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Lager Meinersen/Gifhorn schließen! Briefkampagne

Liebe Freundinnen und Freunde,
sehr geehrte Damen und Herren,

Seit mehreren Monaten fordern die Flüchtlinge aus dem Lager in Meinersen eine Veränderung ihrer unerträglichen Wohn- und Lebenssituation. Mit einem offenen Brief und zwei Demonstrationen haben sie sich an die Öffentlichkeit gewandt, nach dem alle Versuche des direkten Gesprächs über den Leiden und den Gefährdungen in dem isolierten Lager an der Ignoranz der Behörden gescheitert sind.
Auch ihr Weg zum Bürgermeister der Samtgemeinde Meinersen und zur Landrätin des Landkreis Gifhorn eröffnete Ihnen keine Perspektive, da auch hier Ablehnung gegenüber ihren gerechtfertigten Forderungen gezeigt wurde.

Wir haben bei mehreren Besuchen die brutale Lage kennen gelernt und machen uns große Sorgen um die Gesundheit und die psychologische Stabilität der Menschen insbesondere der Kinder. Siehe Bericht

Für die Familien herrscht absoluter Notstand. Seit den Protesten hat sich nichts verbessert. Die Flüchtlinge haben erneut eine 21 Punkte lange Beschwerde an die Betreiberfirma K&S Dr. Kranz Sozialbau und Betreuung gegen den Leiter des Lagers Herrn Rüdiger Thiemann verfasst und fordern seine sofortige Entlassung.
Nur eine Familie ist seit Beginn der Proteste aus dem Lager gekommen. Dafür wurde wenige Tage später eine neue Familie mit zwei Kindern 12/14 Jahre alt gebracht. Hatte die vorherige Familie noch ein zweites kleines Zimmer, bekam die neue Familie dieses nicht. Zweiter Bericht

Es ist bitter und schmerzhaft - das Leben der Flüchtlinge im Lager Meinersen. Wir können ihren Schmerz und ihre Wut fühlen. Ihr Widerstand für ihr Leben und das ihrer Kinder muss Unterstützung erfahren.

Wir bitten Euch, die Forderungen der Flüchtlinge nach Auflösung des Lagers und zu einer normalen Wohnungsunterbringung mit einem Brief an die Landrätin des Landkreis Gifhorn Marion Lau und den Bürgermeister der Gemeinde Meinersen zu unterstützen.
Wer nicht die Zeit findet einen eigenen Brief zu formulieren, kann sich des untenstehenden Musterbriefs bedienen.

Danke - für Eure Menschlichkeit.
Deutschland, 03.Oktober 2010

Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen

Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen - Hamburg
c/o Internationales Zentrum B5, Brigittenstr. 5, 20359 Hamburg
Tel: 49-40-43 18 90 37, Fax: 49-40-43 18 90 38,
mail: free2move§nadir.org, mobil: 0151-50860091
www.thecaravan.org

Absender:

___________________

__________________

___________________

an:
Landrätin Marion Lau
Kreisverwaltung Gifhorn
Schlossplatz 1, 38518 Gifhorn
Tel: 05371 - 82 0
Marion.Lau@gifhorn.de

Bürgermeister Heinrich Wrede
der Gemeinde Meinersen
Tel. 05372 89-0
Fax. 05372 89-80
info@sg-meinersen.de

Sehr geehrte Frau Lau, sehr geehrter Herr Wrede,

ich habe über die Lage der Flüchtlinge in dem Lager am Wiesenweg hinter dem Gewerbegebiet Meinersen erfahren. Die erniedrigenden und krank machenden Bedingungen, denen die Menschen insbesondere die vielen Kinder unterworfen sind, sind durch nichts – auch nicht durch die Gesetze, hinter welchen manche sich verstecken mögen – zu rechtfertigen. Die Flüchtlinge sind aus dem gesellschaftlichen Schatten, in den sie der Landkreis Gifhorn abgeschoben hat, herausgetreten und haben ihre Forderungen formuliert.
Ich schließe mich diesen an und bekräftige an erster Stelle, die Forderung der umgehenden Auflösung des Lagers und die Unterbringung in Wohnungen.

Herr Bürgermeister, Sie präsentieren auf Ihrer Homepage die Samtgemeinde Meinersen als eine moderne, gastfreundliche Gemeinde. Sie fordern auf nicht abseits stehen zu bleiben und laden zur Teilnahme sozialen, kulturellen und sportlichen Leben in Meinersen ein. In ihrer Gemeinde werden Menschen ins abseits gezwungen. Herr Bürgermeister schließen Sie das Lager, so etwas gehört nicht zu einer modernen Gemeinde und noch weniger zu Gastfreundschaft. Machen Sie für die Zukunft – wenn die Menschlichkeit gesiegt hat - ein Museum daraus.

Frau Landrätin, Sie haben Ihre berufliche Laufbahn als Lehrerin begonnen. Sie hatten sich verpflichtet, alle Ihnen anvertrauten Kinder gleichermaßen verantwortungsvoll zu betreuen und zu unterrichten – heute haben Sie sich für die Sicherheit und das Wohlergehen der Menschen im Landkreis Gifhorn verpflichtet. Frau Landrätin, schließen Sie das Lager. Nehmen Sie ihre Verpflichtungen in Hinsicht auf das Leben aller Menschen im Landkreis Gifhorn wahr.

In anderen Landkreisen ist die Auflösung der Lager erfolgreich umgesetzt worden. Weder Sachzwänge noch gesetzliche Vorgaben existieren für die isolierte Kasernierung und die brutale Reglementierung. Es ist eine Frage des Anstands und des Menschenbilds.

Mit freundlichen Grüßen

_______________________ ____________________
Unterschrift Datum

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