und nicht vergessen: Berlin Abschiebefrei – Grenzenlos Solidarisch am 18. März!

Categories: Tent Action

Lager-Repressionen gehen weiter: Ein Brief aus dem MUF-Lager Wittenberger Str. 16

Thu, 03/16/2017 - 17:26

 

Hier noch mal der Hinweis, warum die deutsche Lagerindustrie und deren Massenlagerung der asylsuchenden Menschen eine passive Sklaverei sind:

Die asylsuchenden Menschen sind entmenschliche und austauschbare Werkzeuge von verschiendenen “Sozialen” Unternehmen wie z.B. Volksolidarität und diverse Security-Unternehmen wie WISAG oder SECURITAS, die aufgrund der Entrechtung der Menschen durch das deutsche Asylrecht, sich das Recht zur Unterdrückung aktiv zum Leitmotiv ihrer Lohnarbeit machen und sich nach aussen als “humanitäre-helfende Personen und Unternehmen” verkaufen. Zwar wird das Asylrecht auf der Bundesebene geregelt, jedoch in solchen Fällen sieht man wie auch die scheinlinke Rot-Rot-Grüne-Landesregierung in Berlin und deren zuständigen Personen wie z.B.  Sozia-Senatorin Elke Breitennach (Die Linke-Berlin) nicht reagieren, da asylsuchende Menschen ohnhin keine Wähler*innen sind, sondern ebenfalls als Spielball des Spielball des politischen Spiels dienen.

 

 

Betreff: Flüchtlingsheim, Volkssolidarität, Wittenberger Str.16, 12689 Berlin Sehr geehrte Damen und Herren, am Freitag, 03. März 2017, wurden wir vom Flüchtlingsheim in der Pankstr. 70, in o. gen. Flüchtlingsheim umgesiedelt. Leider haben wir mit der Heimleitung und der Securitas viele Probleme, daß wir uns hier sehr unwohl und diskreminiert fühlen. Bei unserer Ankunft wurden uns alle unsere elektrischen Geräte abgenommen. Uns wurde gesagt, diese würden wir am Montag  zurückerhalten, was leider bis heute noch nicht geschehen ist. Letzte Woche musste ein Mitbewohner ein eigens gekauftes Werkzeug ebenfalls abgeben, so gibt es noch einige Beispiele. In den vorigen Wohnheimen haben wir diese Erfahrungen nicht machen müssen.  Auch ein vernünftiges Gespräch mit dem Personal, ist leider nicht möglich. Schnell heißt es: “Ihr habt keine Rechte” oder “Ihr könnt nichts machen” oder “wenn es euch nicht gefällt, könnt ihr ja gehen”.  Diese Äußerungen sind sehr enttäuschend für uns, für unser sowieso schon schwieriges Leben im Flüchtlingsheim. Wir hätten gerne eine  andere Heimleitung und anderes Securitas-Personal, damit wir uns etwas wohler fühlen. Vielen Dank für Ihr Hilfe und Unterstützung!!! Mit freundlichen Grüßen

Die Bewohner des Flüchtlingsheim”

 

 

Im Anhang findet ihr die PDF-Datei der Presse-Mitteilung von Wedding.Hilft (Poltik AG)

17-03-15 – PM – Turnhallenleerzug

 

www.wedding-hilft.de

www.facebook.com/LagerMobiBerlin

Categories: Tent Action

3. HeartBeatz Solifest am 18.3.

Thu, 03/16/2017 - 15:56

 

 

 

 

im Bi Nuu, U-Bahnhof Schlesisches Tor

PROGRAMM:

17:30 Uhr
EINLASS / DOORS OPEN

18:00 Uhr
Spoken Word / SingerSongWriter / AcapellaRap by
JugendtheaterBüro Berlin / Theater X / Attackiert Das System / Mona Moon & Çığır

18:00 Uhr
WORKSHOP
“Kritische Selbstreflektion über Unterstützungsarbeit in Protesten Geflüchteter” / “Critical Self-Reflection on Support in Refugee Protests”
ReachOut Berlin

20:00 Uhr
BAR
DJ Beatzzz, Kuchen/Cakes, Bar, Infotabel

21:00 Uhr
HIPHOP KONZERTE

Josh und Nash
https://www.youtube.com/watch?v=1x5GilxxJzk

Drowning Dog and Malatesta
https://drowningdogandmalatesta.bandcamp.com/track/my-girls-got-pressure

Osloob – أسلوب
https://soundcloud.com/katibe-5

Leila Akinyi & Camufingo
https://meltingpotmusic.bandcamp.com/track/afro-spartana
https://camufingo.bandcamp.com/

01:00 Uhr
2 FLOORS DISCO

ORIENTAL BEATZ: DJ Amirani DJ Badre, Gal Kadan / גל כדן / چال كدان

HIPHOP: That Fucking Sara, DJ Tigre, kiko_kazuki

presale / vvk: 10 €
https://www.direct-ticket.de/produkte/226-heartbeatz-solifest-bi-nuu-berlin-am-2017-03-18

theater only (open doors at 5:30): 4 €
early bird ticket (5:30 – 9 pm): 12 €
concert ticket: 15 €
party ticket (after 1 am): 5 €

Categories: Tent Action

International Women’s Day with Women in Exile at Eisenhüttestadt

Tue, 03/14/2017 - 11:08

It was 8th of March 2017, the day was still more like a winter day, gray, cold, but at least it didn’t rain. Women in exile had done the call to celebrate the International Women’s Day in Eisenhüttenstadt . We would go together by train. Meeting time was around 10am, meeting place was Alexanderplatz.

