Isolationshaft in der Türkei - Der Hungerstreik geht weiter
Darmstadt - Samstag, 06. Januar ab 20:30
Strafvollzug in Modell-F Gefängnissen hat in der Türkei seit 2000 stattgefunden. Nachdem die politischen Gefangenen ablehnten, in diese Gefängnisse gebracht zu werden, begann der Staat mit einer Reihe von gleichzeitigen Operationen in fast 20 Gefängnissen am 19. Dezember 2000. Schwere Baugeräte, viele Sicherheitstruppen und Soldaten drangen mit Gewehren und chemischen Waffen in die Knäste ein, um die Gefangenen in die Modell-F Gefängnisse zu transportieren. Achtundzwanzig Gefangene und zwei Soldaten starben.
Seit dem Angriff 2000 geht der Hungerstreik der politischen Gefangenen auch unter den verschärften Bedingungen der Isolationszellen weiter. 122 Personen sind in Protesten und in Isolationshaft seit dem Jahr 2000 gestorben. Mehr als 600 wurden dauerhaft körperlich oder seelisch beeinträchtigt.
Auch außerhalb der Gefängnisse finden Aktionen gegen die Isolationshaft weiter statt. Am 5. April, begann der Rechtsanwalt Behic Asci, der ein Mitglied des "Volks-Gesetz-Büros" und des Vorstandes der "Zeitgenössischen Rechtsanwaltsvereinigung" ist, seinen Hungerstreik in
seinem Haus in Istanbul mit der Forderung, die Isolationshaft abzuschaffen.
Mit dieser Veranstaltung möchten wir das Schweigen über den Kampf der politischen Gefangenen in der Türkei brechen und diesen im Kontext der aktuellen politischen Situation in der Türkei einbeten.


