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TRIBUNAL IN GEDENKEN AN DOMINIQUE KOUMADIO

Oury Jalloh und alle anderen Opfer rassistischer Staatsgewalt

Programm des Tribunals

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Aufruf in deutsch, englisch, francais, türkce

Am 14. April 2006 wurde Dominique Koumadio durch zwei Schüsse eines Polizisten in Dortmund Eving getötet. Seit dem verlangen die Familie von Dominique, seine Freundinnen und Freunde und viele andere Menschen und Organisationen die Eröffnung eines Prozesses, um die Zweifel zu beseitigen, die Dominiques Tod überschatten.

Um die Schwester von Dominique bei ihrem Wunsch nach Aufklärung und Gerechtigkeit zu unterstützen, werden Vertreterinnen und Vertreter der afrikanischen Gemeinschaften aus Dessau, Thüringen, Halle, Göttingen, Kassel, Stuttgart und Berlin sowie Flüchtlings- und MigrantInnenselbstorganisationen aus anderen deutschen Großstädten zum Tribunal mobilisieren. Bereits Anfang Januar 2008 wurde der Fall Dominique Koumadio bei den Gedenk Konferenzen zum 3. Todestag von Oury Jalloh und Laye Konde in Berlin und Dessau thematisiert. Bei der Black African Conference zum dritten Todestag von Oury Jalloh und Laye Konde in Dessau wurde beschlossen die Schwester von Dominique, Sylvie mit allen möglichen Mittel zu unterstützen.

Für die Flüchtlinge und MigrantInnen unter uns gehören Polizeischikanen und staatlich organisierter Rassismus zum Alltag. Vor diesem Hintergrund gehen wir, solange die Eröffnung eines Prozesses durch die Staatsanwaltschaft verhindert und die im Anschluss aufgelisteten Zweifel nicht beseitigt werden, von einer rassistisch motivierten Tat aus.

Folgende Fragen hat die Staatsanwaltschaft bisher in ihren Ablehnungen der Forderungen von Dominiques Schwester nach einem Prozess nicht beantwortet:

  1. Warum schossen die Polizisten, bevor sie versuchten Dominique gemeinsam zu überwältigen?
  2. Warum machten sie keinen Gebrauch von anderen Mitteln, wie Reizgas oder Schlagstöcken, die beide mit sich führten?
  3. Warum können zwei professionelle Polizisten, die für solche Situationen ausgebildet sind, einen 1,60 m großen Jungen nicht bewältigen und schießen ihm direkt ins Herz?
  4. Warum stuft die Staatsanwaltschaft die Erschießung als Notwehr ein, obwohl aus den Zeugenaussagen keine eindeutige Gefahr für die Polizisten abzuleiten ist?
  5. Ist der Tod Dominiques durch die rassistische Grundeinstellung der Polizisten zu erklären?
  6. Bestärkt die Rückendeckung der Staatsanwaltschaft und der Gesetzgebung in allen Fällen von Polizeiübergriffen gegen MigrantInnen in Deutschland die Polizisten darin, weiterhin Menschen zu erschießen, sie bei Abschiebungen zu erwürgen, oder sie in Polizeizellen zu verbrennen?

Um alle Zweifel zu beseitigen und diese Fragen aufzuklären, fordern wir die Eröffnung eines Verfahrens gegen die Beteiligten!

Wir wollen die sofortige Eröffnung eines Prozesses, in dem die Schwester von Dominique als Nebenklage Gerechtigkeit erfährt.

Wir wollen einen fairen Prozess, in dem objektiv verhandelt wird. Wir können einen Prozess wie in Dessau im Fall des im Polizeigwahrsam gefesselt und lebendig verbrannten Flüchtlings Oury Jalloh nicht akzeptieren. Im Verlaufe dieses Prozesses, der seit dem 27. März 2007 nur aufgrund des öffentlichen Drucks eröffnet werden musste, haben wir nämlich erlebt, wie Beweise vernichtet oder konstruiert werden. Wir mussten es ertragen, dass die Staatsanwaltschaft unter allen möglichen Hypothesen jene mit der kleinsten Wahrscheinlichkeit für die Anklagen verwendete. Im Prozess selbst haben wir erlebt, dass der Richter eine der zentralen Fragen nach der Herkunft des konstruierten Feuerzeugs Made in Germany lässig beiseite wischt. Wir sind ständig Zeugen, wie Polizeibeamten jeglichen Rangs offensichtlich lügen und keine Konsequenzen befürchten müssen. Und wir sind Zeugen, wie im Gerichtsaal die Polizisten, Sicherheitsdienste und der Angeklagte einen NPD-Kandidaten mit Handschlag begrüßen. Wir sind der Meinung, dass ein offengeführter Prozess, der alles beleuchtet und die Verwicklungen von Teilen der Polizei mit der rechten Szene offenlegt, nur für das Wohl aller Menschen in dieser Gesellschaft sein kann. (Mehr Info über den Prozess in Dessau erhalten Sie auf http://initiativeouryjalloh.wordpress.com)

Daher rufen wir alle interessierte Menschen, die Presse und Vertreter der Menschenrechtsorganisationen auf, am 12. April nach Dortmund zu kommen, um die Anklage der Opfer zu hören und selbst zu urteilen.

Das Tribunal wird organisiert, getragen und unterstützt von einer Einheit verschiedener Organisationen und Netzwerken aufgelistet nach alphabetischer Reihenfolge:

AGIF Föderation der ArbeitsmigrantInnen aus der Türkei in Deutschland e.V.
ATIF Föderation der Arbeiter aus der Türkei in Deutschland
Initiative in Gedenken an Oury Jalloh
ICAD International Committee against Disappearances
Karawane für die Rechte der Flüchtlingen und MigrantInnen
KPD Bereich Dortmund
Plataforma - Platform der Flüchtlinge in Berlin
Rote Antifa Duisburg
The VOICE Refugee Forum
YAKEV Verein für Kulturarbeit Dortmund

Kontakt:
Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen
c/o AZ Wuppertal, Markomannenstr. 3, 42105 Wuppertal
Telefon: 0160 27 4244 4
E-Mail: wuppkarawane {ät] yahoo.de
Internet: http://thecaravan.org

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Der Kampf von Flüchtlingen braucht Geld!

Die Karawane ist maßgeblich auf Spenden angewiesen. Unsere Organisation besteht überwiegend aus Flüchtlingen, die (wenn überhaupt) nur über sehr geringe finanzielle Mittel verfügen. Aus diesem Grunde haben wir 2008 den „Förderverein Karawane e. V.” gegründet. Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt und kann deswegen auf Wunsch Spendenquittungen ausstellen, so dass sie steuerlich absetzbar sind. Wenn bei der Überweisung die Adresse mit angegeben wird, verschicken wir die Spendenbescheinigung automatisch spätestens am Anfang des Folgejahres.

Kontakt: foerderverein(at)thecaravan.org

Unsere Bankverbindung lautet:
Förderverein Karawane e.V.
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IBAN: DE28430609674030780800
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