Beteiligen wir uns an den Solidaritätsaktionen mit den 10. September Gefangenen!
Die Vertreter der Zeitungen Atilim und Dayanisma, der Gewerkschaften Limter-Is und Tekstil-Sen, des Vereins der Werktätigen Frauen - EKD, des Sozialistischen Jugendvereins SGD, von Özgür Radio, des Kulturzentrums Beksav und Vertreter sowie Mitarbeiter der ESP sind noch immer in Haft. Die Vertreter von Einrichtungen in Istanbul werden nach fast 6 Monaten nach ihrer Verhaftung am 13. April erstmals vor Gericht gestellt.
Der durch das “Antiterrorgesetz“ (TMY) gestützter Staatsterror nimmt in der Türkei zu. Die Ermordung des armenischen Intellektuellen und Journalisten Hrant Dink, die Entführung des Vorsitzenden des Kulturzentrums BEKSAV, Haci Orman, die Angriffe auf die Partei der Demokratischen Gesellschaft DTP, und die Verhaftungen von Leitenden dieser Partei, das Erscheinungsverbot der kurdischen Zeitungen Gündem, Azadiya Welat und Güncel, die Verhaftungen von Studentinnen und Studenten, Verhaftungen wegen der Teilnahme am 8. März- und Newrozaktionen, Drohungen gegen den Musiker Ferhat Tunç, Drohungen gegen Mitarbeiter von Özgür Radyo sind zum Alltag der Türkei geworden. Die Angriffe auf den demokratischen Rechte und Freiheiten nehmen zu.
Demonstrationen und Kundgebungen werden verhindert. Die fortschrittlichen, demokratischen und revolutionären Oppositionellen, Intellektuellen und Schriftsteller werden bedroht und angegriffen. Die Folterer und Mörder werden befördert, belohnt.
Die Oppositionellen, die am 21. September 2006 durch die Angriffe der Polizei und Sondereinheiten in Istanbul verhaftet wurden, haben am 13. April in Istanbul Besiktas vor der 9. Strafkammer ihren Prozess. Bei diesem Verfahren werden 24 Gewerkschafter, JournalistInnen, Radiomitarbeiter und ESP AktivistInnen, unter anderem auch die Vorsitzende der Gewerkschaft Tekstil-Sen, Ayse Yumli Yeter, der Vorsitzende der Gewerkschaft Limter-Is, Cem Dinç, der Generalsekretär der Gewerkschaft Limter-Is Zafer Tektas, die Vorsitzende des Istanbuler Vereins Werktätiger Frauen – EKD, Çiçek Otlu, der Direktor des Radiosenders Özgür Radyo, Halil Dinç, der Herausgeber der Zeitung Dayanisma, Emin Orhan, die Mitarbeiterin der Zeitung Atilim, Özge Kelekçi und die Vertreterin der ESP in Istanbul, Figen Yüksekdag.
Am 13. April versucht der türkische Staat die Vortruppkräfte der Arbeiterklasse und der Werktätigen anzuklagen. Der Staat hofft durch solche Prozesse, die Arbeiter und Werktätigen von dem Kampf gegen Unterdrückung und Ausbeutung abzubringen. Aber sowohl unsere Freunde, als auch unsere Feinde sehen, dass die Hoffnung aufrecht steht, der Vortrupp der Arbeiterklasse kämpft in vorderster Front weiter und versucht, den Kampf auszuweiten. Die Prozesse werden in eine Anklagebank des Faschismus verwandelt werden. Auch wir sollten, überall dort, wo wir sind, gegen den Faschismus protestieren und ihn entlarven.
Die „We Want Freedom Campaign“ läd alle revolutionären, demokratischen und fortschrittlichen Kräfte ein, an den Protestaktionen gegen den Staatsterror der Türkei im Vorfeld des Prozesses vom 13. April teilzunehmen, um unsere Solidarität mit den angeklagten Journalisten, Gewerkschaftern, Frauen- und Jugendaktivisten und den ESP`ler zu zeigen, uns zu solidarisieren und die internationale Solidarität zu stärken.
Solidaritätskundgebung mit den 10. September-Gefangenen
Datum : 11. April 2007 (Mittwoch)
Beginn : 18.00 Uhr
Ort : Kottbusser Tor (Kreuzberg)
We Want Freedom Campaign
Kottbusser Tor (Berlin Kreuzberg)