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The VOICE Refugee Forum – A Network of Refugee Community Initiatives in Germany: Our goal is aimed to organized under principles of self-organization of refugees and their Communities against the Apartheid in isolation camps and ‘Lager’ and to empower the political Networks and struggles in the camps. The self-determination of the refugees to liberate themselves from institutional racism and discrimination is clearly defined; in order to form a united block against suicidal acts and traumas in Isolation lagers. We demand solidarity and protest against the collective punishments through racist persecution of refugees in Germany. We demand the abolition of the Residence Obligation (Residenzpflicht) and the segregation of refugees in ‘Lager’ and camps and Deportation prisons. We stand for Freedom of movement for all, Stop deportation and all discriminatory laws against refugees. We are united against any form of colonial injustice and social exclusion of refugees and people without rights in Germany. "Main focus is to promote networking and Campaigns for Refugees Community unity and mobilise to represent our own VOICES” Donation: Förderverein The VOICE e.V. Sparkasse Göttingen Kontonummer: 127829 BLZ: 260 500 01 IBAN: DE97 2605 0001 0000 1278 29 BIC: NOLADE21GOE The VOICE Refugee Forum Jena, Schillergässchen 5, 07745 Jena, E-Mail: thevoicerefugeeforum(at)gmx.de , E-mail: the_voice_berlin(at)emdash.org Internet: http://www.thevoiceforum.org
Updated: 14 min ago

Break the Deportation DNA Chain: "Refugee Black Box – die ununterdrückbare Stimme und Kraft der Gequälten"- Jenseits der Gerichtssäle!

Sun, 01/15/2017 - 15:32
German

Offizielle Ankündigung
Break the Deportation DNA Chain: "Refugee Black Box – die ununterdrückbare Stimme und Kraft der Gequälten"- Jenseits der Gerichtssäle!

27. bis 29. Januar 2017 in Jena – Thüringen.
Save the date! Teilt die Veranstaltung!


Das The VOICE Refugee Forum – Flüchtlingscommunity-Netzwerk von AktivistInnen der Flüchtlings/MigrantInnencommunity wird zusammen mit Anti-Abschiebungsaktivisten am Wochenende vom 27. bis 29. Januar 2017 in Jena die erste Agenda zur Planung des Veranstaltungsprojekts “Black Box Solidarity - die ununterdrückbare Stimme und Kraft der Gequälten" präsentieren und diskutieren.

Es handelt sich um ein “Prepar-Tainment” - Wochenendtreffen zur Vorbereitung des politischen Veranstaltungsprojekts “Black Box Solidarity - die ununterdrückbare Stimme und Kraft der Gequälten"

Worüber wollen wir sprechen?
Unser Diskussionsschwerpunkt wird darauf liegen, wie wir die Kette der Abschiebung von innen heraus brechen können, auf Strategiediskussionen von Break-Deportation-Aktionen: Unsere historischen Hintergründe und unsere vergangenen politischen Kämpfe gegen Abschiebung und soziale Ausgrenzung werden die Leitlinie unseres fortgesetzten Einsatzes für Gerechtigkeit und Menschenwürde sein.
Wir wollen darüber diskutieren, wie wir, die AktivistInnen der Flüchtlings/MigrantInnengemeinschaft in Deutschland, die unterschiedlichen Gesichter des Unrechts in Europa überwinden können. Wir werden über unsere Erfahrungen, die Kämpfe und Kampagnen der Flüchtlingscommunity gegen die Abschiebekultur des deutschen und europäischen rassistischen Nationalismus und gegen die soziale Ausgrenzung in Deutschland sprechen. Wir wollen darüber redem, wie wir die Missbräuche und Verletzungen unserer Rechte, die Korruption des Abschiebesystems, die gesellschaftliche Ignoranz auch der deutschen Eliten und Politiker gegenüber der menschlichen Würde und der Bewegungsfreiheit bekämpfen können.

Prepar-Tainment - Programm

Freitag und Samstag : Es werden Workshops und Podiumsdiskussionen stattfinden. Parallel zu den Diskussionen wird die Fotoausstellung des Proteststreiks der Flüchtlingscommunity “We will Rise” der O-Platz-Bewegung gezeigt, auch Straßentheater, Kundgebungen und eine Demonstration gehören zu unserer politischen Arena. Nach den Diskussionen und Workshops findet ein Abendprogramm mit Soli-Musik und Konzerten statt.

Samstagabend:

Kulturelle Beiträge und Live- Soli-Konzerte im Café Wagner, Jena. Auf der Liste stehen:

⦁ Das Schwabinggrad Ballet zusammen mit der Hamburger Performancegruppe Arrivati, die sich als »autonomes Kollektiv von Flüchtlingen und People of Colour« bezeichnen
⦁ System D , “eine grenzüberschreitende musikalische Erfahrung, die Unterdrückung, die politische Situation und Grenzkontrollen herausfordert. Reggae ist nicht tot.” (Leipzig)
Sonntag : Fortsetzung der Diskussionen, Perspektiven auf dem Weg nach vorne

Das “Black Box Solidarity - die ununterdrückbare Stimme und Kraft der Gequälten" ist ein politisches Experiment und ein Prozess, um unseren alternativen Freiraum wiederzuerschaffen und durch die Röntgenstrahlen der politischen Solidarität der Flüchtlinge eine kritische Aufklärung zu schaffen über die Dekaden des Flüchtlingskampfes gegen die Jahrhunderte kolonialen Unrechts der Abschiebung.

Das Konzept ist ein Prozess aus Inspirationen unserer Kämpfe wie zum Beispiel: der Internationale Flüchtlingskongress der Karawane 2000 in Jena - der Beginn der Residenzpflicht-Kampagne; Oury Jallohs Tod in der Polizeizelle Nr.5 in Dessau 2005 und die daraus folgenden Gerichtsverfahren ab 2008, das Karawane-Festival 2010 gegen Koloniales Unrecht in Jena, das Break Isolation Refugee Camp in Erfurt 2012, auf dem der Protestmarsch von Würzburg nach Berlin 2012 organisiert wurde, und das Internationale Flüchtlingstribunal 2013, die unter anderem von The VOICE und der Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen organisiert wurden. (Siehe Links unten) Es steht im Geist der Kontinuität der Kämpfe von The VOICE Refugee Forum seit 1994 im Flüchtlingslager Mühlhausen.

Die Aktionen der Black Box sollen dazu dienen, die Ignoranz der Gesellschaft gegenüber den Missbräuchen und den Verbrechen des Abschieberegimes offenzulegen und die kolonialen Ungerechtigkeiten des Systems sichtbar zu machen.

Wie Marcus Garvay sagte: “Vergesse niemals, dass Intelligenz die Welt regiert und Ignoranz die Lasten trägt. Deshalb: Entferne dich so weit wie möglich von der Ignoranz und strebe so weit wie möglich danach, intelligent zu sein.

Wie in einem Tribunal soll das System angeklagt werden und es soll sich eine Plattform bieten, auf der die Gequälten ihre eigenen Anklagen in das öffentliche Bewusstsein tragen können. Es beinhaltet auch Elemente des Festivals mit seinen kulturellen Beiträgen. Die Idee parodiert die “Black Box” eines Flugzeugs. Sie beinhaltet sensible Informationen, die entscheidend für das Funktionieren sind. Die Gequälten können ihre Klagen einreichen, die die Basis für die nächsten Protestaktionen gegen die allgegenwärtige koloniale Ungerechtigkeit bilden werden.

Schließt euch uns an für die Graswurzelkämpfe der Flüchtlingscommunitybewegung im Jahr 2017 und macht aus “Black Box Solidarity - die ununterdrückbare Stimme und Kraft der Gequälten" eine konkrete und ermächtigende Waffe der politischen Solidarität.

