Oury Jalloh: Fortsetzung der Prozessbeobachtung
13. Februar 2008 in Dessau
Folgendes ist für diesen Tag geplant:
Die Polizeibeamten Schmorde, Schmatolla und Eckert sollen vernommen werden. Eckert war der Dienstgruppenleiter, der nach dem Angeklagten Schubert Dienst hatte. Eventuell wird die Tatortgruppe ebenfalls vernommen.
Die 3. Ausgabe der Zeitung "Break the Silence" liegt an mehreren Stellen u.a. in Berlin, Hamburg, Dortmund, Wuppertal, Bremen, zum Abholen bereit. Für Zeitungen, wendet euch bitte an die Initiative oder die örtlichen Gruppen der Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen.
Eins, zwei oder gar kein Feuerzeug? Lügenkonstrukte - Made in Germany, Eine Stellungnahme der INitiative in Gedenken an Oury Jalloh
Rassistische Polizeimorde und die Kriminalisierung von Afrikanern und Schwarzen in Deutschland, Pressemitteilung der Black African Conference zum 3. Todestag von Oury Jalloh und Laye Konde
Fotos, Videos und links zum Prozess auf Umbruch Bildarchiv
Vor zwei Jahren verbrannte Oury Jalloh, Flüchtling aus Sierra Leone, an Händen und Füßen gefesselt in der Polizeiwache in Dessau. Zum Gedenken an Oury Jalloh gingen am 2. Todestag mehrere hundert Menschen auf die Straße. In Dessau versammelten sich nach einer Demonstration rund 200 Menschen vor der Polizeiwache. Mit Sprechchören "Oury Jalloh - das war Mord" unterstrichen sie ihre Forderungen nach Aufklärung seiner Todesumstände und nach einer für alle nachvollziehbaren Gerichtsverhandlung. "Bis der Fall lückenlos geklärt ist, bleibt das Mord", sagte einer der Demonstranten und erhielt von vielen Teilnehmern Beifall. In Berlin demonstrierten zeitgleich 500 Menschen vom Hackeschen
Markt durch Mitte.
Zwei Jahre nach Oury Jallohs Tod sind die damals anwesenden Polizeibeamten noch immer im Dienst, das Dessauer Landgericht wollte den Fall zunächst abschließen. Erst nach massivem öffentlichen Druck ließ es am 2.1.'07 die Hauptverhandlung gegen den 46-jährigen Dienstgruppenleiter zu.