Skip to main content
Home

Main navigation

  • english
  • deutsch
  • francais
  • فارسی
  • türkçe
  • Home
User account menu
  • Log in
contact us | Berlin | Bielefeld | Bremen | Hamburg | Jena | Wuppertal
Find out what's going on in Berlin, Bremen, Göttingen, Hamburg, Jena, NRW, Nürnberg, Bramsche-Hesepe

Breadcrumb

  1. Home

Türkei / Kurdistan: Aufstände gegen Kriegsverbrechen

By azadi, 11 July, 2010
Language
Deutsch
Campaign
Kurdistan

Nachdem in Siirt und in Hakkari die Leichen von mehr als 20 gefallenen Guerilla verstümmelt, zerstückelt und missbraucht worden waren, stehen in vielen kurdischen Städten die Menschen auf. Vielerorts demonstrierten Zehntausende. Insbesondere in Colemerg (Hakkari) und Gever (Yüksekova), kam es zu schweren Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften. Aber auch in Mersin, Adana, Şemzinan, Batman, Nusaybin, Istanbul und anderen Städten kam es zu heftigen Kämpfen zwischen Bevölkerung und Polizei bzw. Militär. Teilweise wurden die gefallenen nicht ihren Familien übergeben, sondern heimlich bestatten, was zu noch größerer Entrüstung führte. In Amed wurde die Leiche eine Guerillas von der Polizei an einen unbekannten Ort entführt, was dort in der Nacht zum 10.07. zu heftigen Straßenkämpfen führte, Tausende, welche die Beerdigung von Guerillas am 10.09. in Şemzinan besuchen wollten werden im Moment wegen einer angeblichen Bombenwarnung nicht in die Stadt gelassen. An den Beerdigungen und den Protestdemonstrationen, die u.a. in Nusaybin, Derik, Siirt, Adiyaman, Ağri, Urfa und vielen anderen Plätzen stattfanden, nahmen vielerorts zehntausende Teil, in vielen Städten blieben die Läden aus Protest geschlossen.

HAKKARI UND GEVER: TAGELANGE STRASSENKÄMPFE, ZEHNTAUSENDE AUF DEMONSTRATIONEN

Sowohl in Hakkari, als auch in Gever (Yüksekova) fanden in den letzten Tagen Großdemonstrationen gegen die Kriegsverbrechen des türkischen Staates an gefallenen Guerillas statt. Die Polizei griff die Demonstrationen Zehntausender, die unter Parolen „Der Mörderstaat wird dafür bezahlen“ , „Wir werden in die Berge gehen und euch die Quittung geben“ demonstrierten, mit Gasgranaten und Wasserwerfen an. Viele Demonstrant_innen wurden durch die Polizeiangriffe verletzt. Daraufhin kam es zu heftigen Auseinandersetzungen an denen sich zeitweise Tausende beteiligten und die nun schon drei Tage andauern. In Hakkari erstreckt sich der Aufstand im Moment über zwölf Stadtviertel, in denen gekämpft wird. Besonders auffällig war der hohe Organisationsgrad der Jugendlichen. Als die Polizei am 8. Juli mit Gasgranaten ein Gebäude in Brand setzte, halfen die vermummten Jugendlichen beim löschen, weiterhin wurde ein Panzerfahrzeug umgeworfen und Panzer und Wasserwerfer massiv durch Molotowcocktails beschädigt. Vermummte griffen außerdem einen Unterstand von paramilitärischen Dorfschützern an und rissen ihn ab. Die Polizei schoss mehrfach scharf, zerstörte Schieben von Wohnhäusern bei Razzien in den Abendstunden. Insbesondere am 10-07. Verstummten die scharfen Schüsse aus Polizeiwaffen nicht.

ŞEMZINAN: AUSEINANDERSETZUNGEN NACH POLIZEIANGRIFF

Die zehn Guerillas, die in der Region Şemzinan gefallen und von Soldaten verstümmelt worden sind, riefen gerade in der Kleinstadt Şemzinan (Şemdinli) heftige Proteste hervor. Die Polizei griff eine Menschenmenge, die den gefallenen Gueruilla Serhat Aslan entgegennehmen wollte an und verletzte mindestens eine Person schwer. 28 Personen wurden festgenommen. Die von Polizei mit Knüppeln zusammengeschlagenen Berivan Akgül erklärte: „So wie es bei ihnen Gefallene gibt, gibt es diese auch bei uns. Sie würdevoll in Empfang zu nehmen ist unser Recht.“

Am Morgen nahm die Familie schließlich den Körper des gefallenen Guerillas in Empfang und er wurde in einer Demonstration von mehr als zehntausend Menschen beigesetzt. Es wurden Transparente mit Parolen wie „Hey Şehit, willkommen im demokratischen, autonomen Kurdistan,“ Bilder von dem gefallenen, von Abdullah Öcalan und Fahnen von PKK, HPG und KCK gezeigt. Zwei Mitglieder der Jandarma, welche die Demonstrant_innen abfilmen wollten wurden vertrieben.
Am 10.07. kamen tausende aus Gever zu einer weiteren Demonstration zum Trauerzelt für die gefallenen Guerillas in einem Dorf bei Şemzinan. Die Polizei sperrte die Straße für fünStunden, wegen einer angeblichen Bombenwarnung und ließ den Konvoy von vielen hundert Fahrzeugen stundenlang warten. Tausende, unter ihnen der BDP Abgeordnete Hamit Geylani brachen daruafhin zu Fuß in das 25km entfernte Dorf auf.

