Ein Film im Rahmen der Filmreihe 1000 und 1 MigrantInnenbild
Eine Geschichte über Kamerun, deutschen Kolonialismus und den Kampf um globale Bewegungsfreiheit.
Ein Film von Kanak TV (BRD 2004, 45 Min., OmeU)
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Was macht der Kaiser von Kamerun in Köln?
Und warum verteilt er globale Pässe?
Das „Docutainment – Movie“ verlinkt die deutsche Kolonialgeschichte in Kamerun mit dem Kampf um Bewegungsfreiheit im sogenannten globalisierten Zeitalter. Gleichzeitig verdeutlicht es, wie verschieden die Gründe sind und sein können, den vertrauten Lebensraum zu verlassen.
Als Gastrefrerenten haben wir den Aktivisten Hyacienth Nguh von der Flüchtlingsinitiative Brandenburg (FIB) eingeladen, der sowohl über die Kolonialisierungsgeschichte Kameruns, als auch von seiner individuellen Situation als Flüchtling in der Bundesrepublik und den Lebensbedingungen von Flüchtlingen in Deutschland generell berichten wird.
Der Film soll darüber hinaus zur anschließenden Diskussion anregen. Viele Debatten über Menschen mit Migrationshintergrund haben die Tendenz, diese als eine einheitliche Gruppe darzustellen.
Häufig werden ähnliche Lebensbedingungen unterstellt, ohne zu unterscheiden, von welchen (Lebens-)Kontexten gesprochen wird. Doch sind Menschen mit Migrationshintergrund genauso wenig eine homogene Kategorie, wie Menschen ohne Migrationshintergrund.
Aus diesem Grund veranstalten wir, die Filmgruppe „mil caras“, eine Filmreihe, die sich mit Bildern über „MigrantInnen“ in der BRD auseinandersetzt und zum gemeinsamen Austausch veranlaßt.
Im Rahmen dieser Filmreihe „ 1000 und 1 Migrantenbild“ werden unterschiedliche Themenschwerpunkte aufgegriffen, die vor den Veranstaltungen bekannt gegeben werden.
Weitere Termine sind:
2. September 2005
11. November 2005
Die Veranstaltungen finden im IBZ (Großer Saal), Teutoburger Str. 106 statt.
Für weitere Informationen:
IBZ – Friedenshaus e.V.
Litea Rakanace-Ratu, Tel.: 0521-521 90 36
Mädchentreff Bielefeld e.V. Projekt ´Girls act!
Antirassistische Bildungsarbeit`
Mitja Sabine Lück und Güler Arapi, Tel.: 0521-17 9450
Veranstaltung mit Hyacienth Nguh
von der Flüchtlingsinitiative Brandenburg (FIB)
Zur Flüchtlingsinitiative Brandenburg (FIB):
Die FIB ist eine von Flüchtlingen initiierte und selbstgetragene Organisation, die sich zur Aufgabe gemacht hat, auf die diskriminierenden Strukturen gegen Flüchtlinge in der Bundesrepublik aufmerksam zu machen. Die fehlende Freiheit von Bildung, Bewegung, Arbeit und Einkauf sind, neben der ausgrenzenden Unterbringung in Asyl“knästen“ mitten im Wald, ihre zentralen Themen.
Die MitstreiterInnen der FIB veröffentlichen regelmäßig Presseerklärungen zu aktuellen Mißständen, sie treten in Kontakt mit anderen Betroffenen und UnterstützerInnen und versuchen so, Öffentlichkeit herzustellen für den ausschließenden und rassistischen Alltag in unserer Gesellschaft.
Bewußt „verstoßen“ einzelne AktivistInnen immer wieder gegen die an Apartheit und Kolonialisierung erinnernde sogenannte Residenzpflicht. Sie dient allein einer abwertenden Kontrolle über Menschen und soll Solidarität, politische Kämpfe, aber auch freundschaftliche Besuche verhindern.
Eine ihrer wichtigsten Forderungen deshalb:
FREE MOVEMENT IS OUR RIGHT
weitere Infos unter: www.fi-b.net oder bei: www.thevoiceforum.org