Durch unser Zusammenkommen werden wir weiter voneinander lernen, wie wir unsere Stärke durch Selbstermächtigung ausbauen können, um diese Kultur der Abschiebung zu durchbrechen und die unterschiedlichen Gesichter der Ungerechtigkeit in Europa zu überwinden. Die meisten von uns sind Opfer von Krieg, brutaler und habgieriger Ausbeutung sowie Ausgrenzung. Einige von uns haben ihre Familie verloren, viele von uns sind getrennt von ihren Kindern, Ehefrauen- oder Männern während unzählige von uns auf ihrem Weg nach Europa unter den wachsamen Augen von FRONTEX gestorben sind. Aus diesem Grund sind heute viele von uns traumatisiert. Doch anstatt, dass man uns die nötige therapeutische und andere Unterstützung gibt, werden wir diskriminiert und erleiden verschiedene Formen der psychologischen Folter. Es wird von uns erwartet, dass wir dankbar das unausgesprochene Label „Untermensch“ in der Bezeichnung Flüchtling akzeptieren, weil hier keine Bomben auf unsere Köpfe fallen. - (Break Deportation Culture – Deportation is criminal and we fight to stop
it! http://thevoiceforum.org/node/4210)

Abschiebungen und die damit verbundene Korruption des Rechtssystems und des Regimes sind kriminell! Bekämpft rassistischen Nationalismus!

Lasst uns die Dinge aufschütteln! Bringt das Abschieberegime zu Fall! Stoppt die Abschiebungen!

Bitte spendet und engagiert euch und arbeitet mit uns für eine unabhängige Flüchtlingsgemeinschaft und schließt euch uns und unserer Bewegung an für die Graswurzelkämpfe der Flüchtlingsgemeinschaften im Jahr 2017 an, um aus پgThe Refugee Black Box” eine konkrete und ermächtigende Waffe der politischen Solidarität zu machen

Die Veranstaltung wird durch öffentliche Spenden und Solidaritätsbeiträge finanziert.

Förderverein The VOICE e.V., Sparkasse Göttingen, Code „Break Deportation“
IBAN: DE97 2605 0001 0000 1278 29

http://breakdeportation.blogsport.de | http://thevoiceforum.org | http://thecaravan.org

Links:
Flüchtlingskongress vom 21. April bis 1. Mai 2000 in Jena
The Caravan Internation Refugee Congress Jena 2000 – “Unite against Deportation and Social Exclusion”
https://www.nadir.org/nadir/kampagnen/karawane-kongress/

Refugee Struggle against Residenzpflicht 2000
Einblick in den Kampf gegen die Residenzpflicht
http://residenzpflicht-apartheid.net/download/residenzpflicht-reader.pdf

Oury Jalloh Campaign Revisited - Break the Silence Archives 2005 - 2009 (English and German) http://thevoiceforum.org/node/1213

"Unite against colonial injustice in commemoration of the victims of Fortress Europe" http://www.karawane-festival.org

Break Isolation – Refugee Protest March from Würzburg to Berlin! http://thevoiceforum.org/node/2683

Refugee International Tribunal in Berlin in 2013,
http://www.refugeetribunal.org/

Briser la chaîne ADN des expulsions : "Refugee Black Box - La voix irrépressible et le pouvoir des affligés" - Au-delà de la salle d’audience!

Sat, 01/14/2017 - 10:24
French

Briser la chaîne ADN des expulsions : "Refugee Black Box - La voix irrépressible et le pouvoir des affligés" - Au-delà de la salle d’audience!.

"Allons-y! En avant pour la mobilisation mondiale!"

Annonce officielle:. Briser la chaîne ADN des expulsions: "Refugee Black Box – La voix irrépressible et le pouvoir des affligés" - Au-delà de la salle d’audience!

Du 27 au 29 janvier 2017 à Iéna en Thuringe .

Notre discussion principale sera sur la rupture de la chaîne des expulsions de l'intérieur, avec des discussions sur les stratégies de l’Action Break Deportation: Nos antécédents historiques et nos luttes politiques antérieures contre l'expulsion et l'exclusion sociale seront le guide de notre engagement continu pour la justice et la dignité humaine. "

The VOICE Refugee Forum, les activistes du réseau communautaire des réfugiés-migrants, présenteront et discuteront, ensemble avec les militants anti-expulsions, sur le tout premier programme et plan de l'événement du projet: «Refugee Black Box - La voix irrépressible et le pouvoir des affligés». à Iéna, le week-end du 27 au 29.

C’est un weekend de divertissements préparés pour l’évènement du projet politique:. "Refugee Black Box - La voix irrépressible et le pouvoir des affligés"

De quoi voulons-nous parler?.

Notre principal objectif de discussion sera de briser la chaîne des expulsions de l'intérieur; Avec des discussions sur les stratégies d’Actions Break Deportations: Nos antécédents historiques et nos luttes politiques antérieures contre l'expulsion et l'exclusion sociale seront le guide de notre engagement continu pour la justice et la dignité humaine..

Nous voulons discuter de la façon comment nous, les activistes réfugiés-migrants de la communauté en Allemagne, surmontons les différents visages de l'injustice en Europe. Nous parlerons de nos expériences, des luttes et campagnes de la communauté des réfugiés contre la culture de l’expulsion du nationalisme raciste allemand et européen, contre l'exclusion sociale en Allemagne. Sur la façon comment nous luttons contre l'abus et la violation de nos droits, la corruption du système d'expulsion, l'ignorance sociétale, y compris des élites allemandes et des politiciens vis-à-vis de la dignité humaine et de la liberté de mouvement.

Programme de divertissements préparés.

Vendredi et samedi (du 27 au 28): .

Il y aura des ateliers et des podiums de discussions. Au cours des discussions, l’exposition des photos de la grève de la communauté des réfugiés «We will rise» par le Mouvement des Réfugiés d’Oplatz, fera partie de notre arène politique avec du théâtre de rue, des rassemblements et des manifestations. Dans la soirée après les discussions et les ateliers, il y aura de la musique et des concerts de solidarité..

Samedi soir: .

Contributions Culturelles et Concerts de solidarité au Café Wagner, à Iéna. Sur la liste sont aussi:.

– Schwabinggrad Ballett. ensemble avec.Arrivati. ,le groupe de performance de Hambourg, qui se nomme lui-même "collectif autonome des réfugiés et des gens de couleur".

– System D. „Une expérience musicale traversant les frontières, défiant l'oppression, la situation politique, le contrôle des frontières: le reggae n'est pas mort.“ (Leipzig)

Dimanche: la poursuite des discussions et des perspectives sur la voie à suivre.

"Refugee Black Box - La voix irrépressible et le pouvoir des affligés. " est une expérience politique et un processus pour recréer notre espace alternatif et notre révélation critique, à travers les rayons X de la Solidarité Politique des Réfugiés sur les décennies de luttes des réfugiés contre les siècles d'injustice coloniale de déportations.

Le concept est un processus d'inspirations de luttes comme: Le Caravan Internation Refugee Congress Jena - "Unissez-vous contre la Déportation et l'Exclusion Sociale" - le début de la campagne Residenzpflicht (obligation de résidence) en 2000, la mort d'Oury Jalloh dans la cellule de police n° 5 à Dessau et le procès au tribunal en 2008, le Caravan Festival sur l'Injustice Coloniale à Jena 2010, "Break Refugee Camp d'isolement à Erfurt avec la préparation de la Marche de Protestation de Würzburg à Berlin en 2012 "et le Tribunal International des Réfugiés à Berlin en 2013, qui ont été organisés" par le Forum VOICE pour les Réfugiés et la Caravane pour les Droits des Réfugiés et des Migrants. (Voir les liens ci-dessous) «C'est dans l'esprit de continuité des luttes de The VOICE Forum Refugee depuis 1994 depuis le camp de réfugiés de Mühlhausen.

Review on Break Deportation Culture – Expulser est un acte criminel et nous nous battons pour faire arrêter ça! http://thevoiceforum.org/node/4210 Voir plus de liens ci-dessous.

Les actions Refugee Black Box sont prévues pour montrer l'ignorance de la société sur les abus et les crimes des régimes d’expulsions et pour rendre visible les injustices coloniales du système. .

Comme Marcus Garvey a dit, “N'oubliez jamais que l'intelligence gouverne le monde et l'ignorance porte le fardeau. Par conséquent, éloignez-vous le plus loin possible de l'ignorance et cherchez autant que possible à devenir intelligent”.

Comme dans un tribunal, il s'agit de charger le système et de donner une plate-forme aux affligés pour apporter leurs propres accusations à la sensibilisation du public. En outre, il a des éléments d'un festival avec son espace culturel. L'idée parodie les boîtes noires des avions. Elles contiennent des informations sensibles qui sont essentielles à sa fonctionnalité. Les affligés peuvent soumettre leurs charges et ceux-ci formeraient la base des prochaines actions de protestation contre l'injustice coloniale omniprésente.

