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The VOICE Refugee Forum – A Network of Refugee Community Initiatives in Germany: Our goal is aimed to organized under principles of self-organization of refugees and their Communities against the Apartheid in isolation camps and ‘Lager’ and to empower the political Networks and struggles in the camps. The self-determination of the refugees to liberate themselves from institutional racism and discrimination is clearly defined; in order to form a united block against suicidal acts and traumas in Isolation lagers. We demand solidarity and protest against the collective punishments through racist persecution of refugees in Germany. We demand the abolition of the Residence Obligation (Residenzpflicht) and the segregation of refugees in ‘Lager’ and camps and Deportation prisons. We stand for Freedom of movement for all, Stop deportation and all discriminatory laws against refugees. We are united against any form of colonial injustice and social exclusion of refugees and people without rights in Germany. "Main focus is to promote networking and Campaigns for Refugees Community unity and mobilise to represent our own VOICES” Donation: Förderverein The VOICE e.V. Sparkasse Göttingen Kontonummer: 127829 BLZ: 260 500 01 IBAN: DE97 2605 0001 0000 1278 29 BIC: NOLADE21GOE The VOICE Refugee Forum Jena, Schillergässchen 5, 07745 Jena, E-Mail: thevoicerefugeeforum(at)gmx.de , E-mail: the_voice_berlin(at)emdash.org Internet: http://www.thevoiceforum.org
Updated: 51 min 13 sec ago

Eine Botschaft ihres Sohnes, Tawfik Lbebidy, im Namen seiner Familie

Tue, 05/31/2022 - 15:50

Wir trauern um Salam Shenan, eine Mutter und revolutionäre Aktivistin des The VOICE Refugee Forums.
http://thevoiceforum.org/node/4810

Eine Botschaft ihres Sohnes, Tawfik Lbebidy, im Namen seiner Familie:

Eine Mutter, eine demokratische und atheistische syrische Politikerin und Flüchtlingsaktivistin hat uns verlassen.

Meine liebe Mutter ist im Alter von nur 68 Jahren verstorben. Sie starb am Freitag, den 20. Mai, in ihrem Exil in einem Krankenhaus.

Sie wurde am 13. April 1954 in Aleppo, Syrien, als Tochter eines Rechtsanwalts und einer Hausfrau/Arbeiterin geboren. Ihre Eltern waren Mitglieder der Kommunistischen Partei Syriens.

Ende der 1960er Jahre schloss sie sich dem syrischen Zweig des Demokratischen Jugendverbandes Syriens und der Kommunistischen Partei Syriens an. Sie verließ beide Organisationen während des syrischen Aufstands in den 1980er Jahren nach ihrer Heirat und der Geburt des ersten ihrer drei Kinder sowie während des Aufkommens des islamistischen Terrorismus, auf den das syrische Regime mit Repressionen gegen alle politischen Bewegungen, einschließlich der syrischen Kommunisten,
reagierte.

In den ersten Jahren der Präsidentschaft von Bashar Al-Assad schloss sie sich dem "Club der Wiedergeburt der Zivilgesellschaft" an und sah sich Repressionen seitens des syrischen Regimes ausgesetzt. Diesmal verließ sie das Land und beantragte politisches Asyl in Deutschland, nachdem sie
den Glauben an eine Rückkehr nach Syrien verloren hatte, die gefährlich für ihr und unser Leben gewesen wäre.

Wir kamen im November 2002 in Deutschland an und wurden in den Jenaer Forst gebracht. Die Lebensbedingungen im Lager waren schlecht. Die Isolation und die Transportmöglichkeiten, die kleinen Essensportionen, die überhaupt nicht gesund waren. Eine Gruppe des VOICE Refugee Forum organisierte einen spontanen Essensstreik. Sie weigerten sich, die Essensportionen anzunehmen.
Meine Mutter schloss sich der Protestdelegation der Flüchtlinge an, die mit der Verwaltung sprach. Sie und mein Vater trafen sich mit Osaren Igbinoba in Jena, und ein paar Tage später lud uns Mbolo Yufanyi,
ein VOICE-Aktivist, zu einem Treffen ein, an dem wir teilnahmen. Seitdem hat sich sich meine Mutter in der Flüchtlingsarbeit engagiert. Ihre erste Aktion fand in den ersten Monaten statt, als sie an einer Konferenz in Berlin über die Situation der politischen Gefangenen in Syrien teilnahm, unterstützt von Aktivisten des VOICE Refugee Forums.

Seit 2002 beteiligte sie sich an allen Aktionen für Flüchtlingsrechte in Deutschland im Rahmen von The VOICE Refugee Forum, der Karawane, von No Lager und No Lager Feminists. Viele Kämpfe und Graswurzelaktivismus waren Stationen in ihrem Leben, wie zum Beispiel der Kampf gegen Abschiebungen nach Togo, der Kampf der syrischen Kurden gegen das syrisch-deutsche Rückkehrabkommen und der Fall von Otto Felix, der Kampf gegen rassistische Polizeigewalt im Fall Oury Jalloh sowie der Kampf für die
erfolgreiche Schließung des Lagers Katzhütte und insbesondere des Lagers Gehlberg in Thüringen, wo sie gelebt hatte. Und der Kampf für das Bleiberecht unserer Familie und einer Roma-Familie von Sultan und gegen die Abschiebung von Sultan aus Gehlberg in den Kosovo.

Ihre Positionen waren immer von der klaren Überzeugung geprägt, dass der demokratische Wandel für alle Menschen sein sollte, unabhängig von Nationalität, Religion oder Geschlecht. Sie war eine radikale säkulare und atheistische Aktivistin, während ihr Hintergrund als arabische Frau sie angetrieben hat.

Parallel zu ihrer Arbeit als Flüchtlingsaktivistin setzte sie sich politisch für ein demokratisches Syrien ein. Viele Jahre lang wurde sie in den Vorstand der deutschen Sektion der Erklärung von Damaskus
gewählt. Außerdem wurde sie 2010 in die europaweite Plattform der syrischen Opposition gewählt. Mit dem Beginn der Volksbewegung in Syrien 2011, der Dominanz islamistischer Gruppen und pro-imperialistischer Mächte, verließ sie die offizielle syrische Oppositionsplattform und schloss sich der Bewegung gegen den Krieg in Syrien an. Sie organisierte wöchentliche Proteste gegen den Krieg mit der Unterstützung von Karawanenaktivisten. Trotz ihrer eigenen Meinung über die sogenannte
syrische Revolution unterstützte sie viele syrische Flüchtlinge in ihrer neuen Stadt Kiel.

In den letzten Jahren war sie nicht mehr in der Lage, sich an der politischen Arbeit der Gruppe zu beteiligen. Ihre Herzprobleme schränkten ihre Fähigkeit ein, weit zu reisen oder zu demonstrieren.

Meine Mutter war nicht nur eine politische Aktivistin in verschiedenen Bereichen. Sie war auch eine geliebte Ehefrau und Gefährtin für meinen Vater. Sie war sehr präsent im Leben ihrer Töchter und ihres
Sohnes sowie ihrer Enkelkinder. Sie war eine Lehrerin für uns. Sie unterrichtete uns in verschiedenen Klassen in Syrien. Sie war viele Jahre lang Elektroingenieurin.

Ich und meine Schwestern sind stolz darauf, sie als Mutter und als Mensch zu haben, die stärkste Frau, die wir in unserem Leben gekannt haben. Wir sind in tiefer Trauer über unseren Verlust. Wir weinen, laut
und leise.

Tawfik Lbebidy, im Namen seiner Familie
Salam political activities in The VOICE Refugee Forum
http://thevoiceforum.org/search/node/Selam%20shanan

Message from Tawfik Lbebidy on the death of her mother Salam Shanan

Tue, 05/31/2022 - 14:17
Salam Shanan Family

A message from her son, Tawfik Lbebidy, on behalf of his family:

Dear friends and comrades, our beloved mother and wife of Ghassan Lababidi, Salam Shanan, will be buried on 02.06.2022 at 13.00. The funeral will take place at Viehhallenweg 1 in Winsen (Luhe).
Afterwards we meet for coffee and cake at Kreisstr. 27 in Wulfsen.

A mother, a democratic and atheist Syrian political activist in Germany has left us.

My dear mother passed away at the age of only 68. She died on Friday, May 20, in her exile at the hospital in Kiel, Germany.

She was born on April 13, 1954 in Aleppo, Syria, the daughter of a lawyer and a housewife/worker. Her parents were members of the Syrian Communist Party.

