Free Kurdistan - Stoppt den Krieg!
Internationalistische Demonstration | 20.Juni | 14 Uhr | Oranienplatz
In Kurdistan herrscht wieder Krieg. In den letzten Wochen kam es fast täglich in allen Teilen Kurdistan zu schweren Gefechten zwischen Guerillakräften und türkischen und iranischen Armee. Der NATO-Staat Türkei greift im Kampf gegen die kurdische Befreiungsbewegung zunehmend auf die Kriegspraxen der 1990er Jahre zurück und vertreibt die Dorfbevölkerung aus den Grenzregionen zwischen Türkei, Iran und Irak. Der Terror gegen die Bevölkerung wird intensiviert. Rechtsextremistische Todeschwadrone wie die "Dolchbande" verbreiten unter der Bevölkerung Angst und schrecken. Die Gemeinschaften der Gesellschaften Kurdistans (KCK), die Dachorganisation der PKK und der Guerilla HPG, erklärte am 1.Juni offizell das Ende ihres 13-monatigen Waffenstillstandes weil der türkische Staat keinerlei Schritte für einen Friedensprozess eingeleitet.
Mehrfach hatte die PKK und ihr Inhaftierte Vorsitzender Abdullah Öcalan versucht die Waffen schweigen zu lassen und auf politischen Wege eine Lösung der kurdischen Frage zu erreichen. Doch der türkische Staat reagierte jeweils mit einer Intensivierung der politischen Unterdrückung der kurdischen Bevölkerung und verstärkten militärischen Angriffe auf Stellungen der Guerilla im Nordirak. Seit der Verkündung des letzten Waffenstillstandes wurden tausende legal arbeitende kurdische Genoss_innen verhaftet, teilweise gefoltert und zu hohen Haftstrafen verurteilt. Die legale kurdische Partei DTP wurde verboten. Auf Demonstrationen in den kurdischen Gebieten kommt es immer häufiger wieder zu brutalen Polizeiübergriffen und Schusswaffengebrauch gegen kurdische Demonstrant_innen. Die militärische Unterdrückung der Bevölkerung, die Checkpoints, der Ausnahmezustand, das nächtliche Artillerfeuer, die Folter, die Einschüchterungen der Presse, die Vetreibungen wegen dem Staudammprojekt in Hasankeyf, die Lynchmorde an Kurd_innen in der Westtürkei - der Türkische Staat hat in den letzten Jahren nur zu deutliche gezeigt das er kein Interesse an Frieden und einer politische Lösung hat. Angesichts der politischen Repression und der Zerschlagung so ziemlich aller legalen Strukturen der kurdische Linken blieb der Guerilla keine andere Möglichkeit als den Waffenstillstand aufzukündigen. Seitdem kommt es in den kurdischen Gebieten und in der Westtürkei fast täglich zu Anschlägen auf Militär- und Polizeistellungen.
Wir möchten mit einer internationalistischen Demonstration auf die Ereignisse in Kurdistan aufmerksam machen und die logistsiche, politische und militärische Unterstützung der BRD für den Krieg in Kurdistan anprangern!
Hoch die internationale Solidarität!
Demo | 20.Juni | 14 Uhr | Oranienplatz | Kreuzberg