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Demo in Saalfeld - Schliessung des Asylbwerberlagers Katzhütte!

Thursday, June 5, 2008 - 16:00 to 23:14
description:

Join us to Close the Katzhütte Refugee Barrack!
Demonstration am Donnerstag, den 5. Juni 2008 in Saalfeld
„Schließt euch uns an um die Baracken des Flüchtlingslagers in Katzhütte zu schließen!“
Flyer zum Download

Wir wollen in normalen Häusern wohnen und nicht in Baracken!
Die Deklaration der Flüchtlinge aus Katzhütte für die Schließung der Baracken

Wir wollen ein Bleiberecht!
Dezentrale Unterbringung aller Flüchtlinge in Ihrem Landkreis!!
Kein Kompromiss mit Abschiebungen und Residenzpflicht!!!

Demonstration am Donnerstag, den 5. Juni 2008 in Saalfeld
Solidarität der Flüchtlinge aus Thüringen für die Kämpfe in Katzhütte

Wir fordern die Schließung der Isolationlager!
Gegen jede Kontrolle und Kriminalisierung der Flüchtlinge
Werden wir tausend Mal aufstehen und protestieren...The VOICE Refugee Forum

Mit den Flüchtlingen solidarische Aktivisten werden aus dem gesamten Bundesgebiet eingeladen!

Für die Unterstützung unserer Kampagne gegen Isolationslager in Thüringen und Deutschland rufen wir euch zur Teilnahme und Spenden auf.

Schließt euch uns an!
Schließt die Baracken in Katzhütte!!

Kontakt für weitere Infos: The VOICE Refugee Forum Jena, http://www.thevoiceforum.org

Wer nicht so leben will wird abgeschoben

Sein Protest über die menschenunwürdigen Verhältnisse im thüringischen Flüchtlingslager Katzhütte soll dem palästinensischen Flüchtling Mohamed Sbaih zum Verhängnis werden:
Er soll nach Jordanien abgeschoben werden.

Ende Februar 2008 drang der Widerstand gegen die unmenschlichen Bedingungen im Flüchtlingslager Katzhütte das erstmals an die Öffentlichkeit. Die Flüchtlinge waren nicht mehr gewillt, die katastrophalen Zustände zu verschweigen und wandten sich mit einer Bitte um Solidarität an die Öffentlichkeit.

Die dabei bekannt werdenden Lebensbedingungen der rund 90 Flüchtlinge waren erschreckend:
Als Unterkunft dienten im Lager enge und von Schimmel befallene Baracken mit undichten Dächern. Die Flüchtlinge waren gezwungen, sogar im Winter 300 Meter zu den Sanitären Einrichtungen zurückzulegen, was besonders bei den Kindern zu regelmäßigen Erkrankungen führte. Die Lagerleitung ging sogar so weit, den Menschen von 17.00 bis 8.00 das warme Wasser abzudrehen und ihnen nach 16.00 Uhr die Nutzung der ohnehin viel zu kleine Gemeinschaftsküche zu verwehren.

Seit Anfang 2008 wurden zudem die ohnehin schon unter Hartz IV Niveau liegenden Sozialleistungen nur noch in Form von Gutscheinen ausgezahlt. Diese waren dann auch nur beim teuersten Lebensmittelhändler der Region einzulösen.

All dies ist umso unverständlicher, da im Umfeld des Lagers mehr als 100 Wohnungen freistehen und von den Flüchtlingen bewohnt werden könnten.

Seit sich die Flüchtlinge mit ihrer Situation an die Öffentlichkeit wandten und auf breite Unterstützung trafen versuchen die thüringischen Behörden mit Hilfe der Lagerleitung mehr und mehr den Widerstand durch rigoroses Vorgehen zu ersticken.

In den letzten Woche drohte der Konflikt mehrfach zu eskalieren und fand einen erschreckenden Höhepunkt, als die beiden Sprecher des Widerstandes, Mohamed Sbaih und Mustafa Sajren, am 6. Mai in zwei Lager im Süden bzw. im Norden Thüringens umverteilt.

Um die Aktivisten noch mehr unter Druck zu setzten und ihren Widerstand zu brechen sind die Behörden in den letzten Tagen sogar bis zum letzten gegangen und teilten Mohamed Sbaih am Montag den 19.05.2008 mit, dass er schon am folgenden Mittwoch von Flughafen Frankfurt/Main nach Jordanien abgeschoben werden sollte. Der gebürtige Palästinenser sollte in die Hauptstadt Amman abgeschoben werden, weil es in seinem Heimatland keinen Flughafen gibt. Von dort aus sollte sich er dann nach Ansicht der Behörden selbst Durch- und Einreisevisa besorgen und auf eigene Rechnung ins israelisch besetzt Westjordanland einreisen. Die deutschen Behörden drohten ihm im Falle seiner Widersetzung sogar eine Festnahme durch die jordanischen Behörden an.

Dem gegen die Abschiebung eingereichten Eilantrag wurde nur aus formellen Gründen stattgegeben, eine Entscheidung über die Rechtmäßigkeit der Abschiebung als solche steht noch aus.

Das bundesweite Netzwerk der Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen ruft alle Organisationen und Menschen auf, Solidarität mit Mohammed Sbaih und den Flüchtlingen in Katzhütte zu zeigen.

Wir fordern die thüringischen Behörden auf, die Abschiebeplanung sofort zu stoppen und endlich das unwürdige Barackenlager Katzhütte zu schließen.

Um diesen Forderungen Nachdruck zu verschaffen, bitten wir alle Menschen mit uns zu Demonstration für die sofortige Schließung des Barackenlagers Katzhütte am Donnerstag den 05.06.2008 in Saalfeld zu kommen.

Location:
Saalfeld, Marktplatz
Campaign: 

Der Kampf von Flüchtlingen braucht Geld!

Die Karawane ist maßgeblich auf Spenden angewiesen. Unsere Organisation besteht überwiegend aus Flüchtlingen, die (wenn überhaupt) nur über sehr geringe finanzielle Mittel verfügen. Aus diesem Grunde haben wir 2008 den „Förderverein Karawane e. V.” gegründet. Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt und kann deswegen auf Wunsch Spendenquittungen ausstellen, so dass sie steuerlich absetzbar sind. Wenn bei der Überweisung die Adresse mit angegeben wird, verschicken wir die Spendenbescheinigung automatisch spätestens am Anfang des Folgejahres.

Kontakt: foerderverein(at)thecaravan.org

Unsere Bankverbindung lautet:
Förderverein Karawane e.V.
Kontonummer
: 40 30 780 800
GLS Gemeinschaftsbank eG
BLZ: 430 609 67

IBAN: DE28430609674030780800
BIC: GENODEM1GLS

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