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Velbert: Übergangswohnheime machen krank - Bericht eines Delegationsbesuches

Artikel vom 6.5.2010 aus dem Westen:
Flüchtlingsheim : Katastrophaler Zustand

Artikel vom 21.10.2011 aus dem Westen:
Diese Häuser sind nicht bewohnbar

Bericht der Antifa-Gruppe aus Velbert
8. Mai 2010

Noch immer leben etliche Männer, Frauen und Kinder, die auf ihre Aufenthaltserlaubnis für Deutschland warten, oder hier nur geduldet sind, unter menschenunwürdigen Bedingungen in den halb zerfallenen Flüchtlingshäusern an der Talstraße in Velbert.

So muss man sich schon fragen was eigentlich die Rechte von Flüchtlingen sind, die aus Kriegs- oder Armutsgebieten kommen und bei uns Schutz verdient haben. Wir verurteilen die Bedingungen in den Sammelunterkünften und fordern zugleich, dass auch Asylbewerbern die Möglichkeit gegeben wird, sich selbst zu versorgen und in normalen Wohnungen zu leben. Die Unterbringung macht sie und ihre Familien krank. Da es nachts stets laut ist und das Zusammenleben auf engem Raum zu Konflikten führt leiden besonders Kranke, Ältere und Kinder unter den Wohnbedingungen.
In Zusammenarbeit mit der Wuppertaler „Karawane für die Rechte von Flüchtlingen und MigrantInnen“ haben Velberter Aktivisten nun auf dieses Elend aufmerksam machen wollen und zusammen mit Menschenrechtsaktivisten, einer Vertreterin der örtlichen Presse und Jungsozialisten und Mitgliedern der Linken die Heime besucht, denn Öffentlichkeit ist das wichtigste Mittel, um für Aufsehen und Bewegung zu sorgen.

Einige Bewohner, die schon länger in Kontakt mit uns standen und die wir bei Flüchtlingstreffen kennen gelernt haben, haben sich dazu bereit erklärt, uns zu empfangen und ihre Situation zu schildern. Bewohner hatten sich an die Karawane Wuppertal gewendet und das Leid erklärt. In einer ersten kleinen Begehung wurden vor einigen Wochen schon die Häuser besichtigt und Zerfall und Schimmelbefall dokumentiert. Als an die Öffentlichkeit drang, daß Aktivitäten vorbereitet werden, übermalte die Verwaltung den Schimmelbefall schnell mit weißer Farbe - der Schimmel drang jedoch erneut durch.

Laut Mitgliedern der Karawane seien die Velberter Flüchtlingsheime mit eine der baufälligsten und schlimmsten in ganz NRW. Laut der Karawane-Sprecherin wohnen in einem Trakt rund 50 alleinstehende Männer aller Nationalitäten, „oft zu dritt oder viert in einem Zimmer“. Hier stehen zwei Duschen im Kellerbereich zur Verfügung, die in einem nicht wirklich guten Zustand sind. In den weiteren Gebäuden lebten Familien und alleinstehende Frauen. Diese Häuser habe die „Karawane noch nicht von innen gesehen“. Aus Gesprächen wissen wir aber, daß in den Häusern Familien mit Kindern leben müssen, die schwerstkrank an Leukämie, Hepatitis C und vielen anderen - auch psychischen - Erkrankungen leiden.

Nachdem nun die Velbeter Presse aufmerksam gemacht wurde, versprach der Velberter Integrationsrat sowie der Pressesprecher der Stadtverwaltung Hilfe: „Wir wissen, dass wir etwas machen müssen“, so Hans-Joachim Blißenbach, Pressesprecher der Stadt Velbert. „Verwaltungsintern wird mit Hochdruck gearbeitet.“ Doch sei die Talstraße als Übergangsheim nicht allein zu sehen. Schließlich gebe es in der Gesamtstadt 20 Gebäude, in denen insgesamt 205 Menschen lebten. Blißenbach: „Es muss ein tragfähiges Gesamtkonzept erstellt werden.“

Eine für uns nicht tragbare und verlogene Aussage. Laut Bewohnern, die teilweise schon bis zu 8 Jahren in den Heimen leben, verspricht die Stadt bereits seit mindestens 6 Jahren, das etwas getan wird.

Auch ein Blick in das Berichtswesen der Verwaltung zeugt davon, dass seit über 3 Jahren "mit Hochdruck" an einem Konzept gearbeitet wird. Die letzte Vorlage 337/2007 wurde lt. Recherche-Ergebnis im Sozialausschuss am 04.09.2007 behandelt. Danach erfolgte nur noch lediglich ein mündlicher Bericht am 30.10.2007 - passiert ist bis dato nichts. In der Vorlage 399/2008 berichtete die Verwaltung im Sozialausschuss, dass das Konzept weiter verfolgt werde.. Dann herrschte bis 11/2009 (BZA-Mitte, mündlicher Bericht) tiefes Schweigen und von einem Konzept war in diesem Zusammenhang auch keine Rede mehr...

Solidarität muss praktisch werden!
Quelle: http://antifavelbert.wordpress.com

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