In the late 1960s, she joined the Syrian branch of the Syrian Democratic Youth Federation and the Syrian Communist Party. She left both organizations during the Syrian uprising in the 1980s after her marriage
and the birth of the first of her three children, and during the rise of Islamist terrorism, to which the Syrian regime responded with repression against all political movements, including Syrian communists.

During the first years of Bashar Al-Assad's presidency, she joined the "Civil Society Rebirth Club" and faced repression from the Syrian regime. This time she left the country and applied for political asylum
in Germany after losing faith that returning to Syria could be dangerous for her and our lives.

We arrived in Germany in November 2002 and were taken to Jena Forest. Living conditions in the camp were poor. The isolation andtransportation, the small portion of food that is not healthy at all. A group from VOICE Refugee Forum organized a spontaneous food strike. They refused to take away portions of food. My mother joined the refugee protest delegation to talk to the administration. She and my father met with Osaren Igbinoba in Jena, and a few days later Mbolo Yufani, a Voice activist, invited us to a meeting, which we attended. Since then, my mother has been involved in refugee work. Her first action took place in the early months when she participated in a conference in Berlin about the situation of political prisoners in Syria, supported by activists from the VOICE Refugee Forum.

Since 2002, she participated in all actions for refugee rights in Germany within VOICE Refugee Forum, Caravan, No Lager and No Lager Feminists. Many struggles and grassroots activism were stations in her
life, like the fight against deportations to Togo, the Syrian Kurds (The Syrian-German Return Treatment) and Otto Felix, against racist police violence in the Oury Jalloh case, as well as the fight for the
successful closure of the Katzhütte and especially the Gehlberg camp in Thuringia, where she had lived. And for the right to stay of our family and a Roma family of Sultan and in the deportation of Sultan from
Gehlberg to Kosovo.

Her positions were always clear that democratic change should be for all people, regardless of nationality, religion or gender. She has been a radical secular and atheist activist, while her background as an Arab woman drives her.

In parallel with her work as a refugee activist, she worked politically for a democratic Syria. For many years, she was elected to the board of the German section of the Damascus Declaration. She was also elected to the Europe-wide platform of the Syrian opposition in 2010. With the beginning of the popular movement in Syria in 2011, the dominance of Islamist groups and pro-imperialist powers, she left the official Syrian opposition platform and joined the anti-war movement against Syria. She organized weekly protests against the war with the support of caravan activists. Despite her own opinions about the so-called Syrian revolution, she supported many Syrian refugees in her new city of Kiel.

In recent years, she was no longer able to participate in the group's political work. Her heart problems limited her ability to travel far or to demonstrate.

My mother was not only a political activist in various fields. She was also a beloved wife and companion to my father. She was very present in the lives of her daughters and son, as well as her grandchildren. She was a teacher to us. She taught us in different classes in Syria. She was an electrical engineer for many years.

I and my sisters are proud to have her as a mother and as a person, the strongest woman we have known in our lives. We are in deep mourning for our loss. We cry, loudly and silently.

Tawfik Lbebidy, on behalf of his family

We mourn the loss of Salam Shanan, a mother and revolutionary activist of The VOICE Refugee Forum
http://thevoiceforum.org/node/4811

Salam Shanan political Activities in The VOICE Refugee Forum
http://thevoiceforum.org/search/node/Selam%20shanan

AttachmentSize IMG-20220527-WA0012~2.jpg99.95 KB IMG_20220527_184332_resized_20220527_101224252~3.jpg350.93 KB

We mourn the loss of Salam Shanan, a mother and revolutionary activist of The VOICE Refugee Forum

Tue, 05/31/2022 - 09:39
Salam Shanan

We mourn the loss of Salam Shanan, a mother and revolutionary activist of The VOICE Refugee Forum

Dear comrades Ghasan and Tawfik Lbebidy, we are very saddened by your loss and remember Salam Shanan. We will always remember her greatness and love for oppressed communities.

Osaren Igbinoba on behalf of The VOICE Refugee Forum

A message from her son, Tawfik Lbebidy, on behalf of his family:

Dearly beloved, our beloved mother and wife of Ghassan Lababidi, Salam Shanan, will be buried on 02.06.2022 at 1 pm, the funeral will take place in Viehhallenweg 1 in Winsen (Luhe). Afterwards we will meet for coffee and cake at Kreisstr. 27 in Wulfsen.

A mother, a democratic and atheist Syrian political refugee activist has left us.

My dear mother passed away at the age of only 68. She died on Friday, May 20, in her exile at the hospital in Kiel, Germany

Dear Ghassan, dear Tawfik, dear Rita, dear Rosa, dear grandchildren!

We are all very, very sad about the sudden and far too early death of our friend, co-activist, your wife, Ghassan, your mother and grandma, Selam. We am so sorry that we haven't seen and heard each other in the last 2 ¾ years.

We miss Selam‘s love and friendship, her fighting spirit, courage and determination, her warmth, helpfulness, solidarity and her hospitality - and her fantastic food.

May her love give courage, power and faith to you all!
Our thoughts are with her and with you.

With love

Traudi with Osaren and Uyi

G8 Protest in Germany

Salam Shanan.
She dedicated her life to The VOICE activism since 2002 in Germany, before and after the family was moved from Jena Forst refugee camp to Gelberg refugee camp in 2002, before she became ill in Kiel. She and her husband were The VOICE's most independent activists at the time, taking their food with them and also criticizing The VOICE for paying for the transportation of participants beyond the (cheap) weekend tickets. They were people of integrity for The VOICE and the Caravan at all times. I learned a lot from them during their time.
May her soul rest in peace.

Her struggle against imperialism and racism continues

Racism here is a cultural legacy because white supremacy, which makes whites racist, has also made non-whites ignorant of their political potential. So we need to move the goalpost closer and play the whole field to strengthen our grassroots activism.
So I call on activists and the oppressed communities to find their love to become a family in resistance and fight for an overarching struggle for justice.
It is this love that I found in the political engagement of Salam Shanan and that I want to share with all of you. She did enough for The VOICE and the refugee community in her struggle against racism and imperialism that we can continue her struggle after her passing away.

Fight White Supremacy!

Osaren Igbinoba The VOICE Refugee Forum

Anti - War Protest against Syria Regime in Kiel

A message from her son, Tawfik Lbebidy, on behalf of his family:

A mother, a democratic and atheist Syrian politica refugee activist has left us.

My dear mother passed away at the age of only 68. She died on Friday, May 20, in her exile in a hospital.

She was born on April 13, 1954 in Aleppo, Syria, the daughter of a lawyer and a housewife/worker. Her parents were members of the Syrian Communist Party.

In the late 1960s, she joined the Syrian branch of the Syrian Democratic Youth Federation and the Syrian Communist Party. She left both organizations during the Syrian uprising in the 1980s after her marriage
and the birth of the first of her three children, and during the rise of Islamist terrorism, to which the Syrian regime responded with repression against all political movements, including Syrian communists.

During the first years of Bashar Al-Assad's presidency, she joined the "Civil Society Rebirth Club" and faced repression from the Syrian regime. This time she left the country and applied for political asylum
in Germany after losing faith that returning to Syria could be dangerous for her and our lives.

We arrived in Germany in November 2002 and were taken to Jena Forest. Living conditions in the camp were poor. The isolation andtransportation, the small portion of food that is not healthy at all. A group from VOICE Refugee Forum organized a spontaneous food strike. They refused to take away portions of food. My mother joined the refugee protest delegation to talk to the administration. She and my father met with Osaren Igbinoba in Jena, and a few days later Mbolo Yufani, a Voice activist, invited us to a meeting, which we attended. Since then, my mother has been involved in refugee work. Her first action took place in the early months when she participated in a conference in Berlin about the situation of political prisoners in Syria, supported by activists from the VOICE Refugee Forum.

Since 2002, she participated in all actions for refugee rights in Germany within VOICE Refugee Forum, Caravan, No Lager and No Lager Feminists. Many struggles and grassroots activism were stations in her
life, like the fight against deportations to Togo, the Syrian Kurds (The Syrian-German Return Treatment) and Otto Felix, against racist police violence in the Oury Jalloh case, as well as the fight for the
successful closure of the Katzhütte and especially the Gehlberg camp in Thuringia, where she had lived. And for the right to stay of our family and a Roma family of Sultan and in the deportation of Sultan from
Gehlberg to Kosovo.

Her positions were always clear that democratic change should be for all people, regardless of nationality, religion or gender. She has been a radical secular and atheist activist, while her background as an Arab woman drives her.

In parallel with her work as a refugee activist, she worked politically for a democratic Syria. For many years, she was elected to the board of the German section of the Damascus Declaration. She was also elected to the Europe-wide platform of the Syrian opposition in 2010. With the beginning of the popular movement in Syria in 2011, the dominance of Islamist groups and pro-imperialist powers, she left the official Syrian opposition platform and joined the anti-war movement against Syria. She organized weekly protests against the war with the support of caravan activists. Despite her own opinions about the so-called Syrian revolution, she supported many Syrian refugees in her new city of Kiel.