When I left home still many people where going to work, to school … so arriving to Alexanderplatz gave no feeling of celebration of the International Women’s Day but arriving to platform 1, one could to see a big number of women, greeting each other, chatting, the good mood was in the air, immediately I recognized the meeting point, they were the women from Women in exile.

The excitement was present, for many it would be their first demo, for others time to meet again, and many were going back to Eisenhüttenstadt, the Lager where many of them stayed for the first time, it’s a Erstaufnahme Lager, so many of them knew each other from their stay inside.

While waiting for the train, people from SOLIMATE, wanted to do a picture of the women, since their project is also supporting Women in Exile, the light was strange, bright at time, then dark, sometimes blazing, it made difficult the work for the camera girl. But finally there was a moment of “light” stability and they did the picture.

Ahead we had 2:30h travel to the Lager, it’s in the border with Poland, no direct train, we had to do one change and once we arrived to the town, take a bus for 30 min until we arrived to the Lager. In the train we were around 50-55 women traveling to more or less the end of the world, chatting cheerful, the children up and down, seeing the train as an amusement park. It was a moment to get in touch with people that you didn’t know or with whom you normally don’t have the chance to speak much. So the first part of the trip went good.

Once we arrived to the Lager, at the door there were police, although normally there is always a car, now there were several cars and vans. We started gathering and the goal was that some women went inside the Lager and give flowers to the women, to break the isolation, to show that they are not alone, to give them the courage to continue, to join us, to understand that many people think that Lagers should be closed, that they are not homes but prisons and people inside have done nothing wrong to be there, they don’t deserve it.

But police was implacable, no way to make them understand that a Lager is not a prison were people could not be visited, that the goal was only to give flowers, to remind International Women’s Day. Not only they didn’t accept the idea of entering the Lager, but they “invited” the group to move 100m away from the gate.

While talking with the police, women went loud, women after women took the microphone of the loud speaker, and made clear that “lagers had to be closed, controls have to finish, discrimination has to finish”, “equal rights to everybody”, “stop deportation”, “we are here (refugees) because you are there(German/western governments)”, “That (lager) is not a home is a prison”, “ohh lele oh lala solidarité avec les sans papier”.

Anyways women from the Lagers joined, trickling in, one by one, those who were going out or coming in, some stayed, others smiled and said thank you for the flower, maybe next time we will see them at a meeting.

When women were not talking in the micro, the music was playing, many were dancing, other chatting, other giving out flowers and flyer’s, other taking care of the food and drinks. After around 3h we decided to go back, so it was announced a small demo to the bus stop, since the police didn’t give permission to a spontan demo.
The small demo, as the rest of the day, was full of power, of outrage, of decision to continue fighting, of continuing being loud.

Once in the station we found out there was no more trains going back to Berlin, there was a bus substituting the train, but the bus didn’t have enough places for everybody, so some people were left behind waiting for the next bus to come. That’s the everyday situation people in lagers have to cope with, few buses to the lager, trains being canceled, never knowing when you would arrive.

One thing is clear, it was not the first time to be in Eisenhüttenstadt and it won’t be the last, while the keep lagers open, we will return.

 

original source
Categories: Tent Action

24.3. Food & Trial prep: Solidarity with activists from “March for Freedom”

Tue, 03/14/2017 - 10:00

Information and preparation for the Trial in Luxemburg – Repression against „March for Freedom

March 23rd at 7pm at Waldemarstraße 46, 10999 Berlin

Info and preparation for the trial, organize travel, show solidarity and eat excellent food.

Two and a half years after the internationally organized March for Freedom, six activists are going to trial. During the day of action on May 5, 2014 there were thirteen brutal arrests at a demonstration on the Kirchberg in Luxemburg. The demonstration was a protest against a meeting of European Union Ministers of Interior entitled “Fight Against Illegal Immigration”.

Now six of those who were arrested in Luxemburg are being summoned to court on April 5 & 6, 2016. They are accused of collectively violating Article 269 of the Luxembourg Criminal Code (armed rebellion). In addition there are individual counts of bodily injury, damage to property, insulting the police and resisting arrest.

Come and show your solidarity with the activists facing repression!

Categories: Tent Action

Der Lager-Zwangsumzug von Berlin-Wedding nach Marzahn: Eine Ehrentamtliche berichtet.

