no lager halle
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Pressemitteilung 12.07.09
Hintergrundinformationen unten
Am Samstag, den 11.07.09 versammelten sich 70 Menschen auf dem Gelände des Lagers in Möhlau, um über die Situation im Lager vor Ort zu diskutieren. Unter ihnen waren 40 Flüchtlinge, die im Lager in Möhlau leben müssen, VertreterInnen der Initiative "In Gedenken an Oury Jalloh", der deutsch-afrikanischen Initiative Dessau, der Antifa Wittenberg, der Jugendantifa Halle, Flüchtlinge aus Marke und Dessau und der Initiative "no lager halle". Es beteiligten sich VertreterInnen des Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt, von Bündnis90/die Grünen und die Linke aus dem Landkreis Wittenberg.
Die Flüchtlinge aus dem Lager in Möhlau betonten, dass sie sich wie im Gefängnis fühlen, völlig isoliert weit außerhalb des Dorfes Möhlau im Wald. Ihre medizinische Versorgung bezeichneten sie als genauso katastrophal wie die baulichen Zustände des Lagers. Sie beklagten, dass an ihrer schlechten Lebenssituation verdient wird. Der Landkreis Wittenberg zahlt pro Tag und pro Person, unabhängig vom Alter, über 7 Euro. Im Lager in Möhlau müssen 180 Menschen leben, so müsste die Lagerleitung monatlich um die 40.000 Euro vom Landkreis Wittenberg erhalten. Sie erhalten keine Arbeitserlaubnis, selbst wenn sie ein Arbeitsangebot
haben. Die Ausländerbehörde droht ihnen nur Gutscheine zu geben, wenn sie keine Papiere (zur Abschiebung) haben.
Der Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt sagte den Flüchtlingen in Möhlau zu "alles in ihrer Macht stehende" zu tun, um das Lager zu schließen. Es ist völlig baufällig und gefährlich für Kinder. Die Linke will sich für eine mittelfristige Schließung des Lagers einsetzen und eine Vertragsverlängerung mit dem Betreiber verhindern. Die Grünen verurteilten die Zustände und wollen das Gesehene und
Erfahrene auf die politische Ebene heben. Jetzt sind die politischen Akteure gefragt.
Viele Einzelpersonen nutzten die öffentliche Begehung, um sich selbst ein Bild von den Zuständen im Lager zu machen. Dabei wurde die Versammlung und interessierte BürgerInnen von VertreterInnen des Ordnungsamts und der Ausländerbehörde Wittenberg dem Heimbesitzer Marcel Wiesemann, der Heimleiterin Fr. Salzmann und SozialarbeiterInnen des Lagers beobachtet.
Bei der Führung der Flüchtlingsinitiative Möhlau wurden auch einige Wohnungen besichtigt. Anschließend fand ein Radioworkshop statt. Weitere Treffen und Interviews wurden vereinbart.
no lager halle
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