In recent years, she was no longer able to participate in the group's political work. Her heart problems limited her ability to travel far or to demonstrate.

My mother was not only a political activist in various fields. She was also a beloved wife and companion to my father. She was very present in the lives of her daughters and son, as well as her grandchildren. She was a teacher to us. She taught us in different classes in Syria. She was an electrical engineer for many years.

I and my sisters are proud to have her as a mother and as a person, the strongest woman we have known in our lives. We are in deep mourning for our loss. We cry, loudly and silently.

Tawfik Lbebidy, on behalf of his family

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Wir trauern um Salam Shanan, eine Mutter und revolutionäre Aktivistin des The VOICE Refugee Forums

Mon, 05/30/2022 - 22:20
Salam Shanan

Liebe Kameraden Ghassan und Tawfik Lbebidy, Wir sind sehr traurig über Ihren Verlust und erinnern uns an Salam Shanan. Wir werden uns immer an ihre Größe und Liebe für die unterdrückten Gemeinschaften erinnern. Osaren Igbinoba, im Namen des VOICE Refugee Forum.

Eine Botschaft ihres Sohnes, Tawfik Lbebidy, im Namen seiner Familie:

Ihr Lieben,
unsere geliebte Mutter und Ehefrau von Ghassan Lababidi, Salam Shanan, wird am 02.06.2022 um 13 Uhr in Viehhallenweg 1 in Winsen (Luhe) beerdigt.
Anschließend treffen wir uns zum Kaffeetrinken und Kuchenessen in der Kreisstr. 27 in Wulfsen.

Eine Mutter, eine demokratische und atheistische syrische Politikerin und Flüchtlingsaktivistin hat uns verlassen.

Meine liebe Mutter ist im Alter von nur 68 Jahren verstorben. Sie starb am Freitag, den 20. Mai, in ihrem Exil in einem Krankenhaus in Kiel.
Sie wurde am 13. April 1954 in Aleppo, Syrien, als Tochter eines Rechtsanwalts und einer Hausfrau/Arbeiterin geboren. Ihre Eltern waren Mitglieder der Kommunistischen Partei Syriens.
Volltext: Eine Botschaft ihres Sohnes, Tawfik Lbebidy, im Namen seiner Familie:

Salam protest in Syria

Lieber Ghassan, lieber Tawfik, liebe Rita, liebe Rosa , liebe Enkelkinder!

Wir sind alle sehr, sehr traurig über den plötzlichen und viel zu frühen Tod unserer Freundin und Mitaktivistin, deiner Frau, Ghassan, eurer Mutter und Oma, Selam. Es tut mir so leid, dass wir uns in den letzten zweidreiviertel Jahren nicht mehr gesehen haben und voneinander gehört haben. Wir vermissen Selams Liebe und Freundschaft, ihren Kampfgeist, Mut und Entschlossenheit, ihre Wärme, Hilfsbereitschaft, Solidarität und ihre Gastfreundschaft – und ihr fantastisches Essen!

Möge ihre Liebe euch allen Mut, Kraft und Zuversicht geben!

Unsere Gedanken sind bei ihr und bei euch!

In Liebe

Traudi mit Osaren und Uyi

......

Wir trauern um Salam Shenan, eine Mutter und revolutionäre Aktivistin des The VOICE Refugee Forums

Salam Shanan. Seit 2002 hat sie ihr Leben dem Aktivismus von The VOICE gewidmet, bevor und nachdem die Familie 2002 vom Flüchtlingslager Jena Forst nach Gehlberg umzogen ist und bevor Salam in Kiel krank wurde. Sie und ihr Mann Ghassan waren zu dieser Zeit die unabhängigsten Aktivisten bei The VOICE. Sie brachten ihr eigenes Essen mit zu unseren Treffen und vertraten auch eine kritische Position hinsichtlich der Finanzierung des Transports der Teilnehmer über die Wochenendtickets bzw. Nahverkehrsverbindungen hinaus. Sie waren zu jeder Zeit integre Menschen für The VOICE und die Karawane. Ich habe während ihrer Zeit viel von ihnen gelernt. Möge ihre Seele in Frieden ruhen. Ihr Kampf gegen Imperialismus und Rassismus geht weiter.

Die Kämpfe hier für Gerechtigkeit in Bezug auf Rassismus und Diskriminierung sind nur die Spitze eines Eisbergs in weißen Ländern und Kontinenten.
Der Rassismus hier ist ein kulturelles Erbe, denn die weiße Vormachtstellung, die Weiße zu Rassisten macht, hat auch nicht-weiße Menschen ignorant gemacht hinsichtlich ihres politischen Potentials. Daher müssen wir den Torpfosten näherrücken und das ganze Feld bespielen, um unseren Graswurzelaktivismus zu stärken.
Daher rufe ich alle Aktivist*innen und die unterdrückten Communitys auf, ihre Liebe zu finden und eine Familie zu werden im Widerstand und einen übergreifenden Kampf für Gerechtigkeit zu führen.
Es ist diese Liebe, die ich im politischen Engagement von Salam Shanan gefunden habe und die ich mit euch allen teilen möchte. Sie hat genug für The VOICE und die Flüchtlingscommunity in ihrem Kampf gegen Rassismus und Imperialismus getan, dass wir ihren Kampf auch nach ihrem Tod weiterführen können. Fight White Supremacy!

Salam Activities in The VOICE Refugee Forum
http://thevoiceforum.org/search/node/Selam%20shanan
Osaren Igbinoba, The VOICE Refugee Forum Jena.

Eine Botschaft ihres Sohnes, Tawfik Lbebidy, im Namen seiner Familie:

Eine Mutter, eine demokratische und atheistische syrische Politikerin und Flüchtlingsaktivistin hat uns verlassen.

Meine liebe Mutter ist im Alter von nur 68 Jahren verstorben. Sie starb am Freitag, den 20. Mai, in ihrem Exil in einem Krankenhaus.

Sie wurde am 13. April 1954 in Aleppo, Syrien, als Tochter eines Rechtsanwalts und einer Hausfrau/Arbeiterin geboren. Ihre Eltern waren Mitglieder der Kommunistischen Partei Syriens.

Ende der 1960er Jahre schloss sie sich dem syrischen Zweig des Demokratischen Jugendverbandes Syriens und der Kommunistischen Partei Syriens an. Sie verließ beide Organisationen während des syrischen Aufstands in den 1980er Jahren nach ihrer Heirat und der Geburt des ersten ihrer drei Kinder sowie während des Aufkommens des islamistischen Terrorismus, auf den das syrische Regime mit Repressionen gegen alle politischen Bewegungen, einschließlich der syrischen Kommunisten,
reagierte.

In den ersten Jahren der Präsidentschaft von Bashar Al-Assad schloss sie sich dem "Club der Wiedergeburt der Zivilgesellschaft" an und sah sich Repressionen seitens des syrischen Regimes ausgesetzt. Diesmal verließ sie das Land und beantragte politisches Asyl in Deutschland, nachdem sie den Glauben an eine Rückkehr nach Syrien verloren hatte, die gefährlich für ihr und unser Leben gewesen wäre.

Wir kamen im November 2002 in Deutschland an und wurden in den Jenaer Forst gebracht. Die Lebensbedingungen im Lager waren schlecht. Die Isolation und die Transportmöglichkeiten, die kleinen Essensportionen, die überhaupt nicht gesund waren. Eine Gruppe des VOICE Refugee Forum organisierte einen spontanen Essensstreik. Sie weigerten sich, die Essensportionen anzunehmen.
Meine Mutter schloss sich der Protestdelegation der Flüchtlinge an, die mit der Verwaltung sprach. Sie und mein Vater trafen sich mit Osaren Igbinoba in Jena, und ein paar Tage später lud uns Mbolo Yufanyi, ein VOICE-Aktivist, zu einem Treffen ein, an dem wir teilnahmen. Seitdem hat sich sich meine Mutter in der Flüchtlingsarbeit engagiert. Ihre erste Aktion fand in den ersten Monaten statt, als sie an einer Konferenz in Berlin über die Situation der politischen Gefangenen in Syrien teilnahm, unterstützt von Aktivisten des VOICE Refugee Forums.