Rejoignez-nous dans les luttes populaires de 2017 du mouvement communautaire des réfugiés, pour faire de “Refugee Black Box (la boîte noire des réfugiés) - la voix irrépressible et le pouvoir des affligés» une arme de solidarité politique concrète et stimulante..

"En nous rassemblant, nous continuerons à apprendre les uns des autres, à développer nos forces en continuant à nous auto-responsabiliser pour briser la culture de la déportation et pour surmonter les différents visages de l'injustice en Europe. La plupart d'entre nous sont des victimes de la guerre. Certains d’entre nous ont perdu leurs familles, beaucoup d'entre nous sont séparés de leurs enfants, de leurs épouses et de leurs maris, pendant qu’un nombre indéfini d'entre nous sont morts sur le chemin de l'Europe sous les yeux vigilants de FRONTEX. En conséquence, beaucoup d'entre nous restent traumatisés de nos jours. Au lieu de recevoir le soutien thérapeutique et les autres soutiens, nous sommes victimes de discrimination, soumis à diverses formes de torture psychologique et devrions accepter avec reconnaissance notre label tacite de « Untermensch » (sous-hommes) au nom des réfugiés parce que les bombes n’ont pas plu sur nous.".- Review on Break Deportation Culture – Expulser est un acte est criminel et nous luttons pour faire arrêter ça ! http://thevoiceforum.org/node/4210

La déportation et sa corruption des systèmes et régimes légaux sont criminels. Arrêtez le système d'expulsions! Combattez le nationalisme raciste!.

Faisons bouger les choses! – Éliminer les régimes d'expulsion! Arrêter les déportations !!!

Faites des dons, travaillez avec nous pour une communauté de réfugiés indépendante et Rejoignez-nous pour les luttes de 2017 des communautés de réfugiées dans notre mouvement pour faire de "The Refugee Black Box" une arme de solidarité politique et concrète..

Les évènements sont financés uniquement par les dons publics et la contribution de solidarité.

Förderverein The VOICE e.V., Sparkasse Göttingen,
IBAN: DE97 2605 0001 0000 1278 29 Code „Break Deportation“

http://breakdeportation.blogsport.de | http://thevoiceforum.org | http://thecaravan.org

Links:
Flüchtlingskongress vom 21. April bis 1. Mai 2000 in Jena
The Caravan Internation Refugee Congress Jena 2000 – “Unite against Deportation and Social Exclusion”
https://www.nadir.org/nadir/kampagnen/karawane-kongress/

Refugee Struggle against Residenzpflicht 2000
Einblick in den Kampf gegen die Residenzpflicht
http://residenzpflicht-apartheid.net/download/residenzpflicht-reader.pdf

Oury Jalloh Campaign Revisited - Break the Silence Archives 2005 - 2009 (English and German) http://thevoiceforum.org/node/1213

"Unite against colonial injustice in commemoration of the victims of Fortress Europe" http://www.karawane-festival.org

Break Isolation – Refugee Protest March from Würzburg to Berlin! http://thevoiceforum.org/node/2683

Refugee International Tribunal in Berlin in 2013,
http://www.refugeetribunal.org/

In Gedenken an Mohammad Sillah - Demonstration in Remscheid

Wed, 01/11/2017 - 23:54
German

Samstag, 14. Januar 2017 – 14 Uhr - Remscheid Hauptbahnhof

Hintergrundinformationen zu Remscheider Flüchtlingspolitik
Video des verstorbenen Flüchtlings und Sängers aus Guinea, Mohammad
http://thecaravan.org/node/4558

Anlässlich des 10. Todestages von Mohammad Sillah gedenken wir aller Opfer der deutschen Flüchtlingspolitik und demonstrieren in Remscheid.

Mohammad Sillah Gedenkdemonstration
14. Januar 2017 in Remscheid

Der 23 jährige Mohammad Sillah war Singer/Songwriter aus Guinea, der im Isolationslager für Geflüchtete am Bergfrieder Weg in Remscheid untergebracht war (Video vom Nachfolgelager und kurzer Ausschnitt über den rechtswidrigen Polizeieinsatz am Bergfrieder Weg). Anfang Januar 2007 suchte Mohammad aufgrund starker Schmerzen einen Arzt auf. Dieser erklärte ihm, dass er ihn erst behandeln könne, wenn er beim zuständigen Sozialamt einen Krankenschein beantragen würde.

Dieser Schein wurde ihm allerdings von dem Mitarbeiter des Sozialamtes verweigert, mit der Begründung, dass er das Land ja sowieso bald verlassen müsse. Die Stadt Remscheid bestreitet dieses, da bei dem Gespräch zwischen Mohammad und dem Mitarbeiter keine anderen Personen anwesend gewesen sein sollen. Jedoch gab es Zeugen, denen Mohammad unmittelbar nach der Verweigerung des Krankenscheines davon erzählte.

Am 11.Januar wurden die Schmerzen dann so stark, dass Mohammad den Hausmeister seiner Unterkunft bat, einen Krankenwagen zu rufen. Dieser weigerte sich aber unter der Aussage, wenn er die Treppen schon alleine geschafft hätte, könne er ja auch alleine ins Krankenhaus gehen.
Daraufhin begleitete ein afrikanischer Mitbewohner ihn zum Krankenhaus. Mohammad brach noch auf dem Weg dorthin zusammen und wurde den Rest des Weges auf den Schultern seines Begleiters dorthin getragen.

Drei Tage später wurde er in ein Krankenhaus nach Essen verlegt, wo er letztendlich verstarb.

Der damalige Remscheider Sozialdezernent Burkhard Mast-Weisz (heutiger Bürgermeister Remscheids) versicherte daraufhin, Mohammad wäre niemals der Krankenschein verweigert worden. Die Staatsanwaltschaft Wuppertal nahm ebenfalls Ermittlungen auf, legte die Akten jedoch bald wieder beiseite. Stattdessen fand im Oktober desselben Jahres eine Razzia statt, um protestierende Flüchtlinge einzuschüchtern und zu kriminalisieren. Diese Großrazzia der Polizei wurde später von mehreren Gerichten als rechtswidrig eingestuft.

Damit die Opfer nicht vergessen werden und sich die Liste der Toten nicht fortsetzt, werden wir am 14.01.2017, dem zehnten Todestag von Mohammad Sillah, zusammenkommen, um auf die Schikanen und die Ausgrenzungsmethoden der Stadt Remscheid und des deutschen Staates gegenüber Geflüchteten aufmerksam zu machen und Solidarität einzufordern.

In Gedenken an Mohammad Sillah und alle Opfer der rassistischen Staatsgewalt!
Der Spaltung der Gesellschaft von oben setzen wir Solidarität und Einheit entgegen.
Für freien Zugang zu Gesundheitsversorgung – für die Schließung aller Sammelunterkünfte und Isolationslager!
Für eine Gesellschaft ohne Rassismus, Ausbeutung und Kriege!
14.01.2017 // 14:30 Uhr // Remscheid Hbf

Kundgebung mit anschließender Demonstration durch die Innenstadt.

Antifaschiste Aktion Remscheid

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* Die Stadt Remscheid bezweifelt den Wahrheitsgehalt dieser Behauptung und hat uns in Sommer 2010 mit Klage gedroht. Bei dem Gespräch zwischen Mohamed Sillah und dem Sachbearbeiter der Stadt Remscheid war unseres Wissens keine weitere Person anwesend. Allerdings gibt es Zeugen, denen Mohammed Sillah unmittelbar nach seinem Besuch bei der Stadt Remscheid diese Äußerung weitergegeben hat.
Wir sehen keine Veranlassung, daran zu zweifeln, teilen aber der guten Ordnung halber mit, dass die Stadt Remscheid bestreitet, dass es eine solche Äußerung gegeben habe.

Please find more info and links
http://thecaravan.org/search/node/Mohammad+Sillah

+ + + + + Hintergrundinformationen zu Remscheid + + + + +

weitere Infos zu Remscheid:

Pressekonferenz der Flüchtlinge vom 17. März in Remscheid - eigener Bericht KARAWANE
Am 17. März 2009 organisierte die KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen eine Pressekonferenz über die Situation der Flüchtlinge in Remscheid. Im Anschluss dokumentieren wir alle Beiträge der ReferentInnen und fassen die Ergebnisse hier zusammen.
mehr...

offener Brief der Flüchtlinge vom Januar 2009
für ein Ende der Anwesenheitskontrollen
und Liste der unterstützenden Organisationen
http://thecaravan.org/node/1813

Stadt Remscheid hat erstes Versprechen nicht erfüllt
http://thecaravan.org/node/1835

Schlimmer als im Gefängnis
Beitrag Lokalzeit Bergisches Land, WDR
http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2009/02/07/lokalzeit-bergische...

