Das Schweigen der Weltöffentlichkeit am Tamilen- Massaker muss gebrochen werden!
Wir fordern Gerechtigkeit für die Opfer des Bürgerkrieges in Sri Lanka!
Über die gesamte Geschichte des Landes Sri Lanka wird die dort lebende tamilische Bevölkerung durch das Regime brutaler Unterdrückung ausgesetzt. Vor vier Jahren ist die srilankische Armee in die tamilischen Gebiete im Nordosten der Insel einmarschiert und richtete ein furchtbares Massaker an. Über 147.000 Tamilen wurden gewaltsam ermordet, Zehntausende wurden vertrieben.
Ziel der Militäroperation im Jahr 2009 war die Zerschlagung der linken Befreiungsbewegung LTTE (Liberation Tigers of Tamil Eelam), um die Unabhängigkeitsbestrebungen des tamilischen Volkes ein weiteres Mal zu unterdrücken.
Wir als YEK-KOM sehen einen Zusammenhang zwischen der tamilischen Befreiungsbewegung und der kurdischen Befreiungsbewegung. Die Unterdrückung des tamilischen Volkes seit Jahrzehnten weist erhebliche Parallelen mit der des kurdischen Volkes. Es herrscht von der Logik her dieselben Beweggründe beider Bewegungen, gegen die Assimilation und Vernichtung vorzugehen.
Wir haben nicht vergessen, wie die Weltmächte dem Frieden und den gerechten Forderungen des tamilischen Volkes den Rücken kehrten und stattdessen eine militärische Lösung unterstützt haben.
In der Weltöffentlichkeit wird der Völkermord an Tamilen immer noch ignoriert. Das muss sich ändern!
Die deutsche Regierung und die Europäische Union müssen diplomatische Maßnahmen ergreifen und Druck auf die sri-lankische Regierung ausüben, damit das Selbstbestimmungsrecht der Tamilen anerkannt wird.
Auch in Sri Lanka muss es einen dauerhafter und gerechter Frieden geben. Der Terror gegen die Tamilen muss sofort aufhören. Um das zu gewährleisten, muss auch das LTTE-Verbot durch die Europäische Union aufgehoben werden, damit als Grundlage für Friedensverhandlungen die Gleichberechtigung der Konfliktparteien wieder hergestellt wird.
Wir fordern die Weltgemeinschaft auf, die Verantwortlichen dieses Massakers wegen ihres Verbrechens gegen die Menschlichkeit vor Gericht zu stellen.
Nur so kann eine nachhaltige friedliche Zukunft zwischen der Mehrheitsbevölkerung der Singhalesen und der Tamilen in Sri Lanka gewährleistet werden.
Hoch die internationale Solidarität!
YEK-KOM e.V. / 17.05.2013