Seit 2002 beteiligte sie sich an allen Aktionen für Flüchtlingsrechte in Deutschland im Rahmen von The VOICE Refugee Forum, der Karawane, von No Lager und No Lager Feminists. Viele Kämpfe und Graswurzelaktivismus waren Stationen in ihrem Leben, wie zum Beispiel der Kampf gegen Abschiebungen nach Togo, der Kampf der syrischen Kurden gegen das syrisch-deutsche Rückkehrabkommen und der Fall von Otto Felix, der Kampf gegen rassistische Polizeigewalt im Fall Oury Jalloh sowie der Kampf für die erfolgreiche Schließung des Lagers Katzhütte und insbesondere des Lagers Gehlberg in Thüringen, wo sie gelebt hatte. Und der Kampf für das Bleiberecht unserer Familie und einer Roma-Familie von Sultan und gegen die Abschiebung von Sultan aus Gehlberg in den Kosovo.

Ihre Positionen waren immer von der klaren Überzeugung geprägt, dass der demokratische Wandel für alle Menschen sein sollte, unabhängig von Nationalität, Religion oder Geschlecht. Sie war eine radikale säkulare und atheistische Aktivistin, während ihr Hintergrund als arabische Frau sie angetrieben hat.

Parallel zu ihrer Arbeit als Flüchtlingsaktivistin setzte sie sich politisch für ein demokratisches Syrien ein. Viele Jahre lang wurde sie in den Vorstand der deutschen Sektion der Erklärung von Damaskus gewählt. Außerdem wurde sie 2010 in die europaweite Plattform der syrischen Opposition gewählt. Mit dem Beginn der Volksbewegung in Syrien 2011, der Dominanz islamistischer Gruppen und pro-imperialistischer Mächte, verließ sie die offizielle syrische Oppositionsplattform und schloss sich der Bewegung gegen den Krieg in Syrien an. Sie organisierte wöchentliche Proteste gegen den Krieg mit der Unterstützung von Karawanenaktivisten. Trotz ihrer eigenen Meinung über die sogenannte syrische Revolution unterstützte sie viele syrische Flüchtlinge in ihrer neuen Stadt Kiel.

In den letzten Jahren war sie nicht mehr in der Lage, sich an der politischen Arbeit der Gruppe zu beteiligen. Ihre Herzprobleme schränkten ihre Fähigkeit ein, weit zu reisen oder zu demonstrieren.

Meine Mutter war nicht nur eine politische Aktivistin in verschiedenen Bereichen. Sie war auch eine geliebte Ehefrau und Gefährtin für meinen Vater. Sie war sehr präsent im Leben ihrer Töchter und ihres Sohnes sowie ihrer Enkelkinder. Sie war eine Lehrerin für uns. Sie unterrichtete uns in verschiedenen Klassen in Syrien. Sie war viele Jahre lang Elektroingenieurin.

Ich und meine Schwestern sind stolz darauf, sie als Mutter und als Mensch zu haben, die stärkste Frau, die wir in unserem Leben gekannt haben. Wir sind in tiefer Trauer über unseren Verlust. Wir weinen, laut und leise.

Tawfik Lbebidy, im Namen seiner Familie

Salam political activities in The VOICE Refugee Forum
http://thevoiceforum.org/search/node/Selam%20shanan

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70th. Edition: Tune in to THE VOICES with Mbolo Yufanyi, and Co. - Taking Stock of The VOICE Refugee Forum’s social and political engagements

Thu, 05/19/2022 - 21:09

70th. Edition: Tune in to THE VOICES with Mbolo Yufanyi, and Co.
Time/Zeit: 6pm/um 18:00 Uhr On Reboot FM 88,4 MHz in Berlin & 90,7 MHz in Potsdam.
Saturday 21st May. 2022/ Samstag 21. Mai. 2022

- Taking Stock of The VOICE Refugee Forum’s social and political engagements, re-enacting our roadmap and blue prints of political demands. A Talk with activists of our grass-root movements, also with Interview from an activist of the BADU (Black African Diaspora United) network.

- Eine Bestandsaufnahme unseres sozialen und politischen Engagements des The VOICE Refugee Forums, die Überarbeitung unseres Leitfadens und der Leitlinien für unsere politischen Forderungen. Ein Gespräch mit Aktivisten unserer Basisbewegungen, auch mit einem Interview mit einer Aktivistin des Netzwerks BADU (Black African Diaspora United).

With Guests /mit Gäst*innen

• Sr. Luam from BADU (Black African Diaspora United) network and the
• Bro. Omwenyeke from The VOICE Refugee Forum Bremen.

You can also listen to the last podcasts here
• 69th edition https://www.mixcloud.com/rebootfm/the-voices-69-2022-02-12/
• 68th edition https://www.mixcloud.com/rebootfm/the-voices-68-16th-memorial-march-in-h...
• 66th edition: https://www.mixcloud.com/rebootfm/voicesokt21/

Hier findet ihr auch die letzten Podcasts

• 69. Ausgaben https://www.mixcloud.com/rebootfm/the-voices-69-2022-02-12/
• 68. Ausgabe: https://www.mixcloud.com/rebootfm/the-voices-68-16th-memorial-march-in-h...
• 66. Ausgabe: https://www.mixcloud.com/rebootfm/voicesokt21/

This Program is supported by PEACE Int. (Peer Exchange of African Communities for Empowerment). Programm unterstützt von PEACE Int. www.peace-int.org

Nous soutenons M. Mbolo C. Yufanyi Movuh dans sa lutte contre le traitement raciste dont il fait l'objet à l'Office de l'Immigration de Berlin (LEA).

Wed, 04/27/2022 - 23:39

Un activiste africain a porté plainte contre L'État de Berlin pour racisme dans l'exercice de ses fonctions. Il a déposé une plainte en décembre 2021 en vertu de la loi d'antidiscrimination de l'État de Berlin.

Un communiqué de presse commun de la Communauté Africaine / Noire (ABC), The VOICE Refugee Forum et la CARAVANE pour les droits des réfugiés et des immigrés

Nous soutenons M. Mbolo C. Yufanyi Movuh dans sa lutte contre le traitement raciste dont il fait l'objet à l'Office de l'Immigration de Berlin (LEA).

26 avril 2022
Communiqué de presse en format PDF à télécharger (voir pièce jointe ci-dessous)

M. Yufanyi Movuh est un membre de longue date de nos réseaux et communautés de solidarité. Il a lui-même souvent été touché par la brutalité policière, les contrôles et les attaques racistes. Il s'est particulièrement distingué dans la lutte contre le „Residenzpflicht“ (Résidence obligatoire). Cette loi raciste datant de l'époque coloniale et nazie a été réactivée en 1982 pour empêcher les réfugiés dans leur organisation, en les privant "légalement" de leur droit fondamental à la liberté de mouvement. M. Yufanyi Movuh vit avec sa famille à Berlin. Il a fait sa première demande de permis de séjour permanent en République fédérale d'Allemagne il y a plus de 10 ans. Cependant, des obstacles racistes et bureaucratiques l'ont depuis empêché d'obtenir ce droit.

Nous pouvons affirmer à juste titre que M. Yufanyi a fait beaucoup œuvré pour la coexistence pacifique des différentes communautés de cette société. Il s'est toujours opposé au traitement raciste de ses semblables pendant ses études en sciences forestières et de la période qui a suivi en tant que collaborateur scientifique. Nous le connaissons comme un ami, un frère, un compagnon et un camarade fiable et toujours engagé et qui défend avec persévérance les droits des communautés africaines, migrantes et réfugiées contre l'exclusion, l'humiliation, l'insulte et la privation de droits et contre le racisme. Enfin et surtout, en tant que membre du Forum des réfugiés „THE VOICE“ et de la KARAWANE pour les droits des réfugiés et des immigrés, il a travaillé depuis le début avec l'Initiative à la mémoire d'Oury Jalloh pour la clarification des circonstances de sa mort et pour la vérité. En tant qu'activiste de l'African/Black Community (ABC), il lutte pour l'unité des communautés africaines/noires au-delà des frontières coloniales et des lignes de division ethniques, linguistiques et religieuses qui nous sont dictées.

