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Berichte aus Tanger, Marokko

By kandolo, 6 January, 2006

Die folgenden zwei Berichte sind Übersetzungen aus dem Spanischen über die Situation von Flüchtlingen um Ceuta und Melilla und in Marokko

Wiedereröffnung des Militärlagers Nador für die Verhaftung von Einwanderern

Etwa zweihundert Einwanderer, die Hälfte aus der Subsahara kommend (Elfenbeinküste, Kongo, Niger, Gambia, Kamerun) und die anderen aus Pakistan und Bangladesh werden unter unmenschlichen Bedingungen im Militärlager Nador gefangengehalten. Einige von ihnen sind seit zwei Wochen dort. Eine der Gruppen, die von den andauernden Razzien in den Wäldern rund um Melilla betroffen ist, hat viele Schwerverletzte. Viele von Ihnen haben gebrochene Beine.

Die Bedingungen ihrer zwangsweisen Inhaftierung bewirken, dass sich ihr Gesundheitszustand jeden Moment verschlechtert und sie haben bis zum heutigen Tage keine medizinische Versorgung erhalten.

Mit den Gefangenen zu kommunizieren ist praktisch unmöglich, da sie bis zum Überdruß durchsucht werden um zu verhindern, dass sie telefonische Kontakte haben könnten. Eine Tatsache, die vielen von ihnen bei vorherigen Anlässen das Leben gerettet hat.

Die Situation die diese Leute durchmachen ist geprägt von Panik nicht zu wissen, was mit ihnen geschehen wird und ob diese Verhaftung einer Repatrierung in ihre Herkunftsländer vorausgeht. Viele haben das Bild von den Abschiebungen in die Wüste im Kopf und das erzeugt in ihnen eine ständige Angst und verschlechtert ihren Gesundheitszustand.

" Wenn Du redest, schlagen sie Dich, das gibt man Dir als Antwort. Wir werden allmählich alle krank, seit gestern habe ich ein halbes Brot und ein Ei gegessen. Gestern war Sylvester, heute ist Neujahr, unser Fest war voll von Schlägen und Leiden. Wir wollen nur wissen, was sie mit uns vorhaben und warum diese Misshandlung."

Obwohl noch nicht vollständig bestätigt, scheint es, dass unter den Gefangenen auch Asylbewerber sind. Bisher aus der Elfenbeinküste und aus Kongo RCD stammend.

Abschiebungen von Ceuta nach Marokko

Im Morgengrauen des 29.Dezembers versuchten 4 Einwanderer von südlich der Sahara, zwei von ihnen aus Sierra Leone, schwimmend von Marokko in die Stadt Ceuta zu gelangen. Gegen 3 Uhr morgens kam der erste von ihnen völlig entkräftet am Strand an, die Schmerzensschreie wegen der gemachten Anstrengung und der Kälte konnte man in großer Entfernung hören. Seine drei Kameraden, schlechtere Schwimmer als er, waren 3 oder 4 Minuten auf festem Boden. In diesem Moment wurden sie von einer Patroullie der Guardia Civil abgefangen, die sie dazu nötigten, in ihr Boot zu steigen. Hinterher übergab diese Patroullie die drei Einwanderer an die marokkanischen Autoritäten, ohne zu prüfen ob zwei von ihnen Asylbewerber sein könnten und ohne eine Ausweisungsakte anzulegen. Der Zufall wollte es, dass sich an diesem Strand einige Journalisten aus einem Land der Europäischen Union befanden. Sie versuchten die ganze Szene zu filmen und sahen sich mit einer maßlosen Aggressivität von Seiten der Guardia Civil konfrontiert. Die Sicherheitsbeamten verhinderten nicht nur das Filmen der Journalisten an einem Strand von Ceuta, eine Tat die in keinem Moment die nationale Sicherheit gefährdete, sondern sie schubsten einen von ihnen wiederholt und sie beleidigten und demütigten sie andauernd. "Sie nannten mich Hurensohn und andere Sachen und ich war sehr nervös, da ich nichts verstand."

Nach diesen Momenten der Anspannung forderte der Chef dieser Gruppe von Guardias Civiles die Filmrollen der Journalisten. „Er erklärte uns, dass er die Bilder ansehen würde und wenn es etwas gäbe, was die nationale Sicherheit gefährden würde, würde er uns die Filmrollen abnehmen. Offensichtlich konnten wir nichts aufnehmen, weil einer von ihnen uns die Kamera mit der Hand zuhielt.“

Als die Journalisten sich zurückzogen, bemerkten sie, dass etwas Ungewöhnliches geschehen war. Sie kennen nicht sehr gut das Gesetz, welches sie schützt im spanischen Staat, aber sie fanden es überhaupt nicht normal, dass ein spanischer Sicherheitsbeamter das Recht dazu habe das Material zu sehen, welches von einem Medium kam, das ordnungsgemäß akkreditiert war.
Sie kamen zu dem Schluß, dass sie möglicherweise Zeugen einer Unregelmäßigkeit wurden, von etwas, was nicht normal war. Die Journalisten werden einen Brief hinterlassen über die Ereignisse bei dem Presseverband in ihrem Land und bei Reportern ohne Grenzen. Sie entschieden keine Anzeige zu erstatten aus Angst, dass die spanischen Autoritäten ihre Arbeit in unsrem Land erschweren würden. Wenn man bedenkt, dass diese Leute für zwei große internationale Fernsehketten arbeiten, dass sie durch die ganze Welt gereist sind, trotzdem so beeindruckt blieben und sogar Angst haben vor dem Vorgehen von Angehörigen der Guardia Civil in Ceuta.

Der Kampf von Flüchtlingen braucht Geld!

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