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re/visionen. Buchvorstellung und AutorInnengespräch über Community und politische Selbstorganisationen

Monday, September 10, 2007 - 21:00 to 23:11
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re/visionen. Postkoloniale Perspektiven von People of Color auf Rassismus, Kulturpolitik und Widerstand in Deutschland

Buchvorstellung und AutorInnengespräch über Community und politische Selbstorganisationen mit Ekpenyong Ani (ADEFRA - Schwarze deutsche Frauen/Schwarze Frauen in Deutschland), Sun-ju Choi (Koreanische Frauengruppe), Gaston Ebua (The Voice
Refugee Forum), Isidora Randjelovic (Bashe Rroma) und Kien Nghi Ha

b_books, Lübbener Str. 14, 10997 Berlin-Kreuzberg, Metro: Schlesisches Tor am Montag, den 10.9.2007 und 21 Uhr

Mit re/visionen erscheint im deutschsprachigen Raum erstmals ein Buch, das ausnahmslos Stimmen von People of Color versammelt. Entsprechend stehen hier die vielfältigen Perspektiven von Afro, Asiatisch- und anderen Schwarzen
Deutschen sowie von Menschen mit außereuropäischen Flucht- und
Migrationshintergründen im Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit. Diese konzeptionelle Grundlegung ist zentral, um uns auf den Zusammenhang zwischen rassifizierten Subjektpositionen und kritische Wissensproduktion zu konzentrieren.
In den 1960er Jahren erhielt der Begriff "People of Color" in den USA - beeinflusst durch die weltweiten Befreiungskämpfe anti-kolonialer Revolutionär/-innen - neue politische Impulse. Inspiriert durch die Anfangserfolge der Black Panther zielten diese radikalen Bewegungen auf Selbstbehauptung und interkommunale Ansätze für die politische Zusammenarbeit. Aufbauend auf diese Erfahrungen wurde People of Color zu
einer gemeinsamen Selbstbezeichnung, die Solidarität unter allen rassistisch Diskriminierten herstellt und quer zur rassistischen Politik des Teilens und Herrschens verläuft.
Dieses Buch knüpft insoweit an diese historischen Kämpfe und ihre Subjektperspektive an, in dem wir die Erfahrungen und das Wissen von People of Color als vielschichtigen Ausgangsrahmen für eine breitangelegte Auseinandersetzung mit vernachlässigten Themen begreifen. In vier Kapiteln mit 40 Beiträgen kommen Theoretiker/-innen, Aktivist/-innen und
Kulturarbeiter/-innen zu Wort. Sie eröffnen einen gemeinsamen
Diskussionsraum für postkoloniale Denkansätze und suchen nach Möglichkeiten der Übersetzung wie Weiterentwicklung.
Während im ersten Kapitel aktuelle Analysen zu Rassismus, anti-islamischer Kopftuch-Hysterie sowie dem ausgrenzenden Migrations- und Integrationsregime mit seinen kolonial-rassistischen Hintergründen im Vordergrund stehen, wird im zweiten Teil der Macht zur Konstruktion und Produktion kultureller Selbst- wie Fremdbilder nachgegangen. Die anschließenden Beiträge erörtern die Bedeutungen antirassistischer Kulturpolitik und werfen Fragen nach einer
Kunst der kollektiven Selbstbestimmung auf. Abschließend werden unter anderem durch Gespräche mit ADEFRA und The VOICE sowie durch Beiträge der Koreanischen Frauengruppe und Karawane (München) das Verhältnis zwischen Widerstand, Individuum und Community thematisiert und durch eine Diskussion mit einem Mitglied von Kanak Attak partiell dokumentiert.
Um der hier vertretenen Diversität in ihren verschiedenen Ausdrucksformen gerecht zu werden, arbeiten wir nicht nur mit wissenschaftlichen Analysen und politischen Essays, sondern auch mit Interviews, literarischen Textformen, Kurzportraits, Geschichtssplittern und Comics. Durch diese unterschiedlichen Zugänge und Wahrnehmungsebenen entsteht ein komplexes Bild, das nicht abgeschlossen, vollständig oder einheitlich ist und auch nicht danach strebt.
Der Versuch marginalisierte Subjektperspektiven mit einer
grenzüberschreitenden Identitätspolitik zu verbinden, um mit befreienden Impulsen in aktuelle politische Debatten einzugreifen, ist das Anliegen von re/visionen.

Kien Nghi Ha, Nicola Lauré al-Samarai, Sheila Mysorekar (Hg.): re/visionen. Postkoloniale Perspektiven von People of Color auf Rassismus, Kulturpolitik und Widerstand in Deutschland, ISBN: 978-3-89771-458-8, 456 Seiten, 24 Euro,
Unrast Verlag.

www.unrast-verlag.de/

Location:
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