M. Yufanyi Movuh a déposé une plainte contre l'État de Berlin en décembre 2021 en vertu de la loi anti-discrimination de l'État de Berlin. Cette démarche a été précédée de rendez-vous répétés à l'Autorité des étrangers de Berlin, qui s'appelle désormais l'Office d'État pour l'immigration. Le processus de décision a été retardé pendant des années par des raisons peu convaincantes et des demandes de documents de plus en plus nombreuses. Au cours de ces années, M. Yufanyi Movuh n'a jamais reçu de rejet écrit motivé de sa demande de permis de séjour permanent. En raison de l'attitude et du comportement du personnel du bureau d'enregistrement des étrangers de Berlin, M. Yufanyi Movuh a été contraint d'engager un avocat. La dernière fois que M. Yufanyi Movuh s'est senti insulté et traité de manière raciste, c'était le 15 décembre 2020, lorsque la p fonctionnaire du bureau d'enregistrement des étrangers a voulu l'interroger sur des questions qui n'avaient rien à voir avec le processus de décision concernant sa demande. Lorsqu'il le lui a fait remarquer, citant le comportement de ce membre du personnel administratif, qu'il trouvait arrogant et dévalorisant, comme une discrimination raciste, elle s'est sentie insultée. Une autre membre du personnel, qui, comme sa collègue, n'appartient pas à une minorité et n'est pas susceptible d'avoir été victime de racisme en Allemagne en raison de son apparence, a alors annoncé à M. Yufanyi Movuh qu'elle allait déposer une plainte pénale pour insulte et a commencé à lui faire la leçon sur le racisme. À ce jour, aucune décision n'a été prise concernant cette demande. En décembre 2021, c'est-à-dire un an après la dernière apparition insatisfaisante et insultante, M. Yufanyi a décidé de déposer lui-même une plainte en vertu de la loi sur la discrimination de l'État de Berlin.

Nous suivrons et observerons de près le traitement des événements et le traitement de la demande de permis de séjour permanent et de la plainte de M. Yufanyi. Si nécessaire, nous nous sentons obligés, avec toutes les personnes intéressées, de documenter les expériences et les événements au sein de l'Office national de l'immigration et de vérifier dans quelle mesure les expériences des personnes correspondent au "projet clé" de la loi centrale contre la discrimination du Sénat de Berlin.

Nous appelons les personnes touchées par le racisme officiel, et pas seulement à Berlin, à prendre contact avec nous afin que nous puissions formuler nos préoccupations ensemble et chercher des solutions collectivement.

Contactes:
Communauté Africaine / Noire (ABC)| E-Mail: abcberlin19@gmail.com | Telefon: +49 152 159 286 58
CARAVANE pour les droits des réfugiés et des immigrés
E-Mail: wuppkarawane@yahoo.de | Telefon: Araz Ardehali: +49 178 853 07 01 | Naledi Lin: +49 176 532 296 61
THE VOICE Refugee Forum (Berlin) | the_voice_berlin@emdash.org | Mbolo Yufanyi Movuh: +49 170 878 81 24

KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen
Büro Wuppertal | Marienstraße 52 | 42105 Wuppertal
http://thecaravan.org | E-Mail: wuppkarawane@yahoo.de

AttachmentSize Communiqué de presse en français173.78 KB

We support Mr. Mbolo C. Yufanyi Movuh in his struggle against racist treatment at the Berlin State Office for Immigration (LEA).

Wed, 04/27/2022 - 23:27

An African activist is suing the Land of Berlin for racism in office. He filed a complaint under the Berlin State Anti-Discrimination Act in December 2021.
A joint press release (PDF attached) from the African/Black Community (ABC), The VOICE Refugee Forum and CARAVAN for the Rights of Refugees and Migrants

We support Mr. Mbolo C. Yufanyi Movuh in his struggle against racist treatment at the Berlin State Office for Immigration (LEA).

26 April 2022
Press release as PDF for download (see attachment below)

Mr. Yufanyi Movuh is a long-standing member of our networks and solidarity communities. He himself has often been affected by police brutality, racist controls and attacks. He has particularly distinguished himself in the struggle against the Residenzpflicht. The racist law from colonial and Nazi times was reactivated in 1982 to prevent refugees from entering their organisation and "legally" robbed them of their fundamental right to freedom of movement. Mr. Yufanyi Movuh lives with his family in Berlin. He first applied for a permanent residence permit in the Federal Republic of Germany over 10 years ago. However, racist and bureaucratic obstacles have since prevented him from obtaining his right.

We can rightly claim that Mr. Yufanyi Movuh has done a great deal for peaceful human coexistence in this society. He has always stood up against racist treatment of his fellow human beings during his studies in forestry and in his subsequent time as a research assistant. We know him as a reliable and always committed friend, brother, companion and comrade. Persistently defending the rights of African, migrant and refugee communities against racist exclusion, humiliation, insult and disenfranchisement. Last but not least, as a member of THE VOICE Refugee Forum and KARAWANE for the Rights of Refugees and Migrants, he has worked since the beginning with the Initiative in Memory of Oury Jalloh for the clarification of the circumstances of his death and for the truth. As an activist of the African/Black Community (ABC), he strives for the unity of the African/Black communities across the colonial borders and the ethnic, linguistic and religious lines of division dictated to us.

Mr. Yufanyi Movuh filed a complaint against the State of Berlin in December 2021 under the Berlin State Anti-Discrimination Act. This was preceded by repeated appointments at the Berlin Foreigners Authority, which is now called the State Office for Immigration. The decision-making process has been delayed for years by flimsy reasons and demands for more and more documents. Mr. Yufanyi Movuh has never received a reasoned written rejection of his application for a permanent residence permit in these years. Due to the attitude and behaviour of the staff of the Berlin Foreigners' Registration Office, Mr. Yufanyi Movuh was forced to engage a lawyer. The last time Mr. Yufanyi Movuh felt insulted and treated in a racist manner was on 15 December 2020, when the staff of the Foreigners' Registration Office presumed to question him about issues that had nothing to do with the decision-making process on his application. When he pointed this out to her, citing the staff member's behaviour, which he found arrogant and belittling, as racist discrimination, she felt insulted. Another staff member, who like her colleague neither belongs to a minority nor is likely to have experienced racism in Germany because of her appearance, then announced to Mr. Yufanyi Movuh that she would file a criminal complaint for insult and began to lecture him about racism. To date, no decision has been made on the application. In December 2021, i.e. one year after the last unsatisfactory and insulting appearance, Mr. Yufanyi decided to file a complaint himself under the Berlin State Discrimination Act.

We will closely follow and observe the processing of the events and the handling of Mr. Yufanyi's application for a permanent residence permit and complaint. If necessary, we feel compelled, together with all interested people, to document the experiences and happenings at the State Office for Immigration and to check to what extent people's experiences correspond with the central anti-discrimination law „key project“ of the Berlin Senate.
We call on people affected by official racism, not only in Berlin, to get in touch with us so that we can formulate our concerns together and look for solutions collectively.

Contacts:
African/Black Community (ABC) | E-Mail: abcberlin19@gmail.com | Telefon: +49 152 159 286 58
CARAVAN for the Rights of Refugees and Migrants
E-Mail: wuppkarawane@yahoo.de | Telefon: Araz Ardehali: +49 178 853 07 01 | Naledi Lin: +49 176 532 296 61
THE VOICE Refugee Forum (Berlin) | the_voice_berlin@emdash.org | Mbolo Yufanyi Movuh: +49 170 878 81 24

KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen
Büro Wuppertal | Marienstraße 52 | 42105 Wuppertal
http://thecaravan.org | E-Mail: wuppkarawane@yahoo.de

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Wir unterstützen Herrn Mbolo C. Yufanyi Movuh in seinem Kampf gegen rassistische Behandlung im Landesamt für Einwanderung Berlin

Wed, 04/27/2022 - 23:07

Ein afrikanischer Aktivist klagt gegen das Land Berlin wegen Rassismus im Amt.
Im Dezember 2021 reichte er eine Klage nach dem Berliner Landesantidiskriminierungsgesetz ein.

Eine gemeinsame Pressemitteilung (PDF angehängt) der Afrikanischen / Schwarzen Community (ABC), The VOICE Refugee Forum und der KARAWANE für die Rechte der Flüchtlingen und MigrantInnen.

Wir unterstützen Herrn Mbolo C. Yufanyi Movuh in seinem Kampf gegen rassistische Behandlung im Landesamt für Einwanderung Berlin

26. April 2022

Pressemitteilung auch als PDF zum download (siehe unten)

Herr Yufanyi Movuh ist langjähriges Mitglied unserer Netzwerke und solidarischer Gemeinschaften. Er selbst war des Öfteren von Polizeibrutalität, rassistischen Kontrollen und Angriffen betroffen. Besonders hervorgehoben hat er sich im Kampf gegen die Residenzpflicht. Das rassistische Gesetz aus der Kolonial- und Nazizeit wurde 1982 wieder aktiviert, um Flüchtlinge in ihre Organisation zu verhindern und raubte ihnen „legal“ ihr Grundrecht auf Bewegungsfreiheit. Herr Yufanyi Movuh lebt mit seiner Familie in Berlin. Vor über 10 Jahren hat er erstmalig einen Antrag auf Niederlassungserlaubnis in der Bundesrepublik Deutschland gestellt. Rassistische und bürokratische Steine verhinderten jedoch seitdem die Erlangung seines ihm zustehenden Rechts.

