Freiheit statt Frontex
Demo am Samstag, den 12. März, um 11 Uhr, Bremen Hauptbahnhof
In immer mehr Ländern gehen die Menschen angesichts der sozialen und politischen Lage auf die Straße, um ihre Lebenssituation zu verbessern.
Sie protestieren gegen Diktatur, Arbeitslosigkeit, Korruption und Perspektivlosigkeit. Für die Lage in diesen Ländern ist Europa direkt mitverantwortlich. Um reichen Investoren stabile Verhältnisse zu sichern, und um Menschen abzuwehren, die ihr Glück in Europa versuchen wollen, werden Diktatoren gestützt, Waffen geliefert, und bei Menschenrechtsverstößen systematisch weggeschaut. Erst wenn es zu spät ist, und die „politische Stabilität“ des Landes gefährdet ist, entdecken die PolitikerInnen in Europa und den Vereinigten Staaten die Menschenrechte der Protestierenden. Plötzlich fordern sie die Meinungsfreiheit, die ihnen Jahrzehnte egal waren, sprechen Sanktionen aus, die viel zu spät sind, und überlegen sogar, mit ihrem Militär einzumarschieren, und somit die indirekte Unterdrückung in eine direkte zu verwandeln.
Der Kampf in Nordafrika, der arabischen Halbinsel, und wohin auch immer sich die Revolutionen 2011 noch ausbreiten werden – dieser Kampf ist auch unser Kampf. Wir wollen mit Menschen aus aller Welt gemeinsam für Menschenrechte, politische Freiheit und soziale Sicherheit kämpfen. Wir wollen auch in Deutschland etwas bewegen, der Verlogenheit der Politik, dem Neokolonialismus des europäischen Kapitals und der „Festung Europa“, die Menschen brutal aussperrt, unseren Widerstand entgegensetzen!
Mit der Demo möchten wir gegen die derzeit forcierte Aufrüstung an den südlichen Außengrenzen der EU demonstrieren - und somit auch gegen die Verlogenheit, mit der einerseits die Aufstände in der arabischen Welt (zögerlich) begrüßt, andererseits jedoch neue Abwehrwälle gegen Flüchtlinge und MigrantInnen errichtet werden.