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Unterschriftenliste: Echter Schutz für Flüchtlinge vor homophober Gewalt

By azadi, 24 July, 2010

Homophobe Übergriffe, von Pöbeleien und Beleidigungen bis hin zu Misshandlungen, Morddrohungen und gewalttätigen, lebensbedrohlichen Angriffen, gehören in Algerien zum Alltag von Schwulen. Mehrfach kam es in den vergangenen Jahren zu homophob motivierten Morden. Einvernehmlicher gleichgeschlechtlicher Verkehr ist im algerischen Strafgesetzbuch als „Akt der Schande“ mit bis zu 2 Jahren Haft bedroht. Immer wieder werden Schwule bei Polizeirazzien unter dem Vorwand des Verdachts der Prostitution festgenommen. Dabei kommt es regelmäßig zu psychischen Misshandlungen, sexueller Nötigung und Vergewaltigungen; die Opfer werden dabei mit der Androhung von Haftstrafen und der Drohung, sie bei Familie und Umfeld zu outen, erpresst. Offen Schwul zu leben, führt zu sozialer Isolation und kann außerdem den Verlust des Jobs, der Ausbildung oder des Studienplatzes bedeuten. Oftmals werden Schwule durch ihre Familie zwangsverheiratet oder, wenn sie sich dem widersetzen, von der Familie ausgestoßen. Der familiäre Druck kann sich im schlimmsten Fall zu Todesdrohungen und Morden zuspitzen. Abdelmalik Belkacemi und Rachid Khelifi flohen 2009 zusammen nach Deutschland, nachdem sie von ihren Familien verstoßen und enterbt wurden. Aufgrund ihrer sexuellen Orientierung waren sie nicht nur mit dem Verlust ihres Arbeits-, bzw. Studienplatzes und wiederholten polizeilichen Maßnahmen konfrontiert, sie wurden auch von ihren eigenen Brüdern körperlich misshandelt und mit dem Tod bedroht. Eine Abschiebung nach Algerien würde daher für Abdelmalik Belkacemi und Rachid Khelifi eine akute Gefahr für Leib und Leben bedeuten!

Doch auch in Deutschland ist das Leben von Abdelmalik Belkacemi und Rachid Khelifi nicht sicher: Ihre Asylanträge wurden durch das „Bundesamt für Migration und Flüchtlinge“ abgelehnt, mit der zynischen Begründung, sie könnten in Algerien einer Verfolgung entgehen, wenn sie ihre homosexuelle Orientierung nicht offen praktizieren würden.

In dem Augsburger Flüchtlingslager, wo sie aktuell zu wohnen gezwungen sind, wurden sie mehrfach durch zwei homophobe Lagerbewohner angegriffen und bedroht. Trotz der akuten Bedrohung ist die zuständige Regierung von Schwaben bislang dem Antrag von Abdelmalik Belkacemi und Rachid Khelifi auf Verlegung in eine andere Unterkunft nicht nachgekommen.

Wir halten es für einen unzumutbaren Zustand, dass Menschen, die vor homophober Verfolgung geflohen sind, hier in Deutschland der Flüchtlingsschutz und ein Leben ohne Angst und Bedrohung bis heute verwehrt wird!

Wir fordern:
-Sofortiger Auszug für Abdelmalik Belkacemi und Rachid Khelifi aus dem Augsburger Flüchtlingslager!
-Asylanerkennung und Bleiberecht für Abdelmalik Belkacemi und Rachid Khelifi!
-Asyl und Bleiberecht für alle aufgrund ihrer sexuellen Orientierung und Identität verfolgten Flüchtlinge!

Unterschriftenliste zum download unter:
http://carava.net/wp-content/uploads/2010/07/Malik_Rachid.pdf

Bitte sammelt in eurem Freundes- und Bekannt_innenkreis oder auch in jedem anderen Kontext, der euch einfällt (auf der Straße, Initiativen/politische Organisationen …) Unterschriften und schickt diese an die Karawane München.
Karawane München
EineWeltHaus, Schwanthalerstr. 80
80336 München

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