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Wo Unterdrückung herrscht, gibt es auch Widerstand

Karawane für die Rechte von Flüchtlingen und Migrant_innen
http://thevoiceforum.org/node/2702

BREAK ISOLATION - Flüchtlingssommercamp 2012
Kontakt: refugeecamp2012@riseup.net,
Telefon: 0174 8474694

Erfurt, 28.08.2012

Mit dem Bewusstsein über diese Realität stellt die KARAWANE ihre Kampferfahrung Flüchtlingen und MigrantInnen zur Verfügung. Keiner dieser Kämpfe, vor allem der Kampf der unterdrückten Massen, kann ohne diese Erfahrungen, die in der Geschichte des Widerstandes von vielen bereits gefallenen Aktivistinnen und Aktivisten erreicht wurde, erfolgreich sein. Es ist auch eine Realität, dass man ohne kollektive Arbeit und ohne große Anstrengungen diese Erfahrungen nicht weitergeben kann.

Einige aktive erfahrene Freundinnen und Freunde des KARAWANE Netzwerks haben, während des permanenten Kampfes gegen Ungerechtigkeit, die Energie aufgebracht, diese Erfahrungen zu formulieren und transparent zu machen.

Unser Slogan „Wir sind hier, weil ihr unsere Länder zerstört“ entstand nicht so, dass ein Flüchtling an einem sonnigen Tag aufwachte und dieser Slogan vom Himmel fiel. Der Slogan entstand aus intensiver Arbeit, vielen Analysen und Reflexionen. Er ist eine der wichtigsten Waffen, die Flüchtlingen zur Verfügung gestellt wurde. Deswegen ist es für jede Aktivistin und jeden Aktivisten wichtig, die Bedeutung dieses Inhalts zu reflektieren und die richtige Vorgehensweise aus diesen Inhalten abzuleiten. Jeder Kampf wird durch eine bestimmte Führung nach vorne gebracht, dabei geht es nicht darum, ob eine Führung existiert, sondern welcher Art sie ist.

Der Widerstand von Flüchtlingen kann sich allein gegen die eigene Unterdrückung richten. Diese Kämpfe sind gerecht, aber sie bringen keine wirkliche Veränderung der Unterdrückungsverhältnisse. Für die Überwindung des Unrechts muss man für eine bessere und gerechte Gesellschaft kämpfen. In der aktuellen Weltlage sind alle Länder aneinander gebunden, dass heißt, dass das Schicksal jeder Gesellschaft eines einzelnen Landes abhängig von den globalen Gesellschaftsverhältnissen ist. Beim Kampf für die Verbesserung der Lage der Flüchtlinge hier in Deutschland, darf nicht die Lage der Flüchtlinge in anderen Ländern vor allem in den dominierten Ländern, wo sich der größten Teil der weltweiten Flüchtlingsmassen befindet, unreflektiert bleiben. 80% der weltweiten Flüchtlinge kommen aus Ländern diesen dominierten Ländern, der sogenannten Dritten Welt.

Wie kann man in Deutschland gegen den rassistischen Staat kämpfen aber zum Beispiel über rassistische Handlungen des iranischen Staates gegen die afghanische Bevölkerung schweigen.

Besser ist, wenn jeder Flüchtling, egal wo er herkommt, neben unseren Leitslogan, auch den Slogan für den Untergang der herrschenden Regime in seinem Herkunftsland mit sich tragen. So kann eine Einheit zwischen der Bevölkerung dort und den Flüchtlingen hier hergestellt werden. Dieses erzeugt Solidarität und bringt große Kraft gegen das imperialistische Deutschland und seine Verbündeten.

Lang lebe die Internationale Solidarität

Sommercamp Koordinationsnetzwerk:
Karawane Netzwerk und Flüchtlingsinitiativen in Thüringen, Wuppertal, Hamburg, Berlin, Stuttgart, Möhlau, Hannover, Augsburg und Würzburg.

Kontakt: The VOICE Refugee Forum, Schillergaesschen 5, 07745 Jena, Tel.: ++49 (0) 176 24568988, Email: thevoiceforum@gmx.de

http://thecaravan.org ; http://thevoiceforum.org ; http://breakisolation.blogsport.de

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