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Herkunftsländer und Flucht - Veranstaltungsreihe in Düsseldorf

Das Recht auf Zuflucht in Deutschland wird kontinuierlich abgebaut. Das Asylrecht in Deutschland und in der EU gibt es praktisch nicht mehr. Die Grenzanlagen und Mittelmeerhäfen der EU sind nur noch unter Einsatz des eigenen Lebens erreichbar. Viele sterben, bevor sie die EU überhaupt betreten haben.

Diese Tatsache korreliert mit der sinkenden Zahl von Asylanträgen in Deutschland.

1993: 438.191 Anträge
1996: 100.000 Anträge
2003: 50.560 Anträge
2005: 28.910 Anträge
2006: 21.029 Anträge

In den 27 Mitgliedsstaaten der EU wurden 2006 192.300 Anträge auf Asyl gestellt, 1992 waren es noch 660.000 in den damaligen 15 EU Staaten.

Die sinkende Zahl der Asylerstanträge liegt aber auch in der engen und kleinlichen Ausle-gung der Flüchtlingseigenschaft begründet. So sind Kriege und Bürgerkriege sowie allge-meine Notsituationen als Asylgründe zunächst ausgeschlossen und es gibt viele kompli-zierte rechtliche Stolpersteine.

Es handelt sich um einen grundsätzlichen Wandel der Gesetzesauslegung und des Sprachgebrauches in Deutschland. Das wird darin deutlich, dass in den frühen Jahren der Bundesrepublik das Asylrecht auch historisch bedingt eines der wichtigsten Grundrechte war, jedoch heute durch einen subsidiären Abschiebungsschutz ersetzt wird. Was einst unbeschränkter Grundrechtsschutz war, ist heute ein zeitweiliger Abschiebungsschutz mit minderem Status. Primäres Ziel ist es nicht mehr, einem Menschen eine sichere Zuflucht zu bieten, sondern ihn nach Möglichkeit überhaupt nicht aufzunehmen, wenn es ihm trotz aller physischen und rechtlichen Hindernisse gelingt, als Flüchtling nach Deutschland zu kommen, soll er aber möglichst rasch wieder zurück in sein Herkunftsland.
Entsprechend verändert sich der Sprachgebrauch: der Begriff „Flüchtling“ wird in der Presse immer häufiger durch „illegaler Einwanderer“ ersetzt. PolitikerInnen erwarten posi-tive Resonanz, wenn sie die Zahl der Abgewiesenen möglichst hoch halten. „Nicht die Mitmenschlichkeit wird als Zierde begriffen, sondern die entschlossene Unmenschlichkeit.“ („Recht für Flüchtlinge“, H. Heinhold, Pro Asyl, 2007)

In sechs aufeinander folgenden Veranstaltungen wird die Situation in Ländern wie u.a. Ruanda, Philippinen und Iran in Vorträgen sowie mit kurzen Dokumentarfilmen dargestellt. Die Abschottung der europäischen Außengrenzen und die Situation von AsylberwerberInnen während der Flucht und nach ihrer Ankunft hier in Deutschland werden näher betrachtet.

Beginn: 12.02.2008, 19.00 Uhr, 6x jeweils dienstags im zakk, Studio
Webseite des zakk Düsseldorf

VeranstalterInnen: Referat für Politische Bildung- AStA FH D, Karawane für
die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen

Termine:

Dienstag, 12.02.2008, 19:00 Uhr, Studio, ZAKK
Abschiebung, Abschiebehaft, Abschiebungen vom Flughafen Düsseldorf
Frank Gockel, Verein "Hilfe für Menschen in Abschiebehaft"

Dienstag, 19.02.2008, 19:00 Uhr, Studio, ZAKK
Politische Situation auf den Philippinen
Pepe L., philippinischer Aktivist

Dienstag, 26.02.2008, 19:00 Uhr, Studio, ZAKK
Politische Situation in Ruanda
Esther Mujawayo-Keiner, Buchautorin

Dienstag, 04.03.2008, 19:00 Uhr, Studio, ZAKK
Dokumentarfilme zu Flucht und Asylsituation
KarawaneaktivistInnen berichten über die Situation in Flüchtlingsheimen

Dienstag, 11.03.2008, 19:00 Uhr, Studio, ZAKK
Politische Situation im Iran
REferent ein Studentenaktivist aus dem Iran
Aktivistin der Frauenorganisation 8. März

Dienstag, 18.03.2008, 19:00 Uhr, Studio, ZAKK
Dokumentarfilm „Zusammenprall der Kulturen“
Isabel Basterra, AK Asyl NRW

Der Kampf von Flüchtlingen braucht Geld!

Die Karawane ist maßgeblich auf Spenden angewiesen. Unsere Organisation besteht überwiegend aus Flüchtlingen, die (wenn überhaupt) nur über sehr geringe finanzielle Mittel verfügen. Aus diesem Grunde haben wir 2008 den „Förderverein Karawane e. V.” gegründet. Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt und kann deswegen auf Wunsch Spendenquittungen ausstellen, so dass sie steuerlich absetzbar sind. Wenn bei der Überweisung die Adresse mit angegeben wird, verschicken wir die Spendenbescheinigung automatisch spätestens am Anfang des Folgejahres.

Kontakt: foerderverein(at)thecaravan.org

Unsere Bankverbindung lautet:
Förderverein Karawane e.V.
Kontonummer
: 40 30 780 800
GLS Gemeinschaftsbank eG
BLZ: 430 609 67

IBAN: DE28430609674030780800
BIC: GENODEM1GLS

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