Flüchtlinge klagen über Schikanen
WDR Reportage im Cosmo-TV
Artikel: http://www.wdr.de/themen/politik/nrw04/remscheid_wohnheime/index.jhtml
Fernsehbeitrag: http://www.youtube.com/watch?v=ASr3l5_UbUI

Flüchtlinge bemängeln Zustände in Heimen
Rheinische Post Online, Remscheid, 22.01.2009
http://www.rp-online.de/public/article/remscheid/663769/Fluechtlinge-bem...

Flüchtlinge fordern Bewegungsfreiheit
junge Welt, 23.01.2009 / Inland / Seite 5
http://www.jungewelt.de/2009/01-23/047.php

Weniger Kontrollen im Remscheider Flüchtlingsheim
WDR Kurzmeldung
http://www.wdr.de/themen/kurzmeldungen/2009/02/09/kontrollen_in_remschei...

Verein BAF setzt auf Vertrauen der Flüchtlinge
Remscheider General-Anzeiger, Artikel vom 14. Februar 2009
http://www.rga-online.de/lokales/remscheid.php?publikation=2&template=ph...

Stadtverwaltung weist Vorwurf von Asylbewerbern zurück
Remscheider General-Anzeiger, Artikel vom 14. Februar 2009
http://www.rga-online.de/lokales/remscheid.php?userid=&publikation=2&tem...

Monika Düker zu Gast im Asylbewerberheim rga Online.

Am 9.12.2008 besuchte Monika Düker die ...Flüchtlingsunterkunft in Remscheid.

Demo Remscheid zum Todestag von Mohammad Selah.

Ein Musikvideo von Mohammad Selah (Sillah) auf youtube:
http://www.youtube.com/watch?v=RmK0cEKc7Vw

Kriminalisierung, Einschüchterung und ...Ausgrenzung von Flüchtlingen .

300 Polizisten auf Drogensuche
Remscheider General-Anzeiger vom 25.10.2007
http://www.rga-online.de/archiv/archivsuchergebnis.php?userid=1&publikat....

Flüchtlinge beklagen Schikanen
WDR Regional: Rund 300 Beamte waren im Einsatz, als am 24. Oktober 2007 ein Asylbewerberheim in Remscheid durchsucht wurde. Doch der Verdacht auf Drogenhandel bestätigte sich nicht. Die Heimbewohner fühlen sich an den Pranger gestellt.
WDR Audio File.

Kommunen verspekulieren Steuergeld
junge Welt, 04.02.2009 / Inland / Seite 5
http://www.jungewelt.de/2009/02-04/044.php?sstr=Remscheid

Rätsel um einen toten Afrikaner
Remscheider General-Anzeiger vom 31.01.2007
http://www.rga-online.de/archiv/archivsuchergebnis.php?userid=&publikati...

Development means: getting better. Perspective of a Cameroon self-organization an interview with Mbolo Yufanyi Movuh

Tue, 01/10/2017 - 22:04
English

Development means: getting better. Perspective of a Cameroon self-organization an interview with Mbolo Yufanyi Movuh by Timo Kiesel

Timo Kiesel: You are CEO of PEACE (Peer Exchange of African Communities for Empowerment). What does PEACE do?

Mbolo Yufanyi Movuh: Actually PEACE is a young organization and it's been almost two years now since it was formed. If I had to describe PEACE in one sentence, I would say: PEACE is an empowerment tool for Africans. And this empowerment tool has to do with the principle of giving and taking within African communities. The vision is if not to make Africa a superpower, but I'd say stronger than all the other continents. It is to create equity - a balance of power. One of our main mottos is finding African solutions to problems arising in Africa. So it's not like getting solutions from outside but trying to analyze things from within. Our main base line is critical thinking, and one of the main issues that we critically analyze is the power dynamics between the South and the West. We want to create a network that could lead to influence a lot of civil and political issues in Cameroon and also in all of Africa.

At the moment we are still in a phase where we are identifying the institutions, organizations, civil networks, traditional counsels and individuals also, that are ready to work with us and that have the same objective as we do; then getting in contact and networking with them. Once this base of working relationships is created, the second phase would then be to actually establish the first scientific journal of Cameroon. This is a long-term-project. And finally we aim to create a PEACE Institute for critical African studies. After eighteen years in Europe I've realized that a lot of Black people would like to claim their Africaness but don't know anything about Africa. And there are a lot of German – “white” – programs which encourage students to go to Africa and learn about the culture there, while at the same time Black students have difficulties getting into these programs. This is where PEACE gets involved; what we intend to do is to create a situation where African students leave Europe or America and come to Africa, perhaps to Cameroon first. This program should be called GiBaCO, through the learning programs they give back to the community and also learn from the community. So it’s a winwin-thing. A strong connection between Africans in the continent and Africans in the Diaspora will open a lot of academic possibilities and a lot of political, economic and social awareness. What Africans can gain from Africans in the Diasporas, basically, is a lot of knowledge about white people, about Europeans. We tend to appropriate Western factors of living because we have a feeling that this is the better way of life, only because of a lot of propaganda and lies-selling. These aspects of life can be explained better by Diasporans Talking about reparations, for example, are also mostly Diasporans. But African countries should be calling for reparations too; they should be playing a pivotal role in demanding reparations. It’s a mutual relation between Diasporans and the Continent. You could say: Africa has to deal with some sickness, and PEACE sees Africans in the Diaspora as a vaccine.

Timo Kiesel: Which role plays decolonization in this?

Mbolo Yufanyi Movuh: I think decolonization is a process that has to entail different steps, and I would say PEACE can help in making decolonization possible through deconstructing colonization and emancipating the former colonies. I wouldn't say PEACE is a decolonized organization, I would say: PEACE is in the process of facilitating decolonization. PEACE wants to consider pre-colonial times also - meaning the time before the white man came to our continent. One of the problems that we have is that our history was destroyed. Destroyed by us and destroyed by those who colonized and enslaved us. And part of the objectives of PEACE is to regain our history. Although we point fingers to the colonial masters and enslavers, I think we ourselves have also a very important role to play in our emancipation and empowerment. Of course we are not the forefront organization in doing this; we're first of all young. We have a lot to learn from stronger organizations that have been in this field for a long time.

What we are doing now is organizing workshops on empowerment, on critical thinking of African history and geography. Someone said: Geography has divided us, but history will unite us. We say: Critical geography and critical history will reunite us, so it's not just taking everything that was written before, during or after colonial times - by the colonial masters and not the colonies themselves - but instead trying to take this history with a pinch of salt. One example concerns the so-called slave trade shrine in Victoria, Limbe, where PEACE has its office. We've organized tours with Africans from America - I always say Africans from America, because I think all Black people that have African heritage are Africans, so for me there are no African-Americans or African-Germans or whatever, there are just Africans. Those Africans from America who have traced their DNA back to Cameroon are trying to trace the so-called slave roots. We say so-called slave roots because we think that this people were enslaved by the Europeans and they fought against their enslavement, but they were not slaves. So we try to make the words as resistant as possible. This is one of the things that have connected us a lot. While Africans from America see the route of enslavement, we see how this route impacts our present situation. So when these people come, they take with them the message of PEACE and this is how we spread, how we network.

