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Lebenslauf von Binali Soydan

An alle progressive Personen, Institutionen und Einrichtungen in Europa Binali Soydan: Kurzer Lebenslauf

1. Binali Soydan wurde am 05.02.1972 in Karakocan/Elazig, Türkei, geboren. Elazig ist eine kurdische Stadt, Binali Soydan ist Kind einer kurdisch-alewitischen Arbeiterfamilie. Sein Geburtsort Karakocan gehört zwar zur Provinz Elazig, ist aber mehr mit Dersim, einer kurdischen Provinz, die aufgrund ihrer oppositionellen Identität berühmt ist, verbunden.

2. In der Türkei genügt es schon, Kurde oder Alewit zu sein, um Repressionen des Staates ausgesetzt zu werden. Das türkische Regime betrachtet alle Kurden und Alewiten als potenzielle Gefahr für sich. Daher stehen sie quasi von Anfang an unter Beobachtung. In der Türkei werden fast alle Kurden und Alewiten ununterbrochen und systematisch unterdrückt. Wenn man dann wie Binali Soydan ein Revolutionär ist, ist es unumgänglich, festgenommen, gefoltert und unter schwersten Bedingungen jahrelang inhaftiert zu werden.
Binali Soydan's Leben ist beinahe durchgehend von solchen Behandlungen geprägt.

3. Binali Soydan ist ein Revolutionär. Er ist sensibel gegenüber gesellschaftlichen und politischen Problemen. So war er bereits in sehr jungen Jahren politisch aktiv, deswegen wurde er mehrfach von der Polizei verfolgt und verhaftet. Zuletzt wurde er 1998 verhaftet, diesmal schlimmer gefoltert und drei Monate im Gefängnis inhaftiert.

Binali Soydan wurde auch nach seiner Entlassung nicht in Ruhe gelassen und weiterhin von der Polizei verfolgt. Er wurde mehrfach unter fadenscheinigen Begründungen verhaftet und unter Druck gesetzt. Schließlich musste auch er, wie alle anderen Regimekritiker, die dazu verurteilt waren, das Land zu verlassen, das Land verlassen und im Exil zu leben. Binali Soydan ist also ausschließlich aus politischen Gründen und gezwungenermaßen nach Deutschland gekommen.

4. Der türkische Staat fordert die Auslieferung Binali Soydan's (nach Auskunft seines Anwalts und gemäß den Begründungen im Auslieferungsersuchen) aufgrund angeblicher terroristischer Aktivitäten, die er in der Türkei durchgeführt haben soll.

Der türkische Staat betrachtet alle oppositionellen Arbeiter, Werktätige, Intellektuelle, Kurden, Alewiten u.a. als Terroristen. So wird jeder Einsatz für Gerechtigkeit als Terror bezeichnet. Alle Bekundungen des türkischen Staates bezüglich Meinungsfreiheit, Demokratie und Menschenrechten ist nichts anderes als eine gemeine Lüge. Dieser Staat hat sogar den Intellektuellen Orhan Pamuk, der den Nobelpreis erhalten hatte, gezwungen, im Ausland zu leben, nur weil er von der Existenz der Kurden gesprochen und das Massaker an den Armeniern als Tatsache bezeichnet hat.

Der türkische Staat ist weltweit führend in Menschenrechtsverletzungen. Sie führt die Staaten an, die am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte am meisten verurteilt wurden. Der türkische Staat wurde daher vielfach verurteilt und muß mit dieser Scham leben.
Letztendlich sind alle Behauptungen türkischen Staates über Binali Soydan vollkommen erfunden, ungerecht, willkürlich und gänzlich beschuldigend.

5. Binali Soydan war nachdem er ins Ausland ging weiterhin politisch aktiv. Er war an allen progressiv-revolutionären Aktivitäten und Demonstrationen, die die Türkei und Deutschland-Europa betrafen, beteiligt. Er ist Mitglied der B1R-KAR (Plattform für die Einheit der Arbeiter und Völkerfreundschaft). Die BIR-KAR ist in nahezu allen europäischen Ländern, vor allem in Deutschland, aktiv. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass die BIR-KAR die Probleme der Länder, in denen sie aktiv ist, als die ihren betrachtet, sich bemüht, sich an Bemühungen für Lösungen zu beteiligen, und sich für die internationalistische Solidarität mit den hiesigen progressiven und revolutionären Kräften einsetzt. Sie ist eine Plattform, die gegen Arbeitslosigkeit, Rechte- und Bildungsabbau, Obdachlosigkeit, Umweltzerstörung, Rassismus und Ausländerfeindlichkeit, Faschismus (inklusive den Neo-Nazi-Banden), der nach Jahren erneut zu einer ernsten Bedrohung für die Menschheit geworden ist, die imperialistische Aggression und Kriege, die der Menschheit große Schmerzen zugefügt haben, die Vermarktung von Frauen- und Kinderkörpern durch das kapitalistische System und die Verurteilung der Jugend, unserer Zukunft, zur Perspektivlosigkeit, die sie zu Drogenmissbrauch und Prostitution zwingt, kämpft, Aktivitäten veranstaltet und ähnliche Bemühungen unterstützt.

