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LEBENSLAUTE - Aufspielen statt Abschieben

By kandolo, 12 August, 2005

Mitmach-Konzert-Aktions-Tage
Bielefeld, 25. - 30. August 2005
28.8. / 19.30: Vor-Konzert im Cecilien-Gymnasium
29.8. / 13.30: Rathaus-Konzert & Demo zur ZAB
30.8. / 10.00: Aktionen an der ZAB
LEBENSLAUTE will mit kreativen musikalischen Aktionsformen auf Diskriminierungen in der Asylgesetzgebung und deren Umsetzung durch die Behörden aufmerksam machen. Kritisiert wird insbesondere die Praxis der Registrierung, Verwaltung und Abschiebung von Flüchtlingen durch die „Zentrale(n) Ausländerbehörde(n)“ (ZAB). Wir fordern ein Leben in Würde für alle Menschen - ohne Ausgrenzungspolitik!

In Zusammenarbeit mit
Z-ABschaffen
www.Z-ABschaffen.com (BI)

Wir, die offene Musik- und Aktionsgruppe LEBENSLAUTE, beteiligen uns in diesem Jahr an der Kampagne „Z-ABschaffen“ in Bielefeld, die durch Veranstaltungen und Aktionen den in unserer Gesellschaft verbreiteten Rassismus thematisiert und angreift. Die Zentrale Ausländerbehörde (ZAB), „Am Stadtholz 24-26“ in Bielefeld, steht im Fokus der Kritik. Hier werden geflüchtete Menschen kontrolliert, sortiert, und umverteilt. Hier werden Abschiebungen geplant, koordiniert und durchgeführt.

Flüchtlinge treffen auf drei Arbeitsbereiche im Gebäude „Am Stadtholz“: auf den Aufnahmebereich der ZAB, die Stelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und den Abschiebebereich der ZAB.

Die Aufnahme-ZAB-MitarbeiterInnen durchsuchen die ankommenden Menschen in oft entwürdigender Weise und behandeln sie erkennungsdienstlich (wie sonst nur Straftatverdächtige) - auch Kleinkinder und Babys werden nicht verschont. Die so erhobenen Daten werden gespeichert und europaweit vernetzt. Gleiches geschieht mit der Niederschrift der Erstbefragung durch die ZAB. Sowohl diese Erstbefragung als auch die bald folgende, oft verfahrensentscheidende Anhörung durch das Bundesamt müssen die Asylsuchenden in der Regel allein absolvieren, weil die Ansprüche auf angemessene Übersetzung und Rechtsbeistand komplett übergangen oder nur formal „erfüllt“ werden („Sie verstehen doch alles!“). Zahlreiche andere Elemente der Verhandlung, des Gebäudes und des Asylverfahrens überhaupt sind so angelegt, dass sie die Flüchtlinge abschrecken, verunsichern und einschüchtern.

Im 19. Jahrhundert flohen hunderttausende Deutsche vor der politischen Unterdrückung hier oder wanderten aus wirtschaftlicher Not aus. Sie fanden bald Schutz und Lebensperspektiven und konnten die aufnehmenden Gesellschaften bereichern. Es hat schon immer Wanderungsbewegungen gegeben. Niemand flieht von Zuhause ohne Grund. Seit über einem Jahrzehnt aber wird diese Migration kriminalisiert wie selten zuvor. Dabei sind die häufigsten Fluchtursachen wie Kriege, Armut und Ökokatastrophen durch die koloniale und aktuelle Politik der reichen Länder erst geschaffen worden!
In Deutschland werden von der Asyl-Bürokratie seit kurzem tausende „Widerrufsverfahren“ gestartet, die gewährtes Asyl mit dem Ziel erneut „prüfen“, noch mehr Menschen abzuschieben. Ein führender Mitarbeiter der ZAB Bielefeld sagte auf einer öffentlichen Veranstaltung 2003, dass die neue Prüfpraxis zuerst für die Flüchtlinge der Herkunftsländer Irak, Afghanistan und Kosovo durchgeführt werden solle. Diese Kriegsgebiete sind nach wie vor völlig unsicher und chaotisch!
Die Politik will die Menschen aber nicht nur abschieben. Sie will ihnen auch Angst machen und sie gezielt weichkochen, „freiwillig“ aus Deutschland auszureisen. Das gilt in besonderem Maß für die aktuell ca. 230.000 Menschen mit „Duldung“ (amtsdeutsch auch „nur vorübergehende Aussetzung der Abschiebung“ genannt). Viele von ihnen leben 10 Jahre oder länger hier. Ihre Abschiebung ist bis auf weiteres wegen „tatsächlicher Abschiebehindernisse“ unmöglich. Den „Geduldeten“ sind mehr Grundrechte entzogen als allen anderen: Sie werden in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt, dürfen praktisch nicht lohnarbeiten und erhalten weit weniger Leistungen als Sozialhilfe. Ihre Ausweispapiere sind schwerst diskriminierend und müssen alle paar Wochen im Rathaus verlängert werden. Über viele Jahre hin müssen die Menschen bei jedem Amtsbesuch die Abschiebung befürchten!