You cannot talk about African history without talking about enslavement and colonization. But we see this in force terms. We see the slave times where Africans were not seen as human beings but as commodities for European and Arab markets. Enslavement is one issue that has impacted our present situation and that is going to impact our future, if we don't take hold of it. We see mental slavery as a sub-level of slavery itself that has stayed until now and that has contributed to our underdevelopment. How do we want to talk about this? One of our objectives of what we've been doing is to talk about religion. Foreign religion has been one of the things that have destroyed Africa. If you look at colonization, you will see that religion came before the real proper colonization. It came as evangelization, missionaries - I'll call it crusade. These were the people that started colonization. So there's a link between religion and colonization and there's also a link between then and now, because you have evangelists and missionaries that are still there today and that are still going to come in the future. One of our aspects is to try to come back to our African religions. This is difficult because part of the process of evangelization was the destruction of our religion. If people say they can choose their denomination, their vocation freely, it is not true. They were whipped and killed to accept a foreign religion. And after one or two centuries of whipping and kicking and killing, you become used to that religion. You see it as your only tool. This is what we try to make people understand, that it didn’t happen out of free will – it's a colonial heritage, it is a slave heritage, it is mental slavery. So this is part of what we're saying: that part of decolonizing is cutting the vein. The white man would say: But if you cut the vein, Africa is going to suffer. Instead, we have to be sure that we can create our own entity. There are different aspects of this: One of them is to identify ourselves. For us, selfidentification, self-pride, but also self-consciousness are the aspects that we should use to empower and inform the people. Decolonizing and deenslaving the mind is one important issue to fight this battle. One of the elders said: The most important weapon of the oppressor is the mind of the oppressed. Africa is not poor. But we have a poor mentality and a poor way of thinking about ourselves, which is only a reflection from somewhere else. The task of PEACE is to try to facilitate a process, where we see ourselves from our own mirrors, playing a very big role in the development of the world.

Timo Kiesel: What is your interpretation of the notion of development?

Mbolo Yufanyi Movuh: Development is a positive influence in your own engagements. There are negative developments now, too, but development per se, without any strains, should be seen as something positive. If you want to talk about Africa concerning development, we see that Africa has the best statistical development figures within the world. But it comes with a price. And this price has been the heads of a lot of our elders. Western countries have preached development and especially democracy for a long time. But one of the first so-called democratically elected leaders of Africa, Patrice Lumumba from Congo, was assassinated by the West. Development has to do with sovereignty and independence. And when you kill people that preach development it means: You are not in favor of development. If we think about the colonial times and now we have a certain level of political liberty which we can also call development. But again: This has come with a price and the price was the assassination of our leaders that preached and fought for this development. Development should be an equity process that everyone is entitled to have. Development should be progressive and positive, and development should always leave a significant mark. Development means for me: Getting better.

The definition I gave before is also an African perspective on development. We see our present situation as a developmental aspect per se, but we actually see the development itself as not being development because we are still entangled with neo-colonialism. If you think of development as colonial process – we made a mistake. We were preparing for political independence without realizing that it is combined with economic and social independence. We neither have economic nor social independence. We have a little bit of political independence, so we call ourselves sovereign states. What I as a pan-Africanist want -is a reunited States of Africa, or a United African States: Something that links all African territories so Africans identify and recognize themselves as a people and are ruled or rule themselves as a people. The European development definition means that someone stands on top and there's someone below. But this is not how I see development. For me, it means getting to a better situation. And this is what I've been doing for the last eighteen years: Trying to combat racism, trying to combat police brutality, making the society better, making the society not to be a police state, not to be a fascist state. You see, this society was a racist and fascist society before and there are still racist and fascist sectors of the society. I'm trying to eliminate them. This is development for me, but is it seen by people from this country as development? No.

Timo Kiesel: What does your practical work look like?

Mbolo Yufanyi Movuh: I talked about Bimbia, the enslavement shrine. Bimbia has been an outlet of enslaved or kidnapped Africans from the African continent to Europe or to the Americas. I was doing research on the community forest there which reminisces about a lot of instruments used to enslave Africans, like rusting shackles and dilapidated slave buildings, coves or a lot of other things. And the tourist guides there were explaining to the tourists how the historical impact of the Bimbia people had to do with enslavement of Africans, and when you saw shackles, the guides would tell the tourists: this is where slaves were handcuffed or tied, when they were stubborn. I see two problems in this statement: “Slaves” and “stubborn”. I think, those people were not slaves, they were captured Africans, and they fought till the very end, but the message of the statement is rather that our ancestors were slaves and not enslaved or kidnapped Africans. And the second problem that I found was «stubborn», which describes someone who doesn't respect rules, who doesn't play with the norm, who doesn’t want to be part of a good society, who is always looking for negative things and who doesn't follow orders. We're everything but that, we're fighting people and we are still fighting today. Some died fighting, even in the ships. Will you call them stubborn? Will PEACE call them stubborn? No. These were resistant ancestors. So this is part of our practical work that we tend to do, with school children for example. We need a way of teaching our children to understand what enslavement really meant for us. When I was a kid - and this is a very pivotal issue - all the geography books and history books that I was taught were disempowering and not empowering me. But we want to create a children's book or whatever handout that could be given to secondary, primary or nursery schools, to show another image of a Black man. Not in shackles, but in a liberated form. This affects the mentality of our children. In our geography books we read about the different territorial administration of the enslaved, but PEACE is talking about people that had to break territories, running away from slavery and fighting white people. We saw pictures of Black people in chains, but we want to show pictures of Black people breaking the chains. This is what PEACE is trying to do. In a nutshell, we don't need to be academic to really create or facilitate decolonization. What we're seeing now within the academic society is a topdown confrontation of the problem. PEACE wants to come with the bottom-up way of confronting the problem – meeting the civil society but also the academicians from below. I don't need a PhD to understand that I was brainwashed when I was small, to see that I don't have to be resistant, when I'm enslaved. PEACE tries to give the consciousness to people that they themselves can solve their problems. It's not about being a high person in the society or having connections to a particular person, it's about understanding that you should do everything possible to fight for your own existence. And this is one of the ways we're trying to bring up the self-consciousness and selfemancipation of the people.

Mbolo Yufanyi Movuh is director of PEACE (Peer Exchange of African Communities for Empo werment, http://peace - int.org/en ) which was founded 2014 in Cameroon. He has rejected his Christian name Cornelius because of a colonial and somehow religious undertone. He is an activist against police brutality, ra cial profiling and deportation and is working with THE VOICE for the past 18 years.

Englisches Originalinterview, Übersetzung in: Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag (Hrsg.): Bon Voyage! Rassismuskritische Wege in der entwicklungspolitischen Bildungs- und Projektarbeit, Berlin 2016, S. 76-79.

Stellungnahme von Herrn Aghayev Magsud zu den Vorwürfen von der Ausländerbehörde Apolda

Tue, 01/10/2017 - 19:48
German

Ihr könnt meinen Kampf unterstützen. Kommt zur Gerichtsverhandlung am 18.01.2017 um 10.15 Uhr am Amtsgericht in Apolda, Jenaer Straße 8.
Aghayev Magsud - The VOICE Refugee Forum- Apolda

Prozess gegen Flüchtlingsaktivisten: Erneute Strafanzeige der Ausländerbehörde Apolda gegen Magsud Aghayev http://thevoiceforum.org/node/4306

Ich, Aghayev Magsud, bin seit 2009 Aktivist bei „The VOICE Refugee Forum“ und der „Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und Migrantinnen“. Seitdem werden mir durch die Ausländerbehörde Apolda Steine in den Weg gelegt! Jetzt verweigern sie mir seit fast 2 Jahren die rechtmäßige Verlängerung meines Aufenhalts und haben nun auch ein Gerichtsverfahren gegen mich angestrengt, in dem sie mir vorwerfen, ich hätte meinen Pass einem Fremden zur Ausreise überlassen. Im Folgenden möchte ich den Hintergrund des Gerichtsverfahrens darlegen.

