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Flughafen Halle/Leipzig: Drehkreuz für Abschiebungen nach Belgrad

Mit einem gesonderten Charterflug wurde am 26. Januar 2016 eine größere Gruppe von Menschen nach Serbien abgeschoben. Mindestens drei große Reisebusse und eine Vielzahl an Einsatzwägen der Polizei fuhren am Flughafen Halle/Leipzig vor, um abgeschirmt von der Öffentlichkeit die Menschen zu einer Maschine von airberlin zu bringen. Über die genaue Zahl der Abgeschobenen und ihren letzten Wohnort liegen noch keine genauen Kenntnisse vor. Bekannt ist bisher, dass Menschen aus Magdeburg und dem Landkreis Harz von der heutigen sogenannten Rückführung betroffen waren.

Unter den Abgeschobenen befindet sich auch eine fünfköpfige Familie, deren Fall momentan noch der Härtefallkommission in Sachsen-Anhalt zur Entscheidung vorliegt. Die Härtefallkommission hatte sich dieses Falles unter anderem angenommen, da in der Familie zwei kranke Kinder sind, von welchem eines bis vor Kurzem im Krankenhaus lag. Desweiteren tanzen zwei der Kinder in einer Tanzgruppe, welche im Jahr 2014 den Integrationspreis des Landes Sachsen-Anhalt erhalten hat.
„Die Härtefallkommission ist dafür da um zu prüfen, ob eine Abschiebung „unerträgliche Härte“ bedeuten würde. Wenn ein Fall es schon in diese Kommission reingeschafft hat und trotzdem eine Familie früh morgens aus dem Bett geholt und in die Perspektivlosigkeit abgeschoben wird, dann
stellt das für mich eine neue Qualität in der Missachtung der Betrachtung von Asyl als Einzelfall dar“, so eine Aktivistin des Antirassistischen Netzwerk Sachsen-Anhalt.

Bereits in der vergangenen Woche, am 19. Januar 2016 fand eine Sammelabschiebung vom selbigen Flughafen statt. Dabei kam es in den frühen Morgenstunden in Halle/Saale in der Sammelunterkunft in Halle-Silberhöhe zu einem Schwerverletzten als die Polizei mit Gewalt in das Zimmer eines Mannes aus dem Kosovo eindrang. Der Mann sprang aus Panik aus dem Fenster und liegt nun mit schweren Knochenbrüchen im Krankenhaus.

Der Flughafen Halle/Leipzig hat sich in den letzten Wochen immer mehr zum Drehkreuz für große Abschiebungen aus den Bundesländern Thüringen, Sachsen und Sachen-Anhalt etabliert. Pläne der Landesregierung Thüringens am Flughafen Erfurt/Weimar ebenfalls vermehrt Abschiebungen durchzuführen, wurden bereits vergangenen Herbst revidiert. So ist zu erwarten, dass in den nächsten Wochen und
Monaten die Abschiebemaschienerie mit Hilfe von Bundespolizei und der Fluggesellschaft airberlin vom Flughafen zwischen Halle und Leipzig weiter laufen wird.

Antirassistisches Netzwerk Sachsen-Anhalt, 26. Januar 2016
http://antiranetlsa.blogsport.de/2016/01/26/flughafen-hallele-abschiebun...

Ein paar Eindrücke vom Flughafen:


Einfahrt zum abgschirmten Terminal.


Abgeparkte leere Busse nachdem sie die Menschen, die abgeschoben werden sollen in den Terminalbereich gebracht haben.


Flug AB 9734 nach Belgrad um 12 Uhr. Ein Gate wurde nicht angezeigt.

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