In ZABs ankommende Menschen stehen aus politischen Gründen von Anfang an unter Schuldverdacht, sie stehen vor ihren zukünftigen AbschieberInnen. Denn die Vorbereitung und Durchführung der Abschiebung ist die eigentliche Aufgabe der ZABs, auch in Bielefeld: Die Menschen werden oft nachts mit Polizei und Sicherheitsdiensten aus ihren Unterkünften gerissen und zum Flughafen gebracht. Kranke und Traumatisierte werden ebenso rücksichtslos und brutal deportiert und das nicht nur in Einzelfällen, wie ein neuer Bericht der Diakonie Hessen-Nassau dokumentiert, der den eigenen MitarbeiterInnen empfiehlt, sich notfalls mit Zivilem Ungehorsam gegen solche Abschiebungen zu wehren. Wenn die Transporter die Tiefgarage der ZAB „Am Stadtholz“ in Richtung Abschiebeknast oder Flughafen verlassen, ist es für Hilfe meist zu spät. Die Menschen werden ihren Unterdrückern ausgeliefert.

Nicht jeder Mensch, der die Asylpolitik mitgestaltet, ist „schuldig“ oder RassistIn. Aber alle müssen sich der Verantwortung stellen: Die Ausgrenzung - der staatliche Rassismus in Bürokratie und Rechtssprechung, der das gesellschaftliche Klima prägt - muss schleunigst beendet werden! Für die Strukturen unserer Gesellschaft sind wir selbst verantwortlich. Es gibt erfolgreichen Widerstand von Flüchtlingsgruppen und in Einzelfällen. Im Bereich der Flüchtlingspolitik ist sehr viel in Bewegung - von neuen Maßnahmen zur Ausgrenzung bis zu Legalisierungen wie in Spanien. Bewegen wir es... in unserem Sinn:

Fluchtursachen bekämpfen!
Offene Grenzen und Solidarität!
Die ZAB muss abgeschafft werden!

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Warum kritisieren wir die deutsche Asylpolitik und die ZAB als rassistisch?

Mit diesem Begriff wurden ursprünglich immerhin nur Rechtsextreme und Nazis belegt. Zeitgemäßere Rassismus-Theorien aber sehen nicht nur böswilligen „Fremden“-Hass und „fremden“-feindliche Weltbilder als rassistisch an, sondern auch andere, sogar „gut gemeinte“ Einstellungen, Handlungen und Unterlassungen von Handlungen, wenn
(1.) Menschen nicht individuell wahrgenommen, sondern konstruierten ethnischen Gruppen zugeordnet werden (unabhängig, ob die so erdachte Gruppe überhaupt existiert und welche Wichtigkeit sie in der Identität der Menschen hat),
(2.) wenn den „Anderen“ vorurteilshaft feste, meist abwertende Eigenschaften zugeschrieben werden (und Ausnahmen nur als Bestätigungen der Regel angesehen werden) und
(3.) wenn eine dominante Gruppe oder Einrichtung die Macht besitzt, die (Ab-) Wertungen gegenüber den „anderen“ Gruppen durchzusetzen (als Benachteiligung oder Ausgrenzung).
Rassismus ist allgegenwärtig und blitzt in jedem Menschen manchmal auf. Rassistische Einstellungen dürfen nicht hingenommen werden oder feste Strukturen bekommen wie in der Asylpolitik. Insbesondere durch Hartz IV werden zwar auch Betroffene mit deutschen Papieren massiv sozial ausgegrenzt. Die Ausgrenzung der Asylsuchenden durch die ZAB in ihrem viel stärkeren Ausmaß an Vorverurteilung und Herabwürdigung hat aber eine andere Qualität: eine rassistische Qualität. Das belegt auch die eindrucksvolle halbstündige 2005er-ARD-Dokumentation „Die Abschieber“ zum Arbeits-„Alltag in der Ausländerbehörde“ Hamburg.

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M u s i k e r I n n e n g e s u c h t !