Ich habe meine Aufenthaltsgenehmigung im Jahr 2010 nach §25.3 bekommen, da ich eine 60prozentige Behinderung habe. Die Ausländerbehörde Apolda hat mir meine Aufenthaltsgenehmigung 2012 für drei Jahre verlängert. Am 13. Februar 2015 ist sie abgelaufen. Zuerst behaupteten sie, man könne die Aufenhahltsgenehmigung nicht verlängern, da man meine Fingerabdrücke nach Berlin senden und auf eine Antwort warten müsse. Später wurde mir gesagt, dass sie noch auf einen Brief von Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) warteten. Ich fuhr selbst zum BAMF nach Hermsdorf und stellte die Frage, warum mir meine Aufenthaltsgenehmigung nicht verlängert wird. Darauf hin sagten sie mir, dass sie schon vor längerer Zeit einen Brief nach Apolda geschickt hätten. Im Text des Briefs stand, dass die Abschiebung Herr Aghayevs verboten wird. Mit der Kopie des Briefes ging ich in die Ausländerbehörde Apolda und stellte die Frage, warum sie eine Anfrage auf eine Abschiebung beim BAMF beantragt hätten. Sie müssten doch wissen, dass nach dem §25.3 eine Abschiebung ausgeschlossen ist. Die Mitarbeiterin der Ausländerbehörde hat gesagt, sie wollten irgendetwas überprüfen. Warum oder was sie prüfen wollten, habe ich nicht verstanden. Sie haben noch einmal alle möglichen Dokumente verlangt und getrennt dazu schriftlich eine Auskunft von mir, wie oft ich nach Aserbaidschan gereist bin. Da ich noch nicht so gut schreiben konnte, bat ich die Mitarbeiterin der Ausländerbehörde, mir dabei zu helfen. Dazu habe ich erklärt, dass ich einen Besucher hatte, meinen Freund aus Baku. Er hatte mich gefragt, ob ich etwas mit ihm nach Aserbaidschan schicken möchte. Ich packte daraufhin eine Tasche mit Geschenken für meine Kinder und gab sie ihm mit. Ich habe ihr auch gesagt, dass er mich von Aserbaidschan aus gleich anrief, um mir zu sagen, dass mein Pass in der Tasche gewesen sei und dass er in 10 Tagen wiederkommen und ihn mir mitbringen würde. Die Mitarbeiterin bat mich ihr handgeschriebenes Protokoll zu unterschreiben, was ich auch getan habe. Ein paar Tage später bekam ich Post mit einer Vorladung von der Polizei Apolda. Die Mitarbeiterin der Ausländerbehörde hatte mich angezeigt, dass ich angeblich meinen Pass zur Verfügung gestellt hätte, um jemanden nach Baku ausreisen zu lassen! Nachdem ich aber meinen Pass bei der Polizei sofort vorlegen konnte, durfte ich wieder gehen. Später bekam ich Post von der Staatsanwaltschaft Erfurt, dass die Sache abgeschlossen ist. Mit diesem Brief ging ich wieder zur Ausländerbehörde und fragte, wann ich meine Aufenthaltsgenehmigung endlich bekommen würde. Als sie daraufhin sagten, sie müssten noch auf einen Brief von der Staatsanwaltschaft Erfurt warten, habe ich selber dort angerufen und gefragt, warum es so lange dauert. Mir wurde gesagt, dass die Ausländerbehörde einen Widerspruch in der Sache eingereicht hat.

Bei meinem nächsten Besuch in der Ausländerbehörde zeigte man mir ein Blatt Papier und sagte „Siehst du? Du hast selber unterschrieben, dass du deinen Pass für einen Fremden zur Ausreise zur Verfügung gestellt hast!“ Ich schaute mir den Brief an und stellte fest: „Wie kann es sein, dass ich es unterschrieben habe? Als ich Ihnen davon erzählt habe, haben Sie alles mit einem Stift auf ein Blatt Papier geschrieben und jetzt sehe ich einen Text, der mit einem Rechner geschrieben wurde und der Text darin ist mir auch nicht bekannt!“ Unter dem vorgedruckten Text war meine Unterschrift zu sehen. Ich sagte: „Das ist doch eine Dokumentenfälschung!“ Die Mitarbeiterin hat mich angeschaut und auf emotionale Weise gesagt: “Egal!”.

Angesichts des Engagements, mit dem die Ausländerbehörde bei übergeordneten Behörden und durch offensichtlichen Betrug versucht, mir rechtliche Vergehen nachzuweisen, ist es offensichtlich, dass es ihr Anliegen ist, mich abzuschieben! Ich will in dieser Sache weiter kämpfen solange bis die Ausländerbeörde Apolda in ihren Schikanen gestoppt wird.

Ihr könnt meinen Kampf unterstützen. Kommt zur Gerichtsverhandlung am 18.01.2017 um 10.15 Uhr am Amtsgericht in Apolda, Jenaer Straße 8.

Aghayev Magsud- The VOICE Refugee Forum - Refugee Community Apolda

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Break the Deportation DNA Chain: "Refugee Black Box – The irrepressible voice and power of the afflicted" - Beyond the Court rooms!

Tue, 01/10/2017 - 16:26
English

Official Announcement: Break the Deportation DNA Chain: "Refugee Black Box – The irrepressible voice and power of the afflicted" - Beyond the Court rooms!

27th to 29th January 2017 in Jena, Thuringen

"Our main focus of discussion will be breaking the deportation chain from within; with discussions on strategies of Break Deportation Acts: Our historical backgrounds and past political struggles against deportation and social exclusion will be the guide to our continued engagement for justice and human dignity."

The VOICE Refugee Forum, Activists of the Refugee-Migrant Community Network together with Anti deportation activists will be presenting and discussing the very first agenda and plan of the project event: " Refugee Black Box – The irrepressible voice and power of the afflicted" in Jena, over the weekend of the 27th to the 29th.

This is a Prepar-Tainment weekend meeting for the political project event:
"Refugee Black Box – The irrepressible voice and power of the afflicted"

What do we want to talk about?

Our main focus of discussion will be breaking the deportation chain from within; with discussions on strategies of Break Deportation Acts: Our historical backgrounds and past political struggles against deportation and social exclusion will be the guide to our continued engagement for justice and human dignity.

We want to discuss how we, the refugee-migrant community activists in Germany overcome the different faces of injustice in Europe. We will speak about our experiences, the struggles and campaigns of the refugee community against the deportation cultures of the German and European racist nationalism, against social exclusion in Germany. About how we fight against the abuse and violation of our rights, the corruption of the deportation system, societal ignorance including German elites and politicians vis-à-vis human dignity and freedom of movement.

Prepar-Tainment Agenda

Friday and Saturday (27th and 28th):

There will be Workshops and Podium discussions. During discussions the Photo Exhibition of the Refugee Community Strike protest “We will Rise” by the Oplatz Refugee Movement will be part of our political arena with Street theatre, Rallies and Demonstration. In the evenings after discussions and workshops, there will be Solidarity Music and Concerts.

Saturday evening:

Cultural Contributions and Solidarity Live Concerts in Café Wagner, Jena. Also on the list are:

– Schwabinggrad Ballett together with the performance group Arrivati who call themselves „autonomous collective of refugees and People of Colour“, from Hamburg.

– System D „a crossing borders musical experience, challenging the oppression, political situation, borders control: Reggae is not dead.“ (Leipzig)

Sunday: Continuation of the discussions and perspectives on the way forward

"Refugee Black Box – The irrepressible voice and power of the afflicted" is a political experiment and a process to re-create our alternative space and critical enlightenment, through the Refugee Political Solidarity X-Ray on the decades of refugee struggles against the centuries of colonial injustice of deportation.

The concept is a process of inspirations from struggles like: The Caravan Internation Refugee Congress Jena – “Unite against Deportation and Social Exclusion” – the beginning of the Residenzpflicht campaign in 2000, Oury Jalloh’s death in Police Cell No 5 in Dessau and the ensuing court trial in 2008, the Caravan Festival on Colonial Injustice in Jena 2010, Break Isolation Refugee Camp in Erfurt, Würzburg to Berlin Protest march in 2012 and the Refugee International Tribunal in Berlin in 2013, which were organized by The Caravan for the Rights of Refugees and Migrants. It is in the spirit of continuity of The VOICE Refugee Forum struggles since 1994 from the Mühlhausen refugee camp.

Refugee Black Box actions are planned to expose the ignorance of the society on the abuses and crimes of deportation regimes and to make the colonial injustices of the system visible.

Like Marcus Garvey said, “Never forget that intelligence rules the world and ignorance carries the burden. Therefore, remove yourself as far as possible from ignorance and seek as far as possible to be intelligent”.

Like in a tribunal, it is about charging the system and giving a platform to the afflicted to bring their own charges to public awareness. In addition, it has elements of a festival with its cultural space. The idea parodies the black boxes of aircrafts. It contains sensitive information that are vital to its functionality. The afflicted can submit their charges and these would form the basis of the next protest actions against the pervasive colonial injustice.