Zu Recht können wir behaupten, dass Herr Yufanyi sehr viel für ein menschliches Zusammenleben in dieser Gesellschaft getan hat. Er hat während des Studiums der Forstwissenschaft und in der darauffolgenden Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter sich stets gegen rassistische Behandlungen seiner Mitmenschen eingesetzt. Wir kennen ihn als zuverlässigen und stets engagierten Freund, Bruder, Wegbegleiter und Mitstreiter. Beharrlich verteidigt er die Rechte der afrikanischen, migrantischen und Flüchtlingsgemeinschaften gegen rassistische Ausgrenzung, Erniedrigung, Beleidigung und Entrechtung. Nicht zuletzt hat er sich als Mitglied von THE VOICE Refugee Forum und KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen gemeinsam mit der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh seit Anfang an für die Aufklärung der Todesumstände und für die Wahrheit eingesetzt. Als Aktivist der African / Black Community (ABC) strebt er die Einheit der afrikanischen / schwarzen Gemeinschaften über die uns diktierten kolonialen Grenzen und den ethnischen, sprachlichen und religiösen Spaltungslinien.

Herr Yufanyi Movuh hat im Dezember 2021 gegen das Land Berlin eine Klage nach dem Berliner Landesantidiskriminierungsgesetz eingereicht. Vorausgegangen waren wiederholte Termine bei der Berliner Ausländerbehörde, die mittlerweile Landesamt für Einwanderung heißt. Durch fadenscheinige Gründe und Forderungen nach immer mehr Dokumenten wurde der Entscheidungsprozess seit Jahren verzögert. Herr Yufanyi Movuh hat in diesen Jahren nie eine begründete schriftliche Ablehnung seines Antrages auf Niederlassungserlaubnis erhalten. Aufgrund der Haltung und Verhaltensweisen der Mitarbeiter der Ausländerbehörde Berlin sah sich Herr Yufanyi Movuh gezwungen, einen Rechtsanwalt einzuschalten. Rassistisch fühlte sich Herr Yufanyi Movuh zuletzt am 15.12.2020 beleidigt und behandelt, als die Mitarbeiterinnen der Ausländerbehörde anmaßten, ihn über Themen zu befragen, die mit dem Entscheidungsprozess über seinen Antrag nichts zu tun hatten. Als er sie auf diesen Umstand hinwies, und dabei das Verhalten der Mitarbeiterin, welches er als arrogant und herabwürdigend empfand, als eine rassistische Diskriminierung benannte, fühlte sich diese beleidigt. Eine andere Mitarbeiterin, die wie ihre Kollegin weder eine Minderheit angehört noch in Deutschland aufgrund ihres Aussehens Rassismus erfahren haben dürfte, kündigte Herrn Yufanyi Movuh daraufhin an, Strafanzeige wegen Beleidigung zu stellen und begann, diesen über Rassismus zu belehren.

Über den Antrag ist bis heute nicht entschieden worden. Im Dezember 2021, also einem Jahr nach der letzten unbefriedigenden und beleidigenden Vorsprache, entschloss sich Herr Yufanyi selbst Klage nach dem Berliner Landesdiskriminierungsgesetzt zu erheben.

Wir werden die Aufarbeitung der Ereignisse und den Umgang mit Herrn Yufanyis Antrag auf Niederlassungserlaubnis und Klage genauestens verfolgen und beobachten. Notfalls sehen wir uns gezwungen, mit allen interessierten Menschen, die Erfahrungen und Erlebnisse beim Landesamt für Einwanderung zu dokumentieren und prüfen, inwieweit die Erfahrungen der Menschen mit dem zentralen antidiskriminierungsrechtlichen Schlüsselprojekt des Berliner Senats übereinstimmen.

Wir rufen von behördlichem Rassismus betroffene Menschen auf, nicht nur in Berlin, sich bei uns zu melden, damit wir unsere Anliegen gemeinsam formulieren und gemeinschaftlich nach Lösungen suchen können.

Für weitere Fragen stehen wir gerne zur Verfügung:

African Black Community
E-Mail: abcberlin19@gmail.com | Telefon: +49 152 159 286 58

KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen
E-Mail: wuppkarawane@yahoo.de
Telefon: Araz Ardehali: +49 178 853 07 01 | Naledi Lin: +49 176 532 296 61

THE VOICE Refugee Forum (Berlin)
the_voice_berlin@emdash.org | Mbolo Yufanyi Movuh: +49 170 878 81 24

AttachmentSize Mbolo_Yufanyi_20220426_PM_ABH_Rassismus.pdf170.5 KB

Immediate release of Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti and Abdoul Razak BoukariPrimary tabsView Edit(active tab)

Mon, 03/28/2022 - 15:12
Ibrahim Alfa

Immediate release of Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti and Abdoul Razak Boukari

deutsch: Sofortige Freilassung von Ibrahim Alfa, ...

Hamburg, 13.03.2022

for justice

Immediate release of

Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti and Abdoul Razak Boukari

Dokument als PDF

My father, Ibrahim Alfa, has been in prison in Togo since January of this year for no known reason and without charge. In the following you can read how it came about and what the current situation is and afterwards you can see two short protest letters addressed to the Ministry of Justice and the German Embassy in Lomé. Please send these letters by e-mail or fax to the above-mentioned offices.


Thank you for your support.

Nawal Traore



E-Mail: Nawaltraore at outlook.de


# # # # # Appeal by Nawal Traore # # # # #



Dear Ladies and Gentlemen,



May good things come to you.



I am Nawal Traore, born 14th April 2003 in Hamburg, Germany, and I live there with my family. I am the daughter of Alfa Ibrahim. My father was arrested during his visit to Togo and has now been in prison in Togo for almost two months without having done anything wrong. I have written to the German embassy, but so far it has not led to us being able to embrace our father.



I now turn to all the public and ask everyone with a heart for justice to support me and my family so that our father is released and also his two acquaintances who are in prison with him.



Yours sincerely

Nawal Traore



E-Mail: Nawaltraore at outlook.de

# # # # # Background Information # # # # #

Immediate release of

Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti and Abdoul Razak Boukari

For the attention of the public, human rights organisations,

Amnesty International, UNHCR and calling to campaign for their release from prison



On 27.01.2022, Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari and two others were stopped by police officers in the Togolese capital Lomé. They were accused of being involved in a dispute over political views. Without further clarifications, they were detained and taken to the Prison Civil de Lomé. Later, two persons were released, Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari have been in detention since then. No charges have been brought against them, they have not been brought before any magistrate and there is no evidence of any criminal wrongdoing. The lawyer of the three detainees has not yet been granted access to the files. All three detainees are members of the legal opposition PNP (Pan African National Party) and this appears to be the motivation for the continued unlawful detention. We call the detention unlawful and illegal firstly because the law is not being followed, secondly because detention on the basis of political opinion is against the law and thirdly because no one who has not committed any crime should be deprived of their liberty.



Because Ibrahim Alfa is a German citizen, the German diplomatic mission in Togo has an obligation to intervene in a targeted manner. This is in particularly true against the background of the 'reform partnership' promoted by the Federal Foreign Office and agreed upon by the BMZ with the Togolese government, which is justified by the 'progress of the democratisation process' and sets priorities such as 'good governance'. Thus, the case of the politically motivated imprisonment of Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari becomes a touchstone for both partners.



Adding to the situation of Alfa Ibrahim:

Ibrahim Alfa lives with his family in Hamburg/Germany. He travelled to Togo with his three-year-old son, Fatihoulah Alfa. Since his father's arrest, the little boy has been alone in a strange environment with relatives. Ibrahim Alfa needs regular check-ups due to a heart disease and the current situation is a high critical burden of which all responsible persons must take note.


# # # # # Sample letter to the Ministry of Justice of Togo # # # # #

Sender:

___________________

___________________

___________________

___________________



To the Ministry of Justice of Togo

Ministère de la Justice et de la Législation

Pius Kokouvi Agbetomey

03. Rue de l’Ocam, BP 121 Lomé-Togo

Tel: +228 22 21 26 53

Fax: +228 22 21 54 91

E-Mail: secretariat.ministre@justice.gouv.tg





Honorable Minister of Justice, Pius Kokouvi Agbetomey,

I, ______________________________ have learnt of the detention of Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari and that they have been held in the Prison Civil de Lomé since 27/01/2022 without having committed any crime. Political oppositional opinion or legal political work is constitutionally enshrined and failure to respect these principles is considered political persecution and breaks the law.



Please take the case of Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari under your responsibility and decide according to your position and the constitution of the country and the rights of the citizens.

