Kundgebung vor dem chilenischen Generalkonsulat in Hamburg
Am Freitag den 18 Januar rufen wir vor dem chilenischen Generalkonsulat, Harvestehuder Weg 7, in der Zeit von 16°° - 18°° Uhr an, in Hamburg eine Kundgebung statt, bei der dem erschossenen Mapuche Aktivisten Matías Catrileo Quezada gedacht und die repressive und menschenverachtende Politik des chilenischen Staates gegen die Mapuche-Bevölkerung verurteilt wurde. Desweiteren wurde über den unterdessen seit über 87 Tagen andauernden Hungerstreik der Mapuche Patricia Troncoso informiert.
Die Ermordung von Matías Catrileo Quezada
Matías Catrileo Quezada, 22-jähriger Student an der Universität von Temuco, wurde am vergangenen Donnerstag von chilenischen Polizisten (Carabineros) in der Nähe von Temuco ermordet. Er wollte sich zusammen mit einer grösseren Gruppe Mapuche an einer friedlichen Landbesetzung einer Hacienda des Großgrund-besitzers Jorge Luchsinger beteiligen. Carabineros, die die Hacienda bewachten, eröffneten sofort mit Maschinenpistolen das Feuer und trafen Matías Catrileo in der Lunge. Er war sofort tot. Seine compañeros weigerten sich daraufhin, die Leiche den Carabineros zu übergeben, aus Angst, daß diese versuchen könnten, den Tathergang zu verschleiern. Es folgte eine mehrstündige Verhandlung unter Beteiligung des Bischhofs der Region Villarica. Schliesslich wurde die Leiche in Anwesenheit des Bischhofs dem forensischen Institut zur Obduktion übergeben.
In der chilenischen Hauptstadt Santiago sowie in Concepción und Temuco fanden daraufhin Demonstrationen statt, die brutal von der Polizei aufgelöst wurden.
Mapuche Politische Gefangenen nach 87 Tagen Hungerstreik in Lebensgefahr
Unterdessen dauert der Hungerstreik von Patricia Troncoso nach 87 Tagen weiter an. Die Mapuche Kämpferin , inhaftiert im Gefängnis von Angol schwebt in Lebensgefahr. Vier weitere Mapuche hatten vor wenigen Tagen den Hungerstreik wegen ernsten gesundheitlichen Problemen abgebrochen. Die chilenische Regierung ist weiterhin nicht bereit, über die Forderung nach Freilassung der nach dem Antiterrorgesetz verurteilten politischen Gefangenen der Mapuche zu verhandeln. Weiterhin fordern die Gefangenen die Abschaffung des Antiterrorgesetzes, das noch aus Zeiten der Pinochet-Diktatur stammt, sowie eine Demilitarisierung der Mapuche Gebiete.
FREIHEIT FÜR ALLE POLITISCHEN GEFANGENEN MAPUCHE IN CHILE
Komitee zur Unterstützung der politischen Gefangenen in Chile“, Voz Latina(at)web.de
vor der chilenischen Generalkonsulat, Harvestehuder Weg 7 in Hamburg