Protest gegen die Abschiebung von Francis Ddumba nach Uganda

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Protest gegen die Abschiebung von Francis Ddumba

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit diesem Schreiben setze ich mich für Francis Ddumba ein, er ist politischer Flüchtling aus Uganda und sitzt seit Ende April in Abschiebehaft.

Er gehört zum oppositionellen Forum für demokratischen Wandel (FDC) in Uganda, ihm werden dort außerdem Kontakte zur PRA (Peoples Redemption Army) nachgesagt, was er vehement bestreitet. Sein Asylantrag wurde jedoch abgelehnt, wie jetzt auch sein Folgeantrag. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge behauptet, es gäbe keine Beweise für die Echtheit der Dokumente, die seine Verfolgung belegen sollen. Er hat um diese Beweise zu beschaffen u.a. einen Anwalt in Uganda beauftragt. Es gibt mehrere Zeitungsartikel aus Uganda über ihn, des weiteren liegt ein beglaubigter Haftbefehl gegen ihn wegen Hochverrats vor, samt eidesstattlicher Erklärungen seiner Schwester.

Berichte von Human Rights Watch bestätigen Folter an politischen Gefangenen durch die Anti-Terror-Einheit JATT bis zum heutigen Tag.
(http://www.hrw.org/en/news/2009/04/28/brutality-name-security)

Davon unbeeindruckt zeigen sich das BAMF und das zuständige Ausländeramt in Ansbach. Bevor er oder sein Rechtsanwalt von der Ablehnung seines Folgeantrages unterrichtet wurden, wurde er in der Nacht vom 27. auf den 28. April in der Gemeinschaftsunterkunft in Dietenhofen bei Ansbach festgenommen.
Selbst das Gericht, das seine Inhaftierung genehmigte, verweigerte ihm die Einsicht in seinen eigenen Ablehnungsbescheid. Der Anwalt hat am 30. April einen Eilantrag und Klage eingereicht.

Francis sitzt seitdem in der JVA in Nürnberg ohne etwas verbrochen zu haben und in ständiger Ungewissheit über sein weiteres Schicksal. Ein bereits geplanter Abschiebetermin wurde vorerst abgesagt - ich bin der Auffassung, dass es keinen weiteren geben darf.

Denn Francis Ddumba wäre im Falle einer Abschiebung in akuter Gefahr, wegen Hochverrat angeklagt und gefoltert zu werden. Auf Hochverrat steht in Uganda die Todesstrafe. Der Versuch ihn abzuschieben, ist daher genauso wenig zu akzeptieren, wie die Art und Weise, wie mit Flüchtlingen umgegangen wird.
Ich trete deshalb ausdrücklich dafür ein, dass Francis Ddumba aus der Abschiebehaft entlassen wird und ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht erhält.

Mit freundlichen Grüßen,

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Ort, Datum, Unterschrift

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Francis Ddumba droht Abschiebung nach Uganda trotz politischer Verfolgunghttp://thecaravan.org/node/1948
http://thevoiceforum.org/node/1211

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