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Informationsdossier zum seit dem 12 .September 2012 dauernden unbefristeten Hungerstreik der kurdischen Gefangenen in der Türkei

Dossier zum Download

Nach der Aufnahme des Hungerstreiks durch die erste Gruppe am 12. September schlossen sich in den folgenden Tagen und Wochen mehrere hundert weitere politische Gefangene der Aktion an. Unter den Hungerstreikenden befinden sich inhaftierte Abgeordnete, Bürgermeister, JournalistInnen und Anwälte, die zu den mehr als 8000 Menschen gehören, die in den letzten 3 Jahren im Rahmen der sogenannten „KCK-Operationen“ gefangen genommen wurden, wie die Abgeordneten der Partei für Frieden und Demokratie (BDP) Faysal Sariyildiz und Gülseren Yildirim, der inhaftierte Bürgermeister von Van Bekir Kaya und die Journalisten Fatma Koçak, Tayip Temel und Mehmet Emin Yildirim.

Bis jetzt sind der Öffentlichkeit 776 Gefangene namentlich bekannt, die am Hungerstreik teilnehmen. Aufgrund des schlechten Informationsflusses aus den Gefängnissen nach draußen, erfährt die Öffentlichkeit allerdings oft erst spät, wer dem Hungerstreik beigetreten ist und wie der Zustand der AktivistInnen ist. Aufgrund dessen wird die tatsächliche Zahl der Hungerstreikenden in den Gefängnissen noch höher geschätzt. Während die AKP-Regierung weiterhin zu der Situation der Hungerstreikenden und ihren Forderungen schweigt, droht die Justiz gar gewaltsam gegen den Hungerstreik vorzugehen.

Wir möchten mit diesem Informationsdossier Menschen Gehör verschaffen, die wegen ihrer Gedanken für eine demokratische, freiheitliche und friedliche Gesellschaft weggesperrt wurden, denen sämtliche Wege der Meinungsäußerung verwehrt bleiben, und denen deshalb nur durch den Einsatz ihres Lebens die Möglichkeit zum Widerstand leisten bleibt.

Das Beispiel des palästinensischen Hungerstreiks aus dem Frühjahr dieses Jahres zeigt hingegen, dass durch die Erschaffung einer Öffentlichkeit hierzulande die Forderungen der Hungerstreikenden unterstützt und zugleich ihr Leben geschützt werden kann. Wenn die deutsche Öffentlichkeit erneut ein entsprechendes Einfühlungsvermögen wie bei jenem Hungerstreik im Frühjahr aufbringt, dann könnte die türkische Regierung unter Druck gesetzt und somit das Leben hunderter Menschen gerettet werden. Obwohl die Regierung der Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung (AKP) die Verantwortung für das Leben und die Gesundheit der hungerstreikenden Gefängnisinsassen trägt, hüllt sie sich weiterhin in Schweigen. Während hunderte Menschen von Tag zu Tag dem Tode näher rücken, blockiert die türkische Regierung weiterhin sämtliche Bemühungen der kurdischen Seite um eine Lösung. Dem müssen wir gemeinsam entgegentreten. Und uns bleibt nicht mehr viel Zeit.

Civaka Azad - Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V.

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