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Bleiberecht für Kenesa - Abschiebung nach Äthiopien verhindern

Unterschreibt die Online Petition unter: http://www.openpetition.de/petition/online/bleiberecht-fuer-kenesa-absch...

Mehr über Kenesa - eine Omoro aus Äthiopien: http://savekenesa.wordpress.com/

Kenesa Yadetta Guluma wurde vor 16 Jahren als Mitarbeiter der Oromo-Hilfsorganisation (ORA) verhaftet und gefoltert. Durch Intervention von amnesty international kam Kenesa nach zwei Monaten aus dem Haftlager frei. In den folgenden Jahren wurde er jedoch immer wieder von der Polizei abgeholt und verhört, im Abstand von zwei Wochen, mitunter auch wöchentlich. Er wurde beschuldigt, heimlich für die verbotene Oromo Befreiungs Front (OLF) zu arbeiten.
Von 1997 bis 2007 war er in einem von „Brot für die Welt“ finanzierten integrierten Landentwicklungsprojekt der Äthiopischen Evangelischen Kirche „Mekane Yesus“ als Verwaltungsassistent tätig.

Nach Abschluss dieses Projekts betrieb er seit 2008 einen kleinen Laden in Chanka. In dieser Zeit wurde er an den Markttagen regelmäßig von der Polizei abgeholt, um ihn einzuschüchtern und wirtschaftlich zu ruinieren. Am 4.3.2010 – zwei Monate vor der Reise nach Berlin – kamen bewaffnete Soldaten zu ihm, bedrohten ihn mit dem Gewehr und kündigten an, ihn umzubringen, weil sie wüssten, dass er die Opposition in Oromia für die Wahlen im Mai 2010 unterstütze.

Aufgrund der schwerwiegenden Erlebnisse in seiner Heimat hat er in Berlin um politisches Asyl gebeten. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat seinen Antrag am 3.11.2010 abgelehnt.

Eine gegen diesen Entscheid erhobene Klage hat das Verwaltungsgericht Bayreuth nach der Verhandlung am 27.7.2011 ebenfalls abgelehnt, obwohl es anerkennt, dass Kenesa in Äthiopien politisch verfolgt wurde. Es hat aber die sich seit Jahren wiederholenden Verhaftungen sowie die Drohung, ihn umzubringen, nicht als zureichende Gefährdung anerkennen wollen, um ihm Asyl zu gewähren. Es hat auch die lebensgefährliche Situation nicht sehen wollen, in die Kenesa kommt, wenn er jetzt nach Äthiopien zurückkehren muss.

In Coburg hat Kenesa begonnen, die deutsche Sprache zu lernen. Über das Unterrichtsangebot im Asylbewerberheim hinaus wurde er von Freunden mit Lehrbüchern versorgt, anhand derer er daran arbeitet, seine Deutschkenntnisse zu verbessern. Gute Englischkenntnisse besaß er schon zuvor.

Er arbeitet in einem Coburger Seniorenheim, obwohl er aufgrund seiner psychischen Verfassung mit starken gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat.
Engen Kontakt pflegt er weiterhin zu den Berliner Partnergemeinden. Umsichtig hilft er, ihre Partnerschaft nach Äthiopien weiter auszubauen, z.B. die gerade entstehenden Schulpartnerschaften von drei Schulen in Berlin zu Schulen in Chanka.

Gegenwärtig ist Kenesa in Coburg in psychiatrischer Behandlung. Es wurde bei ihm angesichts seiner dramatischen Biografie eine posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert, die dringend einer weiteren kompetenten Behandlung bedarf. Laut Einschätzung seines behandelnden Psychiaters sind die nötigen Hilfsmaßnahmen in seiner Heimat nicht gewährleistet.

Es ist zu befürchten, dass Kenesa nach seiner Rückkehr weiteren und schlimmeren Verfolgungen als in der Vergangenheit ausgesetzt sein wird. Neue Berichte von Menschenrechtsorganisationen (z.B. Human Rights Watch) belegen, dass in Äthiopien ein diktatorisches Regime herrscht, dass vor Mord und Terror gegen die eigene Bevölkerung nicht zurückschreckt. Dies geht auch hervor aus der Antwort der Staatsministerin Cornelia Pieper vom 9.11.2011 auf die Kleine Anfrage der Bündnis 90/Die Grünen zu Menschenrechtsverletzungen in Äthiopien.

(leicht gekürzt, komplett: http://savekenesa.files.wordpress.com/2011/11/petition-bleiberecht-fc3bc... )

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