Mon, 03/13/2017 - 22:20

 

Erst vor kurzem wurde auf dieser Plattform ein Text gegen den Zwangsumzug der asylsuchenden Menschen, die in Berlin-Wedding in der Pankstr. 70 gelagert waren und nicht nach Marzahn wollten, veröffentlicht [1]; der folgende Text beschreibt jenen kalten Zwangsumzug – verwaltet von der deutschen Lagerindustrie: Asylsuchende Menschen sind die Gegenstände der Arbeit deutscher Politik, Behörden und Unternehmen, die sie hin- und herlagern, wie es der kurzsichtig-rassistischen Tagespolitik und entmenschlichend-profitorientierten Wirtschaft (“Soziale Träger”, Security-Unternehmen, Hygiene- und Cateringfirmen etc.) passt.

Es sind zwar einige Tage seit dem Zwangsumzug vergangen, aber schon bald werden wir uns mit noch mehr schlechten News aus diesen modern-unmenschlichen MUF-Lagern zurückmelden – es ist ein langer Weg bis wenigstens die zuständigen Personen wie zum Beispiel die Sozial-Senatorin Elke Breitenbach (Die Linke-Berlin) [2] und ihre Rot-Rot-Grüne-Landesregierung von ihrer humanitären Scheinheiligkeit weichen, um tatsächlich menschenwürdige Lösungsansatze auszuarbeiten und sie wenigstens für Berlin umzusetzen.

Die Gruppe “Lager Mobilisation Berlin-Wedding” bedankt sich bei der Ehrenamtlichen des Untersützungsnetzwerk  “Wedding.Hilft”, die den gesamten Zwangsumzug dokumentierte und Oplatz.net zur Verfügung stellte.

Abkürzungen:

  • LAF Berlin: Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (ehemals LAGeSo) und der Senatsverwaltung “Integration, Arbeit und Soziales” untergordnet à zuständige Senatorin Elke Breitenbach (Die Linke-Berlin)
  • MUF: Modulare Unterkunft für Flüchtlinge à immer noch ein Massen-Lager
  • AWO – Arbeiterwohlfahrt: www.AWO.org

 

[1] http://oplatz.net/presse-mitteilung-protest-asylsuchende-menschen-in-berlin-wedding-protestieren-am-03-marz-2017-gegen-ihren-zwangsumzug-nach-marzahn/

[2] http://oplatz.net/to-senator-breitenbach-and-laf-until-when-will-you-segregate-the-people-of-the-camps/

 

 

Der Blick aus dem Fenster des AWO-Lagers an der Pankstr. 70: Ein öffentlich zur Schau gestelltes Beispiel der deutschen Lagerindustrie: 1. Politik schreibt es vor: Asylsuchende Menschen werden in einem Massen-Lager gelagert; 2. Verwaltung: dort werden sie von Firmen der “Sozialen” Arbeit, wie hier AWO, bevormundet und von Securtiy-Unternehmen überwacht; 3. …und wieder zwangsgelagert, wenn “nötig” – und wieder verdienen Firmen wie BVB.NET (im Auftrag der #BVG) und PLISCHKA-UMZÜGE mit ihnen ihr Geld. Willkommen in der deutschen Lagerindustrie – der zeitgenössichen Form der Sklaverei.

-Originaltext der Ehrentamtlichen-

Bericht zum Umzug der Bewohner*innen aus der Pankstraße 70, Wedding in die neue Unterkunft in Marzahn (MUF) Wittenberger Str. 16, 12689 Berlin

(Beobachtungen und Erfahrungen einer Ehrenamtlichen von Wedding.hilft)

 

  1. März 2017

 

Busfahrt

Abfahrt Pankstraße ca. 10.15 Uhr. Im Bus sitzen Familien, Frauen und einige alleinstehende Männer, ca. 40 Personen. Vorne im Bus (durch Gurt abgetrennt – aus „Sicherheitsgründen“) zwei LAF-Mitarbeiterinnen, eine zuständig für die Logistik beim Umzug, eine für „Soziale Belange“.

Ankunft mit dem Bus in der Wittenberger Straße gegen 11 Uhr.

 

Gelände

Das Gelände ist noch eine Baustelle und von (von außen bemalten) Bauzäunen umgeben. Auf dem Gelände steht ein Bagger, Erdarbeiten sind noch im Gange. Im Zentrum des Gebäudekomplexes ist ein Spielplatz vorgesehen, Spielgeräte stehen schon, aber der Spielplatz ist abgezäunt und umringt von Erdhaufen.

Es gibt noch keine Telefonanschlüsse, die Bediensteten arbeiten z.T. mit Laptops in sehr kleinen, schlecht ausgestatteten Büros. Computer sind noch nicht ausgepackt.