Join us in the 2017 grassroots struggles of the refugees community movement, to make “Refugee Black Box – The irrepressible voice and power of the afflicted" a concrete and empowering political solidarity weapon.
"
"By coming together, we will continue to learn from each other, develop our strength by continued self-empowerment to break the deportation culture and to overcome the different faces of injustice in Europe. Most of us are victims of war. Some of us lost our families; many of us are separated from their children, wives and husbands, while countless number of us died on the journey to Europe under the watchful eyes of FRONTEX. As a result, many of us remain traumatised today. Yet, instead of being given the necessary therapeutic and other support, we are discriminated against, subjected to brutal and greedy exploitation and exclusion, various forms of psychological torture and expected to gratefully accept our unspoken label of subhuman or „Untermensch“ in the name of refugees because we don‘t have bombs raining on us." - Review on Break Deportation Culture – Deportation is criminal and we fight to stop it! http://thevoiceforum.org/node/4210

Deportation and its corruption of legal systems and regimes are criminal. Stop the deportation system! Fight racist nationalism!

Lets shake things up! - Bring down the deportation regimes! Stop the deportations!!!

Please make donations, engage and work with us for an independent refugee community and Join us for the 2017 grass root struggles of the refugees communities on our movement to make “The Refugee Black Box " a concrete political solidarity weapon.

The events will be financed by public donation and solidarity contribution only.

Förderverein The VOICE e.V., Sparkasse Göttingen,
IBAN: DE97 2605 0001 0000 1278 29 Code „Break Deportation“

http://breakdeportation.blogsport.de | http://thevoiceforum.org | http://thecaravan.org

Links:
The Caravan Internation Refugee Congress Jena – “Unite against Deportation and Social Exclusion” https://www.umbruch-bildarchiv.de/video/karawane-kongress/video_karawane...

Refugee Struggle against Residenzpflicht 2000
Einblick in den Kampf gegen die Residenzpflicht
http://residenzpflicht-apartheid.net/download/residenzpflicht-reader.pdf

Oury Jalloh Campaign Revisited - Break the Silence Archives 2005 - 2009 (English and German)http://thevoiceforum.org/node/1213

Stellungnahme von Herrn Aghayev Magsud zu den Vorwürfen von der Ausländerbehörde Apolda

Tue, 01/10/2017 - 14:43

Ich habe meine Aufenthaltsgenehmigung im Jahr 2010 nach §25.3 bekommen, da ich eine 60prozentige Behinderung habe. Die Ausländerbehörde Apolda hat mir meine Aufenthaltsgenehmigung 2012 für drei Jahre verlängert. Am 13. Februar 2015 ist sie abgelaufen. Zuerst behaupteten sie, man könne die Aufenhahltsgenehmigung nicht verlängern, da man meine Fingerabdrücke nach Berlin senden und auf eine Antwort warten müsse. Später wurde mir gesagt, dass sie noch auf einen Brief von Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) warteten. Ich fuhr selbst zum BAMF nach Hermsdorf und stellte die Frage, warum mir meine Aufenthaltsgenehmigung nicht verlängert wird. Darauf hin sagten sie mir, dass sie schon vor längerer Zeit einen Brief nach Apolda geschickt hätten. Im Text des Briefs stand, dass die Abschiebung Herr Aghayevs verboten wird. Mit der Kopie des Briefes ging ich in die Ausländerbehörde Apolda und stellte die Frage, warum sie eine Anfrage auf eine Abschiebung beim BAMF beantragt hätten. Sie müssten doch wissen, dass nach dem §25.3 eine Abschiebung ausgeschlossen ist. Die Mitarbeiterin der Ausländerbehörde hat gesagt, sie wollten irgendetwas überprüfen. Warum oder was sie prüfen wollten, habe ich nicht verstanden. Sie haben noch einmal alle möglichen Dokumente verlangt und getrennt dazu schriftlich eine Auskunft von mir, wie oft ich nach Aserbaidschan gereist bin. Da ich noch nicht so gut schreiben konnte, bat ich die Mitarbeiterin der Ausländerbehörde, mir dabei zu helfen. Dazu habe ich erklärt, dass ich einen Besucher hatte, meinen Freund aus Baku. Er hatte mich gefragt, ob ich etwas mit ihm nach Aserbaidschan schicken möchte. Ich packte daraufhin eine Tasche mit Geschenken für meine Kinder und gab sie ihm mit. Ich habe ihr auch gesagt, dass er mich von Aserbaidschan aus gleich anrief, um mir zu sagen, dass mein Pass in der Tasche gewesen sei und dass er in 10 Tagen wiederkommen und ihn mir mitbringen würde. Die Mitarbeiterin bat mich ihr handgeschriebenes Protokoll zu unterschreiben, was ich auch getan habe. Ein paar Tage später bekam ich Post mit einer Vorladung von der Polizei Apolda. Die Mitarbeiterin der Ausländerbehörde hatte mich angezeigt, dass ich angeblich meinen Pass zur Verfügung gestellt hätte, um jemanden nach Baku ausreisen zu lassen! Nachdem ich aber meinen Pass bei der Polizei sofort vorlegen konnte, durfte ich wieder gehen. Später bekam ich Post von der Staatsanwaltschaft Erfurt, dass die Sache abgeschlossen ist. Mit diesem Brief ging ich wieder zur Ausländerbehörde und fragte, wann ich meine Aufenthaltsgenehmigung endlich bekommen würde. Als sie daraufhin sagten, sie müssten noch auf einen Brief von der Staatsanwaltschaft Erfurt warten, habe ich selber dort angerufen und gefragt, warum es so lange dauert. Mir wurde gesagt, dass die Ausländerbehörde einen Widerspruch in der Sache eingereicht hat.

Bei meinem nächsten Besuch in der Ausländerbehörde zeigte man mir ein Blatt Papier und sagte „Siehst du? Du hast selber unterschrieben, dass du deinen Pass für einen Fremden zur Ausreise zur Verfügung gestellt hast!“ Ich schaute mir den Brief an und stellte fest: „Wie kann es sein, dass ich es unterschrieben habe? Als ich Ihnen davon erzählt habe, haben Sie alles mit einem Stift auf ein Blatt Papier geschrieben und jetzt sehe ich einen Text, der mit einem Rechner geschrieben wurde und der Text darin ist mir auch nicht bekannt!“ Unter dem vorgedruckten Text war meine Unterschrift zu sehen. Ich sagte: „Das ist doch eine Dokumentenfälschung!“ Die Mitarbeiterin hat mich angeschaut und auf emotionale Weise gesagt: “Egal!”.

Angesichts des Engagements, mit dem die Ausländerbehörde bei übergeordneten Behörden und durch offensichtlichen Betrug versucht, mir rechtliche Vergehen nachzuweisen, ist es offensichtlich, dass es ihr Anliegen ist, mich abzuschieben! Ich will in dieser Sache weiter kämpfen solange bis die Ausländerbeörde Apolda in ihren Schikanen gestoppt wird.

Ihr könnt meinen Kampf unterstützen. Kommt zur Gerichtsverhandlung am 18.01.2017 um 10.15 Uhr am Amtsgericht in Apolda, Jenaer Straße 8.
Aghayev Magsud- The VOICE Refugee Forum- Apolda

Forum: DeportationsTopics: AbschiebungLanguages: German

Prozess gegen Flüchtlingsaktivisten: Erneute Strafanzeige der Ausländerbehörde Apolda gegen Magsud Aghayev

Tue, 01/10/2017 - 14:33
German

Pressemitteilung
Prozess gegen Flüchtlingsaktivisten: Erneute Strafanzeige der Ausländerbehörde Apolda gegen Magsud Aghayev

Magsud Aghayev erhielt im Jahr 2010 aufgrund eines Behinderungsgrads von 60% ein
Aufenthaltsrecht nach § 25 Abs. 3 AufenthG. Die zuletzt auf drei Jahre verlängerte Aufenthaltserlaubnis lief am 13. Februar 2015 aus. Da die Ausländerbehörde auch zwei Monate später keine Verlängerung ankündigte, fragte er nach und erfuhr, dass die zuständige Sachbearbeiterin noch auf Post vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) wartete. Auf Nachfrage bei der Außenstelle des BAMF in Hermsdorf erfuhr Magsud Aghayev, dass die Ausländerbehörde erfolglos versucht hatte, vom BAMF die Zustimmung zu seiner Abschiebung zu erwirken. Konfrontiert mit der Ablehnung des BAMF und der Tatsache, dass § 25 Abs. 3 eine Abschiebung verbietet, wollte die Apoldaer Sachbearbeiterin nichts erklären und forderte stattdessen zur Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis erneute ärztliche Atteste und eine schriftliche Erklärung darüber, wie oft Herr Aghayev nach Aserbaidschan gereist sei. Da er nicht so gut Deutsch schreibt, notierte die Sachbearbeiterin meine mündliche Erklärung, dass mein Pass kürzlich aufgrund eines Versehens in einer Sporttasche mit Familiengeschenken nach Aserbaidschan geschickt wurde und binnen zehn Tage von einem Bekannten wieder mitgebracht werden würde.

