Pressemitteilung - Mittwoch, 20. Juli 2005
Es ist nur noch eine Woche Zeit bis zum geplanten Neonaziaufmarsch in Duisburg Hamborn am 30. Juli 2005. Der Vorbereitungskreis um den Oberbürgermeister Adolf Sauerland musste seine Initiative ein „interkulturelles Fest“ in der Kreuzeskirche zu feiern, nach Einwänden muslimischer Vereine und anderer Organisationen zurückziehen. Stattdessen greift man nun auf Plan B zurück und veranstaltet eine Kundgebung vor dem Rathaus.
Das Netzwerk gegen Rechts, welches schon monatelang eine Gegendemonstration vorbereitet, zeigt sich hier rüber nicht enttäuscht, sondern empfindet diese Ausflucht als klägliche Endstation des „antifaschistischen Engagements“ der Stadt. Eine Kundgebung vor dem Rathaus, während die Nazis in Hamborn ihr Unwesen treiben, ist nicht Grundlage eines ausdrucksstarken Protests, sondern kann keine andere als eine Alibifunktion erfüllen.
Selbst der DGB hatte den Oberbürgermeister schon im Juni angemahnt, endlich bekanntzugeben was er gedenke gegen den Naziaufmarsch zu unternehmen. Doch erst drei Wochen vor dem geplanten Neonaziaufmarsch lud der Kreis der Stadt und andere Organisationen zu einem Vorbereitungsgespräch ein.
Nachdem der mediale Schaden, welcher durch den Aufmarsch der Faschisten während der World Games entstanden wäre, durch die Verschiebung abgewendet wurde, erschien es dem Vorbereitungskreis wohl eher als Laster sich mit aufmarschierenden Neonazis zu befassen.
Auch die Diffamierung der Gegendemonstration, als gewalttätig und provokativ, spricht für sich; wer seine demokratischen Rechte wahrnimmt und gegen alte und neue Nazis auf die Strasse geht, tut einen Schritt zuviel.
Wir werden uns von einer solchen Propaganda nicht einschüchtern lassen und werden an unserer Demonstration festhalten. Wir laden alle Menschen ein, sich am 30. Juli 05 um 11 Uhr am August-Bebel-Platz in Marxloh einzufinden und mit uns eine lautstarke und entschlossene Demonstration in Richtung Hamborn durchzuführen.
Mit freundlichen Grüßen
Jan Feldkamp (Initiativ e.V.) für das Duisburger Netzwerk gegen Rechts
Bei Rückfragen bin ich unter der Nummer 0162-1838578 erreichbar
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Duisburger Netzwerk gegen Rechts
ADHF Duisburg - Verein für demokratische Rechte; AGIF Duisburg - Föderation der Arbeitsmigrant/innen aus der Türkei in Deutschland e.V.; ATIF Duisburg - Föderation der Arbeiter aus der Türkei in Deutschland; Anatolische Föderation Duisburg; DGH Duisburg - Demokratische Jugendbewegung; DKP KV Duisburg; Initiativ e.V. - Verein für Demokratie und Kultur von unten; Jugendverband REBELL; Menschenrechtsverein Human Dignity & Rights (HDR); MLPD Duisburg-Niederrhein; PDS KV Duisburg; Solidarität-International e.V. OG Duisburg; solid Duisburg; YDG Duisburg - Neue Demokratische Jugend; Young Struggle; Horst-Werner Rook (PDS Duisburg); Oskar Rothstein (VVN/BdA Duisburg)