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Protestbrief aus dem Lager in Möhlau

By azadi, 23 April, 2009

Die Mitglieder von The Voice und der Karawane aus Möhlau, Lutherstadt Wittenberg hatten sich als Flüchtlinge versammelt, um ihre Kämpfe und ihr Leid zu diskutieren, wovon das folgende Protokoll erstellt wurde.

1.Die Diskussion um drohende Abschiebungen und die Verweigerung des Aufenthaltsrechts für Flüchtlinge, die einen regulären Aufenthaltsstatus verdient haben, wie im Falle von Stolla aus Kosovo, seit 1999 in Möhlau, Saifa aus Kosovo, ebenfalls seit 9 Jahren mit mehreren Kindern in Möhlau, Toure, nun schon seit fast 11 Jahren in Möhlau, Ali, seit 7-8 Jahren in Möhlau, Kahlaf aus Syrien, seit 15 Jahren in Deutschland, mit Diabetes und Augenproblemen, ein Gutschein-Opfer, Alsaid, seit 1999 da, seine Kinder hier in Deutschland geboren, Fernando aus Guinea-Bissao, seit 5 Jahren mit seiner Familie in Möhlau, Liu aus China, seit 13 Jahren in Möhlau, ihr Kind ist hier in Deutschland geboren, auch ein Gutschein-Opfer, und viele andere. Besonders Afrikaner sind bevorzugte Opfer dieser Angelegenheit. Warum?

2. Die Manipulation der Ausländerbehörde und des Sozialamts in Lutherstadt Wittenberg bezüglich der Gutscheine. Die Benutzung von "Identität" als Angriffspunkt für Torturen und unmenschliche Behandlung unschuldiger Flüchtlinge, von denen einige den Kontakt zu den Ländern, in denen sie gewohnt hatten, völlig verloren haben, oder deren alte Dokumente zerstört wurden oder abgelaufen sind, oder die staatenlos sind und keine Familien mehr haben.

3. Die Verweigerung von Arbeitserlaubnissen durch dieselbe Ausländerbehörde von Lutherstadt Wittenberg gegenüber unschuldigen Flüchtlingen wurde diskutiert, während anderswo die Behörden den Flüchtlingen, die in ihrem Gebiet leben, Arbeitserlaubnisse erteilen.

Zu all diesen erwähnten Punkten drücken die Flüchtlinge in Möhlau, Wittenberg ihre Wut und ihren Protest aus, denn ihr Leben wird systematisch zerstört, trotz der Tatsache, dass sie unschuldig sind. Sie sind wütend darüber, dass unschuldige Gesetze, sobald Flüchtlinge
betroffen sind, negativ interpretiert werden. Sie rufen zur Unterstützung des The Voice Flüchtlingsforums und der Karawane für die Rechte der Flüchtlinge auf, für eine öffentliche Demonstration in Lutherstadt Wittenberg.

Salomon Wantchoucou

Protestbrief

The Voice und die Karawane für die Rechte der Flüchtlinge in Möhlau, Lutherstadt Wittenberg sind definitiv wütend und prangern die inhumanen Praktiken der Ausländerbehörde und des Sozialamts von Lutherstadt Wittenberg ihnen gegenüber an. Deshalb fordern sie, dass ihre Rechte respektiert und ihnen gegeben werden, denn sie hatten jedenfalls genug Geduld in diesen Angelegenheiten. Das Leben der Flüchtlinge ist zerstört worden, anstelle des notwendigen Schutzes, den das Gesetz in positiver Weise definiert.

Flüchtlinge leben in Möhlau in einem isolierten Gebiet, so dass es sehr, sehr schwierig ist, sich in die Gesellschaft zu integrieren.
Nichtsdestoweniger werden sie von einigen Behördenmitarbeitern gequält, eingeschüchtert, missbraucht, aufgrund von Hass, Ignoranz etc. Flüchtlinge fordern die Abschaffung dieser Praktiken.

Sie fordern die Abschaffung der sogenannten Gutscheine. Damit werden unschuldige Flüchtlinge drangsaliert und in Lutherstadt Wittenberg weiß man, dass das eine unmenschliche Behandlung ist, und wendet sie trotzdem an, dass es Rassismus ist und Nicht-Transparenz der Demokratie.

Die Flüchtlinge fordern ihr Recht auf Existenz, keinen Kompromiss, den die deutschen Gesetzgeber definierten und den wir "Aufenthaltsrecht" nennen, so dass Flüchtlinge arbeiten können und zur Entwicklung Deutschlands beitragen können. Daher fordern die Flüchtlinge massiv, dass der Leiter der Ausländerbehörde jetzt eine positive Position bezieht! So dass das Leben der Flüchtlinge geschützt wird und nicht zerstört.

Die Flüchtlinge in Möhlau, Lutherstadt Wittenberg haben das Recht auf Arbeit, dennoch wurde dies nicht gewährt, aufgrund von rassischen Absichten, Hass, warum? Deshalb fordern die Flüchtlinge heute Lutherstadt Wittenberg auf, all diese unmenschlichen Behandlungen
abzuschaffen und die menschliche Würde und Existenz anzuerkennen.

Wir, die Flüchtlinge von Möhlau, Lutherstadt Wittenberg stützen uns auf all diese erwähnten Gründe, um den Bürgermeister zu informieren, den Leiter der Ausländerbehörde, die Regierungsbehörden, den Gemeinderat und die Bürger, die Einheimischen von Lutherstadt Wittenberg, damit sie ihre hasserfüllte Einstellung gegenüber Flüchtlingen reformieren, die Rechte dieser Flüchtlinge anerkennen und das Menschenrecht und die menschliche Würde respektieren.

Campaign
Lager

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Die Karawane ist maßgeblich auf Spenden angewiesen. Unsere Organisation besteht überwiegend aus Flüchtlingen, die (wenn überhaupt) nur über sehr geringe finanzielle Mittel verfügen. Aus diesem Grunde haben wir 2008 den „Förderverein Karawane e. V.” gegründet. Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt und kann deswegen auf Wunsch Spendenquittungen ausstellen, so dass sie steuerlich absetzbar sind. Wenn bei der Überweisung die Adresse mit angegeben wird, verschicken wir die Spendenbescheinigung automatisch spätestens am Anfang des Folgejahres.

Kontakt: foerderverein(at)thecaravan.org

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10-Jähriges Jubiläum der Karawane

Sammlung aller texte zum 10 jährigen Jubiläum der Karawane all texts of the 10-years anniversairy of the CARAVAN for the rights of refugees and migrants