NORŞIN – MEHR ALS 10.000 AUF GUERILLABEERDIGUNG

Auch an der Beerdigung der am 5. Juli in Şemzinan gefallenen Guerilla Meral Bingül, nahmen mehr als Zehntausend Menschen teil. Es wurden Parolen gerufen wie „Die PKK ist das Volk und das Volk ist hier.“

NUSAYBIN – MEHR ALS ZEHNTAUSEND AUF DEMONSTRATION

Am 10.07. nahmen mehr als 10.000 Menschen an einer Demonstration gegen die Verstümmelung der Guerillaleichen und die zunehmenden Militäroperationen teil, Die Polizei griff die Menschenmenge mit einer großen Menge Gasgranaten an und verletzte viele. Daraufhin folgten heftige Straßenschlachten, die zu Stunde noch andauern.

ISTANBUL - DEMONSTRATION UND HEFTIGE STRASSENKÄMPFE

Im Gazi Viertel von Istanbul demonstrierten heute mehr als tausend Menschen auf Aufruf fer linken kurdischen BDP. Die Polizei griff die Demonstration mit Schall- und Gasgranaten und Wasserwerfern an. Daraufhin entstanden schwere Straßenkämpfe.

BATMAN – POLIZEIANGRIFF AUF DEMONSTRATION

Auch in Batman nahmen viele Tausend an einer Demonstration teil.Die Polizei schnitt der kurdischen Demostration den Weg ab und griff sie mit Wasserwerfern und Gasgranaten an. Die Demonstrant_innen antworteten mit Steinwürfen. Die Straßenkämpfe breiteten sich aus und dauern in den Abendstunden des 10.07. noch an.

AMED – POLIZEI ENTFÜHRT GUERILLALEICHNAHM

Der Leichnahm des in Gümüşhane gefallenen Guerillas Yunus Tokdemir wurde am 09.07. an der Stadtgrenze von Amed mitsamt dem Wagen von der Polizei an einen unbekannten Ort gebracht. Er sollte in Diyarbakır gewaschen und dann in Siirt beigesetzt werden. Die Sicherheitskräfte erklärten der Familie, die den Leichnahm transportierte: „Wir erlauben nicht, dass der Leichnam in die Stadt kommt, er muss direkt nach Siirt geschickt werden.“ Daraufhin brachten die Polizisten den Leichenwagen an einen unbekannten Ort. versammelten sich viele Tausend Menschen zu einer Demonstration. Nach Polizeiangriffen kam es zu schweren Auseinandersetzungen

Videos zu den Auseinandersetzungen:

http://www.yuksekovahaber.com/video/yuksekovada-sinirler-gergin-567.htm
http://www.yuksekovaguncel.com/haber_detay.php?id=13563
http://www.yuksekovahaber.com/video/semdinlide-cenazeler-defnedildi-565.htm

Quellen: Yuksekovahaber, Yuksekovaguncel, Hakkarinews, ANF, ÖP

Weitere Informationen unter:

www.isku.org
http://kurdistan.blogsport.de/
http://tatort-kurdistan.blog.de/2010/03/31/kampagne-tatort-kurdistan-8283212/

Image
Demonstration in Batman
Image
Demonstration in Batman
Image
Demonstration in Batman
Image
Demonstration in Batman
Image
Gever/Yüksekova
Image
Gever/Yüksekova
Image
Gever/Yüksekova

Der Kampf von Flüchtlingen braucht Geld!

Die Karawane ist maßgeblich auf Spenden angewiesen. Unsere Organisation besteht überwiegend aus Flüchtlingen, die (wenn überhaupt) nur über sehr geringe finanzielle Mittel verfügen. Aus diesem Grunde haben wir 2008 den „Förderverein Karawane e. V.” gegründet. Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt und kann deswegen auf Wunsch Spendenquittungen ausstellen, so dass sie steuerlich absetzbar sind. Wenn bei der Überweisung die Adresse mit angegeben wird, verschicken wir die Spendenbescheinigung automatisch spätestens am Anfang des Folgejahres.

Kontakt: foerderverein(at)thecaravan.org

Unsere Bankverbindung lautet:
Förderverein Karawane e.V.
Kontonummer
: 40 30 780 800
GLS Gemeinschaftsbank eG
BLZ: 430 609 67

IBAN: DE28430609674030780800
BIC: GENODEM1GLS

Secondary menu

  • Help
  • Impressum

10-Jähriges Jubiläum der Karawane

Sammlung aller texte zum 10 jährigen Jubiläum der Karawane all texts of the 10-years anniversairy of the CARAVAN for the rights of refugees and migrants