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Suizidversuch in der Landesaufnahmebehörde Bramsche - Proteste von Flüchtlingen

Pressemitteilung 29.6.2012 (PDF-Version)
No Lager Osnabrück, Studentische Initiative Begegnungsgruppe LAB
und Rat der Flüchtlinge des Lagers Bramsche Hesepe

Suizidversuch in der Landesaufnahmebehörde Bramsche

BewohnerInnen kündigen neue Proteste an

Vahid Firooz nach seinem Suizid im Lager Bramsche

Am letzten Sonntag, den 24. Juni 2012, versuchte der 24jährige afghanische Flüchtling Vahid Firouz sich in der Landesaufnahmebehörde Bramsche-Hespe das Leben zu nehmen. Seitdem befindet er sich im Ameos-Klinikum, Knollstraße 31, in Osnabrück.

Nachdem es bereits am Dienstag, den 26. Juni, zu spontanen Protesten im Flüchtlingslager gekommen war, kündigen die BewohnerInnen des Lagers für kommenden Dienstag, den 3. Juli 2012, ab 11 Uhr eine weitere Kundgebung bei der Landesaufnahmebehörde an, wo auch Freunde von Herrn Firouz über die unerträglichen Lebensumstände in der Einrichtung sprechen wollen. VertreterInnen der medialen Öffentlichkeit sind herzlich zur Kundgebung und zu einem anschließenden Pressegespräch eingeladen.

Kontakt zu Vahid Firouz:

Da Herr Firouz weder deutsch noch englisch spricht sind Interviews nur mit Hilfe seines Dolmetschers Ahmed H. möglich. Dieser ist zu erreichen unter der Telefonnummer: 0157-36181468. Da Herr Firouz sich in einer geschlossenen Einrichtung befindet, sind Besuche zumindest seinem Dolmetscher anzukündigen.

Hintergrund:

Vor 14 Monaten musste Vahid Firouz seine Heimatstadt Herat, wie er sagt aufgrund der Bedrohung durch Vertreter des örtlichen Mullahregimes, verlassen und sich auf die Flucht begeben. Sein Vater starb in Afghanistan in Haft an einem Herzinfarkt, zu seiner Mutter hat er keinen Kontakt mehr. Seit 10 Monaten lebt er in der Landesaufnahmebehörde Bramsche-Hesepe. Nachdem sein Asylgesuch vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) bereits zwei mal abgelehnt wurde - was Herrn Firouz zufolge auch auf schlechte Dolmetscher zurückzuführen ist, die als Iraner dem Afghanischen nicht mächtig sind – verletzte er sich aus Verzweiflung am 24. Juni selbst an den Pulsadern. Bei einem Gespräch im Krankenhaus beklagt er, ebenso wie die in seinem Namen protestierenden Flüchtlinge, die Unterbringungsbedingungen in der LAB Bramsche-Hesepe, die von schlechtem Essen, Isolierung und mangelhafter medizinischer Versorgung bestimmt sind. „Einmal musste ich zwei Monate auf einen Arztbesuch warten“ berichtet Vahid Firouz.
Proteste im Lager gibt es praktisch seit dessen Inbetriebnahme im Jahr 2000. Erst letzten Herbst kam es mehrmals zu spontanen Demonstrationen im Lager, mit denen die Flüchtlinge auf ihre menschenunwürdige Behandlung aufmerksam machen wollen. Angesichts des traurigen Falles von Herrn Vahid Firouz ist nicht damit zu rechnen, dass die Proteste abreißen und die Unruhe im Lager sich legen wird.

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