 

Ankommen vor Ort

Die Gruppe der ca. 40 Geflüchteten wird von einer Security-Person in einen Raum gebracht, in dem etwa 20 Stühle in 2 Reihen stehen. Dann holen die Geflüchteten ihr Gepäck aus dem Gepäckwagen und stellen es auch in den Raum – es herrscht Chaos.
Es gibt keine Begrüßung (weder durch die Leitung, noch durch Sozialarbeiter*innen), keine Infos, was jetzt passieren wird…

 

Verwaltungstrakt
Im Flur nebenan ist die Verwaltung und auch der Raum der Sozialarbeiter und -betreuer
(6-7 Personen, alles Männer, soweit ich das einschätzen konnte). Sie sprechen Arabisch, Farsi, Urdu und Englisch. Sie sind aber die überwiegende Zeit nur im Verwaltungstrakt und nicht bei den Geflüchteten.

Außerdem ist dort das Büro der neuen Leiterin.

Ich gehe kurz zu ihr, um mich vorzustellen und nachzufragen, wie es weitergeht.
Sie ist kurz ab. Chaos auch in den Fluren der Verwaltung.

Im Gegensatz zu den Geflüchteten habe ich einfachen Zugang zum Verwaltungstrakt. Ich spreche mit einem*einer Mitarbeiter*in, der*die sich beklagt, dass alles so chaotisch sei, dass heute nichts mehr geklärt werden könne – z.B. in Fragen von Zimmerwechsel oder Anfrage für ein Einzelzimmer. Vielleicht könne nächste Woche was geregelt werden. Sie wären hier gar nicht genügend vorbereitet und ausgestattet, noch nicht einmal mit Telefon. Er*Sie wirkt auf mich sehr gestresst und unzufrieden.

Zwischendurch im Chaos möchte ein*eine Mitarbeiter*in herausfinden, ob es unter den Geflüchteten Kranke gibt, ruft aber einfach nur kurz in eine Menschentraube vor der Tür zum Verwaltungstrakt, wenige hören die Frage. Ich finde diese Frage äußerst wichtig und sorge dafür, dass alle (die zu diesem Zeitpunkt noch im Raum sind – das sind nicht alle!) es mitbekommen. Es gibt durchaus einige Kranke (z.B. ein krankes Kind, eine Frau, die nächste Woche ins Krankenhaus muss, etc.). Der*Die Mitarbeiter*in sammelt Papiere als „Belege“ dazu ein, soweit vorhanden. Die Frau, die ins Krankenhaus muss, hat keine Papiere zu ihrem Krankenhausaufenthalt zur Hand, nur die CDs mit den Befunden. Das reicht der*dem Mitarbeiter*in nicht. Er*Sie schreibt ihren Namen nicht auf.

Ich spreche eine*n weitere*n Mitarbeiter*in an. Diese*Dieser Mitarbeiter*in hält die Zustände vor Ort für untragbar und möchte bald den Job in dieser Unterkunft beenden, will mir im Flur aber nichts Weiteres erzählen. Ich frage nach, ob es eine Unterstützungsinitiative vor Ort gibt. Nein, gibt es nicht. Dann fragt mich ein*e weitere*r Mitarbeiter*in, ob wir (Wedding.hilft) behilflich sein könnten mit einer Frau, die große Probleme mit ihrem Zimmer bzw. ihrer Wohnsituation hat. Eine Bewohnerin (vielleicht war es diese Frau) taucht später im Verwaltungstrakt auf, weint und ist verzweifelt, wird von der Leiterin und einer*einem anderen Mitarbeiter*in schroff abgewehrt.

Insgesamt finde ich es äußerst heikel, dass der Umzug an einem Freitag stattfindet. Das Wochenende folgt… mit eingeschränkter personeller Besetzung.

Die Zuständige für Kinderbetreuung der AWO (Betreiber der Unterkunft in der Pankstraße, Wedding) war auch mit dem Bus mitgefahren. Sie ist nach Ankommen in Marzahn noch etwa 1 Stunde vor Ort und fragt sich, ob es dort wohl auch Kinderbetreuung gibt. Ich frage bei der Leitung nach: „Nein – noch nicht“, ist die knappe Antwort.

 

Registrierung und Raumverteilung
Zuerst werden die Familien in ihre Räume verteilt. Einzeln wird der jeweilige Vater aufgerufen zwecks Registrierung bei der Leitung und Übergabe von Chips für die Schlösser der Wohneinheiten. Das Gepäck wird von der Security durchsucht nach Waffen und Elektrogeräten, die den Leuten abgenommen werden (darunter Bügeleisen, Wasserkocher, etc.). Sie können die Dinge bei Auszug wiederhaben, heißt es. Solche Infos gibt es aber nur auf Nachfrage. Elektrogeräte sind in den Wohneinheiten prinzipiell nicht geduldet. Ebenso wenig das Aufhängen von Bildern an den Wänden. Jede einzelne Prozedur bis zum Einzug in die Wohneinheiten dauert ihre Zeit. Um 13.30 Uhr (als ich ging) warteten immer noch ca. 15 Leute auf die Registrierung und den Einzug.

Ich gehe bei Einzugsaktionen von Familien mit. Die Security lässt immer nur die Leute mit einem Chip zur Türöffnung durch, mich lassen sie aber bereitwillig mitgehen.

