Am 21. März feiert das kurdische Volk das Newroz-Fest, das er mit dem Kampf um Freiheit und Gleichheit gleichsetzt. Dieser Tag ist jedoch auch, gleichzeitig ein Fest verschiedener Völker im Nahen Osten, Asien und dem Kaukasus und ein Fest zur Begehung des neuen Jahres und des Frühlings.
Wie jedes Jahr, werden auch in diesem Jahr Arbeiter, Werktätige und Revolutionäre der Türkei zusammen mit dem kurdischen Volk auf die Straßen gehen und vor dem Feuer zusammen Freiheitslieder singen.
Das kurdische Volk wird auch an diesem Tag mit seinen armen Bauern, Frauen und Jugendlichen, die das Hauptader der Guerilla sind, der Unterdrückung der Herrschenden zum Trotz die Fahne des Aufstandes hissen.
Das kurdische Volk und sein mit viel Mühe, Schmerz und Verlusten geführter Kampf für die Freiheit, sind heute gänzlich eingekesselt. Im Süden der kurdischen Siedlungen (Nord-Irak) ist eine de facto föderative „Autonomie“ im Gespräch, die von der Zustimmung zu den imperialistischen Ungerechtigkeiten und der Unterwürfigkeit gegenüber ihrer Besatzungspolitik abhängig gemacht wird und deren internationaler Status und Zukunft noch ungewiss sind.
In anderen Ländern, in denen Kurden leben, führen reaktionäre Herrscher ihre klassische Verleugnungs- und Zerstörungspolitik mit zunehmender Härte fort. Die Polizeioperationen gegen demokratische kurdische Institutionen und Verhaftungen der letzten Tage in Europa sind ein Ausdruck dessen. Diese Angriffe wurden erneut aufgegriffen, weil die generellen und aktuellen Interessen der EU mit denen der Ländern, die den Kurden feindlich gesinnt sind, übereinstimmen.
Der türkische Teil Kurdistans wurde erneut zu einem faktischen „Ausnahmezustandsgebiet“. Das mörderische türkische Militär beschleunigt seine nie endenden Operationen gegen das kurdische Volk zunehmend. Dörfer werden erneut entvölkert, Wälder in Brand gesetzt und der Aufenthalt auf Hochebenen verboten. Auf der anderen Seite plant der Faschismus gefährliche und neue Vorgehen, indem er Abdullah Öcalan´s Recht auf Leben angreift. Nicht nur Forderungen grundlegender nationaler Rechte durch das kurdische Volk, auch das einfachste Recht wird dem kurdischen Volk verwehrt. Legale kurdische Einrichtungen werden durchsucht, ihre Vertreter wahllos in Gewahrsam genommen und verhaftet. Folter und Rechtsverletzungen nehmen erneut zu. Der Menschenrechtsbericht des Menschenrechtsvereins (IHD) für das Jahr 2006 belegt dies.
Wildgewordener Chauvinismus und Lynchversuche, die in verschiedenen Landesteilen aufkommen und eine grenzenlose Brutalität belegen, sind ein neuer Beweis für die Aggression des Faschismus. Die imperialistische Aggression vor allem gegen das afghanische, irakische und palästinensische Volk und andere Völker des Nahen Ostens und die ungerechten Kriegsbedingungen ermutigen die herrschenden Klassen in der Türkei. Das kurdische Volk wird das Newroz-Fest also unter diesen Bedingungen begehen.
Arbeiter, Werktätige, Revolutionäre,
der Imperialismus, allen voran die USA, der zionistische Staat Israel und andere reaktionäre Länder der Region sind im Angriff gegen Völker der Region und dabei auch gegen das kurdische Volk Bündnispartner. Der faschistische türkische Staat ist bemüht, eine Rolle im US-amerikanischen Angriff gegen das Nahe Osten zu übernehmen, die Türkei in eine Basis für diese Angriffe zu verwandeln und seine Dienste unentbehrlich zu machen. Er will die Kurden erneut unterdrücken und vernichten. Es gibt nichts, was die Türkei nicht hergeben, oder tun würde, um die Gründung eines möglichen föderalen kurdischen Staates im Süden zu verhindern und die PKK-Einheiten auf dem Kandil-Berg zu zerstören. Die vertiefte Zusammenarbeit mit dem zionistischen Staat Israel und die Stationierung seiner auserwählten und mörderischsten Einheiten an die Grenze zum Irak und Iran sind ein Beleg dafür. Das faschistische Regime wird mit dem Näherrücken des Newroz seine chauvinistische und faschistische Propaganda erneut verstärken und zu ekelerregender Demagogie und Provokationen greifen. All dies natürlich, um seine möglichen Massaker zu rechtfertigen.
Doch vergebens! Das kurdische Volk und seine ehrenhaften Werktätigen werden die aufgezwungene Kapitulation nie eingehen. Dies ist sein natürlichstes Recht. Unabhängig von der heutigen Lage, wird das Feuer der Freiheit nie erlöschen.
Im Glauben daran und mit brüderlichen Wünschen wünschen wir dem kurdischen Volk ein gelungenes Fest und rufen alle Arbeiter, Werktätige, Progressive und Revolutionäre aller Nationen auf, sich mit den Werktätigen des kurdischen Volkes international zu solidarisieren.
Biji Newroz! Newroz Piroz Be!
Nieder mit der faschistischen Diktatur!
Es lebe die Einheit der Völker!
Freiheit, Gleichheit, freiwillige Einheit!
ATİK, ADHK, BİR-KAR, AVEG-KON, YAŞANACAK DÜNYA GAZETESİ