Awaiting your reply



Sincerely,



______________________________

Date, signature


# # # # # Sample letter To the German Mission in Lomé/Togo # # # # #

Sender:

___________________

___________________

___________________

___________________



To the German Mission in Lomé/Togo

Head of Embassy Matthias Veltin

Ambassade de la République fédérale d'Allemagne

B.P. 1175, Lomé, Togo

Telefon : +228 22 23 32 32

E-mail : info@lome.diplo.de





Honorable Ambassador

I, __________________________________ ask you by virtue of your office to make every effort to ensure the safety and release of the German citizen Ibrahim Alfa and the Togolese citizens, Sebabe-Gueffe Tchassanti and Abdoul Razak Boukari.



Against the background of the 'reform partnership' between the German and Togolese governments with its focus on 'good governance', I would like to underline the urgency and importance of my request.



I have learned of the detention of Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari. They have been held in the Prison Civil de Lomé since 27.01.2022 without having committed any crime. The mere fact that they belong to the political opposition is used as a reason to persecute critics of the government and deprive them of their freedom.

Please keep me and the general public informed of developments.



respectfully





______________________________

Date, Signature

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Mon, 03/28/2022 - 15:12
Ibrahim Alfa

Immediate release of Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti and Abdoul Razak Boukari

deutsch: Sofortige Freilassung von Ibrahim Alfa, ...

Hamburg, 13.03.2022

for justice

Immediate release of

Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti and Abdoul Razak Boukari

Dokument als PDF

My father, Ibrahim Alfa, has been in prison in Togo since January of this year for no known reason and without charge. In the following you can read how it came about and what the current situation is and afterwards you can see two short protest letters addressed to the Ministry of Justice and the German Embassy in Lomé. Please send these letters by e-mail or fax to the above-mentioned offices.


Thank you for your support.

Nawal Traore



E-Mail: Nawaltraore at outlook.de


# # # # # Appeal by Nawal Traore # # # # #



Dear Ladies and Gentlemen,



May good things come to you.



I am Nawal Traore, born 14th April 2003 in Hamburg, Germany, and I live there with my family. I am the daughter of Alfa Ibrahim. My father was arrested during his visit to Togo and has now been in prison in Togo for almost two months without having done anything wrong. I have written to the German embassy, but so far it has not led to us being able to embrace our father.



I now turn to all the public and ask everyone with a heart for justice to support me and my family so that our father is released and also his two acquaintances who are in prison with him.



Yours sincerely

Nawal Traore



E-Mail: Nawaltraore at outlook.de

# # # # # Background Information # # # # #

Immediate release of

Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti and Abdoul Razak Boukari

For the attention of the public, human rights organisations,

Amnesty International, UNHCR and calling to campaign for their release from prison



On 27.01.2022, Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari and two others were stopped by police officers in the Togolese capital Lomé. They were accused of being involved in a dispute over political views. Without further clarifications, they were detained and taken to the Prison Civil de Lomé. Later, two persons were released, Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari have been in detention since then. No charges have been brought against them, they have not been brought before any magistrate and there is no evidence of any criminal wrongdoing. The lawyer of the three detainees has not yet been granted access to the files. All three detainees are members of the legal opposition PNP (Pan African National Party) and this appears to be the motivation for the continued unlawful detention. We call the detention unlawful and illegal firstly because the law is not being followed, secondly because detention on the basis of political opinion is against the law and thirdly because no one who has not committed any crime should be deprived of their liberty.



Because Ibrahim Alfa is a German citizen, the German diplomatic mission in Togo has an obligation to intervene in a targeted manner. This is in particularly true against the background of the 'reform partnership' promoted by the Federal Foreign Office and agreed upon by the BMZ with the Togolese government, which is justified by the 'progress of the democratisation process' and sets priorities such as 'good governance'. Thus, the case of the politically motivated imprisonment of Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari becomes a touchstone for both partners.



Adding to the situation of Alfa Ibrahim:

Ibrahim Alfa lives with his family in Hamburg/Germany. He travelled to Togo with his three-year-old son, Fatihoulah Alfa. Since his father's arrest, the little boy has been alone in a strange environment with relatives. Ibrahim Alfa needs regular check-ups due to a heart disease and the current situation is a high critical burden of which all responsible persons must take note.


# # # # # Sample letter to the Ministry of Justice of Togo # # # # #

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To the Ministry of Justice of Togo

Ministère de la Justice et de la Législation

Pius Kokouvi Agbetomey

03. Rue de l’Ocam, BP 121 Lomé-Togo

Tel: +228 22 21 26 53

Fax: +228 22 21 54 91

E-Mail: secretariat.ministre@justice.gouv.tg





Honorable Minister of Justice, Pius Kokouvi Agbetomey,

I, ______________________________ have learnt of the detention of Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari and that they have been held in the Prison Civil de Lomé since 27/01/2022 without having committed any crime. Political oppositional opinion or legal political work is constitutionally enshrined and failure to respect these principles is considered political persecution and breaks the law.



Please take the case of Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari under your responsibility and decide according to your position and the constitution of the country and the rights of the citizens.

Awaiting your reply



Sincerely,



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To the German Mission in Lomé/Togo

Head of Embassy Matthias Veltin

Ambassade de la République fédérale d'Allemagne

B.P. 1175, Lomé, Togo

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E-mail : info@lome.diplo.de





Honorable Ambassador

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Against the background of the 'reform partnership' between the German and Togolese governments with its focus on 'good governance', I would like to underline the urgency and importance of my request.



I have learned of the detention of Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari. They have been held in the Prison Civil de Lomé since 27.01.2022 without having committed any crime. The mere fact that they belong to the political opposition is used as a reason to persecute critics of the government and deprive them of their freedom.

Please keep me and the general public informed of developments.



respectfully





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Mon, 03/28/2022 - 15:12
Ibrahim Alfa

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for justice

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My father, Ibrahim Alfa, has been in prison in Togo since January of this year for no known reason and without charge. In the following you can read how it came about and what the current situation is and afterwards you can see two short protest letters addressed to the Ministry of Justice and the German Embassy in Lomé. Please send these letters by e-mail or fax to the above-mentioned offices.


Thank you for your support.

Nawal Traore



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Dear Ladies and Gentlemen,



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I am Nawal Traore, born 14th April 2003 in Hamburg, Germany, and I live there with my family. I am the daughter of Alfa Ibrahim. My father was arrested during his visit to Togo and has now been in prison in Togo for almost two months without having done anything wrong. I have written to the German embassy, but so far it has not led to us being able to embrace our father.



I now turn to all the public and ask everyone with a heart for justice to support me and my family so that our father is released and also his two acquaintances who are in prison with him.



Yours sincerely

Nawal Traore



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For the attention of the public, human rights organisations,

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On 27.01.2022, Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari and two others were stopped by police officers in the Togolese capital Lomé. They were accused of being involved in a dispute over political views. Without further clarifications, they were detained and taken to the Prison Civil de Lomé. Later, two persons were released, Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari have been in detention since then. No charges have been brought against them, they have not been brought before any magistrate and there is no evidence of any criminal wrongdoing. The lawyer of the three detainees has not yet been granted access to the files. All three detainees are members of the legal opposition PNP (Pan African National Party) and this appears to be the motivation for the continued unlawful detention. We call the detention unlawful and illegal firstly because the law is not being followed, secondly because detention on the basis of political opinion is against the law and thirdly because no one who has not committed any crime should be deprived of their liberty.



Because Ibrahim Alfa is a German citizen, the German diplomatic mission in Togo has an obligation to intervene in a targeted manner. This is in particularly true against the background of the 'reform partnership' promoted by the Federal Foreign Office and agreed upon by the BMZ with the Togolese government, which is justified by the 'progress of the democratisation process' and sets priorities such as 'good governance'. Thus, the case of the politically motivated imprisonment of Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari becomes a touchstone for both partners.



Adding to the situation of Alfa Ibrahim:

Ibrahim Alfa lives with his family in Hamburg/Germany. He travelled to Togo with his three-year-old son, Fatihoulah Alfa. Since his father's arrest, the little boy has been alone in a strange environment with relatives. Ibrahim Alfa needs regular check-ups due to a heart disease and the current situation is a high critical burden of which all responsible persons must take note.


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E-Mail: secretariat.ministre@justice.gouv.tg





Honorable Minister of Justice, Pius Kokouvi Agbetomey,

I, ______________________________ have learnt of the detention of Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari and that they have been held in the Prison Civil de Lomé since 27/01/2022 without having committed any crime. Political oppositional opinion or legal political work is constitutionally enshrined and failure to respect these principles is considered political persecution and breaks the law.



Please take the case of Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari under your responsibility and decide according to your position and the constitution of the country and the rights of the citizens.