Die Familien erhalten kleine Wohnungen im Erdgeschoss, die durch einen Flur/Vorraum miteinander verbunden sind. Alle Eingänge, Flure, Wohnungen und Zimmer sind nur mit einem solchen Chip zugänglich – auch die Kinder bekommen solche Chips (die Türen sind sehr schwer, und die Aufdrehknäufe funktionieren nur schwergängig, ich kriege die Türen kaum auf).

Die Wohnungen für die Familien sehen auf den ersten Blick ganz ok aus, 2 kleine Zimmer mit jeweils 2 Betten, im Eingangsbereich eine Küchenzeile, in einer Nische ein Klo und eine Dusche (voneinander getrennt). Alles sehr neu, aber auch steril.

 

Einzug einer 7-köpfigen Familie

Alle Wohnungen sind nur für 4 Personen vorgesehen, daher auch nur 2 Betten pro Zimmer (die etwa 1/3 des jeweiligen Raumes einnehmen). Ein*e Mitarbeiter*in bringt Bettbezüge, Laken gibt es allerdings keine, die sind ausgegangen. Schränke und Regale werden noch aufgebaut. Es gibt kein Geschirr, kein Besteck, keine Töpfe, keinen Tisch, keine Stühle. Laut einem*einer Mitarbeiter*in sollen nächste Woche noch mehr Betten reingestellt werden, aber die nächsten Tage muss die Familie so klarkommen.

 

Das Personal

Das gesamte Personal, mit dem ich gesprochen habe, beschwert sich über die Zustände vor Ort. Sie verstehen nicht, warum mit den Einzügen nicht noch gewartet wurde, bis alles fertig gebaut und die Ausstattung für alle gewährleistet ist. Auch die Tatsache, dass es nur Wohnungen für 4 Personen gibt, finden sie absurd, da bekannt sei, dass Familien häufig mehr als 4 Mitglieder haben. Alles sei schlecht geplant und organisiert.

Ein*e Mitarbeiter*in beschwert sich über fehlende Klobürsten (die Bewohner*innen können noch nicht einmal die Klos säubern, werden dann aber für unsaubere Toiletten gerügt). Auch findet er*sie es unmöglich, dass die Leute private Dinge abgeben müssen (Elektrogeräte, auch Staubsauger etc.) und dass sie keine Bilder aufhängen dürfen, dass ihnen ein Teil ihres Privatlebens genommen würde.

Für die Wäsche gibt es Wäschepersonal. Die Bewohner*innen dürfen ihre Wäsche nicht selbst waschen, sondern müssen sie abgeben.

 

Die Zimmer für Einzelpersonen

liegen im 1. bis 5. Stock, der Fahrstuhl kann/darf nicht genutzt werden. In den jeweiligen Stockwerken sind die Leute zu zweit, manchmal auch zu dritt in einem Raum untergebracht, insgesamt 16 Personen auf einem Flur. Pro Flur gibt es jeweils ein Gemeinschaftsbad für Männer und Frauen mit je 2 Toiletten und 1 Dusche. Es gibt keine Duschvorhänge, keine Aufhängungen für Handtücher, keine Ablagemöglichkeiten für Waschzeug, keine Aufhängungen für Klopapier, geschweige denn Klopapier und wie gesagt keine Klobürsten. Der*Die Mitarbeiter*in regt sich sehr über diese Mängel auf.

Jeder dieser Flure hat eine Gemeinschaftsküche (ca. 8 qm) mit zwei Herden. Dort können maximal 2-3 Personen gleichzeitig kochen. Neben der Gemeinschaftsküche ist ein kleiner Raum (auch ca. 8 qm), der komplett leer steht – keine Stühle oder Tische.

Der Wohnkomplex ist in Teilen seit ca. 2 Wochen bewohnt. In einer Gemeinschaftsküche, die ich gesehen habe, war bereits der Wasseranschluss kaputt.

 

Besuche durch Freunde/Unterstützer*innen

Am Haupteingang geht es zur „Rezeption“ mit Security.
Alle Besucher*innen müssen sich dort registrieren lassen und ihren Ausweis zeigen/abgeben. Niemand darf selbstständig auf das Gelände. Die Bewohner*innen müssen ihre Gäste an der „Rezeption“ abholen. Einen anderen Zugang gibt es nicht.

 

Wohngegend

Die Unterkunft liegt in einer Wohngegend in Plattenbauweise. In der Nähe gibt es ein Geschäft (Supermarkt „Norma“) in ca. 10 Minuten Fußweg-Entfernung. Weitere Geschäfte bzw. ein wenig Infrastruktur gibt es in ca. 1 km Entfernung (Nähe S Ahrensfelde).
Schule/Kita

Es gibt in direkter Nachbarschaft eine Schule und eine Kita, was für die Kinder und Eltern vielleicht sogar ganz nett wäre. Nur wird es lange dauern, bis mögliche Umschulungen bürokratisch organisiert sind. Die Familien müssen in den kommenden Wochen und vermutlich Monaten lange Reisen in den Wedding auf sich nehmen. Ganz abgesehen davon, dass Schul- und Kita-Wechsel prinzipiell problematisch sind.

