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Tribunal und Demonstration in Gedenken an Dominique Koumadio

Saturday, April 12, 2008 - 13:00 to 22:00
description:

BREAK THE SILENCE

Programm des Tribunals

download: Aufruf deutsch, appel francais, cagri türkce, call english

An alle, die nicht wollen, dass unsere Kinder, unsere Brüder und Schwestern, unsere Freundinnen und Freunde ständig von der Polizei kontrolliert, schikaniert, getreten und erniedrigt werden, weil sie schwarze Haare oder Haut haben.

An alle, die nicht wollen, dass unsere Schwestern und Brüder, Freundinnen und Freunde ständig in der Angst leben müssen, in Polizeigewahrsam misshandelt oder getötet zu werden.

An alle, die nicht wollen, dass unsere Brüdern und Schwestern in Abschiebehaft oder bei Abschiebungen erniedrigt, misshandelt oder sterben müssen.

An alle, die nicht wollen, dass unsere Brüder und Schwestern, Freundinnen und Freunde unter Besatzungen, bei Militäreinsätzen, durch Bomben- oder Kugelhagel sterben müssen.

An, alle die nicht wollen, dass Menschen durch Hunger und Armut sterben müssen.

An alle, die nicht wollen, dass unsere Kinder, unsere Brüder und Schwestern, unsere Eltern durch die Hartz-IV-Angriffe in die Armut und ins Elend getrieben werden.

An alle, die nicht wollen, dass Sondergesetze unsere Grundrechte auf Bewegungsfreiheit, politischer Betätigung, freie Wahl des Wohnortes einschränken.

An alle, die andere Menschen suchen, die nicht schweigen zum Unrecht.
An alle, die nicht wollen, dass unsere Kinder auf der Strasse von Neonazis oder Polizisten gejagt werden.

Kommt am 12. April 2008 nach Dortmund

Auf der Anklagebank sitzt die Regierung. Ankläger sind die Familien, Freundinnen und Freunde, Schwestern und Brüder der Opfer rassistischer Polizeibrutalität.

Auf der Anklagebank sitzt die aggressive Außenpolitik der Regierung. Ankläger sind die Opfer von Kriegen und Zerstörung.

Auf der Anklagebank sitzt die HARTZ-IV-Politik der Regierung. Ankläger sind die von Ausbeutung und Unterdrückung betroffenen Menschen.

Unser aller Ziel:
eine Gesellschaft frei von Rassismus,
Ausbeutung, Kriege und Unterdrückung

Unsere Waffe: Respekt und uneingeschränkte Solidarität

Tribunal in Gedenken an Dominique Koumadio
und Oury Jalloh und alle anderen Opfer der Staatsgewalt
13:00 uhr Tribunal - 18:00 uhr Demo
Katharinenstrasse, gegenüber vom HBF Dortmund

cagri türkce

Hintergrundinfo:
'Dominique_sw' von mazdak
Dominique Koumadio,
ein Jugendlicher zieht bei einem Gespräch mit einem ihm bekannten Kioskbesitzer das Messer. Die Polizei wird gerufen. Als sie eintrifft, ist keine direkte Gefahr zu erkennen. Die Polizisten steigen laut Zeugenaussagen mit gezogenen Pistolen aus dem Auto. Die Polizisten fordern ihn auf, das Messer wegzuwerfen. Dominique kommt dem nicht nach. Zwischen ihm und den Polizisten ist einige Meter Abstand. Ein Polizist schießt zwei Mal. Eine Kugel trifft Dominique am Bein, die andere geht ins Herz. Dominique stirbt. Die Staatsanwaltschaft stuft die Handlung der Polizisten als Notwehr ein und schließt die Akte.

Dominique Koumadio ist eines von vielen Opfern, das durch die Polizei starb. Halim Dener, John Achidi, Oury Jalloh, Maryama Sar, Layé Kondé und Dimitri Nikolov und viele andere starben ebenfalls durch Schüsse von Polizeibeamten oder durch die Folgen von Polizeiübergriffen.

Alle Übergriffe und die Fortführung der Verbrechen durch staatliche Institutionen sind nur in einer Gesellschaft und in einer Welt möglich, in der ein Teil der Menschen leben darf und ein anderer nicht. In einer Gesellschaft, in der koloniale Strukturen weitergeführt werden, in der Ausbeutung und Konkurrenz menschliche Beziehungen definieren.

+ + + + + P R O G R A M M + + + + +

TRIBUNAL IN GEDENKEN AN DOMINIQUE KOUMADIO
Oury Jalloh und alle anderen Opfer rassistischer Staatsgewalt

Ort: Katharinenstrasse, gegenüber vom HBF Dortmund
Beginn: Tribunal 13:00 Uhr - Demonstration 18:00 Uhr

13:00 Uhr
Eröffnung

13:30 Uhr
I Anklage der Opfer von Kriegen und Zerstörung

II Anklage der Familien, Freundinnen und Freunde von Opfer rassistischer Staatsgewalt und der Gemeinschaft der Flüchtlinge und MigrantInnen

14:00 Uhr
Anklage der HipHop-Gemeinschaft aus Dortmund
+ Anklage der Familie, Freundinnen und Freunde von Dominique Koumadio und der kongolesischen und angolanischen Gemeinschaft aus Dortmund
+ Anklage der Musikfreunde von Dominique, HipHop aus Wuppertal

15:00 Uhr
Anklage der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh (initiativeouryjalloh.wordpress.com) und der Freunde von Oury Jalloh, zur Flucht gezwungen, Asyl verweigert, misshandelt, gefesselt, und am lebendigen Leibe verbrannt am 5. Januar 2005

15:30 Uhr
internationale Musik aus Kurdistan, Hamburg und Wuppertal

16:00 Uhr
Anklage der Freunde von Mohammad Sillah gestorben in Remscheid am 14. Januar 2007, nachdem ihm der Krankenschein verweigert wurde.

16:15 Uhr
Anklage der Gemeinschaft wegen John Achidi (19 Jahre), getötet durch Polizisten, einer Ärztin und Uni-Professorin bei der Zwangsverabreichung
von Brechmitteln am 9. Dezember 2001 bei der Zwangsverabreichung von Brechmitteln.

16:30 Uhr
Tod bei der Abschiebung, Anklage der Flüchtlinge im Falle Ameer Agheeb (http://www.aamirageeb.de), erstickt bei der Abschiebung durch BGS-Beamten am 28. Mai 1999 in einer vollbesetzten Passagiermaschine der Lufthansa nach Khartum.

16:45 Uhr
Jericho Walls - Raggae-Musik aus Dortmund

17:30 Uhr
III Anklage der Opfer der Hartz-IV-Angriffe

17:45 Uhr
Abschlusserklärung

18:00 Uhr
Demonstration in Gedenken an Dominique Koumadio

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Location:
Katharinenstrasse gegenüber vom Dortmunder Hauptbahnhof
Local group: 

Der Kampf von Flüchtlingen braucht Geld!

Die Karawane ist maßgeblich auf Spenden angewiesen. Unsere Organisation besteht überwiegend aus Flüchtlingen, die (wenn überhaupt) nur über sehr geringe finanzielle Mittel verfügen. Aus diesem Grunde haben wir 2008 den „Förderverein Karawane e. V.” gegründet. Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt und kann deswegen auf Wunsch Spendenquittungen ausstellen, so dass sie steuerlich absetzbar sind. Wenn bei der Überweisung die Adresse mit angegeben wird, verschicken wir die Spendenbescheinigung automatisch spätestens am Anfang des Folgejahres.

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