Seit 25 Jahren verteidigen wir uns gegen die Angriffe auf unser Leben. Seit 25 Jahren organisieren wir Solidarität von unten jenseits von jeglichen staatlichen Strukturen, den bürgerlichen Parteien der Bundesrepublik oder wohlgemeinten Helferinnen. Zahlreiche Schwestern und Brüder haben wir verloren. Sie wurden in Polizeizellen, in ihren Wohnungen oder auf den Straßen durch die Polizei ermordet, sie wurden erniedrigt oder ertränkt an den Außengrenzen Europas. Wir haben unsere Familien und Freundinnen verloren in den Ländern, die wir verlassen mussten. Weitere Kriege sind uns aufgezwungen worden durch Lügen und Manipulation. Familienmitglieder haben uns verlassen, weil die herrschende Ordnung der Welt ihnen keine Chance auf Leben lässt. Doch trotzdem sind wir noch da, obwohl uns der raue kalte Wind in Zentraleuropa seither disziplinieren und lehren will, was richtig oder falsch sei.
Am 1. November 2022, ein Jahr nach dem Tod von Georgios Zantiotis im Wuppertaler Polizeigewahrsam, versammelten sich neben Familie und Freundinnen von Georgios über 100 Menschen am Wupperfelder Markt in Wuppertal Oberbarmen. Sie demonstrierten ihre Wut über den Verlust von Georgios Zantioti und zogen Verbindungen und Parallelen zu anderen Opfern von Polizeibrutalität.
Ich möchte zunächst zum Ausdruck bringen, wie ich mich ein Jahr später fühle, und mir ist klar, dass ich nicht in Worte fassen kann, wie ich mich fühle oder wie sehr es unser Leben verändert hat. Vor allem die Trauer und die Traurigkeit, die sich auch nach einem Jahr noch nicht gelegt hat und auch bis zu unserem Ende nicht verschwinden wird.
Unsere Forderungen lauten Gerechtigkeit, Gerechtigkeit und Gerechtigkeit. Wir werden nicht aufhören, nach den Mördern von unserem Sohn zu fragen. Wir benutzen das Wort Mörder, weil Menschen Amed getötet oder seinen Tod verursacht haben.“ Malek und Fadila Ahmad im Oktober 2018
Gedenkveranstaltung für Amed Ahmad
13. Oktober 2022 | 18 Uhr | Bonn - Münsterplatz
Am 29. September 2022 jährt sich zum vierten Mal der Todestag von Amed Ahmad. Bis heute wissen wir nicht, warum Amed Ahmad festgenommen und über zwei Monate seiner Freiheit beraubt wurde, schließlich verbrennen und im Anschluss sterben musste. Die Familie von Amed Ahmad muss nicht nur den Verlust ihres Sohnes ertragen, sondern auch im Nachhinein ertragen, wie in einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss Nebensächlichkeiten die Diskussionen und den Bericht dominierten. Die Mutter und der Vater von Amed Ahmad und wir fragen uns weiterhin, warum Amed Ahmad nicht mehr bei uns weilt. Die scheinheiligen Untersuchungen im parlamentarischen Untersuchungsausschuss gaben keine Antworten auf unsere Fragen. Sie stärkten eher unsere Zweifel, dass es nicht nur eine Kette von Fehlern und Versagen waren, die zu Ameds Tod führten.
Seit einem Jahr gefährdet die Pandemie das Leben und die Existenz aller Menschen. Jedoch ist das Leben aller Menschen nicht in gleicher Weise und gleichermaßen erschwert. Tagtäglich geht die Schere zwischen Armen und Reichen auseinander. Die Regierungen interessieren sich nur für die riesigen Firmen.
In diesem Blog könnt ihr zukünftig alle Ausgaben der Zeitung der KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen "The Voice of Refugees and Migrants" herunterladen.
Demo | 25.04.2023 in Bitterfeld-Wolfen | 14h vor dem Bahnhof
Sehr geehrte Pressevertreter:innen,
schon seit längerem werden insbesondere die Ausländerbehörden in Sachsen-Anhalt stark kritisiert. Sie arbeiten langsam, ineffektiv und intransparent, ihre Entscheidungen sind häufig nicht nachvollziehbar und von Willkür geprägt. Das erschwert die ohnehin schon teils sehr instabile Situation von uns Migrant:innen und geflüchteten Menschen. Es ist uns unter diesen Umständen kaum möglich ein Teil dieser Gesellschaft zu werden, was zu weiteren Ressentiments uns gegenüber führt.
Eine gemeinsame Pressemitteilung von The VOICE Refugee Forum, der KARAWANE für die Rechte von Flüchtlingen und MigrantInnen (Berlin) und Peer Exchange of African Communities for Empowerment (PEACE), Deutschland.
DIE ERSTE RASSISMUS-KLAGE DES LADG GEGEN DIE AUSLÄNDERBEHÖRDE BERLIN WURDE VON EINER WEIßEN RICHTERIN (FRAU LEMKE) ABGEWIESEN.
Offener Brief von Flüchtlingsaktivisten aus Bitterfeld-Wolfen an das Ausländerbehörde und Sozialamt - Wir fordern ein Treffen mit den zuständigen Behörden, um unsere Misshandlungen und Diskriminierungen vorzubringen.
Wir sind sehr engagiert in diesem Kampf, um das zu bekommen, was wir für unser Recht halten. Heute sind wir mehr als 50 Personen.
Seit unserer Ankunft als Schutzsuchende sind wir nicht ernst genommen worden. Unser Leben wurde als wertlos angesehen. Man hat uns zu lange zum Schweigen gebracht, jetzt ist es an der Zeit, dass wir uns Gehör verschaffen.
Die Karawane ist maßgeblich auf Spenden angewiesen. Unsere Organisation besteht überwiegend aus Flüchtlingen, die (wenn überhaupt) nur über sehr geringe finanzielle Mittel verfügen. Aus diesem Grunde haben wir 2008 den „Förderverein Karawane e. V.” gegründet. Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt und kann deswegen auf Wunsch Spendenquittungen ausstellen, so dass sie steuerlich absetzbar sind. Wenn bei der Überweisung die Adresse mit angegeben wird, verschicken wir die Spendenbescheinigung automatisch spätestens am Anfang des Folgejahres.