 

ÖPNV
Die S 7 ab S-Bahnhof Ahrensfelde ist die Verbindung nach Wedding/Mitte und 870 Meter von der Unterkunft entfernt. Dorthin müssen alle, die zur Kita, Schule, zu Ärzten o.ä. wollen.

Herr Langenbach (Pressesprecher des LAF) hatte beim Gespräch in der Pankstraße auf die Straßenbahn, die angeblich ca. 3 min. Fußweg entfernt sei, hingewiesen.

Die Straßenbahnhaltestelle ist tatsächlich ca. 600 Meter entfernt. Von dort fährt die M8 südlich nach Marzahn rein und nördlich an die Stadtgrenze nach Ahrensfelde. Bis zum Hauptbahnhof dauert die Fahrt ca. 1 Stunde.

 

LAF à nötiger Protest

Die LAF-Mitarbeiterin für Soziale Belange ist noch vor Ort, als ich gegen 13.30 Uhr die Unterkunft verlasse. Zuvor habe ich sie mehrfach auf die Mängel und Missstände angesprochen. Sie hat jedes Mal abwiegelnd und verharmlosend auf meine Beschreibungen reagiert. Sie meinte, sie hätte eine der Wohnungen für die Familien gesehen. Sie könnte sich auch vorstellen, dort zu wohnen.

Sie hat nicht mit Geflüchteten gesprochen, sie hat sich nichts notiert, sie saß nur einfach da (zumindest habe ich sie nur so gesehen). Dabei ging es eindeutig um Soziale Belange!!!

Vor Abfahrt des Busses aus der Pankstraße hatte ich ein Gespräch mit Herrn Langenbach, (Pressesprecher LAF). Er hatte von der Unterkunft geschwärmt: „die beste, die ich kenne“.

Da das LAF für die Qualität der Unterkünfte und deren Ausstattung sowie das (auch zeitliche) Organisieren und Abwickeln von Umzügen zuständig ist, muss das LAF hier einschreiten bzw. zum Einschreiten bewegt werden!

 

Liste mit Mängeln und Missständen:

  • Keine Willkommenskultur/fehlende Informationen bei Ankunft
  • Keine Kinderbetreuung vor Ort. Spielplatz nicht nutzbar.
  • Bauarbeiten vor Ort (inkl. Baulärm)
  • Keine Telefonanschlüsse (keine Kontaktaufnahme mit Leitung, Verwaltung und Sozialarbeit von außen möglich)
  • Hohe Unzufriedenheit des Personals wegen Chaos und Ausstattungsmängeln („Die Unterkunft hätte erst fertiggestellt werden müssen. Der Einzug ist verfrüht!“)
  • Wohnungen für Familien sind nur für 4 Personen vorgesehen, dementsprechend klein und nur mit 4 Betten ausgestattet, obwohl es 6- und 7-köpfige Familien gibt. (Für Betten, die möglicherweise nächste Woche beigestellt werden, ist kaum Platz.)*
  • In den Familien-Wohnungen fehlen Tische und Stühle, es gibt kein Koch-, Ess- und Trinkgeschirr.
  • In allen Bädern und Toiletten fehlen: Duschvorhänge, Ablageflächen, Haken an der Wand, Klopapierhalterungen, Klobürsten
  • Fehlende Bettwäsche
  • Elektrogeräte sind verboten und müssen abgegeben werden (auch Bügeleisen, Radio, Wasserkocher, Staubsauger etc.)
  • Die schlechte Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr bzw. der weite Weg in den Wedding zu Schulen, Kitas, Ärzten ist insbesondere für Familien mit kleinen Kindern und kranke Personen eine Zumutung.
  • Der Wunsch von Geflüchteten, gemeinsam mit Freunden oder Bekannten im Zweibettzimmer untergebracht zu werden, wird einsilbig verwehrt.

 

* Dies ist insbesondere absurd, da bei der Wohnungssuche bzw. Genehmigung durch die Ämter darauf bestanden wird, dass 7-köpfige Familien keine 4-Zimmer-Wohnungen anmieten dürfen, sondern eine 5-Zimmer-Wohnung suchen müssen (die noch schwerer zu finden ist).

 

Webseiten:

 

www.wedding-hilft.de

www.facebook.com/LagerMobiBerlin

www.oplatz.net

 

Berlin, 13. März 2017

 

 

 

 

 

 

Categories: Tent Action

Romnja* Power Month 2017

Mon, 03/13/2017 - 21:58

Liebe Freund*innen, liebe Schwestern* und liebe Interessierte*,
unser Programm zum alljährlichen Rom*nja Power Month ist da! Wie auch im vorigen Jahr erwarten Sie interessante, empowernde und vielseitige Veranstaltungen!
Der Romnja* Power Month findet vom 8. März bis zum 8. April 2017 statt und wird somit vom Internationalen Tag der Frauen* und dem Internationalen Tag der Rom*nja eingerahmt.

