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... Es gilt die zweite Schuld zu verhindern! Aufruf der Roma u. Sinti in HH

By rafa, 8 May, 2006

... Es gilt die zweite Schuld zu verhindern!
16.Mai 1940 - 16.Mai 2006

ERINNERUNG AN DIE ERSTE DEPORTATION DER ROMA UND SINTI AUS DEUTSCHLAND IN DIE NS- KONZENTRATIONSLAGER

Gedenkkundgebung : Hamburg,
Hannoverscher Bahnhof, Lohseplatz (Hafencity)
Am: 16.Mai 2006 - 12:00 Uhr

Am 16. Mai 1940 begannen die Nazis mit der systematischen „ Umsiedlung" der „Zigeuner“ aus Deutschland in die NS-Konzentrationslager. 1940 wurde von Himmler die Anordnung getroffen, insgesamt 2.500 Sinti und Roma aus den westlichen Teilen Deutschlands in das „Generalgouvernement“ zu deportieren. Zum Sammellager, in dem Sinti und Roma vor der eigentlichen Deportation konzentriert werden sollten, wurde der Fruchtschuppen 10 im Hamburger Hafen bestimmt. Am frühen Morgen des 16. Mai 1940 nahmen Kommandos der Kriminalpolizei etwa 550 Sinti und Roma in Hamburg fest und internierten sie gemeinsam mit Sinti und Roma aus Bremen, Winsen an der Aller, Bremervörde, Wesermünde und aus schleswig-holsteinischen Gemeinden wie Flensburg, Kiel, Neumünster und Schleswig im Fruchtschuppen. Systematisch wurden die inhaftierten Männer, Frauen und Kinder per Namenslisten und Nummerierungen erfasst, „entlaust“ und nach Wertsachen durchsucht. Nach vier Tagen der Internierung in Hamburg brachte sie ein Deportationszug vom Hannoverschen Bahnhof über Warschau und Lublin nach Belzec. Nachdem die Roma und Sinti zur Errichtung des „Zigeunerlagers“ herangezogen wurden, setzte man sie zur Zwangsarbeit in der Umgebung ein. Viele von ihnen starben nach kurzer Zeit an Kälte, Hunger, Typhus oder Ruhr.

Wie viele Roma und Sinti insgesamt dem deutschen NS-Rassenwahn zum Opfer gefallen sind, ist bis heute nicht geklärt es wird von einer halben bis einer Million ausgegangen.

Heute, nach nunmehr 66 Jahren, sind hunderttausende Roma vor den Kriegen im ehemaligen Jugoslawien geflohen.. Seit Beginn der Balkankriege sind Tausende Roma Opfer von ethnisch motivierter Gewalt geworden. Mehr als hunderttausend Roma aus dem Kosovo sind vor den Gräueltaten der Kosovo-albanischen Milizen und den Kriegshandlungen der NATO geflohen oder wurden aus ihrer Heimat vertrieben. Opfer eines Krieges mit dem sie nichts zu tun hatten. Diejenigen, die ihr Leben vor ethnisch motivierter Gewalt, vor NATO-Bomben und „ethnischen Säuberungen" retten konnten, vegetieren in menschenunwürdigen „Flüchtlingslagern“ in Mazedonien, Serbien und Montenegro dahin, oder sind, wie in Deutschland, von Abschiebungen bedroht. Keine „Internationale Staatengemeinschaft" fühlt sich für diese Menschen verantwortlich, kein westlicher „demokratischer Rechtsstaat", der noch vor kurzem bereit war, für „Menschenrechte" zu bomben, ist heute bereit, die Opfer von Menschrechtverletzungen, Gewalt und ethnischen Säuberungen aufzunehmen. Alle Internationalen Menschenrechtsorganisationen (u.a. COE, UNHCR, OSCE, ) sind sich darin einig, dass es keine Rückkehr für Roma in ihre Heimatorte gibt.

Der Krieg gegen Jugoslawien wurde von der damaligen Bundesregierung mit dem moralischen Anspruch „nie wieder Auschwitz“ legitimiert. Nach fast sieben Jahren Einsatz der Bundeswehr im Kosovo, unter der Aufsicht der Internationalen Staatengemeinschaft und vor den Augen der Bundeswehr, haben albanische Separatisten es geschafft das Kosovo ethnisch zu säubern und in einen zweiten albanischen „Staat“ zu verwandeln, in dem die Sicherheit von Minderheiten nicht mehr gewährleistet werden kann.

Dieser versuchte Völkermord und die ethnischen Säuberungen an den Roma im ehemaligen Jugoslawien werden weder von den Medien thematisiert noch von denen zur Kenntnis genommen, die erst vor ein paar Monaten die „Menschenrechte“ auf dem Balkan „herbeibomben" wollten!

Seit über sechs Jahren versuchen die Interessenvertretungen der Flüchtlinge und Vertriebenen sowohl mit der deutschen Regierung als auch mit der Internationalen Staatengemeinschaft über die Zukunft der Roma aus dem ehemaligen Jugoslawien zu sprechen. Beide waren bislang nicht bereit, sich ernsthaft mit dem Schicksal der Roma auseinander zu setzen. Stattdessen werden Pläne erarbeitet, um spezielle „Collective Camps“ (Gemeinschafts- Lager) im Kosovo unter der Leitung der IOM zu errichten, in denen zu deportierende Roma untergebracht werden sollen. Die „International Organisation for Migration“ oder kurz IOM gilt, in vielen Teilen der Welt, als die „Handlanger Organisation“ für Deportationen und Betreiberin von de-fakto Internierungslager für Flüchtlinge.

Fast 20.000 Roma ist die Flucht nach Deutschland gelungen oder sie wurden als „Kosovo-Albaner“ willkommen geheißen. Schwer traumatisiert, verfolgt und vertrieben warten diese Menschen täglich auf ihre Abschiebung „zurück“ in einen Staat, der nicht mehr existiert. In eine Heimat, die ihnen geraubt wurde, deportiert in eine Umgebung, in der es keinen Schutz vor Übergriffen gibt.

Viele der Männer, Frauen und Kinder, Menschen die hier leben, integriert sind, arbeiten oder hier zur Schule gehen werden gezwungen, als geduldete Ausländer zum Teil seit über 25 Jahren auf ihre Abschiebung zu warten.
Die Heimat dieser Flüchtlinge ist Deutschland geworden!
Wer könnte berufener sein als die Deutschen, für Roma und Sinti besondere Sorge zu tragen und sich der historischen Verantwortung zu stellen. Welches Land in Europa könnte berufener sein, sich für die Einhaltung der Menschrechte für Roma und Sinti in Europa einzusetzen.

Wir appellieren daher an die Bundesregierung, zu Ihrer Verantwortung zu stehen, sowohl aus der gemeinsamen Geschichte des NS-Holocaust, als auch als Konsequenz ihrer Beteiligung am Balkankrieg.

· Bleiberecht für Roma aus dem ehemaligen Jugoslawien!

· Beteiligung der Roma an den Statusverhandlungen über das Kosovo!

· Keine „Collective Camps“ für Roma!

· Unterstützung der Roma in Europa!

... Es gilt die zweite Schuld zu verhindern.

Erstunterzeichner:
Rom und Cinti Union e.v. (RCU), Europäisches Zentrum für Antiziganismusforschung (EZAF)

Sie sind herzlich eingeladen diesen Aufruf mit Ihrem Namen zu Unterstützen !
Schicken Sie hierzu eine Email an RCU.ev@web.de o. Faxen Sie uns aus Deutschland: 040 31 04 75

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