Awaiting your reply



Sincerely,



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Date, signature


# # # # # Sample letter To the German Mission in Lomé/Togo # # # # #

Sender:

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To the German Mission in Lomé/Togo

Head of Embassy Matthias Veltin

Ambassade de la République fédérale d'Allemagne

B.P. 1175, Lomé, Togo

Telefon : +228 22 23 32 32

E-mail : info@lome.diplo.de





Honorable Ambassador

I, __________________________________ ask you by virtue of your office to make every effort to ensure the safety and release of the German citizen Ibrahim Alfa and the Togolese citizens, Sebabe-Gueffe Tchassanti and Abdoul Razak Boukari.



Against the background of the 'reform partnership' between the German and Togolese governments with its focus on 'good governance', I would like to underline the urgency and importance of my request.



I have learned of the detention of Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari. They have been held in the Prison Civil de Lomé since 27.01.2022 without having committed any crime. The mere fact that they belong to the political opposition is used as a reason to persecute critics of the government and deprive them of their freedom.

Please keep me and the general public informed of developments.



respectfully





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Date, Signature

Sofortige Freilassung von Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti und Abdoul Razak Boukari

Fri, 03/18/2022 - 19:48
Sofortige Freilassung von Ibrahim Alfai

Hamburg, 13.03.2022

für die Gerechtigkeit

Sofortige Freilassung von

Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti und Abdoul Razak Boukari

Dokument als PDF

Mein Vater, Ibrahim Alfa, befindet sich ohne bekannten Grund und ohne Anklage seit Januar dieses Jahres im Gefängnis in Togo. Im Weiteren lesen Sie, wie es dazu kam und wie die aktuelle Situation ist und im Anschluss sehen Sie zwei kurze Protestbriefe gerichtet an das Justizministerium und die deutsche Botschaft in Lomé. Bitte schicken Sie diese Briefe per E-Mail oder Fax an die genannten Stellen.

Ich danke Ihnen für Ihr Unterstützung.

Nawal Traore



E-Mail: Nawaltraore at outlook.de


# # # # # Appel von Nawal Traore # # # # #



Sehr geehrte Damen und Herren,



möge Ihnen Gutes gegeben sein.



Ich bin Nawal Traore, am 14.04.2003 in Hamburg geboren, und lebe dort mit meiner Familie. Ich bin die Tochter von Alfa Ibrahim. Mein Vater ist während seines Besuchs in Togo verhaftet worden und nun bereits seit fast zwei Monaten im Gefängnis in Togo, ohne dass er irgendetwas Unrechtes getan hätte. Ich habe an die deutsche Botschaft geschrieben, jedoch hat es bisher nicht dazu geführt, dass wir unseren Vater in unsere Arme schließen konnten.



Ich wende mich jetzt an alle Öffentlichkeit und bitte alle mit einem Herz für Gerechtigkeit mich und meine Familie zu unterstützen, damit unser Vater freigelassen wird und auch seine beiden Bekannten, die zusammen mit ihm im Gefängnis sind.



mit freundlichen Grüßen

Nawal Traore



E-Mail: Nawaltraore at outlook.de

# # # # # Hintergrundinformationen # # # # #

Sofortige Freilassung von

Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti und Abdoul Razak Boukari

Zur Kenntnisnahme an die Öffentlichkeit, die Menschenrechtsorganisationen, amnesty international, das UNHCR und mit dem Aufruf, sich für die Freilassung von Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari einzusetzen.



Am 27.01.2022 wurden Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari und zwei weitere Personen von Polizisten in der togoischen Hauptstadt Lomé aufgehalten. Ihnen wurde vorgehalten, dass an einem Streit über politische Ansichten beteiligt gewesen seien. Ohne weitere Konkretisierungen wurden sie in Haft genommen und in das Gefängnis Prison Civil de Lomé gebracht. Später wurden zwei Personen entlassen, Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari befinden sich seitdem in Haft. Es wurde keine Anklage gegen sie erhoben, sie wurden keinem Haftrichter vorgeführt und es gibt keine Hinweise auf irgendein strafrelevantes Fehlverhalten. Dem Rechtsanwalt der drei Gefangenen wurde bisher keine Akteneinsicht gewährt. Alle drei Inhaftierten sind Mitglieder der legalen Oppositionspartei PNP (Panafrican National Party) und dies scheint die Motivation für die andauernde rechtswidrige Gefangennahme. Die Inhaftierung nennen wir rechtswidrig und illegal, weil erstens die gesetzlichen Vorschriften nicht eingehalten werden, zweitens weil eine Inhaftierung aufgrund der politischen Gesinnung gegen geltendes Recht verstößt und drittens, weil niemand, der keine Verbrechen verübt hat, seiner Freiheit beraubt werden darf.



Aufgrund dessen, dass Ibrahim Alfa deutscher Staatsangehöriger ist, trägt die deutsche Auslandsvertretung in Togo die Verpflichtung sich zielführend einzusetzen. Insbesondere vor dem Hintergrund der vom Auswärtigen Amt beworbenen und vom BMZ mit der Regierung Togos vereinbarten ‚Reformpartnerschaft‘, die mit den ‚Fortschritten des Demokratisierungsprozesses‘ begründet wird und Schwerpunkte wie ‚Gute Regierungsführung‘ setzt. Somit wird der Fall der politisch motivierten Inhaftierung von Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari zu einem Prüfstein für beide Partner.



Ergänzend zur Situation von Alfa Ibrahim:

Ibrahim Alfa lebt mit seiner Familie in Hamburg/Deutschland. Er reiste mit seinem dreijährigen Sohn, Fatihoulah Alfa, nach Togo. Der kleine Junge ist seit der Festnahme seines Vaters allein in ihm fremder Umgebung bei Verwandten. Ibrahim Alfa benötigt aufgrund einer Herzerkrankung regelmäßige Untersuchungen und die derzeitige Situation stellt eine hohe kritische Belastung dar, von der alle Verantwortlichen Kenntnis nehmen müssen.


# # # # # Musterbrief an das Justizministerium in Togo # # # # #

Absender:

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An das Justizministerium Togo

Ministère de la Justice et de la Législation

Pius Kokouvi Agbetomey

03. Rue de l’Ocam, BP 121 Lomé-Togo



Tel: +228 22 21 26 53

Fax: +228 22 21 54 91

E-Mail: secretariat.ministre@justice.gouv.tg





Sehr geehrter Herr Justizminister,

ich, ______________________________ habe von der Inhaftierung von Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari erfahren und dass sie seit dem 27.01.2022 im Gefängnis Prison Civil de Lomé festgehalten werden, ohne dass sie eine Straftat begangen haben. Politische oppositionelle Meinung oder legale politische Arbeit ist verfassungsmäßig verankert und werden diese Grundsätze nicht eingehalten gilt dies als politische Verfolgung und bricht geltendes Recht.



Bitte nehmen Sie den Fall von Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari in Ihre Verantwortung und entscheiden gemäß Ihrer Position und der Verfassung des Landes und den Rechten der Bürger.

in Erwartung Ihrer Antwort



hochachtungsvoll



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Datum, Unterschrift


# # # # # Musterbrief an die deutsche Auslandsvertretung in Togo # # # # #

Absender:

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An die deutsche Auslandsvertretung in Lomé/Togo

Leiter der Botschaft Matthias Veltin

Ambassade de la République fédérale d'Allemagne

B.P. 1175, Lomé, Togo

Telefon : +228 22 23 32 32

E-mail : info@lome.diplo.de





Sehr geehrter Herr Botschafter

ich, __________________________ bitte Sie Kraft Ihres Amtes alle Anstrengungen zu unternehmen, für die Sicherheit und die Freilassung des deutschen Staatsangehörigen Ibrahim Alfa sowie der togoischen Staatsbürger, Sebabe-Gueffe Tchassanti und Abdoul Razak Boukari zu sorgen.



Vor dem Hintergrund der ‚Reformpartnerschaft‘ zwischen der deutschen und der togoischen Regierung mit dem Schwerpunkt der ‚guten Regierungsführung‘ möchte ich die Dringlichkeit und Wichtigkeit meines Anliegens unterstreichen.



Ich habe von der Inhaftierung von Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari erfahren. Sie werden seit dem 27.01.2022 im Gefängnis Prison Civil de Lomé festgehalten, ohne dass sie eine Straftat begangen haben. Allein die Zugehörigkeit zur politischen Opposition wird zum Anlass genommen wird, Kritiker der Regierung zu verfolgen und der Freiheit zu berauben.



Bitte halten Sie mich und die allgemeine Öffentlichkeit über die Entwicklungen informiert.



hochachtungsvoll





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Datum, Unterschrift