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Erklärung zur Asylablehung gegen Engin Celik

An die Öffentlichkeit, die Landesregierung Schleswig-Holstein, die Bundesregierung

Der kurdische Künstler und Oppositionelle, Engin Celik,
ist in der Türkei verfolgt und in Deutschland kriminalisiert.

Wir fordern:
Asyl für Engin Celik!

Wir, TeilnehmerInnen und Teilnehmer der Informationsveranstaltung zur Lage in der Türkei am 20. April 2007 in den Räumen der GWA St.Pauli Süd e.V., sind informiert über die Menschenrechtslage in der Türkei und über die sehr massiven Repressionen gegen die linke und demokratische Opposition sowie gegen die kurdische Bevölkerung. Wir haben die Haltung Herrn Celiks zum türkischen Staat kennen gelernt und wissen von seinem Engagement zur Stärkung der revolutionären und demokratischen Kräfte.
Wir haben auch die negativen Entscheidungen über sein Asylgesuch zur Kenntnis genommen.

Wir kritisieren diese entschieden:
sowohl bezüglich der verharmlosenden und verfälschten Darstellung der politischen Situation in der Türkei als auch bezüglich der diskriminierenden und fehlinterpretierenden Darstellung der politisch-kulturellen Arbeit und der weltanschaulichen Überzeugung Herrn Celiks.

Wir appellieren an die Öffentlichkeit, an all diejenigen, die sich selbst im anderen sehen, kompromißlos für Herrn Celiks Recht auf Asyl und gegen Abschiebungen zu kämpfen.

Wir fordern von der Landesregierung Schleswig-Holsteins sowie von der Bundesregierung, die verschiedensten Formen der Hilfeleistungen für den türkischen Staat bei der Verfolgung und Unterdrückung der revolutionären und demokratischen Kräfte einzustellen. Die Verweigerung des Asylrechts für Herrn Celik und für andere politische Flüchtlinge aus der Türkei und Kurdistan ebenso wie die wiederholten Akte der Auslieferungshaft von Exilanten sind Taten schweren Unrechts. Dies gilt auch, wenn die Taten durch Gesetze legalisiert werden.

Asylrecht ist Menschenrecht und kein Privileg!

Einstimmig verabschiedet von den TeilnehmerInnen der oben genannten Veranstaltung sowie VertreterInnen der Karawane, ADHK, agif, atif, S.P.I.
verbreitet und übersandt durch:
Koordinationskreis „Asyl für Engin Celik“
c/o Internationales Zentrum B5
Brigittenstrasse 5, 20359 Hamburg
Tel: 040-43 18 90 37, Fax: 040-43 18 90 38