Categories: Tent Action

Internationaler Tag der Rom*nja

Mon, 03/13/2017 - 21:46

Liebe Leute!
Dieses tolle, riesige Wandplakat wird die Demo zum Internationalen Tag der Rom*nja, 8. April, an einer Häuserwand in Berlin-Kreuzberg hängend bewerben! Möchtest du beim Ausmalen (unter professioneller Anleitung) mithelfen? Dann komm diesen Freitag oder Samstag ins RomaniPhen Archiv! Anmeldung unter: Plakatmalen@web.de
Sa 11. und So 12. März jeweils von 11 – 18 h. Wer mag, kann zb für 1 oder 2 Stunden mithelfen
Wir freuen uns!
Danke an das Bündnis gegen Rassismus für diese tolle Aktion!
#RomnjaPowerMonth #MalenNachZahlenWarGesternKommZuRomaniPhen

Romnja Power Month 2017 Programm

Categories: Tent Action

Take back the future 8. april 2017 International Roma Day

Mon, 03/13/2017 - 21:30

Samstag, 8. April 14:00 – 17:00
paul-löbe-haus bundestag (bundestag und bundeskanZleramt) u-bhf.bundestag

Während manche planen können, wie ihre Leben verlaufen sollen und darüber nachdenken dürfen, welchen Beruf sie wählen, wo und wie sie leben möchten, können andere nur hoffen, eines Tages diese Freiheiten zu haben. 

Für genau diese Hoffnung kämpfen diese meist in unwürdiger Unterbringung einen bürokratischen Kleinkrieg. Kettenduldungen oder kalte, überfüllte, provisorische Zelte als Wohnorte, unfaire verkürzte juristische Prozesse, gezielte Desintegration und un die tagtägliche Angst vor nächtlicher Abholung zur Abschiebung sind bundesdeutsche Realität.

Nach Zahlen des Flüchtlingsrates wurden im ersten Halbjahr 2016 dreizehntausend-sieben-hundert-drei-undvierzig Menschen abgeschoben, davon fünftausend-s-ieben-hundertsechsundsiebzig in angeblich »sichere Herkunfts-staaten«. Dreizehntausendsieben-hundert-drei-und-vierzig, das sind nicht numerisch, sondern menschlich gesehen eins + eins + eins + eins + eins .. und so weiter. Menschen, unterschiedlich in Alter und Geschichte. Gleich in der Hoffnung, dem Zustand der Rechtlosigkeit zu entfliehen. Von einem Tag zum nächsten leeren sich Schul-bänke, Kolleg*innen und Nachbar*innen sind nicht mehr aufzufinden. Menschen, die sich nicht »freiwillig« in die angeblich »sicheren« Herkunftsstaaten des West-balkans abschieben lassen, werden mit einem mehrjährigen Einreiseverbot belegt: Familien, deren Kinder hier-zulande geboren sind, die niemals etwas anderes sahen als dieses Land, werden in den Kosovo, nach Mazedonien, nach Serbien oder nach Bosnien und Herzegowina verbracht.

Dabei ist der Begriff des »Wirt-schafts-flüchtling« nur ein rheto-risches Mittel, um ihre Verfolgung und damit reale Fluchtgründe zu ignorieren, schlimmer noch: sie zu verun-glimpfen. Das Recht auf Asyl sollte ideen-geschichtlich Menschen-leben schützen, aber heute bewertet und hierarchisiert es Leid.

Berichte der Bewohnenden belegen die Verletzung der Menschen-würde und -rechte in den Lagern in Deutsch-land. Auch Studien weisen die fort-gesetzten Verletzungen von Menschen- und Kinder-rechten nach. Ebenso sind die unwürdigen Situationen in den Herkunfts-staaten nachgewiesen. Dort, wo es angeblich sicher sein soll, ist zumindest für Minderheitenangehörige wie zum Beispiel Rom*nja die Situation abso-lut lebensgefährlich. Auch mittel-losen Angehörigen der Bevöl-ke-rungsmehrheiten fällt das Überleben schwerer, politisch Aktive oder von Gewalt bedrohte Frauen und Kinder oder nicht normativen Konzepten Folgende oder oder… finden viel weniger Zufluchten, als hier. »Sicher« ist daher nur, dass wir die Sicher-heits-vorstellungen der Bundes-regierung nicht hinnehmen können.

