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Kundgebung zur Erinnerung an die Ermordung von über 10.000 politischen Gefangenen im Iran

By markus, 22 September, 2004

Am Samstag, den 18. September 2004 fand vor dem Hamburger Hauptbahnhof eine von der Sozialistischen Partei Iran (SPI) organisierte

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Kundgebung zur Erinnerung an die Ermordung von über 10.000 politischen Gefangenen im September, 1988 durch die diktatorische islamische Regierung statt. Seit der Machtübernahme 1979 hat das Regime mehr als 100.000 politische Gegner hingerichtet.
Zur Kundgebung gehörte ein politisches Straßentheaterstück, in dem die öffentliche Hinrichtung einer Studentin dargestellt wird. 1999 protestierten die StudentInnen der Teheraner Universität gegen die Schließung einer Zeitung, die sich für politische Reform einsetzte. Nach der Demonstration wurden die StudentInnen in einem Wohnheim von der Polizei und von Kräften des Geheimdienstes attackiert und brutal verprügelt. In der darauf folgenden Woche gab es eine Welle von Protesten gegen das Regime und für eine Demokratisierung. Es beteiligten sich aktiv zehntausende Menschen. Dies war die größte politische Demonstration seit der Machtübernahme der islamischen Regierung.
In den Wochen nach den Demonstrationen wurden Tausende von Studenten verhaftet und viele gefoltert. Während viele anschließend freigelassen wurden, blieb eine unbekannte Anzahl weiter im Gefängnis. Jedes Jahr führen die StudentInnen Erinnerungsdemonstrationen trotz staatlichen Verbot durch.

Die StudentenInnen sind massiver staatlicher Repression ausgesetzt. Regelmäßig werden StudentInnen verhaftet, gefoltert und öffentlich hingerichtet.
Die Bundesregierung und andere europäische Regierungen schweigen zu diesen Menschenrechtsverletzungen genauso wie die europäischen Medien, und lehnen Sanktionen gegen das islamischen Regierung ab. Nur durch "Dialog", meinen sie, sei eine Demokratisierung des Irans zu erreichen. Aber in Wirklichkeit interessieren sie sich nicht für eine Demokratisierung oder Einhaltung der Menschenrechte in Iran. Was sie interessiert, sind Erdöl, Erdgas und andere Geschäfte. Die BRD zählt zu den größten Handelspartnern der islamische Regierung.

Seit längerem macht SPI mit dem Theaterstück auf ihren Kundgebungen in Hamburg und anderen Orten auf die Verbrechen der islamischen Regierung aufmerksam. Nie hat es ein Problem mit den Behörden gegeben, heute war das anders. Nach der ersten Ausführung des Theaterstücks, meinte Herr Krause, der verantwortliche Beamte, daß das Theaterrequisit, ein hölzerner Galgen, der auf einem Sockel aufgebaut war, nicht angemeldet sei und entfernt werden müsse. Die Absicht war eindeutig. Der diensthabende Beamte wollte die Darstellung der Realitäten im Iran nicht sichtbar werden lassen. Die Organisatoren folgten der Aufforderung und entfernten den Galgen sowie den Sockel, protestierten aber laut gegen diese Form der Unterstützung des islamischen Regimes und der Zensur ihrer Veranstaltung.
Als das Theaterstück ein zweites Mal aufgeführt wurde, wurde der Galgen von einem Aktivisten in der Hand gehalten und somit der Vorwurf der Genehmigungspflicht aufgehoben. Nichtsdestotrotz schritt Herr Krause, unterstützt von einem eilig herbeigerufenen Polizeieinsatzkommando, ein und beschlagnahmte das Theaterrequisit.
Die Organisatoren ließen sich von dieser Schikane nicht beeindrucken und führten das Theaterstück ohne den Galgen dennoch auf.

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