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Fortsetzung des Prozesses im Fall Oury Jalloh

Friday, January 11, 2008 - 07:58 to 15:58
description:

Oury Jalloh: Fortsetzung der Prozessbeobachtung
35. Prozesstag 11. Januar 2008 in Dessau

Folgendes ist für diese Tage geplant: Das gesamte Beweismaterial das am 7. Januar aus der Zelle genommen wurde, aber noch nicht verschwunden ist, wird voraussichtlicht am 13.11. im Gericht gesichtet. Am 14.11. soll der jetzige Dienstgruppenleiter, der den ehemaligen Posten des Hauptangeklagten Andreas Schubert inne hat, aussagen.
Am 15.11. soll der Brandgutachter, der das Feuerzeug angeblich unter den Rücken Oury Jallohs gefunden hat, zu Wort kommen. Es wird eine gemeinsame Fahrt von Berlin nach Dessau geben. Es ist notwendig, dass sich auch Menschen aus anderen Städten mobilisieren.

Außerdem möchten wir bekannt geben, dass die 3. Ausgabe der Zeitung "Break the Silence" an mehreren Stellen u.a. in Berlin, Hamburg, Dortmund, Wuppertal, Bremen, zum Abholen bereit liegt. Für Zeitungen, wendet euch bitte an die Initiative oder die örtlichen Gruppen der Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen.

Gemeinsame Fahrte werden von Berlin aus organisiert (Kontakt: Chamberlin 0176/64124793).
Schlafplätze sind vorhanden.

nächstes Treffen der Initiative in Berlin: 1. November, 20 Uhr - Bethanienhaus, Mariannenstr. 2a.

Berichte vom Prozess

Call in English
Aufruf zur Prozessbeobachtung
Fotos, Videos und links zum Prozess auf Umbruch Bildarchiv
'april-2006 060' von azadi

Vor zwei Jahren verbrannte Oury Jalloh, Flüchtling aus Sierra Leone, an Händen und Füßen gefesselt in der Polizeiwache in Dessau. Zum Gedenken an Oury Jalloh gingen am 2. Todestag mehrere hundert Menschen auf die Straße. In Dessau versammelten sich nach einer Demonstration rund 200 Menschen vor der Polizeiwache. Mit Sprechchören "Oury Jalloh - das war Mord" unterstrichen sie ihre Forderungen nach Aufklärung seiner Todesumstände und nach einer für alle nachvollziehbaren Gerichtsverhandlung. "Bis der Fall lückenlos geklärt ist, bleibt das Mord", sagte einer der Demonstranten und erhielt von vielen Teilnehmern Beifall. In Berlin demonstrierten zeitgleich 500 Menschen vom Hackeschen
Markt durch Mitte.

Zwei Jahre nach Oury Jallohs Tod sind die damals anwesenden Polizeibeamten noch immer im Dienst, das Dessauer Landgericht wollte den Fall zunächst abschließen. Erst nach massivem öffentlichen Druck ließ es am 2.1.'07 die Hauptverhandlung gegen den 46-jährigen Dienstgruppenleiter zu.

Initiative in Gedenken an Oury Jalloh

Fotos der Demonstrationen im Januar 2007 unter:
http://www.umbruch-bildarchiv.de/
http://www.attac.de/halle/oury/images/ourydemo_jan2007/
http://www.agentur-ahron.de/

Videos der Demos und der Konferenz

Fotos Demo April 2006

Kann sich ein Mensch selbst verbrennen, wenn er an Händen und Füßen fixiert worden ist?

Location:
Landgericht Dessau, Willy-Lohmann-Str. 29, 06844 Dessau
Campaign: 

Der Kampf von Flüchtlingen braucht Geld!

Die Karawane ist maßgeblich auf Spenden angewiesen. Unsere Organisation besteht überwiegend aus Flüchtlingen, die (wenn überhaupt) nur über sehr geringe finanzielle Mittel verfügen. Aus diesem Grunde haben wir 2008 den „Förderverein Karawane e. V.” gegründet. Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt und kann deswegen auf Wunsch Spendenquittungen ausstellen, so dass sie steuerlich absetzbar sind. Wenn bei der Überweisung die Adresse mit angegeben wird, verschicken wir die Spendenbescheinigung automatisch spätestens am Anfang des Folgejahres.

Kontakt: foerderverein(at)thecaravan.org

Unsere Bankverbindung lautet:
Förderverein Karawane e.V.
Kontonummer
: 40 30 780 800
GLS Gemeinschaftsbank eG
BLZ: 430 609 67

IBAN: DE28430609674030780800
BIC: GENODEM1GLS

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