Die BIR-KAR schreibt sich die Einheit der Arbeiter aller Nationalitäten und die Völkerfreundschaft auf die Fahne. Sie glaubt an die Stärke, die daraus erwachsen wird. Der Internationalismus befindet sich unter ihren primären Prinzipien.

6. Flugblätter und Erklärungen zur Information der Presse und der Öffentlichkeit, Presseerklärungen vor der Ausländerbehörde, dem türkischen Konsulat und der JVA Köln-Ossendorf, in der Binali Soydan festgehalten wird, eine Unterschriftenaktion zur Freilassung Binali Soydan's, Protestfaxe an das Innenministerium NRW's, um die Freilassung Binalis Soydan's zu erreichen, Aktivitäten zur Erlangung der Unterstützung der lokalen progressiven und revolutionären Personen und Einrichtungen waren unsere bisherigen Aktivitäten. Wir werden demnächst Presseerklärungen abgeben, die auch die neuen Entwicklungen einschließen werden, Info-Stände aufstellen, um die Öffentlichkeit zu informieren, die gesammelten Unterschriften an das Landesinnenministerium schicken, Versammlungen über das Asylproblem, das neue Zuwanderungsgesetz und Auslieferungsgesuche abhalten, zu denen Experten gerufen werden, Mappen vorbereiten und an Amnesty International, andere internationale Menschenrechtsorganisationen und alle progressive und demokratische Einrichtungen und Institutionen übergeben und schließlich darauf hinarbeiten, das Problem vor den Landtag zu bringen. Es ist klar, dass wir bei all diesen Aktivitäten Eure tatkräftige Unterstützung brauchen und erwarten.

7. Binali Soydan ging am 19. Juni 2007 zum Ausländeramt in Köln-Kalk, um seinen Aufenthaltstitel, der abgelaufen war, zu verlängern, wo er sich einer menschenunwürdigen Behandlung ausgesetzt sah. Während er daraufwartete, dass sein Aufenthaltstitel verlängert werden, betraten Polizisten den Raum, die durch ein Klingelzeichen von zwei Angestellten gerufen wurden .Binali Soydan wurden Handschellen gelegt und er wurde verhaftet. Nach seinen Angaben wurde er vor ein Eilgericht gestellt, wo ihm mitgeteilt wurde, dass der türkische Staat ein Auslieferungsantrag gestellt habe und er aufgrund der Folgeleistung der deutschen Justiz verhaftet wurde. Danach wurde er in die JVA Köln-Ossendorf eingeliefert.
8. Binali Soydan ist immer noch in dieser JVA inhaftiert. Aufgrund seinem Status als Inhaftierter muß er auf viele Rechte verzichten. Binali Soydan ist ein politischer
Häftling und es ist sein natürliches Recht, seiner politischen Überzeugung entsprechend zu leben, was er auch erwartet.
Es ist nicht schwer, sich das Schicksal Binali Soydan's im Falle einer Auslieferung vorzustellen. Gegen ihn wird noch immer wegen seiner Berichte, die er für die politische Wochenzeitung Kizil Bayrak (Rote Fahne) verfasst, prozessiert. Nach Auskunft seines Anwalts in der Türkei ist zu erwarten, dass er mehrfach wegen seiner Berichte verurteilt werden wird. Es ist somit sicher, dass er im Falle einer Auslieferung erneut gefoltert und in ein Gefängnis des Typs F gesteckt werden wird.

Aus all diesen Gründen muß Binali Soydan sofort freigelassen, seinem Asylantrag stattgegeben und eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis erteilt werden.
Wir rufen alle progressiven Personen, Institutionen und Einrichtungen auf, Binali Soydan unter der unten genannten Anschrift zu schreiben, ihm Solidaritätskarten, Bücher und Zeitschriften zu schicken und sich so mit ihm zu solidarisieren.

Mit freundlichen und solidarischen Grüßen
Anschrift: Binali Soydan JVA Köln-Ossendorf Rochusstr. 350 50827 Köln

BIR-KAR
(Plattform für die Einheit der Arbeiter und Völkerfreundschaft) birkar_koeln@hotmail.de

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