Mit den Bestrebungen, ebenfalls Gebiete in Afghanistan und dem Irak als »sicher« einzustufen, sind auch 2017 viele Ab-schiebungen und verkürzte Asyl-ver-fahren zu erwarten. Auch andere Länder werden folgen und ebenfalls auf der Liste der »sicheren Herkunftsstaaten« landen. Der Begriff ist ein migrationspolitisches Instrument, das die Wirklichkeit auf den Kopf stellt, um die Flüchtenden pauschal abzuweisen. Folgen sollen zum Beispiel Tunesien, Marokko und Algerien. Mit zahlreichen Staaten wird über sogenannte Rücknahmeabkommen verhandelt, unter eindeutigen Drohungen, im Verweigerungsfall die Entwicklungshilfe zu kürzen und Wirtschaftsbeziehungen zu beenden. Diese [neo]kolonialen Verhältnisse kritisieren wir scharf. Nicht die Menschen sind die Probleme, die beseitigt werden müssen, es sind die Fluchtursachen. Die allermeisten Menschen kommen nicht freiwillig, sondern weil ihre Lebensgrundlagen zerstört werden. Der Deal mit der Türkei und die Abschottung Europas an den Außengrenzen forderten 2016 mehr Menschenleben als zuvor, und auch in 2017 wird diese humanitäre Katastrophe weiterbetrieben.

Seit dem ersten internationalen Tag der Rom*nja 1971 erhebt sich der Widerstand gegen Angriffe auf romani Leben und Identitäten und der Internationale Tag der Rom*nja wird gefeiert. Auch in diesem Jahr nehmen wir diesen Tag zum Anlaß, um für eine selbstbestimmte, menschenwürdige Zukunft zu streiten. In Solidarität mit allen Geflüchteten* fordern wir: Take Back the Future!

 

Categories: Tent Action

IF YOU ARE REFUGESS

Sun, 03/12/2017 - 21:58

I’m pretty know all of refugess camp has many problem. I live in one of them. Its call Halberstadt refugess camp. This camp is really fareway from the centre. I know that usually all of camp has same main problem. Food are not good. (First week ı had a stomach problem from food. You cannot get insurance just emergency thing. Even you have big problem.For example I know some of people need to go hospital. But they can not go. You must wait your transfer. Because that camp is temporary. You must contract with angel to not gonna die. İts forbidden to go outside. You cant leave Halberstadt. If you are lucky you must share with four person in room. This room has only couch and gardlop. Toliet and bathroom doors doesnt have lock in outside. Only smal and double rooms have door lock. If you need internet you must go one spot in outside to have wifi. It is really open air prison. How can possible to improve yourself and connect to others. We know its isolation. They always try to deportation us. Last week ı have talked one Syrian friend. His wife lost 30 kilogram during the camp. She doesnt have posibilty to talk with someone. She is always alone. She doesnt want to do anything also go to outside right now. She has psychological report from doctor. He says ı show social worker to go better places but they say you must wait fucking transfer. People are going to depressive.

There is only way to break all of shit thing. We have to struggle this system where we live.  We dont need to wait magic thing. We should know that all of state wont help us. Capitalist system produces all of shit thing. They like to make wars. They earn money from worker class. They try to kill mother earth.  They sell gun, bombs that kind of stuff each other. These days Turkey has ‘’problem’’ with German state but Germany still sells tanks for Turkish army same days. We know how is it going politic stuff. We will see how is going life after the referandum in Turkey. They manage this fucking world. They want that nobody realize it. Their one of target is try to teach us that we are enemy each other. But we are not. Doesnt matter where are you from. How more than one million people living hunger while why they need to make money. We know that who creatives this world. We are front of them with ourbody. We against all of these shit thing. We have to organise each other. We have to be front of them to say no border no national stop deportation. We know their aim to make problem with us. We dont agree this. We know mother earth has enough everthing for life but without capitalism. Dont give up just Rise up. We are refugess we know that who are you.

 

10.03.2017

Greenwar.

Categories: Tent Action

Pages

Der Kampf von Flüchtlingen braucht Geld!

Die Karawane ist maßgeblich auf Spenden angewiesen. Unsere Organisation besteht überwiegend aus Flüchtlingen, die (wenn überhaupt) nur über sehr geringe finanzielle Mittel verfügen. Aus diesem Grunde haben wir 2008 den „Förderverein Karawane e. V.” gegründet. Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt und kann deswegen auf Wunsch Spendenquittungen ausstellen, so dass sie steuerlich absetzbar sind. Wenn bei der Überweisung die Adresse mit angegeben wird, verschicken wir die Spendenbescheinigung automatisch spätestens am Anfang des Folgejahres.

Kontakt: foerderverein(at)thecaravan.org

Unsere Bankverbindung lautet:
Förderverein Karawane e.V.
Kontonummer
: 40 30 780 800
GLS Gemeinschaftsbank eG
BLZ: 430 609 67

IBAN: DE28430609674030780800
BIC: GENODEM1GLS

Events

M T W T F S S
 
 
1
 
2
 
3
 
4
 
5
 
6
 
7
 
8
 
9
 
10
 
11
 
12
 
13
 
14
 
15
 
16
 
17
 
18
 
19
 
20
 
21
 
22
 
23
 
24
 
25
 
26
 
27
 
28
 
29
 
30
 
31
 
 
 

Syndicate

Subscribe to Syndicate