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Bericht zur Abschiebung von Lasaratte nach Guinea

Abschiebungen aus Sachsen-Anhalt

Allein letztes Jahr wurden 413 Menschen aus Sachsen-Anhalt abgeschoben. Wie sich eine solche Abschiebung abspielt, wollen wir am Beispiel Lassarat zeigen.

Lassarat wurde am 16.08.06. abgeschoben.

Um 2 Uhr früh kamen 6 Polizisten in das Abschiebelager HBS, um Lassarat zur Abschiebung abzuholen. Er rannte entsetzt durch die Gänge der ehemaligen NVA-Kaserne und schrie „die wollen mich nach Guinea abschieben“ und versuchte seine Freunde zu informieren. Die Polizisten überwältigten den schmächtigen Lassarat in den Gängen und brachten ihn zum Wagen. Er konnte keine persönlichen Gegenstände mitnehmen, selbst die Medikamente, die Lassarat wegen der Überfunktion seiner Schilddrüse mitnehmen wollte, wurden ihm abgenommen.

Die zentrale Abschiebestelle (ZABST) in Halberstadt weigerte sich erst, seinem Anwalt Auskunft zu geben, und schickte diesem dann ein lapidares Schreiben mit der Flugnummer des Fliegers, mit dem Lassarat von Paris nach Conakry/Guinea (Air France FNR. 1419 Paris-Conakry) abgeschoben wurde. Freunden von Lassarat wurde die Auskunft auf Grund von „Datenschutz“ verweigert.

Nach drei Wochen konnten wir endlich unseren Freund in Guinea finden. Er befand sich seit seiner Abschiebung in Polizeigewahrsam. Dort ist er jetzt nicht mehr.

Seine Reisedokumente wurden von der Guinea-Delegation ausgestellt.
Diese Delegation reiste drei Mal in die BRD. Zu ihr gehörte auch der mutmaßliche Menschenhändler N'Faly Keita aus Guinea. Er wird verdächtigt, Menschen nach Europa geschleust zu haben. Von der zentralen Ausländerbehörde erhält die Delegation für die Massenverhöre 110.000 €. Für jedes Reisedokument, welches sie ausstellt, erhält sie nochmals Geld von den CDU regierten Bundesländern, die anderen Bundesländer beteiligen sich nicht an diesem Menschenhandel. Die Massenverhöre sind darüber hinaus sehr fragwürdig, denn es erhalten auch Nicht-Guineaer diese Reisepapiere, wie auch unser Freund Lassarat.
Lassarat wurde zwei Mal der Delegation vorgeführt, genauso wie hunderte von Flüchtlingen aus ganz Westafrika.

Bisher stellte die Delegation über 560 (!) Reisepapiere aus.
Die Abschiebungen laufen. Sie erfolgen über den täglichen Flug von Paris nach Conakry.

Unser Freund Lassarat war seit 1996 in der BRD wohnhaft und lebte seit dem 25.04.2002 im Abschiebelager HBS ohne Geld und nur mit Lebensmitteln der Großküchen versorgt. Seit dem 16.08.06 befindet er sich nun in Guinea. Von dort kann er nicht zu seiner Familie in die Elfenbeinküste gelangen, da dort dieses Jahr ein Bürgerkrieg ausgebrochen ist.

Wir danken dem weltoffenen Sachsen-Anhalt.

No lager Halle

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