Skip to main content
Home

Main navigation

  • english
  • deutsch
  • francais
  • فارسی
  • türkçe
  • Home
User account menu
  • Log in
contact us | Berlin | Bielefeld | Bremen | Hamburg | Jena | Wuppertal
Find out what's going on in Berlin, Bremen, Göttingen, Hamburg, Jena, NRW, Nürnberg, Bramsche-Hesepe

Breadcrumb

  1. Home

Die zivile Diktatur?

By markus, 7 September, 2004

Informationsveranstaltung zur Menschenrechtslage in Nigeria mit Kayode Oladele (Detroit/USA)

Flyer zum download (pdf)

Die Lage der Menschenrechte in Nigeria ist in einem alarmierenden Zustand: das derzeitige Ausmaß an Gewalt in dem westafrikanischen Land kommt den Zuständen zu Zeiten der Militärdiktatur sehr nahe. Doch nur wenig davon erreicht die deutsche Öffentlichkeit.

Nachdem im Jahr 1998 das Abacha- und ein Jahr später schließlich die Abdulsalami-Diktatur durch den derzeit amtierenden Präsidenten Olusegun Obasanjo abgelöst wurden, ging die europäische Öffentlichkeit
von einem bevorstehenden demokratischen Umbruch aus; Nichtregierungsorganisationen, Ölkonzerne und Regierungen unterstützten Obasanjo lange vorbehaltlos.

Als sich schon kurz nach der Regierungsübernahme abzeichnete, dass der politische Führungsstil und der Umgang mit den ethnischen Konflikten nur unwesentlich von dem seiner diktatorischen Vorgänger abwichen, fand dies kaum Eingang in die öffentliche Wahrnehmung. Bis heute sehen sich VertreterInnen gewerkschaftlicher und Minderheitenorganisationen teils drastischer Verfolgung ausgesetzt. Die fortgesetzte Verfolgung von Mitgliedern der Opposition, die politisch motivierte Morde und extralegale Tötungen mit einschließt, ist unter dem gegenwärtigen Regime allgegenwärtig.

Die von Gewalt und Menschenrechtsverletzungen geprägte Situation in Nigeria wird konterkariert durch eine rigorose Ablehnungspolitik gegenüber den Asylanträgen nigerianischer Flüchtlinge in Deutschland. Zwar warnt das Auswärtige Amt auf seiner Homepage deutsche TouristInnen vor Reisen nach Nigeria, doch für nigerianische AsylbewerberInnen besteht dort nach Auffassung der deutschen Behörden und vieler Gerichte keine Gefahr bei einer erzwungenen Rückkehr.

Vor diesem Hintergrund veranstaltet die Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen eine Informationsveranstaltung mit dem renommierten nigerianischen Anwalt Kayode Oladele. Oladele lebt und praktiziert seit Jahren als anerkannter politischer Flüchtling im US-amerikanischen Detroit.

Bis zu seiner Flucht aus Nigeria war er in der Alliance for Democracy gegen das Militärregime aktiv. Außerdem war er an der Gründung des Oodua Peoples Congress (OPC) beteiligt, heute eine der größten nigerianischen Oppositionsbewegungen. Als in den USA praktizierender Anwalt hat er inzwischen zahlreiche Prozesse gegen ehemalige Militärmachthaber in Nigeria gewonnen, was dazu führte, dass viele Opfer von Menschenrechtsverletzungen Entschädigungen erhielten und illegale Konten im Ausland aufgedeckt wurden.

· Kayode Oladele wird über die Entwicklung der Menschenrechtslage seit der Machtübernahme durch die zivile Regierung unter Olusegun Obasanjo berichten.
· Weiterhin wird auf der Veranstaltung der Bremer Rechtsanwalt Günter Werner über die Praxis der Asylverfahren nigerianischer Flüchtlinge und die Einschätzung der nigerianischen Menschenrechtslage durch die deutschen Behörden und Gerichte berichten.
· Der in Bremen lebende nigerianische Flüchtling Babatope Moses Bodunde, aktives Mitglied der Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen, wird über seine politischen Aktivitäten in der Demokratiebewegung Nigerias sprechen und uns über die Umstände informieren, die ihn schließlich zur Flucht getrieben haben.

Mittwoch, 15. Sep. 2004, 19.00 h
im Forum Kirche, Hollerallee 75

Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen
c/o Veranstaltungszentrum "Paradox"
Bernhardstr. 12 · 28203 Bremen
Karawane_Bremen at web.de · https://thecaravan.org
Mitveranstalter:
Evangelisches Bildungswerk Bremen
Verein Ökumenischer Ausländerarbeit Bremen (VAÖ)
Afrika-FreundInnen Bremen e.V.

Der Kampf von Flüchtlingen braucht Geld!

Die Karawane ist maßgeblich auf Spenden angewiesen. Unsere Organisation besteht überwiegend aus Flüchtlingen, die (wenn überhaupt) nur über sehr geringe finanzielle Mittel verfügen. Aus diesem Grunde haben wir 2008 den „Förderverein Karawane e. V.” gegründet. Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt und kann deswegen auf Wunsch Spendenquittungen ausstellen, so dass sie steuerlich absetzbar sind. Wenn bei der Überweisung die Adresse mit angegeben wird, verschicken wir die Spendenbescheinigung automatisch spätestens am Anfang des Folgejahres.

Kontakt: foerderverein(at)thecaravan.org

Unsere Bankverbindung lautet:
Förderverein Karawane e.V.
Kontonummer
: 40 30 780 800
GLS Gemeinschaftsbank eG
BLZ: 430 609 67

IBAN: DE28430609674030780800
BIC: GENODEM1GLS

Secondary menu

  • Help
  • Impressum

10-Jähriges Jubiläum der Karawane

Sammlung aller texte zum 10 jährigen Jubiläum der Karawane all texts of the 10-years anniversairy of the CARAVAN for the rights of refugees and migrants