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Aktionskundgebung gegen Residenzpflicht am Rathausplatz Schwäbisch Gmünd

Thursday, August 21, 2014 - 16:45 to Saturday, August 23, 2014 - 19:45

Aufruf !!!! Aufruf !!!! Zeigt Solidarität !!
Aktionskundgebung am Rathausplatz Schwäbisch Gmünd, 21. - 23. August 2014
Wegen Residenzpflichtsverletzung droht die Stadt Schwäbisch Gmünd Flüchtlingsaktivisten mit Haft!
Anstatt das wegen Residenzpflichtverletzung verhängte Bußgeld zu bezahlen, ziehen wir einen Gefängnisaufenthalt als Option in Betracht und fordern weiter das Recht auf Bewegungsfreiheit.

Was viele deutsche StaatsbürgerInnen nicht wissen:

Flüchtlinge werden in Deutschland durch das rassistische Gesetz derResidenzpflicht, welches in keinem anderen europäischen Staat besteht, schikaniert.

Flüchtlinge dürfen ohne vorheriges Anfragen beim Amt das Gebiet des Bundeslandes, in welchem sich das ihnen zugewiesene Lager befindet, nicht verlassen. Vielfach und gerade in Baden-Württemberg wird das Gebiet, in welchem sich die/der Geflüchtete aufzuhalten hat, dann noch auf den Landkreis, in welchem die/der Geflüchtete zu Leben gezwungen ist, beschränkt.

'Selektive' Polizeikontrollen aufgrund nicht-weißen Aussehens, Racial Profiling, leisten ihr Übriges zur Sanktionierung der 'Vergehen' – das Leben von Flüchtlingen wird der Totalkontrolle der deutschen BeamtInnen unterstellt.

Momentan droht die Stadt einigen Flüchtlingsaktivisten mit Freiheitsstrafe, weil diese die für die Residenzpflichtverletzung verhängte Bußgeldstrafe nicht zahlen wollen.

Da das Landratsamt dies scheinbar unterstützt, kommt der Verdacht auf, selbst an dieser Unterdrückung, daran teil zu haben.

Dies ist eine der klassischen Repressionsformen gegen politisch aktive Flüchtlinge, um deren Selbstbestimmtheit und Solidarität mit anderen Flüchtlingen, welche auf die furchtbare Situation des Zwangs und der Unfreiheit aufmerksam machen, im Keim zu ersticken, um eine Situation der Angst zu schaffen.

Wir Flüchtlinge kommen nach Deutschland mit Hoffnungen und einer großen Bereitschaft, etwas Positives in die Gesellschaft einzubringen. Dann aber werden wir per Gesetz daran gehindert, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Viele zerbrechen daran. In Europa ist diese Form der Abschreckung einzigartig.

Über Jahre hinweg wird die Bewegungsfreiheit im Asylland verweigert.

Apartheid in Deutschland - das Gesetz der Residenzpflicht versagt Flüchtlingen die Bewegungsfreiheit. Zeit für solidarische Gegenwehr!

Zurecht kritisieren Flüchtlingsorganisationen, dass mit der Residenzpflicht in Deutschland ein Gesetz aus der deutschen Kolonialzeit weitergeführt wird – während der deutschen Kolonialzeit in Kamerun und Togo hatten sich die BesatzerInnen dieses Gesetz ausgedacht, welchem zufolge die LandesbewohnerInnen ihren jeweiligen Ort oder Distrikt nicht ohne Antrag bei den übergeordneten Weißen Gouverneuren verlassen durften.

Die Residenzpflicht dient den deutschen Behörden zur Diskriminierung und Kontrolle von Schwarzen und MigrantInnen. Seit langer Zeit lebte der bekannte Menschenrechtsaktivist Nelson Mandela wieder in Freiheit – und die Weißen SprecherInnen europäischer Länder waren voll Zuspruch für seinen Mut, und voller Tadel an der Apartheid in Südafrika. Aber wie sieht es mit den Menschenrechten in Deutschland in der Gegenwart aus?

Apartheid gibt es auch hier und heute, auch wenn sie von vielen Weißen und deutschen StaatsbürgerInnen gar nicht bemerkt wird.

Sie wird aber dann mitgetragen, wenn Deutsche an "Recht und Ordnung" glauben und das (Ver-)Walten der BeamtInnen grundsätzlich befürworten. Wo das Interesse der Nicht-Betroffenen an den Lebensbedingungen der Betroffenen erlahmt, und keine Fragen gestellt werden, dort wo sich Sorglose ihren eigenen Gesichtskreis schaffen und von den NachbarInnen, den MigrantInnen
nichts wissen wollen.

Wir bitten Euch, die Flüchtlinge mit einer Fax-Aktion gegen Residenzpflicht und die Einschränkung der Bewegungsfreiheit zu unterstützen.

Bitte schickt das Fax unterschrieben an

Landrat Klaus Pavel
Landratsamt Ostalbkreis
Stuttgarter Str 41, 73430
Tel.: 07361 503 – 0 Fax: 07361 503 1477

Oberbürgermeister Richard Arnold
Rathausplatz 1, 73525 Schwäbisch Gmünd
Tel.: 0717 603 3230 Fax: 07171 603 3299

Ministerin Bilkay Öney
Ministerium für Integration Baden Württemberg
Thouretstraße 2, 70173 Stuttgart
Tel.: 0711 335030 Fax: 071133503444

Campaign: 

Der Kampf von Flüchtlingen braucht Geld!

Die Karawane ist maßgeblich auf Spenden angewiesen. Unsere Organisation besteht überwiegend aus Flüchtlingen, die (wenn überhaupt) nur über sehr geringe finanzielle Mittel verfügen. Aus diesem Grunde haben wir 2008 den „Förderverein Karawane e. V.” gegründet. Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt und kann deswegen auf Wunsch Spendenquittungen ausstellen, so dass sie steuerlich absetzbar sind. Wenn bei der Überweisung die Adresse mit angegeben wird, verschicken wir die Spendenbescheinigung automatisch spätestens am Anfang des Folgejahres.

Kontakt: foerderverein(at)thecaravan.org

Unsere Bankverbindung lautet:
Förderverein Karawane e.V.
Kontonummer
: 40 30 780 800
GLS Gemeinschaftsbank eG
BLZ: 430 609 67

IBAN: DE28430609674030780800
BIC: GENODEM1GLS

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