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Paketboykott wandert von München nach Landsberg

Der Protest, der mit dem Boykott der Essenspakete in einem Münchner Flüchtlingslager begonnen hatte, ist nach Landsberg gewandert. Bewohnerinnen und Bewohner des Flüchtlingslagers in Landsberg am Lech wehren sich seit letzter Woche mit einem Boykott der Essenspakete gegen die Versorgung mit Sachleistungen. Am Donnerstag, 14. Juli fand eine Protestkundgebung mit ca. 100 BewohnerInnen vor dem Eingang des Lagers statt.

In Landsberg leben mehr als 500 Flüchtlinge aus verschiedenen Ländern. Der Alltag bringt für die Flüchtlinge in Landsberg, wie anderswo in Bayern, schwere Probleme mit sich: Sie sind in einem Sammellager untergebracht, ihre Bewegungsfreiheit wird eingeschränkt, ihnen wird das Recht auf Arbeit verweigert und die Leute sehen sich häufigen Schikanen durch die Ausländerbe-hörde ausgesetzt. Am Ende ihres Asylverfahrens steht für viele die gewaltsame Abschiebung oder der unsichere Zustand der Duldung.

Ein unerträglicher Zustand ist die Versorgung der Flüchtlinge mit Essenspaketen: In Bayern müssen AsylbewerberInnen mit Lebensmittelpaketen und 40 Euro Taschengeld überleben. Diese Lebensmittelpakete bestehen aus willkürlich zusammengewürfelten Nahrungsmitteln, deren Wert offiziell mit 132 Euro monatlich pro Erwachsenen angegeben wird. Die Lebensmittel sind aber von geringer Qualität und entsprechen in keinster Weise den unterschiedlichen individuellen und kultu-rellen Bedürfnissen der Leute. Oftmals sind Lebensmittel in den Paketen, die kurz vor dem Verfallsdatum stehen. Ohne zusätzliche Einkäufe geht es nicht, obwohl die 40 Euro Taschengeld so-wieso kaum ausreichen, um zum Beispiel Medikamente, Fahrkarten oder Kinderspielzeug zu kaufen. Familien mit Kindern oder die vielen Flüchtlinge mit gesundheitlichen Problemen oder chroni-schen Krankheiten sind besonders davon betroffen.

Vor allem aber wird den Menschen mit der Vergabe von Sachleistungen das Recht auf Selbstbe-stimmung genommen. Die Bewohnerinnen und Bewohner im Lager in Landsberg am Lech haben sich entschlossen, sich gegen diese staatliche Bevormundung zu wehren und ab Donnerstag, 14. Juli die Annahme der Essenspakete zu boykottieren. Zur Protestkundgebung vor dem Haupteingang des Lagers hatten aufgerufen:

Versammlung der Flüchtlinge aus Landsberg.
Democratic Harmony /Landsberg.
Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen.

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Der Kampf von Flüchtlingen braucht Geld!

Die Karawane ist maßgeblich auf Spenden angewiesen. Unsere Organisation besteht überwiegend aus Flüchtlingen, die (wenn überhaupt) nur über sehr geringe finanzielle Mittel verfügen. Aus diesem Grunde haben wir 2008 den „Förderverein Karawane e. V.” gegründet. Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt und kann deswegen auf Wunsch Spendenquittungen ausstellen, so dass sie steuerlich absetzbar sind. Wenn bei der Überweisung die Adresse mit angegeben wird, verschicken wir die Spendenbescheinigung automatisch spätestens am Anfang des Folgejahres.

Kontakt: foerderverein(at)thecaravan.org

Unsere Bankverbindung lautet:
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