Die Aktions- und Musikgruppe LEBENSLAUTE gründete sich 1986 in Süddeutschland im Rahmen der damaligen Friedensbewegung. Wir singen, spielen und agieren besonders an solchen Orten, wo dies nicht erwartet wird. Die Musik ist ein Ausdruck unserer Lebenskraft gegen die Bedrohung von Menschen durch Militarismus, Rassismus und Zerstörung der Umwelt. Die Musik soll Ohren und Sinne öffnen und Neugier und Interesse wecken für die jeweiligen Themen und Meinungen.
Es gibt kammermusikalische Auftritte der regionalen LL-Gruppen und die jährlichen Sommer-Aktionstage mit Chor und Orchester, bei denen begrenzt Gesetze übertreten werden. Jede Person entscheidet selbst, ob und wie weit sie sich an solchem Zivilen Ungehorsam beteiligt. Alle Aktionen sind gewaltfrei. Entscheidungen zu wichtigen Abläufen u.ä. treffen wir basisdemokratisch. Kleingruppen können weitere Ideen verwirklichen.
LEBENSLAUTE ist offen für Laien und Profis. Wir sind SängerInnen, InstrumentalistInnen, „UnterstützerInnen“ (immer viel zu organisieren) und ZuhörerInnen.

-------------------- T E I L N A H M E Z U S A G E --------------------
„Aufspielen statt Abschieben“
25.-30.8. 2005 (Donnerstagabend - Dienstagmittag) in Bielefeld:

Wer nur begrenzt kann, probt erst ab Fr/Sa mit und reist Dienstagnachmittag zurück (Aktionen Mo/Di).

Ich (Wir), ______________________________,
hätte gern mehr Infos von LL (c nur per E-Mail),
mache mit bei den Konzert-Aktions-Tagen BI 05,
musiziere dabei nicht, bringe mich aber anders ein - gerne Kreatives/Technik/Orga/Kinder/Küche
oder ______________________________ J
Wer nicht kommen kann, kann gerne spenden )
Adresse: ______________________________
Telefon: ______________________________
E-Mail : ______________________________
Instrument(e): _________________________
Stimmlage(n): _________________________
Unterkunft: Schlafsaal / Zelt / Privatunterkunft
LL organisiert vegetarisches Bio-Food & Trinken. Bitte gebt an, falls ihr vegan esst oder Kinderbetreuung wollt. Die Aktion wird ca. 5-15 Euro pro Tag&Person kosten (Kinder die Hälfte). Zahlungsschwächere zahlen einfach weniger und können Fahrtkostenzuschüsse bekommen.
Bitte meldet euch so schnell wie möglich an!
Wir suchen SängerInnen & InstrumentalistInnen,

Bitte meldet euch so schnell wie möglich an!
Wir suchen SängerInnen & InstrumentalistInn

Wir planen zur Zeit diese Musik:

Chor: Tolle Stücke für gemischte und für kleinere Chöre; JazzPopRock-Arrangements;
Orchester: Beethoven: Sechste(Pastorale); Haydn: 49. (La Passione); Hindemith: Metamorphosen;
Chor&Orchester: Haydn: Missa ‘in Angustiis‘; Purcell: ‘Dido & Aeneas‘; Tippett: ‘A Child of Our Time‘;
dazu noch leichtere Musik von Bartok u.a., Impros, Theater, Kammermusik und deine Vorschläge?!

Von größeren Werken spielen wir immer nur Ausschnitte wie die besten Einzelsätze oder ausgewählte Suiten. Die Realisierung der genannten Stücke erfolgt je nach der Besetzung bei den Aktionstagen. Bitte bald anmelden!

Kontakt & Anmeldungen:

www.lebenslaute.de

bielefeld@lebenslaute.de

LL-Mobilfunk 0160 / 92619994

LEBENSLAUTE
c/o Barbara Rodi
Am Lambach 14
32051 Herford

SPENDENKONTO „LEBENSLAUTE“
E. Reinhardt
Konto-Nummer 102936992
Sparda-Bank Hannover eG (BLZ 25090500)

Der Kampf von Flüchtlingen braucht Geld!

Die Karawane ist maßgeblich auf Spenden angewiesen. Unsere Organisation besteht überwiegend aus Flüchtlingen, die (wenn überhaupt) nur über sehr geringe finanzielle Mittel verfügen. Aus diesem Grunde haben wir 2008 den „Förderverein Karawane e. V.” gegründet. Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt und kann deswegen auf Wunsch Spendenquittungen ausstellen, so dass sie steuerlich absetzbar sind. Wenn bei der Überweisung die Adresse mit angegeben wird, verschicken wir die Spendenbescheinigung automatisch spätestens am Anfang des Folgejahres.

Kontakt: foerderverein(at)thecaravan.org

Unsere Bankverbindung lautet:
Förderverein Karawane e.V.
Kontonummer
: 40 30 780 800
GLS Gemeinschaftsbank eG
BLZ: 430 609 67

IBAN: DE28430609674030780800
BIC: GENODEM1GLS

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10-Jähriges Jubiläum der Karawane

Sammlung aller texte zum 10 jährigen Jubiläum der Karawane all texts of the 10-years anniversairy of the CARAVAN for the rights of refugees and migrants