Einige Tage später erhielt Herr Aghayev eine polizeiliche Vorladung. Die Polizei erklärte ihm, dass die Ausländerbehörde ihn wegen illegaler Weitergabe seines Passes angezeigt hatte und forderte ihn auf, seinen Pass vorzulegen. Nachdem er das innerhalb von 15 Minuten tat, erklärte die Polizei die Angelegenheit für erledigt. Entsprechend erhielt Herr Aghayev am 7.7.2016 einen Einstellungsbescheid der Staatsanwaltschaft Erfurt. Infolge dieses Bescheids fragte er mittlerweile acht Monate nach Ablauf seiner Aufenthaltserlaubnis bei der Ausländerbehörde nach, wann die Verlängerung erfolgen würde. Wieder verwies ihn dieselbe Sachbearbeiterin mit Verweis auf ihren anhaltenden Kontakt mit der Staatsanwaltschaft auf einen späteren Zeitpunkt. Als Herr Aghayev am 24.9.2016 einen Strafbefehl über 200 Euro vom Amtsgericht Apolda bekam, stellte sich heraus, dass auf persönliches Betreiben dieser Sachbearbeiterin das Strafverfahren wiederaufgenommen wurde.

Magsud Aghayev ist seit 2009 aktiv bei The Voice Refugee Forum und im bundesweiten Netzwerk Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen. Er hat seitdem immer wieder an Protesten teilgenommen und die Flüchtlingsgemeinschaft in Apolda organisiert. Schon 2010 durchforstete die Apoldaer Ausländerbehörde Zeitungen nach einem Bild von ihm bei einer Versammlung außerhalb des Landkreises und erließ infolgedessen einen Bußgeldbescheid wegen Residenzpflichtverstoßes. Kurz darauf zeigten BehördenmitarbeiterInnen ihn an, vermeintlich Nazisymbolik verwendet zu haben. Er wurde in zweiter Instanz vor dem Landgericht Erfurt freigesprochen. Magsud Aghayev kann bei den neuerlichen Erfarungen nur davon ausgehen, dass es der Ausländerbehörde ein persönliches Anliegen ist, seinen Aufenthalt entgegen rechlicher Normen zu beenden und bis dahin so unangenehm wie möglich zu gestalten.

Die Hauptverhandlung in der Sache findet am 18.1.2017 und 10.15 Uhr am Amtsgericht Apolda, Jenaer Straße 8, 99510 Apolda, statt.

Kontakt The VOICE Refugee Forum Jena: thevoicerefugeeforum@riseup.net
Kontakt Rechtsanwältin Kristin Pietrzyk: 03641 628272,
KristinPietrzyk@kanzlei-elster.de

Zuständige Sachbearbeiterin Ausländerbehörde Apolda: Frau Ernst, Telefon: 03644 540 788

Aktenzeichen Strafverfahren: Cs 121 Js 19605/15
Zuständige Staatsanwältin StA Erfurt: Frau Jacob, 0361 3775 400

Zuständiger Richter Amtsgericht Apolda: Dr. Pfeiffer, 03644 50290

Aktenzeichen BAMF-Bescheid über Abschiebeverbot 5919871-425
Zuständiger Sachbearbeiter BAMF: Herr Reichel, Referat M D 3 Nürnberg, Telefon: 09119430

In honor of Oury Jalloh / Oury Jalloh zu Ehren gewidmet / l'honneur de Oury Jalloh - Refugee Struggle for Freedom

Sun, 01/08/2017 - 10:33
English German French

In honor of Oury Jalloh

This day is specially dedicated in honor of Oury Jalloh, this young martyr who, in the prime of his life, perished in the hands of judiciary, which was supposed to guarantee him security. He perished because he had the misfortune to be born black. He had the misfortune to leave his home country without worrying about the dangers of the other side. But to tell the truth, how many Oury Jallohs are there in the world? - Too many, everywhere.

Let’s look at the biggest democratic state in the world, the USA. Every day we hear: Afro-American killed by the police. Afro-American slaughtered by the police. And who knows how many Oury Jallohs are among us here and who of us will be the next victim? Never think we have peace while we sleep. For the ones who do nothing to improve their situation have no right to lament their fate. Do not be deceived. It is only through struggle, that we can achieve something. Who will do it in our place if not ourselves? No one, no NGO, no government. Not even our own heads of state, as they are too busy raising money before the end of their term, or ways to stay longer in power.

Never give up, never stop fighting, never sleep. For Oury Jalloh, for all unknown victims of racist aggression and judiciary system.

*****

Für Oury Jalloh

Dieser Tag ist Oury Jalloh zu Ehren gewidmet, dem jungen Märtyrer, der in der Blüte seines Lebens unter den Händen der Justiz zu Grunde gegangen ist, deren Aufgabe es eigentlich wäre, für seine Sicherheit zu sorgen. Er ist umgekommen, weil er das Pech hatte, schwarz geboren zu sein. Er hatte das Pech, sein Heimatland verlassen zu haben, ohne die Gefahren der anderen Seite erkannt zu haben. Aber um die Wahrheit zu sagen, wie viele Oury Jallohs gibt es auf dieser Welt? - Zu viele, überall.

Schaut Euch den größten demokratischen Staat dieser Welt an, die USA. Jeden Tag hören wir: Afroamerikaner_in, ermordet von der Polizei. Afroamerikaner_in, abgeschlachtet von der Polizei. Und wer weiß wie viele Oury Jallohs es unter uns hier gibt und wer von uns das nächste Opfer sein könnte? Lasst uns niemals glauben, wir können uns nun in dem Frieden ausruhen, denn wer nichts tut, um ihre_seine Situation zu verbessern, hat nicht das Recht, sich über ihr_sein Schicksal zu beklagen. Lasst uns nicht uns selbst täuschen. Nur durch den Kampf können wir etwas erreichen. Wer soll diesen Kampf für uns führen, wenn nicht wir selbst? Niemand, keine NGO, keine Regierung. Selbst unsere Staatschefs nicht, denn sie sind zu sehr damit beschäftigt, Geld anzuhäufen, bevor ihre Amtszeit vorbei ist und Wege zu finden, länger an der Macht zu bleiben.

Lasst uns niemals aufgeben, lasst uns niemals den Kampf aufhören, lasst uns niemals schlafen. Für Oury Jalloh. Für alle namenlosen Opfer von rassistischer Aggression und der Justiz.

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l'honneur de Oury Jalloh

Ce jour est spécialement consacré en l'honneur de Oury Jalloh, ce jeune martyr au fleur de l'age qui a péri aux mains de la justice, qui devait lui apporter la securité. Il a péri parce'que il a eu le malheur d'être né noir. Il a eu le malheur de quitter son pays natale sans se soucier des dangers de l'autre côté. Mais à vrais dire, combien de Oury Jalloh y'a t'il dans le monde? - C'est trop, partout.

Regardez dans la democratie la plus grande au monde, les USA. Chaque jour l'on entends: Afroamèricain(e) tué par la police. Afroamèrican(e) abbatu par la police. Et qui sais combien de Oury Jallohs est parmis nous ici et qui de nous sera la prochain victime? Ne croyons jamais avoir la paix en dormant, car celui qui ne fait rien pour améliorer sa situation n'a pas le droit de se lamenter sur son sort. Ne nous trompons pas. Il n'y a que par le combat. que nous pouvons aboutir à quelque chose. Qui le fera à notre place si ce n'est nous même? Personne, ni ONG, ni gouvernement. Même pas nos propres chefs d'états car ils sont trop occupés à amasser de l'argent avant leurs départs ou des moyens de rester plus longtemps aux pouvoirs.

Ne baissons jamais la main, ne jamais cesser de combattre, ne dormez jamais. Pour Oury Jalloh, pour toutes ces victimes que l'on ne peut identifier, les victimes d' agression raciste et de la justice.
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