Sehr geehrte Damen und Herren,
wir berichteten bereits über kurdischen Jungen Cuneyit Ertus, 14 Jahre. In Hakkari/Yükkesokova, am 23.03.08 brach der türkische Folterer, Turgay Sen, Cuneyit vor laufender Kamera den Arm nach hinten durch. Dann wurde Cuneyit auf die Polizeistation mitgenommen und verhaftet.
Sein
Anwalt heißt: Nevzat Anuk
Büro: 0090-4383510877
Handy: 0090-5335240911
Anwaltsbüro: 0090-4382116080
Eine Ärztin schrieb den Folterern ein offensichtlich falsches Attest. Ein Arzt bestätigte uns, dass das Ellbogengelenk von Cuneyit gebrochen sein muss, und zusätzlich Bänder und Sehen beschädigt/zerrissen sein
müssen.
Wenn der Arm ohne Behandlung bleibt, wird ihn Cuneyit nicht mehr benutzen können. Der eine Folterer hatte zu seinem Kollegen auch gesagt: "Mach, dass er den Arm nicht mehr nutzen kann." Cuneyit wurde nochmals im Gefängnis gefoltert und danach nach Bitlis überführt. Er kann den Arm nicht mehr bewegen und ist schon sehr schwach. Er hält das nicht mehr durch. Am Arm, der ihn unerträglich schmerzt, hat er nur eine einfache Bandage, die ihm gar nichts nützt. Der Junge ist physisch und seelisch am Ende, bitte tun Sie alles in ihrer Macht Stehende um ihm zu helfen. Wenden Sie sich, wenn nötig an Ministerpräsident Tayip Erdogan persönlich.
Das Attest wurde offensichtlich vorsätzlich gefälscht. Wir haben dem Anwalt nun geraten, die Ärztin unter Anklage zu stellen. Die Ärzte verletzen ihre Schweigepflicht, stellen falsche Atteste aus, weisen Verletzte ab und arbeiten allgemein mit der Polizei. Bitte teilen Sie uns umgehend mit, was Sie unternommen haben in dem Fall.
In der Hoffnung auf Ihre Hilfe
Memo Arikan
Vorstandsmitglied Kurdische Gemeinde Bayern
Mitglied des Ausländerbeirates der Landeshauptstadt München