Skip to main content
Home

Main navigation

  • english
  • deutsch
  • francais
  • فارسی
  • türkçe
  • Home
User account menu
  • Log in
contact us | Berlin | Bielefeld | Bremen | Hamburg | Jena | Wuppertal
Find out what's going on in Berlin, Bremen, Göttingen, Hamburg, Jena, NRW, Nürnberg, Bramsche-Hesepe

Breadcrumb

  1. Home

Familie Idic im Kirchenasyl

By kandolo, 14 April, 2006

Pressemitteilung - Düsseldorf, den 10.4.2006

Familie Idic findet Asyl in der Kirchengemeinde St. Lambertus!

Die katholische Kirchengemeinde St. Lambertus in der Düsseldorfer Altstadt gewährt der Familie Idic Schutz vor der Abschiebung in ihren Räumlichkeiten. In ein paar Wochen wird die Härtefallkommission des Landtages über den Antrag der Roma-Familie entscheiden, die nach 17 Jahren in Deutschland auf ein dauerhaftes Bleiberecht in Deutschland hofft. Die Antragstellung hat keine aufschiebende Wirkung.

Am Dienstag, 11.4. 2006 um 9 Uhr hat die Familie Idic ihren nächsten Termin bei der Ausländerbehörde Düsseldorf. Es ist zu befürchten, dass sie bei diesem Termin abgeschoben werden soll. Die Ausländerbehörde Düsseldorf hat dies mehrfach betont.

Mitschüler, Freunde, Nachbarn und andere Unterstützer werden deshalb die Familie Idic am Dienstag um 9 Uhr zur Ausländerbehörde (Willi-Becker Allee 7) begleiten, um ihre Solidarität auszudrücken und für eine dauerhaftes Bleiberecht der Familie zu demonstrieren.

Wir appellieren an die Härtefallkommission des Landtages, Familie Idic einen unbefristeten Aufenthalt zu gewähren.

Wir fordern den Innenminister des Landes NRW Ingo Wolf auf, Menschen, die seit Jahren in NRW leben und hier fest integriert sind, ein dauerhaftes Bleiberecht zu ermöglichen.

Bleiberecht für Familie Idic!!!

Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Semra Idic Tel.: 0173/3632950
Oliver Ongaro, fiftyfifty, Tel.: 0171/5358494
Stadtdechant Msgr. Rolf Steinhäuser Tel.: 132326

Unterstützerkreis Bleiberecht für Familie Idic

# # # # # # # # # #

Die Hintergründe:

Die Roma-Familie Idic lebt seit über 13 Jahren in Deutschland, die meiste Zeit davon in Düsseldorf-Bilk. Der Vater (39) ist bereits am 8.11.2005 nach Serbien abgeschoben worden. Die Mutter (35) mit vier Kindern 17,13,11 und 5 Jahre alt sind noch in Düsseldorf. Drei der Kinder sind hier geboren.
Herr und Frau Idic und ihre damals neugeborene Tochter Semra sind vor 17 Jahren aus ihrem Dorf Bujanovac /Serbien vor dem Krieg geflohen, nachdem dort ihre gesamte Existenz zerstört war. Sie leben seither in Düsseldorf. Drei der vier Kinder sind in Düsseldorf geboren und haben regelmäßig und mit großem Erfolg die Schule besucht. Die älteste Tochter Semra (17) hat ihren Realschulabschluß mit Auszeichnung bestanden und ist gerade dabei das Abitur zu machen. Merima (13) besucht die Hauptschule, Vesna (11) besucht die Realschule, Edijan (5) besucht den Kindergarten. Umgangssprache in der Familie ist deutsch. Keines der Kinder spricht serbisch! Edijan und Vesna müssen zudem dringend an den Ohren operiert werden.

Nachdem die Eltern eine Arbeitserlaubnis erhielten, haben beide für den Lebensunterhalt der Familie gesorgt. Herr Idic hat für den Wachdienst Kötter am Düsseldorfer Flughafen gearbeitet und außerdem Geldtransporte bewacht. Frau Idic hat als Hotelfachfrau gearbeitet und die Familie allein ernährt, nach dem ihr Mann aus gesundheitlichen Gründen seine Arbeit aufgeben musste. Es ist amtlich festgestellt, dass er wegen seiner psychischen Belastungen durch die Kriegswirren arbeitsunfähig wurde. Außerdem leidet er an Epilepsie und ist akut suizidgefährdet. Herr Idic befindet sich seit 1995 in psychologischer Behandlung. Er leidet an einer posttraumatischen Belastungsstörung.

Dann hat die Ausländerbehörde Düsseldorf 2004 beschlossen der Familie die Arbeitserlaubnis zu entziehen. Eine konkrete Begründung gab es nicht. Die Familie ist nun gezwungen, Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz zu beziehen. Obwohl Frau Idic sofort wieder bei ihrem ehemaligen Arbeitgeber anfangen könnte, wenn es eine Arbeitserlaubnis gäbe. Der Betrag nach dem Asylbewerberleistungsgesetz ist um 30 % geringer als der normale Hilfeleistungssatz des Sozialamts! Die Privatwohnung in der sie jahrelang lebten, mussten sie Mitte letzten Jahres verlassen, weil das Haus angeblich abgerissen werden sollte. Es steht heute noch. Die Familie lebt nun wieder in einer Düsseldorfer Flüchtlingsunterkunft.

In Serbien gibt es für die Familie keine Zukunft, ihr ehemaliges Haus ist zerstört. Herr Idic wohnt bei verschiedenen Nachbarn. Es gibt keine Arbeitsmöglichkeiten und die Kinder könnten nicht zur Schule gehen. Die ganze Region ist immer noch vom Krieg gezeichnet. Gerade Roma als ethnische Gruppe sind Diskriminierungen ausgesetzt und besonders von materieller Armut betroffen.
Das Zuhause von Familie Idic ist Düsseldorf.

Der Kampf von Flüchtlingen braucht Geld!

Die Karawane ist maßgeblich auf Spenden angewiesen. Unsere Organisation besteht überwiegend aus Flüchtlingen, die (wenn überhaupt) nur über sehr geringe finanzielle Mittel verfügen. Aus diesem Grunde haben wir 2008 den „Förderverein Karawane e. V.” gegründet. Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt und kann deswegen auf Wunsch Spendenquittungen ausstellen, so dass sie steuerlich absetzbar sind. Wenn bei der Überweisung die Adresse mit angegeben wird, verschicken wir die Spendenbescheinigung automatisch spätestens am Anfang des Folgejahres.

Kontakt: foerderverein(at)thecaravan.org

Unsere Bankverbindung lautet:
Förderverein Karawane e.V.
Kontonummer
: 40 30 780 800
GLS Gemeinschaftsbank eG
BLZ: 430 609 67

IBAN: DE28430609674030780800
BIC: GENODEM1GLS

Secondary menu

  • Help
  • Impressum

10-Jähriges Jubiläum der Karawane

Sammlung aller texte zum 10 jährigen Jubiläum der Karawane all texts of the 10-years anniversairy of the CARAVAN for the rights of refugees and migrants