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Engin Celik weiter im Hungerstreik gegen die Abschiebung

By azadi, 26 January, 2007

Die Unterstützung für den kurdischen Künstler wächst!

Presseerklärung zum download

Engin Celik kämpft weiter gegen seine Abschiebung und erklärte, dass er den am 15. Januar begonnenen Hungerstreik fortsetzen wird. Es ist seine einzige verbliebene Möglichkeit, sich zu wehren gegen die Weigerung der deutschen Behörden, ihm Schutz vor Verfolgung und vor der Unterdrückung seiner politischen und kulturellen Arbeit in der Türkei zu gewähren.

Im Abschiebegefängnis in Offenbach wird Druck auf ihn ausgeübt, den Streik aufzugeben und ihm wurde gedroht, dass er deshalb sofort abgeschoben werden würde. Heute wurde Engin Celik gegen seinen Willen dem türkischen Konsulat vorgeführt, wo er erneut deutlich machte, dass er nicht in die Türkei zurückkehren werde.

Engin Celik lässt allen mitteilen, dass es ihm den Umständen entsprechend gut geht und dass er sich sehr über die Solidarität von draußen freut. Die Unterstützungskampagne wächst indessen weiter. Neben zahlreichen KünstlerInnen, SchriftstellerInnen und Theater- und Musikgruppen aus verschiedenen Ländern haben sich zahlreiche Vereine und Bundestagsabgeordnete der Partei DIE LINKE den Forderungen nach der Freilassung und nach Asyl für den kurdischen Künstler angeschlossen. Verschiedene Flüchtlingsräte und Pro Asyl beobachten das Vorgehen der Behörden und unterstützen die Kampagne. Das UNHCR ist ebenfalls informiert und hat dem Bundesamt mitgeteilt, dass es sich gemäß seiner Funktion nach Art. 35 der Genfer Flüchtlingskonvention selbst ein Bild über den Fall machen wird.

Engin Celiks Theatergruppe „Bühne der Träume“ und seine Musikgruppe „Daglara Ezgi“ rufen zu einer noch breiteren Öffentlichkeit und Unterstützung auf. Bei einer Demonstration in Hamburg am 22.01.2007 aufgrund der Ermordung des armenisch-türkischen Journalisten Hrant Dink mit fast tausend TeilnehmerInnen gab es viele Solidaritätsbekundungen für Engin Celik.

Die Gefahr für diejenigen, die in der Öffentlichkeit den türkischen Chauvinismus und die aus ihm geborenen Verbrechen kritisieren, ist allen gegenwärtig und wurde nicht erst durch diesen hinterhältigen Mord ins Bewusstsein gerufen.

Weitere Informationen und Kontakt: Karawane Hamburg

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Hamburg

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