Mehmet Esiyok schloss sich 1989 im Alter von 23 Jahren, kurz vor Abschluss seines Studiums, der PKK an. 1994 wurde er ins Zentralkomitee der PKK gewählt. Die Tätigkeiten von Esiyok umfassten die Verwaltung und Schulung im Grenzgebiet zum Iran. Zusätzlich war er als Journalist tätig. Seit Ende der 90er Jahre setzte er sich für den Waffenstillstand und eine politische Lösung der Kurdenfrage in der Türkei ein. Im November 2003 wurde er an der Gründungsversammlung in den Vorstand des Kongra-Gel, der Nachfolgeorganisation der PKK, gewählt. Danach war er mit diplomatischen Funktionen in den GUS-Staaten betraut.
Am 15. Dezember 2005 flüchtete Mehmet Esiyok unter falscher Identität mit gefälschten Papieren von Moskau kommend in die Schweiz. Am Flughafen Zürich-Kloten stellte er ein Asylgesuch. Seit dem Jahr 2000 ersuchte Interpol Ankara die Schweiz mehrfach um Verhaftung von Mehmet Esiyok. Gestützt auf eine Haftanordnung des Bundesamtes für Justiz (BJ) wurde er am 20. Dezember 2005 am Flughafen Zürich-Kloten verhaftet und befindet sich seither in Auslieferungshaft.
Aus Protest gegen den Auslieferungsentscheid des Bundesgerichtes vom Am 23. Januar 2007 ist Mehmet Esiyok nach 14 Monaten Auslieferungshaft in einen unbefristeten Hungerstreik getreten. Dieser wird bis zu seiner Freilassung oder seinem Tod fortgesetzt.
Wir protestieren gegen die neue Praxis der Schweizer Behörden, die das Leben von Mehmet Esiyok gefährdet und sämtliche Verlautbarungen zur Förderung von Menschenrechten Lügen straft.
Beteiligt euch an der Online-Protestaktion
Hintergrundinformationen zu Mehmet Esiyok
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